AT133564B - Lenkvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, mit einzelgelenkten Rädern. - Google Patents

Lenkvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, mit einzelgelenkten Rädern.

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AT133564B
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AT
Austria
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steering
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Joseph Dipl Ing Ganz
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Joseph Dipl Ing Ganz
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  Lenkvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, mit einzelgelenkten   Rädern.   



   Es ist bekannt, Leiträder und insbesondere unabhängig voneinander aufgehängte Leiträder von Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen, einzeln zu lenken. In diesem Falle wird eine durchgehende Spurstange vermieden. Der Einschlag sowohl des linken wie des rechten Rades wird vielmehr durch je eine kürzere Lenkschubstange bewirkt. Die einfachsten und zweckmässigsten Anordnungen dieser Art benutzen hiezu zur   Fahrzeuglängsachse     querlie/1 : ende Lenkschubstangen.   



   Eine kinematisch richtige Lenkung bedingt meistens Anlenkung der querliegenden Lenkschubstangen in Nähe der Fahrzeuglängsmittelebene. Dies stösst praktisch jedoch dadurch auf Schwierigkeiten, dass die   Lenksäule-der   Platz des Lenkers befindet sich ja fast stets ausserhalb der Fahrzeugmitteziemlich stark seitlich liegt. Wollte man Anstossen der ausschwingenden Lenkschubstangen am Lenkgehäuse vermeiden, so war man bisher gezwungen. auf Anlenken der Lenkschubstangen in Nähe der Fahrzeugsymmetrieebene und damit auf kinematisch einwandfreie Lenkung zu verzichten. Oder man erkauft die kinematisch richtige Lenkung   dm eh Vor-bzw. Rückverlegung   des Lenkgehäuses und fand sich mit indirekter Betätigung der Schubstangen über Hebelwerk u. dgl. (vgl. D. R. P.

   Nr. 509476) ab, oder man versah das querverschiebliche Organ, das die Kraft vom seitlich liegenden   Lenkstock,   zur Wagenmittelebene zu   überträgt.   mit entsprechend vorstehenden Ansätzen, an denen die Lenkschubstangen angreifen (vgl. die Lenkung von   Stoewer, Motor-Kritik"Jahrg. 1932,   S. 369, Abb. 15). Dies hatte jedoch infolge des exzentrischen Angriffs der Lenkschubstangen wieder Kippmomente und damit   Schüttel-   und Abnutzungserscheinungen zur Folge. 



   Vorliegende Erfindung betrifft nun eine Lenkvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge mit einzelgelenkten Rädern und querliegenden, in Nähe der Fahrzeugsymmetrieebene angelenkten Lenkspurstangen, bei der die Mängel der bekannten Vorrichtungen völlig vermieden sind und die sich ausserdem durch grosse Einfachheit und weitgehende Zuverlässigkeit auszeichnet.

   Das wesentliche Merkmal der   Lenkvorrichtung gemäss   der Erfindung besteht darin, dass jede der beiden etwa eine halbe Spurweite langen   Lenkschubstangen   an ihrem der Fahrzeugmitte zugekehrten Ende durch im Winkel stehende Ansätze mittels Gelenken bzw. je einem Gelenk oder Teil eines Doppelgelenkes, deren Zentren sich im engen Bereich der   Lenkkraftübertragungs-Wirkungslinie   befinden, an einem querverschieblich angeordneten Organ angelenkt sind. das seinerseits, wie üblich, mit der Steuersäule gekoppelt ist.

   Die Anordnung der erwähnten Gelenkzentren im engen Bereich der   Lenkkraftübertragungs-Wirkungslinie   ist dabei dahin zu verstehen, dass sich dieselben mit praktisch möglicher Annäherung auf der in ihrer Lage gegebenenfalls etwas veränderlichen Wirkungslinie der Kraftübertragung vom Lenkstock auf das querverschiebliche Gelenktragorgan befinden. Dabei kommen dann die inneren Anlenkpunkte der Lenkschubstangen entsprechend vor bzw. hinter ihre äusseren Anlenkpunkte zu liegen, so dass die Wirkungsachsen der Lenkschubstangen zueinander in an sich bekannter Weise einen von 180'abweichenden Winkel einschliessen. 



