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Vogelschau zu verwenden, zu welchem Zwecke Brieftauben mit einer kleinen Kamera aus- gerüstet werden, die während des Fluges der Tauben selbsttätig Aufnahmen macht. Die Verwendung von Brieftauben zu diesem Zweck hat zur Voraussetzung, dass die Tauben vorerst an den Ausgangspunkt ihres Fluges gebracht und freigelassen werden, von welchem aus sie iiber das Gebiet zurückfliegen, von welchem photographische Aufnahmen gewünscht werden. Die
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Fällen überhaupt nicht möglich.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu beseitigen, indem die Brieftaube oder-tauben an den beabsichtigten Ausgangspunkt ihres Fluges mit Hilfe einer Einrichtung befördert werden. die aus einem Ballon mit einem zur Aufnahme einer oder mehrerer Brieftauben geeigneten
Käfig besteht, der nach Ablauf einer vorher bestimmbaren Zeit sich selbsttätig öffnet oder dessen Gefüge selbttätig gelöst wird. so dass die Brieftaube oder-tauben zum Abflug von dem Käfig gezwungen sind. Auf diese Weise ist es leicht möglich, die Brieftauben zum Überwiegen des gewünschten Gebietes zu bringen, und es braucht hiefür bloss eine Windströmung in der gewünschten Richtung abgewartet zu werden, um die Tiere an den Ausgangspunkt ihres Rückfluges zu schaffen.
Es ist dann möglich, z. B. im Kriegsfalle Aufnahmen eines auch weit hinter der feindlichen Front liegenden Gebietes zu erlangen. Zweckmässig kann der Käfig für die Brieftaube oder-tauben von einem Gehäuse gebildet sein, der einen mit einer Auslösevorrichtung, z. B. einem auf Zeit einstellbaren Uhrwerk u. dgl., lose verbundenen Boden aufweist, der zu einem im voraus festgelegten Zeitpunkt durch die Auslösevorrichtung freigegeben wird und dann von dem Gehäuse abfällt, wodurch die Brieftaube oder-tauben in zuverlässiger Weise zum Abflug von dem Käfig gezwungen werden.
Die Verbindung zwischen Ballon und Käfig kann vorteilhaft in der Weise erfolgen, dass auch bei Verlust oder wesentlicher Verringerung des Auftriebes der Kätig selbsttätig geöffnet wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erssndungsgegenstande veranschaulicht. Fig. 1 zeigt die Transporteinrichtung nach der Erfindung im Schaubild. Fig.) zeigt in grösserem Massstab den Oberteil des Käfigs in Ansicht. Fig. 3 zeigt in der Draufsicht die Verbindung der von einem Uhrwerk gebildeten Auslösevorrichtung mit der Abzugvorrichtung für den Käfigboden. Fig. 4 zeigt die Auslösevorrichtuug in der Draufsicht. Fig. 5 zeigt eine Einzelheit.
In Fig. 1 und 2 bezeichnen 1 den Käfig zur Aufnahme der Brieftaube,,'2 einen kleÜJcn Ballon als Träger für den Käfig und 3 ein auf dem Deckel des Käfigs befestigtes Gehäuse. das die in dem dargestellten Beispiel von einem einstellbaren Uhrwerk von bekannter Bauart
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lose eingesetzt und steht unter der Wirkung des nach unten gerichteten Druckes von Schraubenfedern f, die in den Käfigwänden untergebracht sind. Der Boden 4 ist mit einer Schnur 5 od. dgl. verbunden, die durch ein Röhrchen 6, das sich vom Deckel des Käfigs nach unten
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ist. Der Abzugstift 8 ist an dem oberen Arm eines zweiarmigen Hebels 10, u. zw. zwischen der Drehachse 11 desselben und am Ende'des Armes, befestigt.
Der Hebel 10 ist mit seiner
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ersichtliche, nach oben gewölbte Lage ein. in welcher das aufgebogene freie Ende 16'der Feder unter einem Fortsatz 12 des Hebels 10 liegt. 17 bezeichnet eine am Käfigdeckel
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unteren Arm des Hebels 10 ist ein Abzugband 18 od. dgl. befestigt, welches den Abzugstift 8 mit der von einem Uhrwerk bekannten Bauart gebildeten Auslösevorrichtung verbindet.
Fig. 3 zeigt nur die zum Verständnis der Erfindung erforderlichen Teile der AuslöseVorrichtung. 20 bezeichnet das mit einer Feder 19 verbundene Triebrad des Uhrwerks, das mittels eines auf gleicher Achse angeordneten kleinen Zahnrades 21 ein Zahnrad. 33 antreibt.
Mit dem Zahnrad 22 ist die Auslöserscheibe 33 koaxial gelagert, die einen segmentt'örmig'-u Ausschnitt 24 aufweist und deren Umfang z. B. während des Ablaufes einer Stude an einer
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kreisförmigen Skala. 28, die am Deckel des Uhrwerksgehäuses befestigt ist.
Während des Fluges nehmen die verschiedenen Teile des Abzugsmechanismus für den Käfigboden die aus Fig. 2 ersichtliche Lage ein. Nach Ablauf der mittels der Auslösescheibe eingestellten Zeit gelangt der Ausschnitt 24 der Auslösescheibe unter die Rolle 25, die damit ihr Widerlager verliert und durch die Feder 26 in den Ausschnitt 24 hineinbewegt wird.
Hiedurch wird der Hebel 10 vermittels des Abzugbandes 18 in Richtung der Pfeile verdreht und der Stift 8 von der Öse 7 der Schnur 5 abgezogen. so dass der Boden des Käfigs seinen Halt verliert und von diesem unter der Wirkung des Gewichtes der Taube und der Federn f abfällt, wodurch die Brieftaube zum Abflug gezwungen wird.
Im Falle des Platzens des Ballons bei wesentlicher Verringerung des Auttriebes tritt ehx-
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