AT130770B - Verfahren und Einrichtung zur Wiedergabe oder Aufnahme von Ton- bzw. Bildtonfilmen mittels zweier oder mehrerer, nacheinander oder gleichzeitig wirkender Projektoren bzw. Kameras. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Wiedergabe oder Aufnahme von Ton- bzw. Bildtonfilmen mittels zweier oder mehrerer, nacheinander oder gleichzeitig wirkender Projektoren bzw. Kameras.

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AT130770B
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  Verfahren und Einrichtung zur Wiedergabe oder Aufnahme von Ton-bzw. Bildtonfilmen mittels zweier oder mehrerer, nacheinander oder gleichzeitig wirkender Projektoren bzw. Kameras. 



   Bei der Wiedergabe sowohl von reinen Bildfilmen als auch von kombinierten Bildtonfilmen müssen bekanntlich in   den Lichtspieltheatern   stets zwei Wiedergabeprojektoren vorgesehen werden, um einen Film in pausenloser Folge vorführen zu können, da die Länge der Filmrolle für einen einzigen Projektor nach oben stark begrenzt ist. Den Übergang von einem Wiedergabeprojektor auf den andern während der   Vorführung   nennt man in der Praxis : Überblendung. 



   Bei Filmen mit Tonwiedergabe wird daher, um die genannte Überblendung auch für die Tonaufzeichnung   durchzuführen,   zur Abnahme an jedem Projektor eine Photozelle mit zugehörigem Vorverstärker angebracht. Die übliche Anordnung ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. Mit 1 bzw.   11   seien die Tonzusatzgeräte zweier Wiedergabeprojektoren bezeichnet. Jedes Gerät   I,   11 enthält eine konstante Lichtquelle   Ql,     Q2'mit   deren Hilfe ein Spalt Sl, S2 auf dem Film   Fi,   abgebildet wird.

   Das durch den Film hindurchtretende Licht fällt auf eine Photozelle   P1, P2   und löst dort in bekannter Weise elektrische Spannungsschwankungen aus, die über einen Vorverstärker   V1, V2   auf den Hauptverstärker H und von dort auf den Lautsprecher L verstärkt übertragen werden. Dabei ist die Einrichtung so getroffen, dass die beiden Vorverstärker   V1   und V2 wahlweise an den Hauptverstärker   H   angeschlossen werden können. Bei einem Übergang von einem Biltonprojektor 1 auf den zweiten   11   muss also gleichzeitig der eine Vorverstärker   V1   ab-und an seiner Stelle der zweite Vorverstärker   V2   an den Hauptverstärker H angeschaltet werden. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun, bei der Wiedergabe mittels mehrerer Projektoren an Stelle von mehreren getrennten Photozellen und mehreren Vorverstärkern P1, Pa bzw. V1, V2 nur eine Photozelle und einen Vorverstärker vorzusehen und diese mittels optischer Einrichtungen wahlweise von einem Apparat auf den andern umzuschalten. Dabei werden die optischen Einrichtungen   zweckmässig   so ausgestaltet, dass das Licht von dem beleuchteten Spaltbild der beiden Projektoren unter möglichst geringem Verlust auf die den verschiedenen Filmen gemeinsame Photozelle gelangt.

   Der Übergang von der Tonwiedergabe des ersten Projektors auf die Wiedergabe eines zweiten Projektors erfolgt dabei nicht, wie bei den bekannten Anordnungen, durch Umschalten des Vorverstärkers   V1   bzw.   V2   an den   Hauptverstärker R   (Fig. 1), sondern auf optisch-elektrischem Wege, vorzugsweise kontinuierlich, z. B. mit Hilfe einer regelbaren Doppelblende, die in den Lichtwegen zwischen den Filmen und der Photozelle angeordnet ist. 



   In den Fig. 2 und 3 sind   Ausführungsbeispiele   der Erfindung schematiseh dargestellt. 