   Durch eine solche Bauart erzielt man bei Verwendung einer mindestmöglichen Zahl von Einzelteilen eine Lenkung von ausserordentlicher Zuverlässigkeit, da die Angriffspunkte der den Schubstangen zugeleiteten Lenkkräfte sämtlich im engen Bereich der   Lenkkraftübertragungs-Wirkungslinie   liegen und daher infolge Fehlens eines Hebelarmes Kippmomente praktisch vollständig in Fortfall kommen.

   Ausserdem bildet die Schubrichtung des querverschieblichen Gelenktragorgans mit der Richtung der Lenkschubstangenkräfte einen so spitzen Winkel, dass die Normalkräfte auf die Führung nur gering sind, so dass Reibungsverluste, vermeidbare Abnutzungserscheinungen und übermässig beanspruchte, eine schwere und kostspielige Ausführung bedingende Teile praktisch vollständig entfallen. 

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 die dazugehörigen Lenkschenkel, an deren Zapfen 5 und 6 die Lenkschubstangen 7 und 8 angreifen. Diese Lenkschubstangen sind je ungefähr eine halbe Spurweite lang und besitzen an ihren der Fahrzeugmitte zugekehrten Enden die im Winkel stehenden Ansätze 9 und   M.

   Mit   diesen sind sie durch Gelenke 11 und   12,   deren Zentren 13 und 14 sich im engen Bereich der   Lenkkraftübertragungs-WirkungsIinie i-B   befinden, an dem querverschieblieh angeordneten Organ 15, z. B. einem Kolben od. dgl., angelenkt. Dieses Organ ist seinerseits durch ein möglichst   zentriseh   angreifendes, in Richtung der Lenkkraftübertragungs-   Wjr1.. mgslinie A-B   verlaufendes   Zug- und Druckorgan 16   mit dem Lenkstock gekuppelt und so mit dem Lenkhandrad   17 gekoppelt.   



   Wie in Fig. 2 schematisch dargestellt ist, kann das querverschieblich angeordnete Gelenktrag- organ 15 zweckmässig z. B. in einer Gleitbahn 18 geführt werden. 



   Dabei ist es, wie in Fig. 3 in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt ist, vorteilhaft, das Organ 15 und damit die   Lenksehubstangen   verdrehungsfrei zu führen, was z. B. durch geeignete Profilierung des Organs 15 und der Gleitbahn 18 erzielt werden kann. 



   Eine weitere zweckmässige, in Fig. 4 schematisch dargestellte Ausführungsform besteht darin. das Organ 15 querverschieblich in einer Gleitbahn 18 zu führen, welche bis auf einen Schlitz 19 verschlossen ist. Dieser kann, wie aus Fig. 4 ebenfalls ersichtlich, mit Vorteil dann gleichzeitig zur verdrehungsfreien Führung des entsprechend gestalteten Organs 15 nutzbar gemacht werden. 



   Fig. 5 zeigt die gleiche Ausführungsform wie Fig. 4 mit der vorteilhaften Ergänzung, dass der 
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 und her gleitet und das Eindringen von Verunreinigungen in den Gleitbahngehäusesehlitz verhütet. 



   Die Koppelung des   querversehieblielien   Organs 15 mit dem Lenkrad über den Lenkstock od. dgl. durch ein in Richtung der   Lenkkraftübertragungs-Wirkungslinie   liegendes Zug-und Druckorgan kann auf verschiedene geeignete Weise erfolgen, z. B. durch eine entsprechend verlaufende Zahnstange mit eingreifendem Ritzel und gegebenenfalls durch Zwischenzahnräder (Fig. 6 bis 8) oder durch ein in der Linie   A-B   verlaufendes Gestänge und Übersetzungsorgan (Fig. 9 und 10).

