AT134079B - Isolierender Belag. - Google Patents

Isolierender Belag.

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AT134079B
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synthetic resin
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Alexander Ing Deutsch
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Alexander Ing Deutsch
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Description


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  Isolierender Belag. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein isolierender Belag, der aus einer meist dünneren Aussen- lage und einer stärkeren Innenlage besteht, welche verschiedene Isolationseigenschaften aufweisen. Als   Aussenlage wird stets eine fertig gehärtete, plattenförmige (folienartige, wie Hartpapiere u. dgl. ) oder   geformte Schichte aus Kunstharz verwendet. Als Innenlage eignen sich die für Bauzwecke und zur
Herstellung von Kunststeinen bekannten Mischungen mineralischer Stoffe, wie etwa Quarzsand, Erden aller Art, die durch geeignete Bindemittel gebunden werden. Die fertige Aussenlage wird mit der Innenlage entweder während deren Herstellung oder nach deren Fertigstellung, gegebenenfalls unter Verwendung besonderer Bindemittel, aufgebracht, wobei mit Vorteil Druck bzw. Hitze zur Anwendung kommt. 



   Der technische Fortschritt wird darin erblickt, dass die aus Kunstharzen bestehende Aussenlage keimtötend Stoffe, wie Karbolsäure oder Formaldehyd, ausscheidet und dadurch bakterientötend auf die Innenlage wirkt. Dadurch wird nicht nur die Schimmelbildung zwischen den beiden Lagen verhindert und damit die Lösung ihres Verbandes erschwert, sondern auch ein Weg frei gemacht, um antiseptische, haltbare Verkleidungen von Wänden, Böden und Decken herzustellen, wie sie beispielsweise für Spitalszwecke, Badezimmer und sonstige Bauzwecke in Frage kommen. Mit Hilfe einer dünnen Aussenschicht ist es möglich, eine aus minderwertigen Stoffen bestehende Innenlage zu veredeln und für neue Zwecke brauchbar zu machen. Die Erfindung sei an einigen Ausführungsbeispielen erläutert. 



   Es hat sich herausgestellt, dass fertige Kunstharzplatten oder   Formstücke,   welche mit Rillen versehen und mit flüssigem Kunstharzkitt bestrichen sind, unmittelbar auf den noch feuchten Beton aufgelegt und belastet, eine sehr feste Verbindung mit ihrer Unterlage eingehen, wenn daran anschliessend eine allmähliche Erhöhung der Temperatur auf etwa   60-150  C und   damit die Härtung der Verbindung erfolgt. An Stelle des Kunstharzkittes empfiehlt sich die Verwendung von Kasein, Wasserglas od. dgl. 



  Wird dem Zement eines dieser oder ein ähnliches Bindemittel beigemengt, so braucht die Aussenlage nicht erst mit einem besonderen Bindemittel bestrichen werden. Bei grossen Flächen empfiehlt es sich, in der Betonunterlage kleine, mehr oder weniger durchlaufende Einschnitte vorzusehen, welche dem   Wärmedehnungsunterschied   zwischen dem Kunstharzbelag und der Betonschicht Rechnung tragen sollen. 



   Es ist auch möglich, die fertige Kunstharzschichte auf die fertige Innenlage, etwa Beton, mit Hilfe von Kunstharzkitt oder von Kasein (2 Teile Wasser auf 1 Teil Kasein) oder Wasserglas oder andern Bindemitteln aufzukleben, wobei es sich empfiehlt, die Verbindung durch Anwendung von Druck und erhöhter Temperatur zu härten. 



   Fliesen für Wand-, Decken-oder Bodenbelag werden nach folgenden Gesichtspunkten hergestellt : Die fertige Kunstharzschicht wird mit Kunstharzkitt, Kasein, Wasserglas oder andern Bindemitteln bestrichen und darüber das Gemisch von Sand und Zement, Sand und Ton oder ein anderes eventuell unter Mitverwendung von Asbest aufgetragen und sodann, gegebenenfalls unter Einwirkung von Druck und Hitze gepresst, geformt, gehärtet und getrocknet. Dieser Vorgang vollzieht sich am besten in hydraulischen Heizplattenpressen. 



