<Desc/Clms Page number 1>
Stichlocbstopfmaschine.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
drehbar an einem Stützpfeiler 1'1 angeordnet ist, der seinerseits so verlegt ist, dass der benachbarte Teil des Schmelzofen vollkommen frei von irgendwelchen Teilen der Stichlochstopfmaschine bleibt, wenn sich das Gehäuse ausser Arbeitsstellung befindet. Die Stichlochstopfmaschine ist ferner mit einer Sperrvorrichtung versehen, welche dazu dient, das Gehäuse an dem Gestellmantel zu verriegeln, wenn es in die Arbeitsstellung geschwungen ist. Schraubenschlösser oder ähnliche Verstellverbindungen 18 arbeiten mit dem Drehzapfen 15 zusammen, um das Gehäuse in der gewünschten Lage festzuhalten und es in der richtigen Ebene einstellen zu können.
Die Drehung des Gehäuses um seinen Pfeiler von der Arbeitsstellung, welche in ausgezogenen Linien in den Figuren dargestellt ist, in die Ausserarbeitsstellung, welche in strichpunktierten Linien in Fig. 4 dargestellt ist, wird durch einen Elektromotor 19 vorgenommen, welcher an dem Gehäuse 12 oberhalb der Motorkammer 14 sitzt und mit dem Pfeiler 17 und der Hülse 16 durch ein geeignetes Schnecken'advorgelege 20 verbunden ist, welches nicht in seinen Einzelheiten dargestellt ist, da es von bekannter Konstruktion sein kann. Bei der Inbetriebsetzung des Motors 19 wird die Hülse 16 an dem Pfeiler 17 verdreht und damit das Gehäuse um den Pfeiler ausgeschwungen. Zwischen der Hülse 16 und dem Pfeiler 17 werden vorteilhaft reibungsvermindernde Lager angeordnet.
In der Kammer 13 des Gehäuses ist ein Tonstopfer 21 von irgendwelcher Konstruktion angeordnet, ü. zw. derart, dass der Stopfer sich durch den offenen Boden nach aussen bewegen kann, um in die in Fig. 2 dargestellte Arbeitsstellung gebracht zu werden oder in die Ausserarbeitsstellung, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist. Getrennte Paare von parallelen Hebeln 22 dienen dazu, um den Stopfer ausschwingbar in der Kammer 13 zu tragen, so dass er die richtige Ausschwingung ausführen kann, um dabei in die richtigen Lagen mit dem Stichloch zu kommen. Die Ausschwingung des Stopfers selbst wird durch einen geeigneten Mechanismus vorgenommen, der durch einen Elektromotor 23 od. dgl. angetrieben wird.
Der Motor 23 ist in der Kammer 14 angeordnet und durch ein geeignetes Schneckenradvorgelege 24 mit einer Kurbelwelle 25 verbunden, deren Kurbel 26 durch ein Gelenk 27 mit dem Stopfer 21 verbunden ist. Bei Antrieb des Motors 23 wird die Welle 25 gedreht und schwingt den Stopfer in der einen oder andern Richtung an den parallelen Hebeln 22 aus. Das Schneckenradvorgelege ist in bekannter Weise selbstsperrend und verriegelt bei Stillstand des Motors den Stopfer in der gerade eingebrachten Stellung, so dass der Stopfer stets seine eingestellte Stellung beibehält und nur bei Inbetriebnahme des Motors 23 in seiner Stellung verändert werden kann.
Das hintere Hebelpaar 22 ist an den Seiten der Kammer 13 gelenkig befestigt, während das vordere Hebelpaar 22 an einer Stützwelle 28 hängt, die in einem Gussstück 29 gelagert ist, welches auch die Kurbelwelle 25 unterstützt.
