AT62635B - Vorrichtung zum Verankern und Bremsen von Luftfahrzeugen auf dem Boden. - Google Patents

Vorrichtung zum Verankern und Bremsen von Luftfahrzeugen auf dem Boden.

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AT62635B
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Austria
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Arthur Von Keissler
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Arthur Von Keissler
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zum Verankern und Bremsen von Luftfahrzeugen auf dem Boden. 



    Es sind bereits Vorrichtungen zum Bremsen von Luftfahrzeugen auf dem Boden bekannt geworden, welche aus Zinken bestanden, die nach Lösen einer Verriegelung unter Federdruck auf dem Boden schleifen. Von solchen Vorrichtungen unterscheidet sich die vortiegonde Erfindung hauptsächlich dadurch, dass am hinteren Rumpfteil Ankerzinken Irehbar angebracht sind, die vom Führersitz aus mittels eines Gestänges oder dgl. in beliebiger Lage ein-und festgestellt werden können, so dass die Zinken mehr oder weniger tief in den Boden eindringen können.   
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 nur einem Zinken,
Fig. 2 bis 9 stellen verschiedene Ausführungsformen des Zinkens dar. 
 EMI1.2 
 sprechende Aussparungen des Stellbogens   b ein.   c ist die Verbindungsstange zum Bewegen des kurzen Armes d.

   Mit letzterem ist der Arm f fest verbunden, welcher einen Zinken tragt. g ist eine Verbindungsstange, welche den Zug des Ankers auf den Drehungspunkt des   Haupthobels überträgt. Auf diese Weise wird   das Schwanzgestell von dem oft starken Zug entlastet   und     dieser auf das stärker gebaute Vordergestell   übertragen. 



   Es bezeichnet ferner h die Welle der hinteren Schleifkufe oder der hinteren Lauf-   rader und t die Schtofkufe selbst.   



   Die Fig.   1 zeigt   die Stellung eines Flugzeuges fest verankert. Während des Fluges ist der   Arm f gehoben   und hat die Stellung, welche durch den Buchstaben e kenntlich   gemacht   ist. 



   Die Fig. 2 bis 9 zeigen die Form der Zinken in vergrössertem Massstabe. Wesentlich ist, dass der Zinken nach Art eines   Pflugschares,   beim Nachlassen des Haupthebels, so-   lange das Flugzeug in Howegung   ist, selbsttätig in   dorn   Boden   einschneidon kann.   Zu diesein Zwecke sind die scharfen Kanten der Ziuken nach vorn gerichtet und zu einer   Schneide ausgebildet, nio Spitze ist nach vorn gebogen und   die Schneide kann geschärft wordon. 



   Für schwere Flugzeuge dienen die Zinken Fig. 5 bis 9 ; an diesen Zinken ist ein kleines zweiseitiges Pflugschar angebracht, welches zum Abnehmen eingerichtet ist, so dass es   jederzeit geschärft werden kann, um   ein Einschneiden in den Boden zu sichern. 



   Die Einstellvorrichtung am Haupthebel soll es dem   Flieger   ermöglichen, den Haupt-   hebel z. B. als Bremse   beim Landen nicht immer in der Hand halten zu müssen. Da der   Fheger die Steuervorrichtung auch noch bedienen   muss, so ist es auch deshalb sehr wesentlich, dass er die Sicherheit hat, dass die Zinken bestimmt. und zu einer gewissen   Tide einschneiden,   um das Flugzeug nicht plötzlich aufzuhalten, was zu einer Beschädigung des Flugzeuges führen könnte. 

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   Bei unfreiwilligen Landungen wird oft zu einem sofortigen Verankern geschritten werden müssen. Der Führer des Flugzeuges kann dann den Haupthebel auf volle Verankerung einstellen und behält noch die Hände frei, um den Sturz zu mildern. 



   Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Vor dem Abfliegen ist das Flugzeug vom vorherigen Fluge verankert oder wieder durch Eingraben des Zinkens verankert, wie die Stellung Fig. 1 zeigt. 



   Sobald die zum   Abfliegen   nötigen Umdrehungen der Schraube erreicht sind, dreht der Führer vom Sitze ans mittels des Haupthebels a die Verankerung nach Belieben aus dem Erdboden heraus und bringt sie während des Fluges in die Lage e. 



   Beim Landen wird die Vorrichtung zuerst als Bremse benutzt, indem der Führer den Zinken nur wenig einschneiden lässt, erst nach erfolgter Verlangsamung des Laufes kann er den Zinken zur festen Verankerung voll eingreifen lassen. 



   An Stelle eines können auch mehrere Zinken verwendet werden, jedoch müssen auch diese so ausgebildet sein, dass sie durch den Zug des Flugzeuges selbsttätig in den Boden einschneiden und ohne   Willen   des Führers nicht aus dem Boden herausgehen. Nur dadurch wird das Überschlagen des Flugzeuges verhindert. Auch bei verunglückten Landungen ist ein Überschlagen des Flugzeuges ausgeschlossen, wenn die Verankerung noch zur Wirkung gebracht werden muss. Auch wird das   Landen so geübt   werden können, dass der Schwanz zuerst mit der Bremse auf den Boden kommt und der Stoss beim Landen nicht voll vom vorderen Fahrgestell aufgefangen werden muss. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Verankern und Bremsen von Luftfahrzeugen auf dem Boden, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Rumpfteil Ankerzinken drehbar angebracht sind, die vom Fahrersitz aus mittels eines Gestänges oder dgl. in beliebiger Lage ein-und festgestellt worden können.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken um die Achse des hinteren Kufen-oder Radgestelles drehbar angeordnet sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drechachse der Zinken zwecks Übertragung des Bremswiderstandes auf den vorderen Rumpfteil mit diesem durch eine eigene Stange verbunden ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Zinken ein kleines doppelseitiges Pflugschar angebracht ist.
AT62635D 1911-12-20 1912-07-20 Vorrichtung zum Verankern und Bremsen von Luftfahrzeugen auf dem Boden. AT62635B (de)

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AT62635B true AT62635B (de) 1913-12-27

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