   Die Tonzusatzgeräte 1 und 11 und verschiedene gleichartige Einzelteile sind in Fig. 1 und Fig. 2 auch gleich bezeichnet. Von den Filmen Fi und F2 gelangt das Licht nun aber gemäss der Erfindung zunächst über die Linsen   L1   bzw. L2 zu den Spiegeln Sp1 bzw. Spi. Die Spiegel   Sp,   und   SP2   sind fest montiert und reflektieren das auf sie gelangende Licht (Strahlengang gestrichelt gezeichnet) in der 
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 von Linsen und statt der Spiegel   Spi, spi   und   SP3   auch Reflexionsprismen, z. B.   45 -Prismen,   verwendet werden. Der Spiegel   Sp3   ist nun in zwei, zweckmässig zueinander senkrechte Stellungen einstellbar, von denen die eine 7 ausgezogen, die andere 2 punktiert eingezeichnet ist.

   Mittels der beiden Einstellungen des   Spiegels SP3   ist es möglich, das Licht entweder von dem Film   F1   oder (bei   Überführung   des SpiegelsSp3 
 EMI1.2 
 

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 Spannungsänderungen in bekannter Weise über den Vorverstärker V dem Hauptverstärker H und von dort dem Lautsprecher L zugeleitet werden. Selbstverständlich kann an Stelle der Alkalizelle P auch eine andere Photozelle, z. B. eine Selenzelle verwendet werden. 



   Durch die beschriebene Einrichtung ist es also möglich, Bildtonfilme mittels zweier Tonbildprojektoren nacheinander und ununterbrochen wiederzugeben, ohne dabei mehr als ein   lichtelektrisehes   Organ P und einen Verstärker V zu benutzen. Der Übergang der Tonwiedergabe von dem einen Projektor I auf den andern Projektor II wird durch einfaches Umstellen des Spiegels   Spg vollzogen.   Eine optimale Lichtausnutzung ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 dadurch zu erreichen, dass die   Linsensysteme L1, L2   und die Spiegel   Sp"Sp"Sp, so   gewählt bzw. angeordnet werden, dass durch sie die Öffnung des Objektivs O1 bzw.

     O2   gerade auf der lichtempfindlichen Schicht des lichtelektrischen Organs P abgebildet wird und die lichtelektrische Zelle P infolgedessen maximal ausgeleuchtet wird. 



   Fig. 3 zeigt eine etwas andere, noch weiter vervollkommnete Ausführungsform der Erfindung. 
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 das Biprisma zur Photozelle P. Die gesamte optische Anordnung ist so   eingerichtet, dass   sowohl die Öffnung des Objektivs   01, als   auch die Öffnung des Objektivs O2 auf der lichtempfindlichen Schicht der Photozelle P abgebildet wird, so dass in der bereits erwähnten Weise eine maximale Lichtausbeute erzielt wird. Das Biprisma Bi konzentriert die beiden Bilder auf die Photozelle P. Die Anordnung gemäss Fig. 3 bietet gegenüber jener nach Fig. 2 den Vorteil, dass zu einem Übergang von den Tonaufzeichnungen des Films   F1   zu denen des Films   F2   keine Umstellung eines Spiegels   (sep3)   erforderlich ist.

   Beiden Ausführungsbeispielen ist jedoch der Vorteil gemeinsam, dass nur eine Photozelle P und ein Vorverstärker V bei der Wiedergabe mittels mehrerer Projektoren benötigt werden. 



   Gemäss Fig. 3 sind noch die Blenden Bl1 und   Bl2, u.   zw. zwischen   L1   und P1 bzw. L2 und P2 angeordnet. Diese Blenden können an einer beliebigen Stelle des Lichtweges vom Objektiv   01   bzw.   O2   bis zu dem Biprisma   Bi   angebracht werden. Sie sind derart miteinander gekoppelt, dass es sowohl möglich ist, die Blende   Bl1 plötzlich   zu öffnen und gleichzeitig die Blende   Bl2   zu schliessen, als auch die Blende   Bl2   langsam zu öffnen und gleichzeitig die Blende   Bl2   langsam zu schliessen bzw. umgekehrt. 



