AT132280B - Verfahren zur künstlichen Kühlung von Glasgleichrichtern. - Google Patents

Verfahren zur künstlichen Kühlung von Glasgleichrichtern.

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AT132280B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   künstlichen   Kühlung von   Glasdeiehriehtern.   



   Die bisher übliche Methode der Künstlichen Luftkühlung von RGlasgleichrichtern verwendet relativ grosse Luftmengen von etwa 60   rn3jMin., bezogen   auf   100 A Gefässleistung,   bei geringen Drucken und entsprechend geringen Geschwindigkeiten. Unter der Annahme einer gleichmässigen   Luftausnutzung   ergibt sich dann zwischen Lufteintritt und Luftaustritt nur eine sehr   geringfügige Temperaturerhöhung   von etwa 1 bis 2  C, während das zur Verfügung stehende   Temperaturgefälle   50 bis 600 C beträgt. 



   Erfindungsgemäss werden die Kühlverhältnisse bei Gleichrichtern, wo die Kühlluft zuerst den unteren oder seitlichen Teilen des Gefässes zugeführt wird, durch Verwendung hoher   Luftgesehwindigkeiten   und entsprechend hohen Drucken von etwa 50 bis 200   MM   Wassersäule und darüber wesentlich verbessert. 



  Gleichzeitig kann eine Reduktion der Luftmengen bis herunter auf   10%   der bisher gebräuchlichen zugelassen werden. Obwohl bei so geringen Luftmengen der Temperaturuntersehied zwischen Lufteintritt und-austritt 10 und auch   20Q C erreicht,   ergibt sich doch eine wesentlich bessere Ausnutzung der Glasfläche, da die Wärmeübergangszahl mit der Luftgesehwindigkeit stark zunimmt. Beispielsweise ist die pro Quadratzentimeter abführbare Wärmemenge bei   2am/Sek. Luftgesehwindigkeit   um   1001"höher   als die bei dem etwa mittels Ventilatoren erreichbaren Wert von 10   M/Sek.   Luftgeschwindigkeit. 



   Während bei einem Kolben, der mit natürlicher   Luftkühlung arbeitet.   die Temperaturverteilung für die einzelnen Stellen vorgesehen ist, hat man in der Pressluftkühlung ein Mittel, die Temperaturverteilung in weiten Grenzen willkürlich zu beeinflussen, einzelne Stellen bevorzugt zu kühlen, an anderen wieder eine Temperaturstauung zu belassen. Grundforderung ist eine energische Kühlung des eigentlichen Kühldoms. Dabei bleibt zu beachten, dass die Wirksamkeit der   Kühlfläche   am Kühldom mit zunehmender Entfernung vom Kathodenfleek abnimmt, da bei den geringen im Gefäss herrschenden Drucken bereits der Strömungswiderstand für den Quecksilberdampf eine Rolle spielt.

   Bei unbeschränkter Luftmenge wäre es daher, sofern man die damit verbundene hohe thermische Beanspruchung des Gefässes in Kauf nimmt, am günstigsten, die Frischluft dem   Kuhldom   knapp oberhalb der Anodenarme zuzuführen. Bei sehr geringen Luftmengen erfährt die Kühlluft auf ihrem Weg bereits eine ziemliche   Temperaturerhöhung,   so dass bei der vorerwähnten Zuführung dann für die oberen Partien des Kühldomes das verbleibende Temperaturgefälle zu klein wird. Es ergeben sieh somit für verschiedene Luftmengen und   Kolbentypen   eine grössere Anzahl von Ausführungsvarianten.

   Der Forderung nach möglichst hohen Temperaturen in der Umgebung der Anoden kann durch zweckentsprechende Ausbildung der Luftwege leicht Rechnung getragen werden, wobei umgekehrt eine bevorzugte   Kühlung   der Knickstellen an den   Anodenarmen   auch ohne jede Schwierigkeit möglich ist. 



