AT133920B - Verfahren zum Entschwefeln von Kohlendestillationsgasen. - Google Patents

Verfahren zum Entschwefeln von Kohlendestillationsgasen.

Info

Publication number
AT133920B
AT133920B AT133920DA AT133920B AT 133920 B AT133920 B AT 133920B AT 133920D A AT133920D A AT 133920DA AT 133920 B AT133920 B AT 133920B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
gas
desulphurization
distillation gases
cleaner
coal distillation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Gewerkschaft Mathias Stinnes
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gewerkschaft Mathias Stinnes filed Critical Gewerkschaft Mathias Stinnes
Application granted granted Critical
Publication of AT133920B publication Critical patent/AT133920B/de

Links

Landscapes

  • Industrial Gases (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren   zum   Entschwefeln von Kohlendestillationsgasen, 
Die heute übliche trockene   Reinigung   der   Kohlendestillationsgase   von Schwefelwasserstoff unter Verwendung   @ von Raseneisenerz, Luxmasse, ertrahierten und/oder aktivierten Gasmassen od. dgl.   wird im allgemeinen derart durchgeführt, dass diese Massen in verschiedenen Einzelaggregaten, wie z. D. 



  Kästen,   Turmreinigern u. dgl., untergebracht und   mehrere, mebt drei oder vier dieser Einheiten zu 
 EMI1.1 
 oder vier Reiniger nacheinander und wird hier vollständig vom   Sr. h\vefplwa : < sprstoii befreit.   In der Regel setzt man ausserdem dem zu behandelnden Gas an geeigneter Stelle   Luit und/oder   Dampf zu, um neben der Bindung des   Schwefelwasserstoffes   an das Eisen gleichzeitig eine Regeneration des gebildeten   Sehwefeleisens   unter Abscheidung des elementaren Schwefels durchzuführen. 



   Die trockene Gasreinigung arbeitet zwar ausserordentlich   zuverlässig. Ein grosser Nachteil   bei 
 EMI1.2 
 Gases und hinreichende   Schwefelanreicherung   der Masse erzielt werden soll. Es ist daher nicht möglich, die Reinigungssysteme mit höheren Gasdurchsätzen und Gasmengen zu belasten. Wenn man auch zeitweilig schon ein solches Reinigungssystem etwa mit der doppelten Gasgeschwindigkeit betrieben, also höhere Belastungen zugelassen hat, so war dies doch nur für Stunden oder einige Tage möglich, da andernfalls sehr rasch Schwefelwasserstoff im Reingas auftrat. Auf jeden Fall war es bis heute   unmöa'-   lieh, auf die Dauer die Reinigungsanlagen mit höheren   Durchsätzen   zu belasten, wie vorhin angegeben ist. 



   Die Erfindung vermeidet   diesen Übelstand und gelangt zu Durchsätzen, welche im Dauerbetrieb   die heutige Durchsatzgeschwindigkeit des Gases in den Kästen übertreffen, dadurch, dass das Gas nach Verlassen des ersten Reinigers erwärmt und die weitere   Behandlung des   Gases in den folgenden Reinigern bei erhöhten Temperaturen   durchgeführt v. ird.   



   Untersuchungen der Erfindern haben nämlich ergeben, dass die Herausnahme der   überwiegenden   
 EMI1.3 
 dann, wenn man diesen mit erheblich höheren Geschwindigkeiten belastet, gelingt die Herausnahme der Hauptmenge des Schwefelwasserstoffes aus dem Rohgas ohne weiteres. Die   nunmehr erforder1iehe   und in den letzten Kästen des   Reinigersystems durchzuführende Feinreinigung des   Gases erfolgt dagegen erheblich langsamer. Es dürfen hier die vorhin genannten Geschwindigkeiten und Belastungen regelmässig nicht überschritten werden, will man ein reines Gas erzeugen. 



   Neben der Herausnahme des Schwefels aus dem Gas in der trockenen Gasreinigung geht gleichzeitig die Regeneration des   gebildeten Sehwefeleisens einher. Diese Regeneration des gebildeten Schwefel-   eisens erfolgt gleichfalls erheblich langsamer als die Aufnahme der überwiegenden Mengen des Schwefelwasserstoffes im ersten Reiniger. Aber nur dann, wenn das sich bildende Schwefeleisen dauernd regeneriert 
 EMI1.4 
 reicherungen der Masse an Schwefel zu gelangen. Die langsame Regeneration des S   vei'eleisens   war bisher ein weiterer Grund dafür, die Gasgeschwindigkeiten in den Aggregaten eines Reinigersystems niedrig zu halten.

   Denn   würde   man mit   hohen Gasgeschwindigkeitcn arbeiten, so wurde der Reiniger   sehr rasch unwirksam werden, weil die Regeneration des   Schwefeleisens   der schnelleren Bindung neuen Schwefelwasserstoffes durch die Masse nicht zu folgen vermag und daher   nachhinkt.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 und langsame Reaktionen, nämlich die Herausnahme der letzten Reste des Schwefels aus dem Gas und die Regeneration der Masse, abspielen. Die langsamen Reaktionen bestimmen aber die Geschwindigkeit, mit der das Gesamtsystem betrieben werden kann.

   Um die sich in den auf den ersten Reiniger   Ma. euden   
 EMI2.2 
 Reiniger zulässig ist, auch wirklich auszunutzen,
Durch die   Erfindung wird dieser Missstand   beseitigt und ermöglicht, das gesamte Reinigersystem 
 EMI2.3 
 Reaktionen im ersten Aggregat angleicht. 



