<Desc/Clms Page number 1>
Innen-Nabenbremse für Kraftfahrzeug-, besonders Flugzeuglaufräder.
Die Erfindung bezieht sieh auf Innen-1\abenbremsen jener Art für Kraftfahrzeuge, insbesondere
Flugzeuglaufräder, bei der eine längsgespaltene, auf einer unbeweglichen Zwischennabe der Radaehse aufliegende Federbremshülse vorhanden ist, die mittels eines auf einem fernbetätigbaren Längssehub- glied sitzenden Spreizgliedes zwecks Reibungseingriffes mit der Radnaben-Innenfläche aufweitbar ist, und besteht im Wesen darin, dass das Spreizglied aus zwei abstandsweise hintereinander befindlichen
Paaren von an Zapfen eines Längsschlittens der Radachse knieförmig angelenkten Spreizhebeln mit sich gegen beiderseitige Wangenrasten od. dgl. der Bremshülse stÜtzenden freien Enden besteht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Bremse bei weggelassenem Aussenmantel, Fig. 2 einen mittleren Längs- schnitt nach 11-11 der Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt nach 111-111 der Fig. 1 und Fig. 4 eine Vorder- ansicht der Einrichtung.
Auf der Achse 11 eines Flugzeuglaufrades sitzt eine die Bremseinrichtung tragende Grundnabe 10, die mittels durch zusammenpassende Flanschen 14 der Achse und der Grundnabe reichender Schraubenbolzen 7. 3 festgehalten ist. An der Grundnabe 10 ist, mit ihr aus einem Stück gefertigt, ein Gehäuse 16 vorgesehen, das zylindrische Endteile 17 aufweist und den Enden einer Querwelle 18 als Lager dient, auf deren einem Ende ein Arm 19 sitzt, während im mittleren Teil der Welle ein exzentrischer Kurbelzapfen 20 vorgesehen ist, der in einer mittleren verhältnismässig breiteren Ausnehmung 22 des Gehäuses 16 untergebracht ist.
Das andere Ende der Querwelle ist mit einer Torsionsfeder 23 versehen, die einerseits bei 24 (Fig. 1) an der Welle 18 festgelegt, anderseits in eine Bohrung 27 eines Fortsatzes 26 eingesteckt ist, der durch Bolzen an den Flanschen 14 befestigt ist (Fig. 4). Die Feder 23 steht normalerweise unter Spannung und sucht die Querwelle im Uhrzeigersinne nach der Fig. 2 zu drehen. Eine auf das Wellenende 18 aufgeschobene Flanschenkappe 28 sichert die Feder 23 in ihrer Lage auf der Querwelle.
In einem Längsschlitz 84 der Grundnabe 10 ist längs der Achse 11 und in Berührung mit ihr ein Längsschlitten. 30 verschiebbar, der an seinem äusseren verbreiterten Ende eine Gabel zu aufweist, in die der Kurbelzapfen 20 eingreift. An dem Längsschlitten. 30 sind zwei radial nach aussen abstehende Zapfen 86 befestigt, die als Drehzapfen zur knieförmigen Anlenkung paarweiser Hebel 37 und 38 dienen, die Spreizhebel darstellen, deren äussere Enden abgerundet sind und in Rasten, zu greifen, die in an den einander zugekehrten Randteilen einer längsgespaltenen zylindrischen Bremshülse 42 angebrachten Wangen 40 (Fig. 3) vorgesehen sind.
Es ist vorteilhaft, an den gegenüberliegenden Schlitzrändern der Bremshülse 42 Zugfedern 41 angreifen zu lassen, um die Bremshülse in verengter, also unwirksamer
EMI1.1
Diese besteht aus geeignetem federnden Material und ist zweckmässig mit einem Bremsbelag 43 Über- zogen.
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
eine axiale Lagenveränderung der Bremshülse nach der Querwelle 18 hin, während eine Verschiebung nach der andern Seite die unter dem Einfluss der Torsionsfeder 23 stehenden Spreizhebel 37,. 38 ver- hindern.
Die Zwischennabe 44 ist im mittleren Teil zu einem nach aussen vorspringenden Längshohlrücken 50 ausgebaut, der in den Schlitz der Bremshülse 42 reicht und einen Anschlag für die Schlitzränder der
Bremshülse bildet. Der Rücken 50 verhindert auch eine Verdrehung der Bremshülse 42 auf der Achse.
