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Verfahren zum selbsttätigen Abschalten von Stromverbraucherll.
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z. B. innerhalb einer Viertelstunde oderinnerhalbdner Stunde, einen bestimmten Wert überschreitet. Der Abnehmer ist deshalb daran interessiert, eine Überschreitung des vereinbarten Maximums zu vermeiden. Es sind auch schon Vorrichtungen bekannt, durch welche der Abnehmer gewarnt wird, sobald die Leistungaufnahme den Betrag überschreitet, der bei gleichmässiger Belastung gerade die höchstzulässige Arbeits-
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verbraucher wieder eingeschaltet werden, sofern durch irgendwelche Zufälligkeiten ein Teil der Leistung anderweitig abgeschaltet wird.
Es wird zu diesem Zweck eine Vorrichtung verwendet, die den Istwert des Arbeitsverbrauches mit dem Sollwert des Arbeitsverbrauehes vergleicht. Unter Sollwert des Arbeitsverbrauches wird dabei der Verbrauch verstanden, wie er bei gleichmässiger maximaler Belastung entstehen würde.
. Gemäss der Erfindung wird der Sollwert entsprechend der zuviel verbrauchten Arbeit soweit verkleinert, dass die durch Verkleinerung des Sollwertes erzielbare Arbeitersparnis den Überverbrauch aufwiegt. Durch selbsttätiges Abschalten entbehrlicher Stromverbraucher wird die Leistungsaufnahme bis auf den dem neuen Sollwert des Arbeitsverbrauches entsprechenden Wert verringert. Damit die Anordnung nach der Erfindung nicht zu häufig Stromverbraucher ein- und ausschaltet. ist es zweck-
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Weise dadurch erreichen, dass man den Stromkreis, durch den die Kommandos zum Abschalten gegeben werden, nur periodisch sehliesst.
Da erfahrungsgemäss bei grösseren Betrieben die Momentanwerte der Leistungsaufnahme stark von dem Mittelwert abdeichen, so empfiehlt es sich. um zu häufiges Schalten
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wenn der Überverbrauch der Arbeitsaufnahme einen bestimmten Wert überschreitet.
Da meist nur wenige Stromverbraucher vorhanden sind, die ohne Betriebsstörung abgeschaltet werden können, so kann man keine beliebig feine Abstufung in der abschaltbaren Leistung vornehmen.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Abbildungen dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Anordnung. bei der periodisch soviel Stromverbraucher abgeschaltet erden, als notwendig sind, um die Leistungsaufnahme auf den vorgeschriebenen Sollwert zu bringen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wird der gleiche Zweck mit Hilfe eines Messinstrumentes erreicht, welches die Differenz zwischen Ist- und Sollwert des Leistungsverbrauehes misst und ein Kommando zur Abschaltung eines Stromverbrauches solcher Grösse gibt, dass der Leistungsverbrauch bis mindestens
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sind die gleichen Bezugszeichen verwendet worden.
In Fig. 1 sind mit 1 und 2 zwei Sammelschienen bezeichnet, zwischen die die Stromverbraucher 3.
4. 5. 6 und 7 eingeschaltet sind. Es sei angenommen, dass die Stromverbraucher. 3-6 jederzeit entbehrlich sind, aber auch jederzeit eingeschaltet werden können. Der Stromverbraueher 7 soll bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel alle diejenigen Stromverbraucher verkörpern, die nicht ohne Betriebsstörung ein-bzw. ausgeschaltet werden können und durch deren Leistungsaufnahme leicht eine Überschreitung des vereinbarten Maximums hervorgerufen werden kann.
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Arm zurückgelegte Weg wird mit einer dem Sollwert entsprechenden Geschwindigkeit verglichen. Diese Geschwindigkeit wird mit Hilfe des Motors 13 erzeugt. Dieser Motor kann beispielsweise als Gleichstromamperestundenzähler ausgebildet sein.