   Man kann beispielsweise derart arbeiten, dass man das im ersten Kasten grob gereinigte Gas in geeigneten   Wärmeaustauschern,   z.   B.   mit Abdampf, künstlich auf Temperaturen über   Tagestemperatur,   
 EMI2.4 
 neue Wärmezufuhr auf dieser Temperatur in dem zweiten, dritten und folgenden Aggregat belässt. Erfindungsgemäss wird also die Temperatur des Gases in dem zweiten, dritten und folgenden Reiniger um etwa 10  oder mehr über die Gastemperatur im ersten erhöht. Der Grad der Temperaturerhöhung 
 EMI2.5 
 zulässigen Ausmass zu belasten. 



   Man kann für ein Reinigersystem einen Wärmeaustauscher vorsehen und das grob gereinigte Gas nach dem ersten Reiniger in diesem Wärmeaustauscher aufheizen und dann den weiteren Reinigern zuführen. Man kann aber auch jeden einzelnen Kasten, Turmreiniger usw. mit einem   gesonderten Wärme-   
 EMI2.6 
 es   möglieh,   die heute übliche Wechselschaltung der Kästen   durchzuführen,   derart   nämlich,   dass man in einem bestimmten Turnus den an letzter Stelle befindlichen Reiniger an die erste Stelle schaltet usw. Dieses sogenannte Rüekwärtssehalten der   Kasten unterstützt weiterhin eine völlige Regeneration der   Masse in den Kästen. Die Arbeitsweise ist aber keineswegs an diese Schaltung der Kästen gebunden. 



  Auch beim Arbeiten unter erhöhtem Druck ist das Verfahren vorteilhaft anzuwenden. 



   Man hat bereits vorgeschlagen, das Rohgas vor Eintritt in das erste Aggregat der trockenen Gas- 
 EMI2.7 
 dadurch   unmöglich   gemacht, die erhöhten Geschwindigkeiten   im ersten Aggregat   im gesamten System auszunutzen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum   Entschwefeln   von   Kohlendestil1ationsgasen   in einer mit   Erwärmungsvor-   
 EMI2.8 
 zum Gase bei   gewöhnlichem   oder erhöhtem Druck, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas nach Verlassen der ersten aus einem oder mehreren Reinigern bestehenden Reinigerstufe   erwärmt und   die Behandlung des Gases in den folgenden Reinigern bei einer Temperatur, welche 100 oder mehr über derjenigen des Gases in der ersten Reinigerstlfe liegt, ausgeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den auf die erste Reiniger'stufe folgenden Reinigern eine Temperatur zwischen 30 und 60" C eingehalten wird.
AT133920D 1931-10-23 1932-07-28 Verfahren zum Entschwefeln von Kohlendestillationsgasen. AT133920B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE133920X 1931-10-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT133920B true AT133920B (de) 1933-06-26

Family

ID=5665230

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT133920D AT133920B (de) 1931-10-23 1932-07-28 Verfahren zum Entschwefeln von Kohlendestillationsgasen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT133920B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3541775C2 (de) Verfahren zum Entfernen von Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen
DE2105844C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Schwefel durch Entfernung von Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxid aus Claus-Abgasen
DE1278675B (de) Zur Entfernung von Schwefeldioxyd aus Abgasen geeigneter Akzeptor
DE2420639B2 (de) Anlage zur selektiven Reinigung von Heißgasen
DE2021111C2 (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Abgasen einer Claus-Anlage unter Erniedrigung des Gehalts an gebundenem Schwefel
DE3329823C2 (de) Verfahren zum Entzug von SO&amp;darr;x&amp;darr;, NO&amp;darr;x&amp;darr;, Chlorverbindungen, Schwer- und Edelmetallen aus heißen Rauchgasen
AT133920B (de) Verfahren zum Entschwefeln von Kohlendestillationsgasen.
EP0283793B2 (de) Verfahren und Reaktor zur katalytischen Umsetzung von H2S mit SO2 zu elementarem Schwefel
DE2257733A1 (de) Verfahren zur herstellung eines wasserstoffreichen gases
DE629047C (de) Verfahren zum Entschwefeln von gekuehlten Kohlendestillationsgasen
DE2109761A1 (de) Verfahren zur Behandlung des Abstroms von Schwefelanlagen
DE1247283B (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefeloxyden aus Abgasen unter Gewinnung von Schwefelsaeure
EP0405119B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von metallischen Quecksilber aus durch Vergasung oder Verbrennung von Kohle gewonnenem Gas
DE2151161A1 (de) Verfahren zum Regenerieren von mit adsorbiertem elementarem Chlor gesaettigten Aktivkohleschichten
DE971061C (de) Verfahren zum Reinigen der Abluft von Viskosefabriken
DE1177624B (de) Verfahren zur Reinigung von Helium
DE1444974C (de) Verfahren zur Vollentschwefelung von Industnegasen
AT157726B (de) Verfahren zum Entfernen organischer Schwefelverbindungen aus technischen, vorher von Schwefelwasserstoff befreiten Ausgangsgasen.
DE816873C (de) Verfahren zur Entschwefelung von Gasen
DE648971C (de) Trockene Entschwefelung von Kohlendestillationsgasen
AT112997B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Reinigung von zur katalytischen Umwandlung in flüssige Brennstoffe bestimmten schwefelhaltigen Destillationsgasen.
AT112996B (de) Verfahren zur Regenerierung von metallischen oder metalloxydischen Reinigungsmassen.
DE565534C (de) Anlage zum Reinigen von Gasen der Vergasung oder pyrogenen Zersetzung kohlenstoffhaltiger Rohstoffe
DE342133C (de)
DE2234835A1 (de) Verfahren zur reinigung von mechanischen nebelabscheidern