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Vorrichtung zur photographischen Aufnahme der Schallwellen auf einen
lichtempfindlichen Träger. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung.zur photographischen
Aufnahme von Schallwellen auf einen Film, bei der ein Lichtstrahlenbündel mit Hilfe
einer von den Schallwellen in Schwingungen versetzten Blende mehr oder weniger abgeblendet
wird und die durchgehenden Lichtstrahlen zu einem Lichtstreifen auf dem Film vereinict
werden. Es ist bereits vorgeschlagen worden, bei derartigen Vorrichtungen zwei Blenden
mit Schlitzen von gleiocher Breite zLi verwenden, von denen die eine durch die Schallwellen
bewegt wurde, während die andere feststand, so daß die Schlitze sich sbets wechselnd
mehr oder weniger überdeckten.
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Bei einer derartigen Vorrichtung kann die bewegliche Blende nur klein
sein, da sie bei größeren Abmessungen infolge ihrer Trägheit den Schallschwingungen
nicht genau folgen würde, insbesondere- wenn sie auf elektrGinagnetischein Wege
in Schwingungen versetzt wird. Die (las Licht durchlassenden Schlitze dürfen nur
eine sehr geringe Breite haben, damit bereits geringe Schwingungen der beweglichen
Blende eine merkliche Änderung der hindurchgehenden Lichtmenge bewirken. Diese Umstände
bringen es mit sich, (laß bei der Verwendung von zwei gegeneinander bewe-ten Blenden
deren zwischen den Spalten stehenbleibende Stege den größten Teil des Lichtes abblenden.
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Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird nur eine Blende mit einer
größeren Anzahl von Schlitzen verwendet, und die durch diese fallenden Lichtstrahlen
werden durch ein Objektiv vergrößert auf einen Hohlspiegel geworfen, der sie, erforderlichenfalls
unter Zwischensch-altung einer Sammellinse, durch eine Schlitzblende auf den Film
reflektiert. Der Hohlspiegel iist hierbei in parallele Zonen eingeteilt, die reflektieren
und nicht reflektieren und die genau dem vergrößerten Diid der Blende entsprechen.
Da die Vergrößerung beliebig stark gewählt werden kann, ist es möglich, die Zonen
des Spiegels der Breite der Stege der Blende genau anzupassen, auch wenn Stege und
Schlitze derselben sehr schmal sind. Man kann auf diese Weise als Blende ein Gitter
verwenden, das aus feinen Drähten gebildet ist, so daß durch die -Stege so wenig
Licht als möglich abgeblendet und auch bei einer kleinen Blende eine möglichst große
Lichtmenge nutzbar gemacht wird.
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Auf der Zeichnung ist ein Auisführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
schematisch daTgestellt.
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Eine Dunkelkammer io enthält die Beleuchtungsvorrichtung
und
die Einrichtungen zum Regeln derselben, während in einer anschließenden Dunkelkammer
ii die Filmrollen 12 und 13 und deren Antriebsvorrichtung untergebracht sind. Mit
14 ist eine Anzahl von Telephonen oder empfindlichen Mikrophonen bezeichnet, die
parallel in einen Stromkreis 15 eingeschaltet sind, der aus einer Lokalbatterie
16 gespeist wird. Die von den Telephonen 14 dein Batteriestrom mitgeteilten Schwankungen
werden durch theriiiioniscbe VIerstärkungsröhren oder andere bekannte 'Verstärker,
die in einem Gehäuse 17 untergebracht sind, vemtärkt. Der verstärkte Strom geht
durch die Leitungen iS Zu einem Telephonverstärkungsrelais ig, dessen von der 1-,o;k-albatt,erie20
gelieferter '-',ektitidärst,ronn die Prinlärwicklung eines Tr.iiisforn#2tOrS21 erregt,
der ihn auf höhere Spannung umformt. Der Sekundärstroni dieses Transformators geht
durch die Leitung 22 und sehr leicht biegsanie Verbindungsdrähte zu den Kleinmen
einer SpUle 23, die auf ein leichtes Rohr 24 aus unnlagnetisierbarern Stoff
gewickelt ist, das an einer straff gespannten, biegsamen Guinmiinembran 44 befestigt
ist. Diese Spule bildet den Anker eines Solenoids:25, der durch eine Leitung
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mit dem konstanten -';;tr-orn einer Batterie 26
bespeist wird. Der
die SPule 23 erregende Stroin entspricht den Schwingungen der .Membran der
Mikrophone 14, jedoch ist er nach seiner Umformung iniTransfärtnator 21 ein Wechselstrom
und nicht mehr ein wellenföniiiger Gleichstroni. Unter seiner Einwirkung wird die
Gummirneinbran 44 in Schwingungen versetzt, die der Größe und der Dauer nach mit
denen der l#lilroplioni-neiiibran übereinstiminen.
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Von einer Lampe29 aus wird durch einen Reflekt#or 30 ein Bündel
chemisch wirksamer Lichtstrahlen 28 durch die Spalten eines Gitters
3 1 auf ein Linsensysten' 32 geworfen. Die vom Gitter31 kommenden
streifenförmigen Lichtbündel 33 werden durch die Linsen 32 gegen einen
festen elliptischen Spiegel 34 gelenkt, auf dein sie als'Bilder der Schlitze des
Gitters erscheinen. Der Spiegel 34 ist in parallele, abwechselnd reflektierende
und nichtreflektierelide Zonen36 geteilt, die den einzelnen Lichtbündeln
33 aus den Schlitzen des Gitters entsprechen. jedes Bild eines Gitterschlitzes
bedeckt gerade eine reflektierende Zone des Spiegels. Wird das Gitter in Schwingungen
versetzt, so bewegen sieh die Lichtstreifen Über die nichtreflektierenden Zonen
und bedecken je nach der Größe des Ausschlags des Gitters einen grö-I ßeren
oder kleineren Teil von diesen, Jedoch sind die Abinessungen so gewählt, daß dabei
keines der Bilder in die nächste reflektierende Zone hinüberspielt.
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Dass von der gespannten Gurniniplatte 24 getragene Gitter 31 besteht
aus paralielvil Streifen von undurchsichtigem Stoji init Z,
durchsichtigen
Zwischenräumen. Es kann aus aiigcrußten Dräbten von etwa o,4iiini Durchmesser ihit
o,4inni breiten Ziviscbenrätiinen bestehen.
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Die auf die reflektierenden SpiegIelzonen treffenden Strnhlen werden
von diesen konvergierend gegen eine zylindrische Kondensorlin#se 37 gelenkt.
Das von dieser gesaininelte schmale Strahlenbündel 38 wird durch einen SPalt
39 von einstellbarer Breite auf einen Film 40 geworfen, der durch eine Führung
41 von einer Vorratsspule 1:2 zu einer Aufwickelspule 13 gezogen wird. Hierzu ist
eine Zug- und Bremsvorrichtung vorhanden, die den Film mit gleichförmiger Geschwin-Z,
Z,
digkeit durch die FühriLing4i hinter dein Spalt39 vorbeiführt. Die Zugvorrichtung
ist mechanisch oder elektrisch mit der Hauptwelle einer kinetnatographischen Aufnahmekamera
gekuppelt, so daß der Vorschub stets in Cbereinstimmung mit dem Bildfilin erfolgt.
Der Bildfilin und der Tonfilm werd,-ii auf diese Weise sicher miteinander in Übereinstinmiung
gebracht, wenn auch der Bildfilm alysatzweise und der Tonfilin mit gleichförmiger
Geschwindigkeit bewegt wird.