Bei Betätigung der Querwelle 18 wird die Bremshülse durch die Spreizhebel erweitert und kommt dadurch mit der Innenfläche einer zylindrischen Radnabenbüchse 52 in Berührung, die mit den Radreifen haltenden Flanschenringen 5. 3 versehen ist. Nahe den Rändern der Radnabenbüchse 52 sind an ihrer Innenseite Lagerringe j4 und 55 vorgesehen, die mit Walzen 57 und 58 zusammenwirken, welche von auf der Grundnabe 10 festsitzenden Spurringen 60 und 61 drehbar gehalten werden. Ein in einer ringförmigen Nut ? des Flansches 4S angeordneter Packungs-oder Dichtungsring 62 aus Filz oder anderem Material verhindert den Zutritt des Schmieröles zu dem die Spreizhebelanordnung aufnehmenden Teil der Nabe und zu dem Bremsbelag.
Die Achsen der Lagerwalzen 57 und 58 sind zur Richtung der Achse 11 geneigt angeordnet. Ein zwischen dem Spurring 60 und einer Sehulterfläche 66 der Nabe 10 eingesetzter Ring 64 ist mit einer das innere Ende der Radnabenbüehse übergreifenden Randleiste 67 versehen und dient dem Rollenlager als Schutz. Ein zweiter Schutzring 68 ist bei 69 an dem Flanschring 53 der Nabe befestigt und umfasst die Randleiste 67, wobei zwischen die Ringe 64 und 68 zum Schutz der Lagerrollen 57 und zur Verhinderung des Ölablaufes aus dem Lager eine Dichtungspackung 72 eingelegt ist.
Zwei Paare von Ringen 7. 3 und 74, deren innere Ränder voneinander abstehen, um Ringnuten 76 zur Aufnahme von Filz od. dgl. zu bilden, schliessen das Rollenlager 58 am äusseren Nabenende ein und sind zwischen einer Schulter 78 am Rande der Radnabenbüchse und einer inneren Umfangsrippe 79 der letzteren in ihrer Lage gehalten.
Eine Stahlhülse 80 ist, wie bei 82 angedeutet, mit dem äusseren verjüngten Teil 83 der Grundnabe 10 vernietet und trägt eine Schraubkappe 84, um die Anbringung der Bremsteile zu erleichtern und sie in ihrer Anordnung zu halten. Ein die Kappe 84 und die Stahlhülse 80 durchsetzender Bolzen 86 sichert die Kappe 84 in ihrer Lage.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ergibt sich, dass die Bremse in Verbindung mit den Rollenlagern wirksam betätigt werden kann, ohne auf die letzteren oder auf den Längsschlitten @ 30 nachteilig einzuwirken, welch letzterer in Ausschnitten oder Schlitzen 34 der Gnmdnabe zwischen den Lagerringen und der Achse verschiebbar ist. Auch kommt annähernd die gesamte Oberfläche der Bremshülse gegen die innere Fläche der Radnabenbüchse zur Wirkung, u. zw. in jeder Drehrichtung der letzteren.
Diese Wirkungsweise wird dadurch erleichtert, dass die Schlitzränder der gesprengten Bremshülse gewöhnlich mit dem in der Verbindungslinie der beiden Spreizhebeldrehzapfen 36 liegenden Längsrücken 50 zu-
EMI2.1
wegung vollführen, um in der Querrichtung auf die Bremshülse wirkende Stösse zur Gänze durch den Längsrücken 50 auffangen zu können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Innen-Nabenbremse für Kraftfahrzeug-, besonders Flugzeuglaufräder, die eine längsgespaltene, auf einer unbeweglichen Zwischennabe der Radaehse aufliegende Federbremshülse besitzt, die mittels eines auf einen fernbetätigbaren Längsschubglied sitzenden Spreizgliedes zwecks Reibungseingriffes mit der Radnabeninnenfläehe aufweitbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizglied aus zwei abstandsweise hintereinander befindlichen Paaren von an Zapfen (36) eines Längsschlittens (, 30) der Radachse (11) knieförmig angelenkten Spreizhebeln (37, 38) mit sich gegen beiderseitige Wangenrasten (39) od. dgl. der Bremshülse (42) stützenden freien Enden besteht.