Wenn das Gehäuse in Arbeitsstellung vor den Ofen geschwungen ist, dann schnappt eine Klinke 30, welche ausschwingbar an einer Stütze 31 an der Vorderseite des Gehäuses befestigt ist und eine abgerundete Nase 32 hat, über einen Haken 33, der an dem Gestellmantel 10 sitzt, so dass das Gehäuse mit dem Ofen verriegelt wird und nicht unbeabsichtigterweise sich von dem Ofen fortbewegen kann, während das Stichloch verstopft wird. Ein Seil 34 od. dgl. ist mit der Klinke 30 verbunden und führt zu einer entfernt gelegenen Stelle, von wo aus die Klinke jederzeit ausser Sperreingriff gehoben werden kann.
Es sei angenommen, dass die Stichlochstopfmaschine sich in Ausserarbeitsstellung befindet, wie in strichpunktierten Linien in der Fig. 4 angedeutet ist. Wenn nun nach dem Giessen das Stichloch 11 verstopft werden soll, wird der Motor 19 in Betrieb gesetzt, um das Gehäuse 12 in die Arbeitsstellung vor den Ofen zu schwingen, was mit Hilfe des Schneckengetriebes 20 geschieht. Während dieser Ausschwingung befindet sich der Stopfer in zurückgezogener Lage im Innern der Kammer 13 des Gehäuses 12, u. zw. recht wesentlich oberhalb des aus dem Schmelzofen herausströmenden Metalles, das durch die üblichen Tröge den nicht dargestellten Giesspfannen od. dgl. zuströmt.
Wenn das Gehäuse seine Arbeitsstellung erreicht hat, wird durch die Klinke 30 selbsttätig eine Verriegelung mit dem Ofen vorgenommen ; nun wird der Motor 23 in Betrieb gesetzt, um die Welle 25 zu verdrehen, damit durch die Kurbel 26 der Stopfer an seinen Hebeln 22 nach abwärts geschwungen wird, u. zw. unmittelbar in das Stichloch hinein, wie Fig. 2 zeigt. Diese direkte Verstellung des Stopfers von der geschützten Lage in dem Gehäuse in das Stichloch 11 hinein verhütet irgendein Verbrennen der Stopfdüse, welches dann eintreten würde, wenn die Düse in Berührung mit dem geschmolzenen Metall in dem Trog kommen würde. Dann wird der Stopfer in üblicher Weise betätigt, um Ton in das Stichloch hineinzutreiben, so dass die Öffnung sich schliesst.
Hierauf wird die Drehrichtung des Motors 23 umgekehrt, so dass sich der Stopfer wieder in die Kammer 13 hineinbewegt, die Klinke 30 angehoben und der Motor 19 in Betrieb gesetzt, um das Gehäuse wieder in Ausserarbeitsstellung zu schwingen. Wenn der Stopfer so konstruiert und angeordnet ist, dass ununterbrochen Ton in das Stichloch hineinbefördert wird, dann kann bei der Bewegung des Stopfers in das Stichloch hinein gar keine Berührung des geschmolzenen Metalles in dem
<Desc/Clms Page number 3>
Trog mit der Stopfdüse eintreten. Hiedurch ist es möglich, das Stichloch eines Schmelzofens gegen den vollen Druck des geschmolzenen Metalles in dem Ofen zu verstopfen, was bisher nicht möglich war.
Der Motor 23 in der Motorkammer j !- ist an einer Zwischenwand 35 befestigt, welche in einem Abstand oberhalb der Bodenwand 36 der Motorkalllmer liegt, wodurch eine Luftkammer 37 gebildet wird, die eine Ventilation unmittelbar unter dem Motor gestattet, so dass keine Schäden infolge von Wärme entstehen können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sticl1lochstopfmaschine mit einem um einen vertikalen Pfeiler drehbaren Träger,
EMI3.1
schlitz versehenen Kammer (13) der in bekannter Weise in Gelenkstangen (22) hängende und in einer senkrechten Ebene ausschwingbare Stopfer (21) in schräger Lage gehalten und durch eine Kurbelwelle (25) in und ausser Arbeitsstellung gebracht wird.