DE607604C - Vakuumschalter - Google Patents
VakuumschalterInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/60—Switches wherein the means for extinguishing or preventing the arc do not include separate means for obtaining or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/66—Vacuum switches
- H01H33/662—Housings or protective screens
- H01H33/66238—Specific bellows details
Landscapes
- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
Es ist bei einem Vakuumschalter bekannt, den beweglichen Kontakt durch harmonikaartig
ausgebildete Wandungen einzuführen. Eine derartige Ausbildung dient dazu, um Bewegungen durch die vollkommen geschlossenen
Wandungen hindurch in das Schaltinnere übertragen zu können.
Man hat auch bereits Vakuumschalter als Wärmeregler verwendet, bei denen ein WeIlrohr
zur Einstellung der Kontakte vorgesehen ist, bei denen aber das eigentliche wärmieempfindliche
Glied durch die übrigen glatt ausgebildeten Wandungsteile gebildet wird. Derartige Wärmeregler erhalten aber eine
ziemlich lange Gestalt, damit die lange Ausdehnung der Wandungsteile genügend groß
wird, um eine ausreichende Kontaktbiewegung zu erzielen.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird nach der Erfindung das Wellrohr selbst derart
temperaturempfindlich ausgebildet, daß es sich bei Temperatursteigerung im Sinne der
KJontakttrennung bewegt. Dadurch wird erreicht, daß bei kleinen Dimensionen der Hülle
relativ große Ausschaltwege erzielt werden. Gerade bei Apparaten, die Massenartikel darstellen
und die innerhalb anderer Apparate eingebaut sind, spielt aber der Platzbedarf und der Materialaufwand eine ganz bedeutende
Rolle, so daß eine Ersparnis in dieser Hinsicht ganz besonders ins Gewicht fällt.
Es ist auch bekannt, bei Wärmereglern die Kontakte in einem mit Flüssigkeit gefüllten
Raum anzuordnen und die Schaltbewegung durch die Ausdehnung der im Innern
der Kapsel befindlichen Flüssigkeit herbeizuführen. Auch bei derartigen Schaltern hat
man die Wandungsteile als Wellrohr ausgebildet, die der Ausdehnung der Flüssigkeit
nachfolgen. Die Wellrohre selbst aber sind bei dieser Anordnung nicht wärmeempfindlich.
Es wird lediglich ihre elastische Eigenschaft ausgenutzt.
Im nachstehenden sind einige Ausführungsformen beschrieben. In Abb. ι ist ein Vakuum-
schalter dargestellt, in dessen Gehäuse 3 der Kontakt 2 fest angeordnet ist und bei 4
seinen Anschluß hat. Der bewegliche Kontakt ι ist mit dem Stromzuführungsstift 5 an
der Bodenplatte eines Wellrohres 6 befestigt, welches den dichten Abschluß des Schaltraumes
bildet. Das Wellrohr 6 besitzt bei 7 seinen Anschluß und ist so stromdurchflossen,
daß die Erwärmung eine Streckung des Wellrohres hervorruft. Dadurch, wird der Kontakt
ι im Sinne der Unterbrechung bewegt und je nach der Länge des Wellrohres 'ein
beträchtlicher Hub im evakuierten Raum des Schalters erreicht. Da nach Abkühlung, also
nach der Stromunterbrechung, das Wellrohr in seinen ursprünglichen Zustand (Kontakte
geschlossen) zurückkehrt, so muß entweder mit dem Schalter ein Spannungsschalter in
Reihe liegen, der nach vollzogener Unter-
brechung geöffnet wird, oder aber der Schaltstift S in der ausgeschalteten Stellung verriegelt
werden. Nach Lösen dieser Verriegelung1 schaltet der Schalter unter der Feder wirkung
des Wellrohres wieder ein. In der Zeichnung ist strichpunktiert dargestellt, wie
das Wellrohr durch eine Schutzkappe 50, die aus Metall oder Isolierstoff bestehen kann,
