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sselüftungsventil.
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2o40Bekanntlich muss bei Druckwasserleitungen, welche Trinkwasser od. dgl. führen und an welche mehrere Verbrauchsapparate, die nach Gebrauch Schmutzwasser enthalten, dessen
Spiegel so hoch steigen kann, dass die Einführungsöffnung für das Frischwasser erreicht bzw. überspült wird, eine Einrichtung angeschlossen sein. welche verhindert. dass Schmutzwasser dann in die Frischwasserleitung gelangt wenn z. B. der Druck in der Wasserleitung aufhört bzw. bei Reparaturen an der Wasserleitung der betreffende Leitungsstrang abgeschaltet und das Wasser ausgelassen wird.
Um nun zu verhindern, dass Schmutzwasser in die Wasserleitung gesaugt wird, muss man Belüftungseinrichtungen vorsehen, die sich öffnen, wenn der Druck in der Wasserleitung zu bestehen aufhört, und sich selbsttätig wieder schliessen, wenn der Rohrstrang unter Druck gesetzt wird.
Es sind nun derartige Belüftungsventile bekannt, bei welchen der in einem zylindrischen
Ventilgehäuse spielende Ventilkörper als Glocke ausgebildet ist, die unter Belassung eines unteren Spaltes und eines Ringspaltes zwischen Glockenmantel und Gehäusemantel axial be- weglich ist. Der Glockenmantel trägt seitliche Stege bzw. Führungsleisten. Da diese bekannten
Belüftungsventile nur den Kräften unterworfen sind, die das Wasser oder die Luft auf die
Glocke ausüben, ist ein sicheres Abheben vom Ventilsitz oben am Gehäusedeckel nicht gewähr- leistet, da bei längerer Benutzung derartiger Ventile durch Verschmutzen oder Verreiben der
Teile Kräfte auftreten, die einer Öffnung durch den Aussendruck der Luft allein entgegenwirken und das Öffnen überhaupt verhindern können.
Bei andern Belüftungsventilen ist eine ständige Schliesskraft in Form einer Spiralfeder vorgesehen.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Belüftungsventil für Druckwasserleitungen. die an gegebenenfalls Schmutzwasser führende Verbrauchsstellen angeschlossen sind. wobei der Ventil- körper selbst als Glocke ausgebildet ist wie die bekannten Konstruktionen und unter einer ständigen Öffnungskraft, die von ihrem Eigengewicht herrührt, steht. Im Gegensatz zu diesen. wird erfindungsgemäss die Öffnungskraft von einer Schraubenfeder unterstützt, die einen Führungs- bolzen der Ventilglocke und seine einen Teil des Ventilgehäuses bildende Führungshülse um- schliesst und die die Ventilglocke im Belüftungszustand unter Belassung eines Spaltes über einen Rohrstutzen gestülpt hält, der in das Innere des Ventilgehäuses verlängert ist.
Der Ringstutzen zusammen mit der Glocke und dem Ventilgehäuse bilden eine Art
Labyrinth, das ein sofortiges Anheben der Glocke gegen den Ventilsitz gewährleistet, bevor das das Anheben bewirkende Druckwasser den äusseren Ringraum zwischen Glocke und Gehäuse zur Gänze durchflossen hat.
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dar. wobei die Fig. 1 einen Längsschnitt und die Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie M- der Fig. 1 veranschaulicht.
Mit 1 ist die Druckrohrleitung bezeichnet, in welche ein Kniestück 2 eingeschaltet ist. in dessen Ansatzstutzen 2a das mit Innengewinde versehene Anschlussstück des Gehäuses- eingeschraubt ist. In diesem spielt der als Ventilglocke 4 ausgebildete Ventilkorper, der sich in entlastetem Zustand mit seinem unteren Rand auf Stege 5 aufsetzt und einen Rohrstutzen G. der in das Innere des Körpers 3 hineinragt, mit Spiel umgibt. Der Ventilkörper kann auch
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anders ausgebildet sein. Das Innere des Gehäuses 3 stellt einen bei 3 nach oben zu sich verjüngenden Raum dar. wobei jedoch der obere Teil desselben zylindrisch zwecks Dichtung ausgebildet sein kann.
Das Gehäuse 3 hat am oberen Ende einen mit Aussengewinde versehenen Ansatz 3 b, über den der mit Innengewinde versehene Flansch des haubenförmigen Abschlusses 7 geschraubt wird. Dieser besitzt eine innere Hülse 8, welche einerseits zur Führung der Ventilfeder 9 und anderseits zur Führung der Ventilstange 10 dient. Zwischen der Stirnfläche des
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eingespannt, wobei der Flansch 7 a eine innere Bohrung für den Durchtritt der Ventilfeder 9 und der Ventilstange 1 () aufweist und gleichzeitig so bemessen ist. dass auch die Luft. die von aussen im Sinne des Pfeiles p durch die Bohrungen 14 in den Raum 15 eintreten kann. auch in das Innere des Ventilgehäuses 3 dringen kann.
Die Fig. 1 stellt den Belüftungszustand des Ventils dar. Es streicht also Luft, die durch die Leitung 1 angesaugt wird, von aussen durch die Bohrungen 14 und durch den Raum 15 in den Raum des Gehäuses 3 und von hier durch den ringförmigen Kanal zwischen der Wand der Glocke- und der Wand des Rohrstutzens 6 im Sinne des Pfeiles p, in die Leitung 1.
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Gehäuses 3 entspricht genau dem Aussendurchmesser der Glocke 4. Es wird dadurch in der Verschlussstellung der letzteren eine gesichertere Abdichtung erzielt.
Es kann auch. ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, die innere Ringfläche des Gehäuses 3 zylindrisch statt konisch ausgebildet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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Verbrauchsstellen angeschlossen sind. wobei der Ventilkörper als Glocke ausgebildet ist und unter einer ständigen, von seinem Eigengewicht herrührenden Öffnungskraft steht, dadurch gekennzeichnet, dass diese Öffnungskraft von einer Schraubenfeder (9) unterstützt wird. die einen Führungsbolzen (10) der Ventilglocke (4) und seine einen Teil des Ventilgehäuses bildende Führungshülse umschliesst und die die Ventilglocke im Belüftungszustand unter Belassung eines Spaltes über einen Rohrstutzen (6) gestülpt hält, der in das Innere des Ventilgehäuses verlängert ist.