   Die zweckentsprechendste Art der Koppelung (gegebenenfalls hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch) ist dabei je nach Art der jeweiligen Wagenkonstruktionen zu wählen, ebenso wie danach die   Entscheidung bezüglich   der Anordnung der Lenkschubstangen (vor oder hinter dem querverschieblichen Gelenktragorgan) und des querverschieblichen Gelenktragorgans (vor oder hinter der Achse) zu treffen ist. 



   Die gelenkige Verbindung der Lenkschubstangen bzw. deren Ansätzen mit dem querverschieblieh angeordneten Organ kann gleichfalls auf verschiedene geeignete Weise erfolgen, z. B. derart (siehe Fig. 11), dass die   Lenkschubstangen'1   und 8 an ihren der Fahrzeuglängsmittelebene zugekehrten Endteilen durch im Winkel stehende, an ihrem Ende 21 sphärisch (z. B. in Kugelform) ausgebildete Bolzen 9 gelenkig mit dem mit entsprechenden Aussparungen 22 versehenen querverschieblichen Organ 15 verbunden sind, oder z. B. derart, dass die   Lenkschubstangen ?   und 8 im Winkel drehbar gelagerte Bolzen 23 tragen, welche mit Gelenken 24, deren Zentren 14 sich ebenfalls im engen Bereich der   Lenkkraftübertragungs-Wirkungs-   linie A-B befinden, an dem entsprechend gestalteten Organ 15 angelenkt sind. 



   Die gelenkige Verbindung der Lenkschubstangen mit dem querverschieblichen Organ kann ferner z. B. auch derart erfolgen (Fig. 12), dass die   Lenkschubstangen 7 und. S   an ihren der Fahrzeugmittelebene zugekehrten Enden mit im Winkel drehbar gelagerten gekrümmten Ansätzen 25 und 26 versehen sind, die ihrerseits mit dem querverschieblichen, entsprechend gestalteten Organ 15 durch Gelenke 27 verbunden sind, deren Zentren sich ebenfalls im engen Bereich der   Lenkkraftübertragungs-WirkungsIiniel-B   befindet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lenkvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, mit einzelgelenkten Rädern und querliegenden, in der Nähe der Fahrzeuglängsmittelebene angelenkten   Lenksehubstangen,   dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Lenkschubstangen an ihrem der Fahrzeugmitte zugekehrten Ende durch gegebenenfalls drehbar gelagerte, im Winkel stehende Ansätze mittels Gelenken, deren Zentren sich im engen Bereich der   Lenkkraftübertragungs-Wirkungslinie   befinden, an einem in an sich bekannter Weise auf einer Gleitbahn od. dgl querverschiebliehen und zweckmässig verdrehungsfrei angeordneten Organ. z. B.

   Kolben od. dgl., angelenkt sind, das seinerseits, wie üblich, durch eine an ihm angreifende Zahnstange. ein Zuggestänge od. dgl., gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Übersetzungsorganen, über den Lenkstock od. dgl. mit der Steuersäule gekoppelt ist.

Claims (1)

  1. 2. Lenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lenkschubstangen an ihren der Fahrzeugmitte zugekehrten Enden durch im Winkel stehende, an ihrem Ende sphäriseh, z. B. in Kugelform, ausgebildete Bolzen gelenkig mit dem querverschieblichen Organ verbunden sind.
    3. Lenkvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der querverschiebliche Kolben in einer Gleitbahn geführt ist, welche bis auf einen zweckmässig durch Schieber abgedeckten Schlitz verschlossen ist.
AT133564D 1931-02-16 1932-02-11 Lenkvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, mit einzelgelenkten Rädern. AT133564B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764321C (de) * 1939-07-28 1954-08-16 Friedrich Eugen Dipl-Ing Maier Lenkung fuer Kraftfahrzeuge
DE10344731A1 (de) * 2003-09-26 2005-05-04 Audi Ag Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764321C (de) * 1939-07-28 1954-08-16 Friedrich Eugen Dipl-Ing Maier Lenkung fuer Kraftfahrzeuge
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