Er treibt die Kontaktscheibe 14 an. 15 ist eine Feder. durch die beim Lösen der Kupplung 10 der Kontaktarm 9 gegenüber der Kontaktscheibe 14 in die Ruhelage gebracht wird. Wenn der Sollwert der Leistungsabgabe mit dem Istwert übereinstimmt, so bleibt der Kontaktarm 9 gegenüber der Kontaktscheibe 14 in Ruhe. Übersteigt dagegen der Istwert der Arbeitsaufnahme den Sollwert, so bewegt sich der Kontaktarm 9 gegen die Kontaktsegmente 16 und 17. Der
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vorhanden ist. Damit dieser Überverbrauch wieder gespart werden kann. muss man je nachdem. zu welchem Zeitpunkt innerhalb der Messperiode der Überverbrauch entstanden ist, eine grössere oder kleinere Leistung abschalten.
Wenn der Überverbrauch z. B. innerhalb der ersten Viertelstunde einer einstün- digen : i\1aximumperiode entstanden ist, so genügt es, den Sollwert der Leistung um] Kilowatt herabzusetzen, damit in den folgenden s Stunden % Kilowattstunden gespart werden. Ist dagegen der Überverbrauch in der dritten Viertelstunde entstanden, so muss man den Sollwert um 3 Kilow att herab- setzen. um eine Ersparnis von % Kilowattstunden innerhalb der letzten Viertelstunde zu erzielen.
Die Veränderung des Sollwertes der Arbeitsaufnahme zwecks Ersparung einer bestimmten Arbeits- aufnahme ist also von der Zeit, die bis zum Ende der Maximumperiode noch zur Verfügung steht. ab-
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von dem Zeitpunkt abhängig ist, an welchem der durch den Abstand zwischen dem Nullpunkt der Feder 18 und dem Kontaktsegment 16 bzw. 17 entsprechende Überverbrauch erreicht ist. Zu diesem Zweck dient
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Zeitwerk 23, der RÜckstellfeder 24 und der Kontaktscheibe 25. Die Segmente der Kontakt6scheiben 20 und 21 sind mit Schleifringen verbunden. An die auf diesen Schleifringen laufenden Bürsten sind die Relais 26-33 angeschlossen. Diese Relais entsprechen den Kontaktsegmenten 126-133.
Sobald ein bestimmter t1Jerverbrauch vorhanden ist, kommt die Feder 18 der Vergleichsanordnung. 8 mit dem Kontaktsegment 16 in Berührung. Dadurch kommt ein Stromkreis zustande, der vom Pluspol über das Kontaktsegment 96 der Walze 92, die Wicklung 97, Kontaktarm 9, Schleiffeder 18, Kontaktsegment 16, eines der Kontaktsegmente 130-133 und eines der Relais 30-33 zum Minuspol führt. Wenn also beim Zustandekommen eines Stromes das Kontaktsegment 232 von der Kontaktfeder 44 berührt wird, so zieht das Relais 32 seinen Anker an.
Sämtliche der Relais 26-32 sind mit Selbsthalte-
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der Zeit entspricht, die vom Beginn der Maximumperiode verstrichen ist, bzw. die bis zum Ende der Maximumperiode noch zur Verfügung steht, muss unter Berücksichtigung der Grösse derWiderstände 56-63
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der Leistung von 3-0 Kilowatt entsprechen. Denn durch Verminderung der Leistungsabgabe dieser Beträge können mit Sicherheit nach dem. Ansprechen der Vergleichsanordnung noch 3/4 Kilowattstunden gespart werden. Über die Bemessung des Widerstandes 63 wird weiter unten noch einiges gesagt.
Der Beginn und das Ende der Maximumperiode wird durch Losen der Kupplung, 22 mit Hilfe des Kontaktes 35 und des Zeitwerkes 34 bestimmt. Nach dem Lösen der Kupplung 22 gehen die Kontaktseheiben 20 und 21 unter dem Einfluss der Feder 2. J in die Ruhelage zurück. In der Ruhelage wird der Selbsthaltestromkreis der Relais 26-3, 3 durch die Kontaktseheibe 25 unterbrochen. so dass diese Relais abfallen.
Das Kontaktsegment 17 entspricht einem grösseren Überverbrauch als das Kontaktsegl11ent 16,
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der Sollwert um 2 Kilowatt, in der zweiten Viertelstunde um 3 Kilowatt, in der dritten Viertelstunde um 6 Kilowatt herabgesetzt erden. Dies geschieht mit Hilfe der Kontaktsegmente 726-729 der Kontaktscheibe 20 und der Relais 26-29 sowie. der Widerstände 56-59 in der gleichen Weise, w ie mit Hilfe der Segmente 130-138 der Kontaktseheibe 21. der Relais 30-33 und der Widerstände 60-63.
