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PATENTSCHRIFT Nr 16231.
A. EMIL WILLISCH IN WIEN. Einsatz für Helme und ähnliche Kopfbedeckungen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Einsatz, welcher in die blanke Glocke der gebräuchlichen Holme, Pickelhauben oder sonstigen Kopfbedeckungen eingeschoben und an dieser Glocke befestigt wird, zum Zwecke, zur heissen Zeit die Ausdünstung des Kopfes des Hehnträgers in regelbarer Weise aus dem Innern des Helmes zu entfernen und dadurch den Kopf vor Krankheiten und den Unannehmlichkeiten der Hitze zu schützen,
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schützenden Kopfbedeckung zu machen.
Die Zeichnung stellt in Fig. 1 in einem vertikalen Schnitte einen Helm, mit dem
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den Ilelmeinsatz für sich.
Dieser Einsatz besteht aus drei Teilen :
1. Aus einem schalenförmigen Körper, der aus acht oder mehr gekrümmten, nach oben zu keilförmig zugeschnittenen Platten 1 aus Naturkork oder anderem leichten, bieg- samen. die Wärme schlecht leitendem Materiale (Leder, Papiermaché, vulkanisiertem Kautschuk, Holzstoff und ähnlichem), eventuell auch aus einem Stücke, das vom Scheitel her meridional geschlitzt wird, hergestellt ist.
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Zutritt von kalter Luft in den Innenraum des Helmes zu verhindern.
3. Aus einer Druckplatte. ? aus Aluminium oder einem anderen leichten, jedoch feston Metalle, welche Platte an der Unterseite einer Schraubenspindel befestigt ist, welche in dem eine Mutter bildenden, rohrförmigen Ansatz des Holmknaufes 4 durch Drehen des letzteren gehoben und gesenkt werden kann.
In Fig. L ist der Einsatz in geschlossener Stellung, d. li. mit niedergedrückter Platte 8, dargestellt ; in diesem Falle sind die aus Fig. 2 ersichtlichen Räume 11 zwischen den einzelnen keilförmigen Korkplatten 1 verschwunden, die Ränder der einzelnen Platten 1 liegen dicht aneinander, der oberste freie Raum zwischen den Plattenspitzen ist durch die Deckplatte 3 abgeschlossen, es wird sohin die Wärme in dem Raum 6 unterhalb des Einsatzes vollkommen zusammengehalten ; die mit vollen Linien in Fig. 1 angedeutete Stellung des Einsatzes entspricht sohin der Anordnung für kalte Zeit.
Wird im Sommer die Temperatur in dem Raume 6 zu hoch, so braucht der Träger des Helmes den Knauf 4 nur in entsprechender Richtung zu drehen ; die Spitzen der Teile 1 entfernen sich voneinander, die Deckplatte 5 erscheint ebenfalls gehoben und die warme Luft kann aus dem Raume 6 durch die Räume 11 zwischen den Platten J (siehe Fig. 2) leicht in den Raum 7, welcher sich ausserhalb des Einsatzes und innerhalb der
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Um diese heisse Luft und Ausdünstungsprodukte ans dem Helme zu entfernen, ist die Einrichtung getroffen, dass im unteren Teile der Helmglocke, jedoch oberhalb der Stirn-
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der Einsatzplatten 1 nicht auf die erhitzte Kopfhaut des Helmträgers wirken kann, wird der Raum 7 vollständig ventiliert.
Ist die Abkühlung im hinreichenden Masse erfolgt, so wird durch Drehen des
Knaufes 4 in entgegengesetzter Richtung der Einsatz 1 mittels der Platte 3 wieder ge- schlossen.
Die Befestigung des Einsatzes im Holme kann in beliebiger Weise durch Einnieten oder durch einen eingebrachten Ring, oder in sonstiger Weise erfolgen. Die Löcher 8 können auch, wenn grösser hergestellt, durch Metallgaze abgeschlossen, eventuell durch eine kleine, lappenartige Überdeckung gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden.
Als Material für die Heimglocke würde sich am besten Aluminiumblech empfohlen.
Ausser den bereits angeführten Vorteilen bietet ein nach dieser Erfindung hergestellter Hohn noch jenen wesentlichen Vorteil, dass er infolge des Einsatzes aus Kork oder dessen Ersatzmaterialien, Seide und Aluminium nahezu vollständig hieb-und stichfest wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einsatz für Helme und ähnliche Kopfbedeckungen, dadurch gekennzeichnet, dass schwache, keilförmig zugeschnittene Platten aus Kork, Leder, Papiermache, vulkanisiertem
Kautschuk oder Holzstoff zu einer Schale vereinigt, eventuell aus einem Stücke hergestellt, und in der leeren Helmgiocke oberhalb des Stirngurtcs derart befestigt werden, dass ein durch entsprechend angeordnete Öffnungen (8, 10) im Helm erzeugter Luftzug die aus dem innern Raume des Einsatzes aufsteigende heisse Luft oder Ausdünstung aus dem Heim befördern kann, ohne selbst auf den Kopf des Helmträgers einzuwirken.