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Klassierrost.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Klassierrost für Kohle, Erz u. dgl., bei dem auf hintereinander angeordneten und gemeinsam angetriebenen Wellen die den Rost bildenden Scheiben nebeneinander exzen- trisch befestigt sind. Es ist bereits bei Rosten vorstehender Art vorgeschlagen worden, die nebeneinander liegenden Scheiben so anzuordnen, dass sie bezüglich ihrer Exzentrizität von Scheibe zu Scheibe um 180 zueinander versetzt sind. Diese bekannten Seheibenroste sind im wesentlichen für hartes trockenes Gut, wie Koks und Kohle, bestimmt. Das Absieben weicheren und vor allem feuchteren Gutes, wie z. B. Rohbraunkohle, auf derartigen Rosten ist deshalb nicht angängig, weil bei dieser Anordnung der Scheiben eine zu starke Zerkleinerung und Mahlwirkung durch die Scheiben ausgeübt und eine übergrosse Menge feinen Gutes anfallen würde.
Dieser Übelstand soll erfindungsgemäss dadurch vermieden werden, dass die Versetzung der exzentrisch gelagerten Scheiben um 180 in Gruppen erfolgt. Die Anzahl der zu einer
Gruppe gehörenden Scheiben richtet sich nach der gewünschten Breite der Scheibengruppe und diese wiederum ist abhängig von dem in dem jeweils zu siebenden Gut vorhandenen Überkorn des behandelten
Gutes, z. B. Rohbraunkohle, u. zw. ist die Gruppenbreite geringer als das grösste Überkorn.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines Teiles der den Rost bildenden Scheiben und Fig. 2 die zugehörige Draufsicht.
Auf Wellen 1 sind Scheiben 2 exzentrisch nebeneinander befestigt. Die Scheiben sind, beispielsweise in Gruppen von je sechs Scheiben, in ihrer exzentrischen Anordnung um 1800 zueinander versetzt. Der Abstand der Scheiben voneinander entspricht etwa der Korngrosse des abzusiebenden Gutes und wird durch Zwischenring 3 bestimmt. Der Antrieb der Wellen kann verschieden sein ; z. B. kann auf jeder Welle ein Zahnrad angeordnet sein, wobei über sämtliche Zahnräder eine gemeinsame Antriebskette gelegt ist. Um ein Zusetzen der Siebspalten durch das Gut zu verhindern, werden zweckmässig-auf der Zeichnung nicht dargestellte-Abstreicher vorgesehen, die zwischen die Scheiben greifen und sich einklemmendes oder anhaftendes Gut zum Abfallen bringen.
Trotz der Vermeidung des sich aus der grossen Mahl-und Zerkleinerungswirkung ergebenden Übelstandes wird mittels der beschriebenen Vorrichtung eine weitgehende Umwälzung und Lagenveränderung des über den Rost wandernden Gutes erreicht, woraus sich eine gute Siebwirkung ergibt. Insbesonders wird erreicht, dass das grösste Überkorn zum grössten Teile nicht auf die jeweils tiefer liegenden Rostspalten gelangt und diese abdeckt, so dass das feine Gut nicht durchfallen kann, sondern dieses Überkorn bildet von Gruppe zu Gruppe eine Brücke, unterhalb welcher das feine Gut durchwandern und durch die Rostspalten fallen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Klassierrost für Kohle, Erz u. dgl., bei dem auf hintereinander angeordneten und gemeinsam angetriebenen Wellen die den Rost bildenden Scheiben nebeneinander exzentrisch befestigt und gegeneinander versetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Versetzung der Scheiben (2) in Gruppen von zwei oder mehreren Scheiben z. B. um 1800 erfolgt.
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