In dem angenommenen Fall entspricht der Widerstand 56 der Grösse von 2 Kilowatt, der Widerstand 57 der Grösse von 3 Kilowatt, der Widerstand 58 der Grösse von 6 Kilowatt. Der Widerstand 39 wird unter Berücksichtigung ähnlicher Gesichtspunkte w ie der Widerstand 63 gemessen.
Damit die Gesamtleistungsaufnahme entsprechend dem Sollwert, der durch die Widerstände. 56-63 gegeben ist, vermindert werden kann, ist das Messgerät 64 vorgesehen. Dieses Messgerät kann. wie im Ausführungsbeispiel dargestellt ist, mit dem Motor 13 in Reihe geschaltet sein. Sein Ausschlag würde daher dem Sollwert der Leistungsaufnahme entsprechen. Das Messsystem des Messgerätes 64 besitzt jedoch noch eine zweite Wicklung, die von dem Strom durchflossen ist, der der jeweiligen Leistungsaufnahme
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dazwisehenschalten. Die beiden Wicklungen des Instrumentes 64 sind gegeneinandergeschaltet. so dass der Sollwert der Leistungsaufnahme um den Betrag der nicht abschaltbaren Leistung vermindert wird.
Der übrigbleibende Betrag entspricht der Leistung, die, ohne dass die Gefahr einer Überschreitung des vereinbarten Maximums besteht, von den entbehrlichen Verbrauchern aufgenommen werden darf.
Der Ausschlag des Zeigers 63 ist daher unmittelbar ein Mass für die Gesamtleistung der abschaltbaren Verbraucher, die im Betrieb bleiben können. Umselbsttätig die entbehrlichen Verbraucher abzuschalten, ist das Messgerät mit einer Kontaktbahn 66 versehen, gegen die der Zeiger 65 mit Hilfe des Fallbügels 67 gedrückt werden kann. Die Skala 68 zeigt die Grösse der Leistung, die von den entbehrlichen Strom- verbrauchern aufgenommen erden darf. Die unter dem Zeiger liegenden Kontaktsegmente sind je einem entbehrlichen Stromverbraucher zugeordnet. Ihre Länge entspricht der Leistungsaufnahme des zugehörigen Stromverbrauchers. Das Kontaktsegment 6. 9 entspricht dem Verbraucher 3. der beispielsweise eine Leistung von 6 Kilowatt aufnehmen möge.
Das Kontaktsegment 70 entspricht dem Verbraucher J und einer Leistung von 2 Kilowatt. Das Kontaktegment 71 entspricht dem Ver- braucher 5 und einer Leistung von 2 Kilowatt. Das Kontaktsegment 72 entspricht dem Verbraucher 6. der eine Leistung von 4 Kilos att aufnehmen möge. An die Kontaktsegmente 69-72 sind die Relais 79.
80, 81 und 82 angeschlossen. Diese Relais sind mit Selbsthaltekontakten ausgerüstet, die mit besonderen Ruhekontakten zusammenarbeiten. Die Relais sind derart in Reihe geschaltet, dass sämtliche Relais, die den unter dem und rechts vom Zeiger liegenden Kontaktsegmenten entsprechen. Strom erhalten und nach dem Abheben des Zeigers eingeschaltet bleiben. Eine einfache Überlegung zeigt, dass nur die Relais keinen Strom erhalten, welche Stromverbrauchern entsprechen, bei welchen die Summe der Leistungsabgabe kleiner ist als der vom Zeiger 65 angezeigte Wert. Die Stromverbraucher 3-6 werden durch die Kontakte 83-86 der Relais 79-82 unter Zuhilfenahme der SchÜtze 87-90 gesteuert. Damit nicht zu häufig eine Abschaltung oder Zuschaltung vom Stromverbrauchern stattfindet, wird der Zeiger 65 nur periodisch, z.