vor äußeren Beschädigungen geschützt werden kann. ·
Die Bewegungskraft des Wellrohres kann erheblich gesteigert werden, wenn man, wie
Abb. 2 zeigt ein Doppel wellrohr 6 und 8 verwendet
und den Raum zwischen den Rohren mit Flüssigkeit ganz oder teilweise füllt. Die Erwärmung der Wellrohre hat auch eine Erwärmung
der Flüssigkeit zur Folge,- und die Raumvergrößerung durch Verdampfen der
Flüssigkeit wirkt in der Kraftrichtung der Wellrohre, diese unterstützend. Der übrige
Aufbau des Vakuumschalters ist identisch mit dem nach Abb. 1, und es gelten hier die
gleichen Bezugszeichen. Der Stromanschluß der Anordnung ist bei 7 und 4, wobei die
Wellrohre 6 und 8 an ihrem unteren Ende, welches dem Gehäuse des Vakuumschalters
zugekehrt ist, miteinander leitend verbunden sein können. Die Wellrohre sind bei 9 im
Gehäuse 3 des Schalters befestigt und können, wenn das Gehäuse 3 aus Glas oder Quarz besteht,
dort eingeschmolzen werden. Die Flüssigkeit in Raum 10 kann je nach der Ansprechtemperatur
verschieden gewählt werden, und zwar so, daß ihr Verdampfungspunkt
in der Größenordnung der Temperatur liegt, bei welcher die Stromwärme zur Ausschaltung
führen soll.
In Abb. 3 ist eine Anordnung gezeichnet, bei welcher beide Eontakte eines Vakuumschalters
über Wellrohre bewegt werden und so ein großer Hub des Schalters erreicht wird.
Das Wellrohr 6 trägt über dem Schaltstift S den Kontakt 1 und ist auf einem Ring 39 dicht
befestigt. Von dem gleichen Ring getragen ist ein Wellrohr 40, welches über die Schaltstange
41 den Eontakt 2 trägt. Die Stromzuführung zum Kontakt 1 erfolgt vom Anschluß
7 aus, während die Stromableitung vom Kontakt 2 nicht besonders gezeichnet
ist und am Fuß des Wellrohres 40 aus dem Gehäuse 20 herausgeführt wird. Der eigentliche
Schalter, der auf dem Ring 39 montiert ist, ist dann innerhalb einer äußeren Hülle 20 angeordnet, die ebenfalls evakuiert
ist und als Vakuum dient. Innerhalb der Hülle 3 sind nun die Verriegelungen für den
ausgeschalteten Schalter angebracht. So trägt das Wellrohr 6 an seinem oberen Ende die
Klinke 3 5, die in der Ausschaltstellung in eine Sperrklinke 36 einrastet. Die gleiche
Anordnung ist an Wellrohr 40 durch die Klinke 42 und die Sperrklinke 43 getroffen.
In dem oberen Teil der Abbildung ist gezeigt, wie die Entklinkung zur Erzielung der Einschaltbewegung durch eine im Gefäß
20 angeordnete Magnetspule 37 erfolgen kann. Die Anschlußdrähte 38 der Magnetspule 37
sind ebenfalls dicht in das Gehäuse 20 eingeschmolzen. Auf dem unteren Teil der Abbildung
ist gezeigt, wie die Entriegelung zur Einschaltbewegung durch eine außenliegende
Magnetspule 45 erfolgen kann. Die Sperrklinke 43 ist zu diesem Zweck mit einem
Eisenstück 44 versehen, das bei Erregung des Magneten 45 nach unten gezogen wird
und die Klinke 42 freigibt. Der Träger der Klinke 43 braucht nicht durch das Gehäuse
20 hindurchgeführt zu werden, vielmehr könnte er in ähnlicher Anordnung wie die Klinke 36 in das Gehäuse 20 ohne Durchbruch
eingesetzt sein; es treten dann nur die magnetischen Kraftlinien durch das Glas hindurch und bringen die Klinke 43
zur Auslösung. Auch hier kann die Bewegung der Wellwände 6 und 40 durch Federn o. dgl.
im Sinne der Ausschaltung «oder aber auch der Einschaltung unterstützt werden. Das
Gehäuse 20 ist durch den Ring 39 in zwei Teile geteilt, so daß -das Undichtwerden
eines Teiles noch keine Gefahr für das Arbeiten des Schalters darstellt.
