AT132689B - Verfahren zum Überziehen von Schmelzelektroden aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen. - Google Patents
Verfahren zum Überziehen von Schmelzelektroden aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen.Info
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Description
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Verfahren zum Überziehen von Selhmelzelektroden aus Aluminium oder Aluminiumlegiertuigen.
Die Erfindung betrifft die Herstellung von salzhaltigen Überzügen auf Schmelzelektroden aus Aluminium oder aus einer Alnminiumlegierung für die elektrische Lichtbogenschweissung.
Nach einer in der deutschen Patentschrift Nr. 511329 dargelegten Ausführungsform wird der Überzug in der Weise hergestellt, dass eine geeignete Salzmischung mit einer Verbindung von saurem Charakter behandelt wird, die durch Fällung oder Koagulation einen gelatinösen Niederschlag bildet ; das durch Fällung oder Koagulation erhaltene sauer reagierende Gemisch wird alsdann durch Zusatz einer Verbindung von alkalischem Charakter gebunden, wobei gleichzeitig Peptisation erfolgt und eine salzhaltige, viskose Paste erzielt wird, die geeignet ist, auf dem Werkstoff, der den metallischen Kern der Schweisselektrode bildet, zu haften und zu trocknen.
Obgleich die bei den kolloiden Gebilden auftretenden Adsorptionserscheinungen bewirken. dass eine Säure und eine Base nebeneinander bestehen können, ohne dass dieselben sofort aufeinander reagieren und sich gegenseitig neutralisieren, so konnte trotzdem der Grad der Peplisation oder mit andern Worten der Zusatz von Alkali derart geregelt werden, dass beim Trocknen des Überzuges auf dem metallischen Kern der Elektrode die sauren Bestandteile, wenn auch nicht völlig, so doch annähernd, durch die basischen Bestandteile neutralisiert wurden.
Es liegt auf der Hand, dass die zur Erreichung dieses Zustandes notwendige Kontrolle sehr umständlich war, aber sie war notwendig, weil sich bei der Trocknung der umhüllten Elektrode unter der Einwirkung der Kohlensäure der Luft ein Überschuss von Alkali in der Über- zugsmasse in das entsprechende Alkalikarbonat umwandelt, dessen Vorhandensein auch schon in verhältnismässig geringen Mengen die Aktivität der Umhüllllngsmasse infolge einer beim Schmelzprozess im elektrischen Lichtbogen auftretenden Oxydation verringert.
Anderseits kann ein geringer Überschuss an Peptisationsalkali nötig sein. um eine
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Viskosität durch allmähliche gegenseitige Neutralisation der sauren und der basischen Bestandteile verlieren können. Es kann deshalb wünschenswert werden, diese durch Zugabe einer sehr geringen Menge von Alkali zu repeptisieren. was jedoch gleichzeitig zu einem entsprechenden Gehalt an schädlichem Alkalikarbonat führt.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung macht die Herstellung der Überzugsmasse unabhängig von deren Alkalität und damit auch von der darauffolgenden Kohlensäureaufnahme der mit diesem Überzug versehenen und getrockneten Elektroden ; es gestattet je nach Wunsch mit höheren Peptisations-, d. h. mit erhöhten Viskositätsgraden, zu arbeiten.
Nach der Erfindung wird die mit dem Salzüberzug umhüllte Elektrode mit der Lösung einer Verbindung behandelt, welche das Alkali bindet und Kohlensäure frei werden lässt. Auf diese Weise wird das Alkali des Peptisationsmittels oder das bei der Trocknung der umhüllten Elektrode entsprechend gebildete Alkalikarbonat in eine dem Schmelzprozess im elektrischen Lichtbogen zugute kommende Verbindung umgewandelt.
Bei der Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens benutzt man wässrige Lösungen von sauren Salzen (beispielsweise Bisulfate) oder wässrige Lösungen von Salzen, die in Lösung
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fluorsilikat) oder Lösungen von Salzen, die einen Säurezusatz erhalten haben (beispielsweise Lösungen von leicht mit Chlorwasserstoffsäure angesäuerten Alkalichloriden). Die Salzlösungen besitzen vorzugsweise eine höhere Konzentration, wodurch die Lösungsspannung des Salzüberzuges in der Tauchflüssigkeit verringert wird. Das spezifische Gewicht ist mindestens 1-030 und kann höher als 1-300 steigen.
Den in dem vorliegenden Verfahren verwendeten salzhaltigen Lösungen kann zur Kennzeichnung der Behandlung ein Farbstoff zugesetzt werden.
Gemäss dem in der eingangs genannten deutschen Patentschrift beschriebenen Verfahren stellt man z. B. den Salzüberzug auf folgende Weise dar : 250 cm3 Kieselfluorwasserstoffsäure (H2 SiF6, spezifisehes Gewicht 1#3) mit 150 cm3 \Vasser verdünnt, werden in einem Mörser durch ein fein pulverisiertes, aus 300 g Chlornatrium und
450 g Chlorkalium bestehendes Salzgemisch zersetzt. Beim Verreiben gibt man dann noch 150 g in 200 cm3 Wasser gelöstes Lithiumchlorid hinzu. Nach ungefähr einstündigem Stehen wird das saure Reaktionsgemisch peptisiert, indem man langsam und unter Umrühren 220-250 cm3 Kalilauge (360 Bé) hinzufügt.
Erssndungsgemäss werden die auf die geschilderte Art überzogenen Elektroden in eine Flüssigkeit, wie z. B. eine saure Lösung von Magnesiumfluorsilikat, getaucht, deren spezifisches Gewicht ungefähr 1-18 bis 1-20 ist. Wie schon oben erwähnt, kann man dieser Lösung noch einen Farbstoff zur Kennzeichnung der erfolgten Behandlung zusetzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Überziehen von Schmelzelektroden aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen für die elektrische Lichtbogenschweissung mit einem Salzüberzug, der durch alkalische Peptisation eines durch Fällung oder Koagulation erhaltenen, sauer reagierenden. gelatinösen Niederschlages erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Salzüberzug umhüllte Elektrode, die bei der Trocknung des Überzuges durch Einwirkung der Kohlensäure der Luft gebildetes Alkalikarbonat enthält, mit einer Lösung behandelt wird. welche das Alkali bindet und Kohlensäure in Freiheit setzt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem Überzug versehene Elektrode mit der wässrigen Lösung eines sauren Salzes oder eines Salzes, das in Lösung sauer reagiert oder mit einer Säure enthaltenden Salzlösung behandelt wird.
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