B. in Zeitabständen. gegen die Kontaktbahn gedrückt, die z. B. den zehnten und
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periode von einer Viertelstunde dagegen in Abständen von etwa 2 Minuten. Zu diesem Zweck dient das Zeitwerk91, dessen Kontaktwalze bei dem gewählten Beispiel, nämlieh in a Minuten einmal, umlaufen möge. Die Kontaktwalze besitzt einen besonderen Kontaktring 93. der an einer Stelle unterbrochen ist.
Über diesen Ring erhalten die Selbsthaltestromkreise der Relais 79-82 Strom. Die Unterbrechung des
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Strom erhalten, dann wird der Haltestromkreis kurzzeitig unterbrochen und dann w ird erst der Stromkreis des Fallbügelmagneten 9J unterbrochen. Das Kontaktsegment 96 der Kontaktwalze ? schliesst einen Stromkreis, der über den Auslösemagneten 97 der magnetischen Kupplung 10 sowie den Kontaktarm. 9. die Eontaktscheibe. M und über die Eontaktseheiben SO bzw. M und eines der Relais f führt.
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Länge der Kontaktsegmente 126-1. 33 je einer Viertelstunde entspricht.
Es sei ferner angenommen. dass der Stromverbraucher 3 eine Leistung von 6 Kilow att, der Stromwrbraucher 4 eine Leistung von 2 Kilowatt. der Stromverbraueher J ebenfalls eine Leistung von 2 Eilowatt und der Stromverbraucher 6 eine Leistung von 4 Kilowatt aufnimmt. Das vereinbarte Maximum der arbeitsaufnahme möge 20 Kilowattstunden betragen. Die Gesamtleistung der entbehrlichen Stromverbraucher beträgt also 4 Kilowatt.
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von 9 Kilowatt aufnimmt. Mit der des entbehrlichen Stromverbrauchers würde die Grösse der Gesamtbelastung also 23 Kilowatt betragen. Der Pfeil 99 zeigt die Grösse der Belastung an.
Nach Ablauf einer Viertelstunde würden Eilowattstunden mehr verbraucht sein. als dem höchstzulässigen Durchschnittsverbrauch entspricht.
In Fig. 3 ist die Fläche, welche der zuviel verbrauchten Arbeit entspricht. schraffiert. Nach Ab-
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gelüftet, so dass der Eontaktarm 9 gegenüber der Kontaktscheibe 14 in die Ruhelage zurückkehrt.
Durch das Öffnen des Kontaktes 50 wurde, wie bereits erwähnt, der Widerstand 60 abgeschaltet.
Dadurch wird der Sollwert um 1 Eilowatt herabgesetzt. Der Sollwert beträgt also von dem Zeitpunkt der Erregung des Relais 30 an nur noch 19 Kilowatt. Die Grösse des nun massgebenden Sollwertes ist in Fig. 3 durch den Pfeil 101 dargestellt. Es ist aus der Fig. 3 leicht zu erkennen, dass durch Herabsetzen
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Wicklung dieses Messinstrumentes wird mit Hilfe der Leitung 103 ein Strom zugeführt, der 19 Kilowatt entsprechen würde. Der zweiten Wicklung dieses Instrumentes wird jedoch mit Hilfe der Leitung 104 ein Strom in entgegengesetzter Richtung zugeführt, der der Leistung des Stromverbrauehers 7 bei dem gewählten Beispiel 9 Kilowatt entspricht. Der Ausschlag des Zeigers wird also nicht 19 Kilowatt (dem neuen Sollwert), sondern nur 10 Eilowatt entsprechen.
Bei dem gewählten Beispiel würde der Zeiger gerade zwischen den Kontaktseg1llenten 11 und 72 liegen. Man wird deshalb den Spalt zwischen den Eontaktsegmenten so klein machen, dass eines der beiden Kontaktsegmente berührt wird. In diesem Fall
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erregt und schaltet den Stromverbraucher 6 ab. Da dieser in dem angenommenen Fall eine Leistung von 4 Kilowatt aufnimmt. so. geht die Belastung von 23 Kilowatt auf 19 Kilowatt (dem neuen Sollwert) zurück. Wenn inzwischen keine Veränderung in der Belastung entsteht, so wird an dem Zustand der Schaltanordnung bis zum Ende der Maximumperiode nichts geändert.