In Abb. 4 ist eine Anordnung gezeichnet, bei welcher der Vakuumschalter mit doppelter
Unterbrechung ausgerüstet ist. Das Gehäuse 3 besitzt in der Mitte eine Wand 14, in der der
Kurzschlußkontakt 13 eingeschmolzen ist. Der Kontakt 2 ist über den Stromstift 11 mit dem
Wellrohr 12 verbunden und wird durch dessen Bewegung geschaltet. Der Kontakt 1 ist über
den Stromstift 5 mit dem Wellrohr 12 verbunden und wird durch dieses geschaltet.
Der Stromanschluß erfolgt an der Befestigungsstelle der beiden Wellrohre an Gehäuses, so daß die Wellrohre, die auch aus
Bimetall bestehen können, stromdurchflossen sind.
Claims (6)
1. Vakuumschalter mit von leinem Wellrohr
getragenem Stromkontakt, dadurch gekennzeichnet, daß das Wellrohr derart temperaturempfindlich ausgebildet ist, daß
es sich bei Temperatursteigerung im Sinne der Kontakttrennung bewegt.
2. Vakuumschalter nach Anspruch 1, bei dem beide Kontakte von einem Wellrohr
getragen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellrohre derart angeordnet sind,
daß sie sich bei Temperatursteigerung gegenläufig bewegen.
3. Vakuumschalter nach Anspruch 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellrohre" aus Metall mit großem Ausdehnungskoeffizienten
bestehen.
4. Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wellrohre ganz oder teilweise aus Bimetall bestehen.
5. Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wellrohr aus zwei sich umgebenden wellrohrartigen Teilen besteht, deren Zwischenraum
ganz oder teijweise mit Flüssigkeit gefüllt ist, die* sielt* bei Erwärmung
ausdehnt und verdanaipit^ und hierbei die
Bewegung der Wellrohre unterstützt.
6. Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wellrohre als Stromzuleitung dienen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE607604T | 1930-12-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607604C true DE607604C (de) | 1935-01-03 |
Family
ID=6575681
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930607604D Expired DE607604C (de) | 1930-12-25 | 1930-12-25 | Vakuumschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE607604C (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1133785B (de) * | 1959-09-23 | 1962-07-26 | Siemens Ag | Elektrischer Vakuumschalter |
| DE1202863B (de) * | 1958-09-20 | 1965-10-14 | Licentia Gmbh | Elektrischer Kurzschlussunterbrecher |
| US3405245A (en) * | 1964-05-29 | 1968-10-08 | Mitsubishi Electric Corp | Multiple-break vacuum-type circuit interrupters |
| US3470341A (en) * | 1965-09-30 | 1969-09-30 | English Electric Co Ltd | Vacuum switch with liquid filled bellows operation |
| US3944771A (en) * | 1972-12-29 | 1976-03-16 | Siemens Aktiengesellschaft | Overcurrent protection device |
| US4233480A (en) * | 1978-09-20 | 1980-11-11 | Westinghouse Electric Corp. | Low voltage vacuum switch with three internal contacts including a center floating contact |
| DE2915373A1 (de) * | 1979-04-14 | 1981-04-02 | Calor-Emag Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, 4030 Ratingen | Einrichtung zur schnellunterbrechung von kurzschlussstroemen |
-
1930
- 1930-12-25 DE DE1930607604D patent/DE607604C/de not_active Expired
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1202863B (de) * | 1958-09-20 | 1965-10-14 | Licentia Gmbh | Elektrischer Kurzschlussunterbrecher |
| DE1133785B (de) * | 1959-09-23 | 1962-07-26 | Siemens Ag | Elektrischer Vakuumschalter |
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| DE2915373A1 (de) * | 1979-04-14 | 1981-04-02 | Calor-Emag Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, 4030 Ratingen | Einrichtung zur schnellunterbrechung von kurzschlussstroemen |
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