   Das Bestreichen der fertigen Kunstharzplatte mit dem Bindemittel kann unterbleiben, wenn einer der zu vereinigenden Teile selbst entsprechende Bindemittel enthält ; so etwa, wenn die Innenlage aus einem Gemenge von Sand und Kunstharz im A-oder B-Zustande oder aus Zement, Sand und Kasein (unter entsprechendem Wasserzusatz), aus einem Gemenge von Ton und Wasserglas oder gleichwertigen besteht. Es ist aber auch möglich, die fertige Kunstharzschicht mit der fertigen Innenlage, welche beide 

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 bereits das Ausmass der zu bildenden Fliese besitzen, mit Hilfe geeigneter Bindemittel, wie Kunstharzkitt,
Kasein, Wasserglas od. dgl., allenfalls unter der Einwirkung von Hitze und Druck zu verbinden und zu härten. 



   Schliesslich ist es möglich, die fertige Kunstharzschicht in die noch plastische. also formbare Innenlage durch Überdeckung ihrer Ränder in der Art von Rahmen einzubetten oder die Kunstharzschieht einzuzementieren. Durch die blosse Auflage der Kunstharzschichte etwa auf eine noch feuchtplastisehe   Beton-oder Tonunterlage wird   bei entsprechender Belastung der Kunstharzschichte und Fixierung derselben durch Einzementieren ihrer Ränder ebenfalls eine für viele Zwecke genügend feste Verbindung hergestellt. Nach der Erfindung kann der neue Belag also entweder am Orte des Einbaues hergestellt oder schon fertiggestellt in Fliesenform verlegt werden. 



   Die Kunstharze isolieren bekanntlich gegen Feuchtigkeit, Wärme,   Säureeinwirkung   und   elektrische   Einflüsse und besitzen bedeutende Oberflächenfestigkeit und Elastizität. Sie bilden auch in Verbindung mit an sich weichen Unterlagen einen festen, dauerhaften und hygienischen Belag. Die Innenlage kann auch der Isolation gegen   Seh all, Wärmestrahlung   od. dgl., bei Verwendung dünnerer   Kunstharzsehichten   auch der Erhöhung der Stabilität der Verbindung dienen, so dass eine an sich minderwertige Innenlage durch eine dünne, hochwertige, fertige Aussenlage veredelt werden kann. Es ist derart möglich. die Isolationseigenschaften des Belages über das Ausmass der beiden Teillage zu erweitern. 



   Die Kunstharzschichte kann mit rauher, erhabener, glatter, matter oder polierter   Oberfläche,   ein-oder mehrfarbig,   oberflächlich   oder über den ganzen Querschnitt gemustert ausgeführt sein. Die Kunstharze können in bekannter Weise mit Hilfe von Alkohol, Azeton od. dgl. verdünnt werden. 



   Es wird mit Hilfe der Erfindung möglich sein,   ungezieferfreie, widerstandsfähige Böden,   Wände oder Decken, Stufen, Grabsteine, elektrischen Zwecken dienende Beläge, wie Schalttafel, Fliesen, auch für säurefeste Gefässe, Tafeln und Formstücke aller Art, wasser-und hitzebeständige Verkleidungen u. dgl. m. herzustellen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Isolierender Belag, dadurch gekennzeichnet, dass eine fertig gehärtete   Kunstharzschichte   mit einer Innenlage aus mineralischen Stoffen, wie Ton, Mischungen von Sand und Zement od. dgl., wahlweise mit Hilfe besonderer Bindemittel, wie flüssigem Kunstharz, Kasein, Zement und gegebenenfalls auch unter der Einwirkung von Druck und Hitze verbunden bzw. gehärtet wird.

Claims (1)

  1. 2. Isolierender Belag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die fertige Kunstharzschiehte auf die noch feuchtplastische Innenlage mit Hilfe von Bindemitteln unter Druck aufgebracht oder in die Innenlage fest eingebettet wird.
    3. Isolierender Belag nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die feuchtplastische Innenlage aus einem Gemisch von zähflüssigem Kunstharzen mit Sand, Ton, Erden oder ähnlichen Baustoffen, beispielsweise im Mischungsverhältnis von rund 1 Gewichtsteil Kunstharz auf 9 Ge- wichtsteile mineralischer Stoffe, besteht.
AT134079D 1932-05-07 1932-05-07 Isolierender Belag. AT134079B (de)

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ID=3638104

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AT134079D AT134079B (de) 1932-05-07 1932-05-07 Isolierender Belag.

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AT (1) AT134079B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739020C (de) * 1940-08-29 1943-09-09 Ernst Gustav Berendt Desinfektions-Baubekleidungsstoff

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