Steigt z. B. w ährend der folgenden Viertelstunde die leistungsaufnahme um 6 Kilowatt an und wird am Ende der zweiten Viertelstunde ein Überverbrauch von 3/4 Kilowattstunden erreicht. so spricht die Vergleichsanordnung 8 von neuem an. In Fig. 3 ist der Anstieg der Leistung durch den strichpunk- tierten Linienzug 105 dargestellt. Die von diesem Linienzug eingeschlossene schraffierte Fläche entspricht einem Überverbrauch von % Kilowattstunden. Dieser Überverbrauch kann nur durch Ab- schaltung von 1#5 Kilowatt wieder eingeholt werden. da nach Ablauf der zweiten Viertelstunde nur noch eine halbe Stunde zur Verfügung steht.
Sobald die Bürsten 100 durch das Eontaktsegment 96 geschlossen sind, fliesst ein Strom über die Wicklung 97, den Kontaktarm 9. die Kontaktfeder 18. das Segment 16,
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Dadurch wird der Stromkreis des Widerstandes 61 geöffnet, der einer Leistung von 1'5 Kilowatt entspricht.
Der Sollwert wird also um weitere 1#5 Kilowatt auf 17#5 Kilowatt vermindert. Der dann gültige Sollwert ist durch den Pfeil 106 dargestellt. Der Sollwert der Leistung darf also nur noch 17'5 Kilowatt betragen, wenn das vereinbarte Maximum nicht überschritten werden soll. Da angenommen wurde. dass der Überverbrauch durch Hinzusehalten eines Stromverbrauchers mit einer Leistungsaufnahme von 6 Kilowatt hervorgerufen wurde, so beträgt die Leistung, die jetzt von dem Stromverbraucher 7
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führt, der dem neuen Sollwert von 17#5 Kilowatt entspricht. Der andern Wicklung des Instrumentes. wird ein Strom zugeführt, der der Leitungsaufnahme von 15 Kilowatt entspricht. Der Zeigerausschlag entspricht also der Differenz der beiden Werte, nämlich 2'5 Kilowatt.
Sobald nun der Zeiger durch den Faltbügel nach unten gedrückt wird, so kommt er mit dem Kontaktsegment 6. 9 in Berührung. Dies hat zur Folge, dass sämtliche der entbehrlichen Stromverbraueher abgeschaltet werden. Die Leistung sinkt dann zwar anstatt auf 17'5 auf 15 Kilowatt ab. Es wird jedoch mit Sieherheit verhindert, dass das vereinbarte Maximum überschritten wird.
Wenn z. B. in der zweiten Viertelstunde der Stromverbrancher 7 abgeschaltet wird, so kann wieder einer der entbehrlichen Stromverbraueher zugeschaltet werden. Dies führt die dargestellte Anordnung
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aufnahme entspricht. Er möge beispielsweise durch Abschalten der Belastung 7 soweit steigen, dass er nur mit dem Kontaktsegment 106 in Berührung kommen kann. Dieses Kontaktsegment ist ein Leerkontakt. Wenn nun das Kontaktsegment 94 der Kontaktwalze mit. den zugehörigen Bürsten in Berührung kommt, so wird der Fallbügelmagnet erregt und der Fallbügel drückt den Zeiger 65 gegen das Segment 106.
Sobald nun durch den Spalt des Kontaktringes 93 der Selbsthaltestromkreis der Relais ?'9- ? geöffnet wird, so lassen diese Relais ihre Anker fallen und mit Hilfe der Schütze 87-90 werden die bisher ausgeschalteten Stromverbraucher wieder eingeschaltet.
Da es vorkommen kann, dass der Überverbrauch innerhalb der ersten fünf Minuten, d. h. während der Zeit, während der durch die Kontaktwalze @ 9. 3 noch kein Kommando zum Abschalten entbehrlicher
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angenommen worden ist. überschreitet, so ist auf der Kontaktselheibe das Segment 17 vorgesehen.
Dieses wirkt mit der Kontaktscheibe 20 und den Relais 26, 27, 28, 29 in der gleichen Weise zusammen, wie das Kontaktsegment 16 mit der Kontaktscheibe 7. 9 und den Relais 30-33. Ein Unterschied besteht nur insofern, als den Relais 26-29 grössere Widerstände zugeordnet sind als den Relais 30-33, deren Grösse dem grösseren Überverbrauch entspricht, der notwendig ist, damit die Kontaktfeder 18 mit dem Segment ? ?' in Berührung kommt.
