AT133421B - Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Zement mit hohen Anfangszugfestigkeiten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Zement mit hohen Anfangszugfestigkeiten.Info
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Zement mit hohen Aatimgszugfestigkeitell. Es ist bekannt, bei der Zementherstellung Korrekturmittel zu verwenden, um die wechselnde Zusammensetzung der Hauptzementrohkomponenten auszugleichen oder bestimmte Eigenschaften des EMI1.1 Zement od. dgl. Als solche Korrekturmittel verwendete man Oxyde von Eisen oder Mangan in Form von Eisenerzen, Kiesabbränden, Braunstein usw. Durch den Zusatz solcher die Hydraulefaktoren Eisen und Mangan bestimmender Stoffe kam man in die Lage, hochwertigen Zement herzustellen, denn es erwies sich, dass mit dem Gehalt an Eisenoxyd die Ausbildung der festigkeitstragenden Mineralien im Zementklinker wuchs. Wenn es auch bekannt ist. dass die Hydraulefaktoren Eisen und Mangan durch den teilweisen Sehmelzfuss (Sinterung) mit der Kieselsäure des Rohmehls zur Mineralbildung im Klinker führten, so war es doch schwer, die notwendige, intensive, weitestgehende Wechselwirkung und somit einen hohen Aufsehlussgrad der einzelnen Komponenten unter sonst normalen Bedingungen zu erreichen, wodurch genügende Mengen Triealeiumsilikat (Alit) erzeugt werden. Lediglich durch Änderung der Brenntemperatur und Brennzeit liessen sich annehmbare Werte herbeiführen. Wenn man nun weiter auch zur Erreichung bestimmter Eigenschaften, nämlich in bezug auf das EMI1.2 in ausreichender Weise sicherzustellen. Wird nun erfindungsgemäss Eisensilikat oder Mangansilikat oder Eisen-und Mangansilikat statt Eisenoxyd oder Manganoxyd oder Eisen-und Manganoxyd und Kieselsäure als Korrekturmittel zugesetzt, so stellt sich heraus, dass die Wechselwirkung der Rohmehlkomponenten leichter, schneller und weitgehender vor sich geht und dass der Aufschlussgrad des Rohmehls ein höherer wird. Es wird schon bei verhältnismässig niederen Temperaturen eine genügende Menge Alit gebildet und der Zement weist eine besonders hohe Anfangsfestigkeit auf. Wesentlich ist. dass das zuzusetzende Korrekturmittel ein dem Zement, der ja auch aus Silikatverbindungen besteht, verwandtes Silikat des Eisens oder Mangans im chemischen Sinne der Verbindung von Eisen, Mangan und Kieselsäure darstellt, ohne dass sonst irgendwelche chemischen Verunreinigungen dieser Silikate in grösseren Mengen vorhanden sind. Da das Eisen, wie Guttmann feststellt, in seiner Wirkung bei der Klinkerherstellung durch Mangan vertreten werden kann, so haben erfindungsgemäss die Mangansilikate gegenüber den reinen Oxyden, wie auch die Eisensilikate dieselbe Bedeutung. Diese Eisen-oder Mangansilikate haben infolge ihrer Beschaffenheit als Kieselsäureverbindungen die vorhin betonten hervorragenden Eigenschaften. Sie stellen bei mineralogischer und petrographischer Untersuchung einen einheitlichen Körper dar, der leicht reaktions- fähig ist. Die Silikate haben vor allen Dingen niedrigere Schmelzpunkte als die Gemische von Oxyden und Quarz, mag hiebei auch rein mengenmässig und chemisch gleich viel Eisen oder Mangan und Kiesel- EMI1.3 merat von Eisenoxyd und Kieselsäure darstellen. Man ist also durch vorliegende Erfindung in der Lage, von vornherein die notwendigen Gehalte an Alit und Celit auf einfachste Weise festzulegen, ohne besondere Betriebsverfahren anwenden zu müssen. Es vereinfacht sich der Brennbetrieb, und es kann dieser ganz mit Rücksicht auf die Güte des zu erbrennenden Klinkers eingestellt werden, während bisher diese Forderung zurücktreten musste, Durch die <Desc/Clms Page number 2> Anwendungsmöglichkeit der niedrigeren Temperaturen wird nicht allein gleichfalls die Güte des zu erbrennenden Klinkers gehoben, sondern es werden auch Brennzeit und Kohlenverbraueh herabgesetzt. Selbst bei Erhöhung des Kalkgehaltes. d. h. damit der Kalksättigungsgrad nach Kühl an die Grenze 1 oder nach Guttmann an die Grenze 3 kommt, bleibt bei Anwendung des neuen Korrekturmittels der Brenn- EMI2.1 Rohmehls beeinträchtigt wird bzw. zurückgeht. d. h. also. dass selbst bei einem hohen Kalknehalt infolge der celithaltigen Grundmasse wenig oder gar kein freier, ungebundener Kalk vorhanden ist. wodurch wiederum die Güte des Klinkers, besonders in bezug auf die Zugfestigkeit, beeinflusst wird. Als Korrekturmittel kann man neben gegebenenfalls künstlich in stöchiometrischen Mengen zu- EMI2.2 schlacken, natürliche Eisen- und Magansilikate u. dgl. verwenden. Die Menge der notwendigen Korrekturmittel richtet sieh nach der chemischen Zusammensetzung des Rohmehls, u. zw. so. dass der übliche Gehalt an Eisen oder Mangan oder Eisen und Mangan erreicht wird, d. h. also, die verschiedenen Moduln sollen in den normalen bisher bekannten Grenzen liegen. Für gewöhnlich wünscht man. wie es bekannt ist, einen Eisengehalt, der umgerechnet zirka 2-6% Fe203 bzw. Mn203 im fertigen Klinker entspricht. Man wird normal, wie bekannt, mit zirka 3-4% arbeiten. Führt man der Rohmühle nun ein Material zu, welches die normale Rohmehlzusammensetzung hat, d. h. dass die üblichen Moduln in den üblichen Grenzen liegen, nur dass für eine genügende Sinterung zu wenig Flussmittel, also Eisen oder EMI2.3 silikate zuzusetzen sind, um auf den gewünschten Gehalt an Fe203 oder Mn2 oder Mn2O3 zu kommen, der den erstrebten Effekt bei der Klinkerherstellung herbeiführt.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Zement mit hohen Anfangszugfestigkeiten unter EMI2.4
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