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Kontinuierlich fahrendes Gerät zur Strassenbeschriftung.
Gemäss der Erfindung handelt es sich um eine Vorrichtung, bei der in Form eines Strahles die Farbe von einem automatisch wirkenden Gerät in Wiedergabe der gewünschten Schriftzüge auf die Strassenfahrbahn übertragen wird. Sie betrifft eine wesentliche Verbesserung dieser bekannt gewordenen Vorrichtungen durch Verwendung eines solchen Beschriftungsgerätes, welches trotz seiner stetigen ! Vorwärtsbewegung längs der zu beschriftenden Strasse mit normal geformten Matrizen zu arbeiten vermag.
Dieses Gerät, das durch Muskelkraft oder motorisch vorwärts bewegt wird, besteht aus dem Fahrgestell, dem Farbbehälter B, einem Druckluftbehälter oder einem Kompressor, der mit dem Farbbehälter B verbunden ist, und der Auftragsvorrichtung.
Diese Auftragsvorrichtung setzt sich aus der auf einem Schlitten S gelagerten Schablone oder Matrize M für die Schrift-und Formenzuge und der eigentlichen Farbenverteilungsdüsen tragenden Strahlerzeugungseimichtung zusammen, wobei durch einen Pantographen P die Formen der Matrize entsprechend vergrössert werden können. Dabei greift der Pantograph mit seinem kurzen Arm, der einen Fühlstift oder einen Zapfen trägt, in die Schriftzüge der Matrize ein und überträgt diese durch seinen langen Arm formgetreu, aber entsprechend vergrössert mittels der von diesem Arme geführten Düse auf die Strassenfahrbahn. Dabei gleitet der von Hand oder durch ein Lenkerhebelwerk bzw.
Nockenantrieb geführte Fühlstift entlang der Schablonenaussehnitte, um am Ende der Schriftzeichen bzw. des Schriftsatzes-ähnlich wie der Stift eines Grammophons-ausgeworfen und wieder an den Anfang der Matrize zurückgeführt zu werden.
Der Schlitten S wird durch ein Getriebe, das zwangsläufig mit den sich infolge der Fahrt des Gerätes drehenden Rädern R verbunden ist, derart bewegt, dass die auf dem Schlitten befindliche Auftragsvorrichtung während der kontinuierlichen Weiterfahrt des Gerätes felderweise und relativ zur Strassenfahrbahn stillgesetzt wird, so dass während einer solchen Periode die Formen der Matrize M trotz der fortdauernden Fahrt ohne Verzerrung auf die Strassenfahrbahn übertragen werden. Dieser felderweise relative Stillstand der Auftragsvorrichtung A ermöglicht ein rascheres Herstellen der gewünschten Schrift und erübrigt die felderweise Stillsetzung des ganzen Gerätes oder die Anwendung verzerrter Matrizenformen.
Die Weitersehaltung des Pantographen von Schriftzeichen zu Schriftzeichen geschieht dabei automatisch im Augenblick des Vorschnellens des Schlittens S oder von Hand, durch den das Gerät lenkenden Fahrer, wobei während des Schaltvorganges der Ausfluss der Farbe selbsttätig unterbrochen und erst wieder eingeschaltet wird, sobald der Fühlstift wieder in die Ausschnitte der Matrize M eingreift, was z. B. durch einen Stromkreis erfolgen kann. Dabei kann die Farbe flüssig oder in Form eines die staubförmige Farbe mitreissenden Luftstrahles auf die in diesem Falle feuchte Strassenfahrbahn aufgetragen werden. Auch die gleichzeitige Verwendung mehrerer Farben ist in dieser Weise dann möglich, wenn beispielsweise mehrere Farbenbehälter und Düsen vorgesehen wurden.
Die Weiterschaltung der Matrize kann ebenfalls von Hand, doch besser durch ein Schaltwerk ähnlicher Bauart erfolgen, wie solche etwa die bekannten Schmierpressen besitzen, wobei dessen Betätigung zwangsweise während des Vorschnellens des Schlittens geschieht.
Die in richtiger Übersetzung von den Rädern R auf das Getriebe übertragene Bewegung zieht beispielsweise mittels einer Kurvenscheibe K, die zweckmässigerweise aus zwei versetzten Kardioidenhälften bestehen kann oder wofür auch unrunde Zahnräder oder Lenker oder ein oder mehrere hydraulisch gesteuerte, am besten von Pressol betätigte Kolben verwendet werden können, den Schlitten S mitsamt
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der auf ihm montierten Matrize Jf und der Auftragsvorrichtung A, während das ganze Gerät auf der Strasse vorwärts fährt, mit der gleichen Geschwindigkeit auf die Länge eines etwa für einen Buchstaben bzw.
Zeichen ausreichenden Feldes zurück (von a nach b), wobei die ganze Auftragsvorrichtung während dieses Vorganges relativ zum gerade zu beschriftenden Strassenfeld als stillstehend zu betrachten ist, wodurch die Formen der Matrize formgetreu auf die Strassenfahrbahn übertragen werden können. Dabei kann der Farbstoffausfluss automatisch oder von Hand gesteuert und so eingerichtet werden, dass er vom Eingriff des Führungsstiftes in die Matrize abhängig ist.
Sobald nun ein solches Feld beschriftet bzw. mit dem Gerät befahren ist, lässt die Kurvenscheibe K den Schlitten unter der Einwirkung einer Feder c oder eines Gegengewichtes rasch nach vorne schnellen, und die Beschriftung des nächsten Feldes kann beginnen, wobei sich immer wieder das scheinbare Hinweggleiten des Gerätewagens unter der Auftragsvorrichtung bzw. unter dem Schlitten wiederholt.
In sinngemässer Weise könnte auch eine nahe der Fahrbahn, unter dem Schlitten ausgespannt Matrize oder Schablone während ihres relativen Stillstandes mit dem Farbenstrahl bestrichen und so die Schrift auf die Fahrbahn übertragen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI2.1
fahrbaren Gerätes, bei welchem in Abhängigkeit von der Fahrtbewegung eine endlose Schrift-oder Zeichenmatrize die Aufbringung des gewünschten Textes mittels Farbstralùes auf die Strassenfahrbahn ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, dass die freibeweglich Farbspritzdüse für flüssige oder pulverförmige Farbe bzw. für mehrere solcher Farben, durch einen in die Matrize eingreifenden Pantographen
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Felde und relativ zur Strassenfahrbahn trotz des stetig vorwärts fahrenden Gerätes in bezug auf diese Fahrtrichtung stillsteht, so dass durch diesen Umstand die matrizengetreue Aufspritzung des Reklametextes auf die Strassenfahrbahn ermöglicht wird.