Entbehrliche Verbraucher können, wie anfangs erwähnt, auch mit Hilfe von Messgeräten abgeschaltet werden, welche die Differenz zwischen Ist-und Sollwert der Leistungsabgabe anzeigen. Bei der Verwendung derartiger Messgeräte ordnet man zm eckmässig unterhalb des Zeigers Kontaktsegmente an, die Verbrauchern zugeordnet sind. deren Leistungsaufnahme der Lage des Kontaktsegl11entes in bezug zum Nullpunkt der Skala entspricht.
Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist in Fig. 2 dargestellt. Die mit Fig. 1 übereinstimmenden Teile, nämlich die Vergleichsanordnung 8 sowie die mit ihr zusammenarbeitenden zur Einstellung des Sollwertes dienenden Teile, tragen die gleichen Zahlen. Abweichend von der Anordnung nach Fig. l ist bei dem. Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 die. Art, in der die abzuschaltenden Stromverbraucher ermittelt worden. Zu diesem Zweck wird die Differenz zwischen Ist- und Sollwert gebildet. Hiezu dient die Vergleichsanordnung 111, welche das Differentialgetriebe 112 enthält, dessen Sonnenräder durch die Motoren 113 und 114 angetrieben werden. Die Umlaufsgeschwindigkeit der Welle des Motors 113, der auch als Fortschaltwerk ausgebildet sein kann, stimmt mit dem Istwert überein.
Er ist deshalb dem Fortschaltwerk 11 parallelgeschaltet. Die Umlaufsgeschwindigkeit der Welle des Motors 114 entspricht dem Sollwert der Leistungsaufnahme. Er ist dem Motor 13 parallelgeschaltet. Der Istwert der Leitungs- aufnahme wird wie bei der Einrichtung nach Fig. 1 durch den Zähler 12 gemessen. Die Umlaufsgeschwindig- keit des Planetenrades des Planetengetriebes 112 ist der Differenz der Drehzahlen der Motoren 113 und 114 proportional und ist damit ein Mass für die Differenz zwischen dem Istwert und dem Sollwert der Leistungsaufnahme. Man könnte von dem Planetenrad unmittelbar ein Zeigersystem beeinflussen, an dem die Differenz zwischen Ist-und Sollwert der Leistungsaufnahme abgelesen werden kann.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Umlaufgeschwindigkeit des Planetenrades mit Hilfe des Impuls-
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das Planetenrad einen als Impulsgeber ausgerüsteten Kollektor 116 an, der den Stromkreis der Batterie 117 des Relais 118 periodisch unterbricht. Das Relais 118 lädt bei jedem Stromstoss den Kondensator 119 Über die Drehspule 120 des Messgerätes 115 einmal um. Der Ausschlag des Zeigers 200 ist dann proportional der Differenz zwischen Ist-und Sollwert.
Die Kommandos zum Abschalten entbehrlicher Stromver- braucher werden bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 durch den Kontakt 201 gegeben. der vom Zeitwerk 202 angetrieben wird und beispielsweise in Abständen von 5 Minuten den zu den Relais 26
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bis. 35 über die Vergleichsanordnung 8 führenden Stromkreis schliesst. In diesem Stromkreis i-t das Zeitrelais 203 eingeschaltet, welches mit Verzögerung seinen Anker anzieht und dadurch den Fallbiigel- magneten 204 erregt.
An die Kontaktsegmente 205-208 sind die Relais 209-212 angeschaltet, die mit Selbsthaltekontakten ausgerüstet sind und bei ihrer Erregung die Magnetstromkreise der Schütze 213-216 schliessen. durch die entbehrliche Stromverbraucher abgeschaltet werden. Die Selbsthaltestromkreise der Relais 209-212 werden durch den Kontakt 217, der vom Zeitwerk 218 gesteuert wird, am Ende jeder Maximumperiodeunterbrochen.
