AT130095B - Einrichtung zum Übertragen mechanischer Bewegungen in das Innere von Vakuumgefäßen. - Google Patents

Einrichtung zum Übertragen mechanischer Bewegungen in das Innere von Vakuumgefäßen.

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AT130095B
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corrugated tube
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mechanical movements
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Werner Dr Phil Jubitz
Oskar Geiler
Hans Dr Phil Gerdien
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Siemens Ag
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  Einrichtung zum Übertragen mechanischer Bewegungen in das Innere von Vakuumgefässen. 



   Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Übertragen mechanischer Bewegungen in das Innere von   Vakuumgefassen,   insbesondere Hochvakuumgefässen, Vakuumsschaltern u.   dgl.,   durch wellrohrartige elastische Teile des Gefässes. Bei bekannten Anordnungen dieser Art erfolgte die Bewegungsübertragung in der Weise, dass das Wellrohr balgartig durch Zusammenschieben oder Auseinanderziehen seiner Falten in Richtung der Rohrachse beansprucht wurde. Nach der Erfindung erfolgt die Bewegung quer zur Achse des Wellrohres, wodurch dieses wie eine Stabfeder wirkt und geringer beansprucht wird. Nach der weiteren Erfindung ragt das Wellrohr in das Innere des Gefässes, während es bei den bekannten Anordnungen nach aussen ragte. Der empfindliche elastische Teil ist dadurch gegen Beschädigung besser geschützt.

   Das Einstülpen des Wellrohres erfordert wohl eine Vergrösserung der äusseren Gefässwand, doch braucht diese bei Querbetätigung des Wellrohres nur auf dessen Länge im Ruhezustand Rücksicht zu nehmen. Bei   längsbeanspruchtem   Wellrohr liegt dagegen dessen Dehnungsweg in der Richtung der Einstülpung und würde in Summe mit dieser die Gefässlänge bestimmen. 



   Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel.   1   ist ein Vakuumgefäss, in das ein Wellrohr 4 hineinragt. Dieses ist an einem Ende mit dem   Vakuumgefäss   verbunden, während das andere Ende einen Stab od. dgl. trägt, der die mechanische Bewegung etwa eines Wärmereglers in das Innere des Gefässes überträgt. Die Bewegung kann z. B. eine einmalige Nachstellbewegung oder eine wiederholte Schaltbewegung sein. Das Ausführungsbeispiel stellt einen Vakuumschalter dar, der zur Regelung von Heizvorgängen benutzt werden kann. Das Vakuum-   gefäss 1 und   das Wellrohr 4 bestehen beide aus Glas und sind miteinander verschmolzen.

   Da die Querbewegung das Wellrohr geringer beansprucht als eine Längsbewegung, kann dieses leichter aus Glas gemacht werden ; wegen dessen Durchsichtigkeit ist die in das Gefäss eingeschlossen Einrichtung auch besser überwachbar. In dem Gefäss 1 sind ein feststehender Kontakt 2 und ein beweglicher Kontakt 3 angeordnet. Der bewegliche Kontakt wird durch einen Glasstab   5   betätigt, der in das innere Ende des Wellrohres eingeschmolzen ist und einen doppelarmigen Hebel bildet. Das Wellrohr 4 hat so grosse Elastizität, dass bei Bewegen des Glasstabes   5   in der durch den Pfeil 6 angedeuteten Querrichtung der bewegliche Kontakt 3 von dem festen Kontakt 2 abgehoben oder auf ihn aufgesetzt werden kann. Damit die Kontakte abhängig von der Temperatur geschlossen und geöffnet werden, ist mit dem Glasstab 5 ein Ausdehnungsstab 9 verbunden.

   Dieser ist in ein Rohr 8 eingeschlossen, das an einem mit dem   Vakuum gefäss 1 verkitteten   Stutzen 7 befestigt ist. Der Ausdehnungsstab 9 wird an dem vom Glasstab 5 abgekehrten Ende durch eine Stellschraube 10   gestützt.   Durch geeignete Wahl der Stoffe für das Rohr 8 und den Stab 9 kann man erreichen, dass bei einer bestimmten Temperatur die Ausdehnung des einen soweit grösser ist als die des andern, dass die Kontakte geöffnet bzw. geschlossen werden. 



   Die beschriebene Einrichtung nach der Erfindung ist an der Einführungsstelle sehr nachgiebig und daher gering beansprucht. Sie kann absolut vakuumdicht gestaltet werden, ist gegen mechanische Beschädigungen geschützt und vom äusseren Luftdruck unabhängig, da dieser auf das Wellrohr senkrecht zur Bewegungsrichtung wirkt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zum Übertragen mechanischer Bewegungen in das Innere von Vakuumgefässen, insbesondere Hochvakuumgefässen, Vakuumschaltern u. dgl., durch wellrohrartige elastische Teile des Gefässes, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung quer zur Achse des Wellrohres vor sich geht.
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wellrohr in das Innere des Gefässes ragt.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in das Wellrohr ein die innen liegende Schalteinrichtung steuernder Stab so eingesetzt (eingeschmolzen) ist, dass er einen doppelarmigen Hebel bildet, wovon ein Arm auf die Kontaktvorrichtung einwirkt während am andern Arm das aussenliegende Bewegungsorgan, insbesondere das wärmeempfind- liche Glied eines Wärmereglers angreift.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das in das Innere des Gefässes ragende Wellrohr wie dieses aus Glas besteht. EMI2.1
AT130095D 1927-06-08 1928-05-02 Einrichtung zum Übertragen mechanischer Bewegungen in das Innere von Vakuumgefäßen. AT130095B (de)

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