   Bei der Verwendung derart geringer Luftmengen ist es unbedingt erforderlich, diese auch richtig an den Glaskörper heranzubringen, damit sich dort tatsächlich die beabsichtigten hohen Strömunggeschwindigkeiten ergeben. Es wird dadurch notwendig, den Kolben im allgemeinen, im besonderen den 
 EMI1.1 
 



   Fig. 1 zeigt eine derartige Anordnung mit unten sitzendem Schleuderrad, wobei der Luftweg durch die eingezeichneten Pfeile klar ersichtlich ist. Der eigentliche Kolbenraum-die Kabine-steht somit unter'Überdruck, die Luft bläst nach oben ab. Konstruktive Gründe können auch eine Umkehrung derAnordnung notwendig machen, derart, dass der Kolbenraum Unterdruck besitzt, also die Luft nach oben abgesaugt wird. Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Luftführung Ausströmöffnungen in der Nähe der Knickstellen der Anodenarme besitzt. Ein Teil der Kühlluft entweicht durch diese Öffnungen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 und bewirkt auf ihrem Weg die als wichtig erkannte Kühlung der Armkniee. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 wird derselbe Effekt durch geeignete Einströmöffnungen in der Nähe der Knickstellen erreicht. 



   Fig. 4 zeigt eine Variante der   Ausführung nach Fig. l.   wobei der den   Kühldom     umgebende   Mantel durchlöchert ist, so dass sich eine grosse Anzahl direkt auf den   Kühldom   stossender Einzelluftstrahlen   ergibt. Selbstverständlich können auch   bei dieser Ausführungsform die Einrichtungen nach Fig. 2 und 3 zur Kühlung der Armknie noch vorgesehen werden. 
 EMI2.1 
 



   Eine weitere Anwendung der Erfindung zeigt Fig. 5. bei der die Zufuhr der Kühlluft aus einem Ringraum R durch   Öffnungen   derart erfolgt, dass gegen sämtliche Knickstellen der   Anodenarme   Luftstrahlen blasen. Die weitere Luftbewegung ist durch die eingezeichneten Pfeile klar ersichtlich. Diese Anordnung kann auch so modifiziert werden, dass die frische Kühlluft zuerst an den Ansatzstellen der Anodenarme dem Gleichrichtegefäss zugeführt wird und von hier aus sieh in   ähnlicher Weise wie in   
 EMI2.2 
 bzw. am Kolbenträger abstützen und sofern der Kolben mit   Kippzündung   arbeitet, ein   Stück   flexible   Luftzuleitung   einschalten. Es ist aber auch ein unabhängiger Einbau von Kolbenträger und Luftführungen denkbar.

   Im Interesse einer möglichst einfachen Montage wird es zweckmässig sein. besonders bei grösseren Kolben die   Luftführungen   selbst als Kolbenträger auszubilden und federnd   anzubringen.   



   Sind in einer Anlage mehrere Kolben vorhanden, so braucht nicht jeder einzelne Kolben mit   einem   Gebläse ausgerüstet werden. Es ist vielmehr, sofern nicht ein unabhängiger Betrieb der einzelnen Kolben unbedingt notwendig ist. zweckmässig, die   Kühlluftförderung   für   sämtliche   Kolben oder für mehrere Gruppen von Kolben einem Gebläse zu übertragen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur kÜnstlichen Kühlung von Glasgleichrichtern, bei dem der   Kühlluftstrom   zuerst den unteren oder seitlichen Teilen des   Gleichrichtergefässes   zugeführt wird. dadurch gekennzeichnet, dass an den für die Kondensation bevorzugten Stellen, insbesondere längs des eigentlichen Kühldoms und an den Kniekstellen der Anodenarme, die Luftgeschwindigkeit hohe Werte von 25 m/Sek. und mehr erreicht.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass EMI2.3
AT132280D 1930-08-30 1930-08-30 Verfahren zur künstlichen Kühlung von Glasgleichrichtern. AT132280B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743498C (de) * 1937-03-07 1943-12-27 Siemens Ag Luftgekuehlter Metalldampfstromrichter
DE764754C (de) * 1937-01-23 1952-12-22 Siemens Schuckertwerke A G Metalldampfentladungsgefaess
DE754222C (de) * 1938-03-31 1954-01-11 Julius Pintsch K G Insbesondere durch einen Luftstrom gekuehlter Vakuumentladungs-apparat mit Quecksilberkathode, Gas- oder Dampffuellung und metallenem Gefaess

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DE764754C (de) * 1937-01-23 1952-12-22 Siemens Schuckertwerke A G Metalldampfentladungsgefaess
DE743498C (de) * 1937-03-07 1943-12-27 Siemens Ag Luftgekuehlter Metalldampfstromrichter
DE754222C (de) * 1938-03-31 1954-01-11 Julius Pintsch K G Insbesondere durch einen Luftstrom gekuehlter Vakuumentladungs-apparat mit Quecksilberkathode, Gas- oder Dampffuellung und metallenem Gefaess

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