Die Anordnung wirkt, soweit die Vergleichsanordnung 8 und die zur Festlegung des neuen Sollwertes dienenden Vorrichtungen 19 usw. in Betracht kommen, in der gleichen Weise wie die Anordnung
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aufnahme entstanden ist und die Kontaktfeder 18 mit dem Kontaktsegrnent 16 in Berührung gekommen ist.
Dann werden, sobald der Kontakt 201 geschlossen wird. die Widerstände J6-6. 3 entsprechend dem neuen Sollwert verändert. Entsprechend dem neuen Sollwert verändert sich auch die Umlaufsgeschwindigkeit des Kollektors 116 der Vergleichsanordnung, s. zw. entspricht die Umlaufsgeschwindigkeit,
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den Pfeil 219 in Fig. 3 dargestellt ist.
Da das Zeitwerk 203 seinen Kontakt erst schliesst, wenn die Um- laufsgeschwindigkeit des Motors 114 dem neuen Sollwert entspricht, so wird der FallbÜgel : 220 erst niedergedrückt, wenn sich der Zeiger auf den neuen Wert eingestellt hat. Durch Niederdrücken des Zeigers erhält dasjenige der Kontaktsegmente 20, 5-208 Strom, an welches ein Verbraucher angeschlossen ist, dessen Leistungsaufnahme der Differenz zwischen Ist- und Sollwert am besten entspricht. Dieser Verbrauch wird dann mit Hilfe des der Kontaktlamelle zugeordneten Relais und des zugehörigen Schiitze"ab- geschaltet.
Da es bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung vorkommen kann, dass nacheinander Kommandos zum Abschalten gleicher Leistungen gegeben werden, so empfiehlt es sieh, eine Schaltvorrichtung vorzusehen, durch die beim Abschalten des einen Verbrauchers die zugehörige Kontaktlamelle mit einer benachbarten Kontaktlamelle verbunden wird, damit beim Eintreffen des gleichen Kommandos ein anderer Stromverbraucher, dessen Leistungsaufnahme zweckmässig grosser ist. als die des bereits abgeschalteten Stromverbrauchers, abgeschaltet wird.
Da besonders gegen Ende der Messperiode noch durch Zuschalten von Verbrauchern die Arbeits- aufnahme stark erhöht werden kann, ohne dass es rechtzeitig @ möglich ist, Stromverbraucher abzuschalten. so empfiehlt es sich stets, den Sollwert etwas unter die höchstzulässige Grenze zu legen. Wie weit der Abstand zwischen der vereinbarten Grenze und dem gewählten Sollwert sein soll. hängt von der Eigenart der angeschlossenen Verbraucher ab, u. zw. wird man bei unruhigen Verbrauchern einen grösseren Abstand wählen als bei Verbrauchern, deren Leistungsabnahme sieh nur selten und in mässigen Grenzen ändert.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 wird ein Messgerät mit zwei Wicklungen verwendet. Es dürfte ohne weiteres einleuchtend sein, dass man auch mit einem Messgerät mit einer Wicklung auskommen kann, wenn man den Sollwert um einen der Leistungsaufnahme des Stromverbrauchers 7 entsprechrnden Wert fälscht. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass man parallel zu dem Messgerät in Abhängigkeit von der Leistungsaufnahme des Stromverbrauchers 7 Widerstände einschaltet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist eine Berücksichtigung der Leistungsaufnahme der nicht abschaltbaren Stromverbraueher nicht nötig. da das Messgerät 115 den Wert der Leistung, die abgeschaltet werden muss. unmittelbar anzeigt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 werden zum Vergleich des Sollwertes der Arbeitsaufnahme und Leistungsaufnahme zwei besondere Vergleichsanordnungen verwendet. Man kann jedoch die Vergleichsanordnung 8 auch zur Bestimmung der Differenz zwischen Ist-und Sollwert der Leistungaufnahme verwenden, wenn man die Drehzahlen der Motoren 11 und 13 vergleicht. Dies kann ebenso
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Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist angenommen, dass verhältnismässig kurze Ent- fernungen zwischen den absehaltbaren Verbrauchern und der Messstelle vorhanden sind. Man kann die
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der notwendigen Grössen eines der bekannten Fernmessverfahren bedient und zur Steuerung der vorhandenen Schalter Fernsteuerverfahren anwendet.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.