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Vakuumschalter.
Es ist bekannt, zur Übertragung von Bewegungen in das Innere von Vakuumsehaltern Wellrohre zu verwenden, die mit der Gehäusewandung vakuumdicht verbunden und am äusseren Ende mit einer Kappe verschlossen sind, durch die das Trageorgan des beweglichen Kontaktes hindurchgeführt ist.
Der feststehende Gegenkontakt ist bei den bekannten Anordnungen an einem Trageglied befestigt, das mit seiner Durchführung starr verbunden ist. Infolgedessen werden hiebei die beim Kontaktschluss und der Kontakttrennung von dem beweglichen Kontakt auf seinen Gegenkontakt ausgeübten Stösse auf die Dichtungsstellen übertragen, so dass die Gefahr des Auftretens von Undichtigkeiten sowie von Beschädigungen des meist aus Glas bestehenden Vaknumgefässes besteht.
Dieser Nachteil wird gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass auch der feststehende Kontakt gegen die Wandung des Vakuumgehäuses beweglich abgestützt ist, so dass die Dichtungsstellen entlastet sind. Zu diesem Zweck kann man z. B. auch die Durchführung des festen Kontaktes als Wellrohr ausbilden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In Fig. 1 besteht der
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zwei diametral gegenüberliegenden armförmigen Ansätzen 2 und 3 besitzt. In der Mitte des Rundkolbens befinden sich die Kontakte 4 und 5, deren Träger 6 und ? am Ende der Ansätze 2 und 3 vakuumdicht nach aussen geführt sind. Jeder der Kontaktträger 6 und 7 besitzt am äusseren Ende ein Gewinde 8 zum Anschluss der Stromzuführungen 9 und 10. Mit dem äusseren Ende des Ansatzes 2 ist ein Metallring 11 vakuumdicht verschmolzen. Wenn das Gehäuse 1 aus Glas besteht, so stellt man zweckmässig den Ring 11 aus weichem Kupfer oder aus einer geeigneten Legierung, z. B. Coroniumeisen oder Nickeleisen mit einem Kupferüberzug, her.
Das obere Ende des Rohres 11 ist gewellt und bildet ein bewegliches Zwischenstück 12 zwischen dem Vakuumgehäuse und dem Kontaktträger 6. Das äussere Ende des Wellrohres ist durch einen Deckel oder eine Kappe 13 vakuumdicht abgeschlossen, durch welche die Kontaktstange 6 hindurchgeführt ist. Die Verbindungsstellen zwischen dem Deckel 13 und dem Wellrohr 12 einerseits sowie die Kontaktstange 6 anderseits sind in geeigneter Weise, z. B. durch Verschweissen, abgedichtet. Im Innern des Rohres 11 ist eine metallene Manschette 15 angeordnet, die in Verbindung mit der Platte 16
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Ausheizen oder beim Betrieb des Schalters schützt.
Am Ende des anderen Gehäusearmes 3 sind in entsprechender Weise ein Metallring 17, ein Wellrohr 18, eine Manschette 19 und ein Schild 20 angeordnet. Das Wellrohr 18 besitzt eine grössere Beweglichkeit als das Wellrohr 12 und gestattet eine Bewegung der Kontaktstange 7 in Richtung ihrer Längsachse zum Zwecke des Öffnens oder Schliessens des Schalters. Zur Bewegung der Kontaktstange 7 dient ein nicht gezeichneter Antriebsmechanismus an sich bekannter Art, der auf die äussere Verlängerung der Schaltstange 7 wirkt.
Die Ausbildung der Kontakte 4 und 5 ist aus den Fig. 2 und 3 zu ersehen. Der bewegliche Kontakt 5 ist stiftförmig ausgebildet, während der Gegenkontakt aus vier Kontaktsegmenten 21 besteht, die an einem Metallblock 22 durch federnde Zwischenglieder 23 befestigt sind. Der Metallbloek 22 ist mit der Kontaktstange 6 verschraubt oder verschweisst.
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Im ausgeschalteten Zustand befinden sich die Kontakte in der in Fig. 1 angedeuteten gegenseitigen Lage. Beim Einschalten wird die Kontaktstange 7 in ihrer Längsrichtung nach oben verschoben, wobei sich der Stiftkontakt 5 in den durch die Kontaktsegmente M gebildeten Zwischenraum schiebt, die durch die Federn 23 gegen den Kontaktstift gepresst werden. Hiedurch wird ein zuverlässiger Kontaktdruck erreicht. Die bei der Berührung der beiden Kontakte auftretenden Stösse werden durch das Wellrohr 12 aufgenommen, das auf diese Weise eine mechanische Beanspruchung der Sehmelzstellen zwischen dem Glasarm 2 und dem Ring 11 verhindert.
Die beiden Wellrohre 12 und 18 sind so bemessen, dass das erstere eine geringere Beweglichkeit besitzt als das letztere, damit der Kontakt 4 dem beweglichen Kontakt einen genügenden Widerstand bietet, wenn der letztere sich zwischen die Kontaktsegmente 21 schiebt.
Die verschiedene Beweglichkeit kann z. B. dadurch erreicht werden, dass das Wellrohr 18 länger ist als das Wellrohr 12.
Da die Wirkungsweise des Vakuumschalters von der Güte des Vakuums stark abhängt - zweck- mässig sind Drücke von der Grössenordnung von O'Ol Mikron oder weniger-müssen vor der Inbetrieb-
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eingeschlossenen Gasen befreit werden. Zu diesem Zweck wird der Schalter bei der Evakuierung in an sich bekannter Weise ausgeheizt, d. h. es werden die zu entgasenden Teile auf sehr hohe Temperatur re- bracht. Beim Ausheizen ergibt sich jedoch im allgemeinen der Übelstand, dass die federnden Metallteile infolge der starken Erhitzung ihre Elastizität verlieren. Um dies zu verhindern, stellt man die federnden Teile aus Molybdän her, da dieses Material die Eigenschaft hat, auch bei extrem hohen Temperaturen seine Elastizität beizubehalten.
Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel bestehen also die Federn 23, welche die Kontaktsegmente 8J ? tragen, aus Molybdän.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vakuumschalter mit von aussen mechanisch betätigten Kontakten, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der feststehende als auch der bewegliche Kontakt gegen die Wandung des Vakuumgehäuses beweglich abgestützt sind.