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Bunkerstandanzeiger.
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herbeigeführt wurde. Diese Einrichtungen eignen sich wohl zur Standanzeige bei Flüssigkeiten. dagegen nicht bei festen Schüttgütern. Man hat zwar auch für letztere die Anwendung dieser Einrichtung, insbesondere mit einem sich selbst aufrichtenden Tastkörper, empfohlen. Die Wirksamkeit derartiger Vorrichtungen ist indessen nur theoretisch denkbar : eme praktische Bedeutung konnte jedoch der Vorschlag nicht gewinnen, da bei dem rauhen Betrieb mit Schütt-
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das beabsichtigte Kräftespiel unmöglich machen.
Um auch bei Schüttgütern oder schlammigen Gütern eine sichere Anzeige zu erreichen, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen. den Tastkörper durch sein.. Belastung mittels des Bunkergutes die Signalanlage in Tätigkeit setzen zu lassen. Gelangt das Bunkergut in die Höhe des Tastkörpers, so wird der Tastkörper umgeworfen. gegebenenfalls verschüttet und damit eine sicher genügend grosse Zugkraft auf die eigentliche Schaltvorrichtung der Signalanalge ausgeübt.
Für grobe Schüttgüter wird zu diesem Zweck ein Tastkörper verwendet. der die Form zweier mit den Grundflächen zusammenstossender Pyramiden oder Kegel aufweist, um einerseits zu erreichen, dass der Tastkörper leicht umfällt und daher leicht verschüttet werden kann. während anderseits beim Absinken des Bunkergutes kein Gut. auf dem Tastkörper haften kann.
Bei stauhförmigem oder schlammigem Bunkergut wird der Tastkörper als Hohlkörper ohne Boden ausgebildet, u. zw. in der Form einer Pyramide oder eines Kegels mit an- schliessendem prismatischen oder zylindrischem Ansatz. Hiedurch sinkt der Tastkörper bei der Belastung mittels des Bunkergutes sicher unter, wahrend anderseits auch hier ein Anhaften des Bunkergutes an den Tastkörper sicher vermieden wird.
Die eigentliche Schaltvorrichtuug der Signalanlage wird erfin dungsgellss so ausgebildet, dass die Seiltrommel mit einer Scheibe verbunden ist. die an ihrem Umfang einen Ausschnitt aufweist, in welchen eine Rolle eingreift, deren Drehzapfen den festen Drehpunkt eines an sich bekannten Quecksilberkontaktkipprohres bildet.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine beispielsweise Ausführung des Standanzeigers gemäss der Erfindung. Fig. 2 eine geänderte Ausführungsform und Fig. 3 eine andere Form des Tastkörpers. Fig. 4 und 5 zeigen eine weitere Ausgestaltung der den Tastkörper tragenden Teile.
Nach Fig. 1 ist ein in den Bunker hineinragender und an einem Stahlband oder Draht aufgehängter Tastkörper a an einer Seiltrommel b, welche aus einem um seine Achse drehbaren Federgehäuse besteht, befestigt, wobei die Spannung der im Innern des Gehäuses angebrachten Bandfederspirale c dem Gewicht des Tastkörpers das Gleichgewicht hält. Die Achse d, an der diese Feder mit ihrem inneren Ende befestigt ist, steht dabei für gewöhnlich
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ein Gegengewicht h nach Fig. 3 angewendet werden. Der Tastkörper ist im oberen Teile verhältnismässig schlank ausgebildet, damit beim Entleeren des Bunkers kein Gut an ihm haften bleibt. wodurch die Gleichgewichtslage der Teile an sich gestört würde.
Steigt das Gut im Bunker beim Füllen bis an den Kegel a, so erhält dieser dadurch eine Auflage, fällt also um, und wird vom weiterhin zutretenden Gut verschüttet. Durch diese Zugkraft wird die Zunge nach links gegen einen Kontakt f angelegt und dadurch ein Stromkreis geschlossen, der entweder ein sichtbares oder hörbares Zeichen oder auch beide zugleich auslöst. Hiefür genügt, dass der Haltepunkt des Tastkörper eine Bewegung von etwa 10M ; M macht. Der Kontakt g ist nur für den Augenblick vorgesehen, bei welchem z. B. beim Füllen des Bunkers das Schüttgut den Tastkörper gerade erreicht, ihn jedoch noch nicht belastet.
Nach Fig. 3 ist der Tastkörper ein einfacher, unten offener Kegel, an dem unten zweckmässig noch ein zylindrischer Rand angesetzt ist. Das ansteigende Gut hebt diesen Kegel nicht an, sondern geht über ihn hinweg und belastet ihn von oben, wodurch der Kegel in das Gut eingedrückt und die Kontaktvorrichtung betätigt wird.
Fig. 4 und 5 zeigen die Seiltrommel b in Verbindung mit einer Scheibe i, deren Rand mit einem Ausschnitt k versehen ist, in welchem eine Rolle l liegt, deren Drehzapfen ill an einem Hebel n befestigt ist. An diesem Hebel ist ausserdem ein Quecksilberkipprohr o befestigt.
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genau im Ausschnitt der Scheibe i liegt.
Bei geringer Ab-oder Aufwärtsbewegung des Tastkörper wird infolge der damit verbundenen Störung der Gleichgewichtslage der Teile die Scheibe i gedreht und die Rolle durch die Begrenzung des Ausschnittes Je angehoben, wodurch sich der Hebel ; mit dem Rohre o dreht und letzteres den Stromkreis der Anzeigevorrichtung schliesst.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist ausserordentlich betriebssicher, da die Gleichgewichtslage der Teile nur durch das Füllgut selbst gestört werden kann, ferner diese Störung immer eintritt, wenn das Gut den Kegel erreicht und die Betätigung nur sehr geringe Kräfte erfordert und schliesslich der Stromschluss so lange anhält, bis das Gut den Kegel wieder freigibt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bunkerstandanzeiger mit an einer Seiltrommel befestigtem Tastkörper, welcher mittels eines Gegengewichtes od. dgl. in einer bestimmten Höhenlage gehalten wird, wobei das Bunkergnt über die Seiltrommel selbsttätig den Stromkreis einer Signalanlage schliesst, dadurch gekennzeichnet, dass der Tastkörper durch seine Belastung mittels des Bunkergutes die Signalanlage in Tätigkeit setzt.