  Mit Hilfe dieser Blenden kann in einfacher Weise der Übergang der Tonwiedergabe von einem Projektor auf einen andern kontinuierlich gestaltet werden. Ausser den erwähnten Vorteilen ergibt die Erfindung noch den weiteren Vorteil, dass   gegebenenfalls Vorverstärker und Hauptverstärker   zu einem Gerät vereinigt werden können, was die Anordnung und Bedienung der Apparatur noch mehr erleichtert. 



   Die Vorrichtungen zum Umschalten des Lichtstromes (Doppelblende, Spiegel) können von Hand aus oder automatisch, vorzugsweise aber elektrisch betätigt werden. 



   Gemäss der Erfindung ist es   schliesslich   noch möglich,   z,   B. mittels der in Fig. 3 erläuterten Anordnung und bei offenen Blenden   Bl1   und Bl2, zwei oder mehrere, auf verschiedenen Filmen aufgezeichnete Tonstreifen mittels einer einzigen lichtelektrischen Zelle und nur eines Verstärkers gleichzeitig wiederzugeben. 



   Der Erfindungsgegenstand wurde an dem Beispiel zweier kombinierter Tonbildprojektoren dargelegt.   Selbstverständlich   kann die Erfindung auch auf zwei Tonprojektoren für getrennte Tonund Bildfilme sowie bei eventuell vorkommender Kombination eines Tonprojektors mit einem Tonbildprojektor Verwendung finden. Natürlich liegt auch jede Kombination von mehr als zwei Ton-bzw. 



  Bildtonprojektoren bzw. deren Betrieb mittels einer gemeinsamen lichtelektrischen Einrichtung im Rahmen der Erfindung. 



   In entsprechend geänderter Form ist der Erfindungsgegenstand auch bei der Aufnahme zu benutzen. Die Aufnahme kann man mit Hilfe eines Lichtumformungsorgans (Kerrzelle) und der zugehörigen Verstärkeranordnung auf Filmen vornehmen, die nacheinander oder gleichzeitig in verschiedenen Tonkameras ablaufen. Der beispielsweise von einer Kerrzelle gesteuerte tonmodulierte Lichtstrom kann die verschiedenen Filme gleichzeitig oder wahlweise nacheinander belichten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Wiedergabe oder Aufnahme von Ton-bzw. Bildtonfilmen mittels zweier oder mehrerer, nacheinander oder gleichzeitig wirkender Projektoren bzw. Kameras, insbesondere zum pausenlosen Vorführen bzw. Aufnehmen zweier oder mehrerer Filmstreifen nacheinander,   dadurch gekenn-   zeichnet, dass zur Wiedergabe bzw. Aufnahme sämtlicher Filmstreifen nur ein lichtelektrisches   Umform-   gerät (Photozelle bzw. Kerrzelle) verwendet wird, mit dem mittels optischer Vorrichtungen die Lichtwege für sämtliche Projektoren bzw. Kameras nacheinander oder gleichzeitig verbunden werden.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Strahlengang der verschiedenen Lichtwege optische Einrichtungen, wie Prismen und Biprismen, derart angeordnet sind, dass sämtliche Liehtwege mit dem lichtelektrischen Umformgerät verbunden werden können. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Doppel-oder gegebenenfalls Mehrfachblende oder entsprechende optische Vorrichtungen, durch die die mit dem liehtelektrisehen Umformgerät nacheinander zu verbindenden Lichtwege allmählich eingeschaltet werden.
    4. Einrichtung nach Anspruch 2, durch welche mehrere Filmstreifen nacheinander wiedergegeben werden können, dadurch gekennzeichnet, dass ein drehbarer Spiegel und im Strahlengang des Lichtstroms jedes Projektors ein Prisma oder eine ähnliche optische Vorrichtung vorgesehen ist, deren Einstellung EMI3.1 EMI3.2
AT130770D 1930-06-14 1931-06-12 Verfahren und Einrichtung zur Wiedergabe oder Aufnahme von Ton- bzw. Bildtonfilmen mittels zweier oder mehrerer, nacheinander oder gleichzeitig wirkender Projektoren bzw. Kameras. AT130770B (de)

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