AT129724B - Verfahren zur Erzielung einer hohen Gleichmäßigkeit von Spinnlösungen. - Google Patents

Verfahren zur Erzielung einer hohen Gleichmäßigkeit von Spinnlösungen.

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AT129724B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Yenaaren   zur   Erzielung einer hotien Mleiehmässigkctt von Spinnlösungen.   
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Antriebs-und Rohrwelle von aussen Luft in die unter Luftleere stehende Spinnlösung hineingelangt. 



  Dies muss unter allen Umständen vermieden werden. 



   Zu diesem Zweck wird der Kessel mit einem so hohen röhrenförmigen, senkrechten Fortsatz versehen, dass die Spinnlösung durch das Eigengewicht der im Rohre stehenden Flüssigkeitssäule für die unten am Kessel befindlichen beweglichen Teile den Zustand des verminderten Druckes eben ungefähr aufhebt. Arbeitet man z. B. bei einem verminderten Druck von   150 mm Hg-Säule,   so muss der Druck der Spinnlösung dem Druck einer Hg-Säule von etwa 600 mm entsprechen ; für Viskose mit dem spezifischen Gewicht von   1'15   würde dies z. B. einer Höhe des röhrenförmigen Aufsatzes von etwa 7 m entsprechen. 



   Um nun der zuströmenden   Spinnlösung   die nötige Zeit für eine vollkommene Entgasung zu lassen, trägt der Kessel über dem röhrenförmigen Fortsatz einen   trichterförmig   erweiterten Kopf. Am obersten Rande dieses Trichters, der mehrere Meter im Durchmesser messen kann, wird nun der Strom der filtrierten Spinnlösung durch ein kreisendes Verteilungsrohr mit einer solchen Geschwindigkeit aufgegossen, dass die Zeit, während welcher die Spinnlösung in dünner Schicht über die innere Fläche des Trichters herabströmt, genügt, um die Spinnlösung volkommen zu entlüften ; wenn nötig, kann man gleichzeitig mit dem kreisenden Verteilungrohr noch einen Schaber über die konische Fläche wegstreichen lassen, der verhütet, dass zu alte Viskose auf der   Trichterfläche   zurückbleibt.

   Es ist eine Frage der Produktionhöhe, ob man zwischen dem   röhren-und   dem trichterförmigen Aufsatz einen erweiterten zylindrischen Teil einschaltet, welcher den eigentlichen Pufferraum des Kessels darstellt. Im Falle der Entgasung von   Spinnlösungen mit flüchtigen Lösemitteln   wird vorteilhafterweise ohne Luftleere, jedoch unter schwacher Erwärmung der Gefässwand des trichterförmigen Teiles gearbeitet. 



   Es wurde zwar bereits vorgeschlagen, Spinnlösungen zu entlüften, während sie über schirmartige Bleche laufen. Die Spinnlösung fliesst hiebei auf den obersten Punkt einer Kalotte oder auf die Spitze eines Kegels aus. Wenn hiebei die Lösung nicht genau auf die Spitze des Kegels auftrifft oder die Kegelachse nicht genau vertikal steht, läuft die Lösung einseitig und in dichten Schichten ab, wodurch der Zweck der Vorrichtung vereitelt wird. 



   Zu c) Der Pufferkessel soll ferner zur mechanischen Durchrührung der Spinnlösung dienen. Zu diesem Zweck ist der Unterteil des Kessels mit einer Längswelle, die mit Rührflügeln besetzt ist, versehen, so dass die sich durch den Unterteil hindurehbewegende Spinnflüssigkeit dauernd durcheinandergemengt wird. Zweckmässig wird dieser Unterteil nicht waagrecht, sondern mit einer geringen Neigung nach dem Ausflussstutzen zu angeordnet. 



   Bei Verarbeitung von ungereifter Viskose werden vorteilhafterweise die Ausmasse des gesamten Puffergefässes nicht allzu gross gehalten, damit die Viskose während ihres Durchganges durch das Gefäss keine unerwünschte Reifung erleidet. Bei Verarbeitung von gereifter Viskose kann das Puffergefäss entsprechend grösser gewählt werden. Am Austrittsende des Puffergefässes fliesst, wie bemerkt, die Spinnflüssigkeit einer Förderpumpe zu, welche vermöge einer mit Druckregler versehenen   Rücklaufleitung   in bekannter Weise die   Spinnflüssigkeit   zu der Verbrauchsstelle weiterbefördert. 



   Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist die kontinuierliche Arbeitsweise bei der Entgasung und Durehmengung der Spinnflüssigkeit. Periodisch wiederkehrende Arbeitsgänge sollen bei der Herstellung der Lösung, der Filtration und der Fortbewegung der Spinnflüssigkeit ganz vermieden werden. 



   An Hand einer schematischen Zeichnung sei der Vorgang im einzelnen durch eine beispielsweise Ausführungsform der zu verwendenden Vorrichtung erläutert :
Die Spinnlösung, die in den Lösekesseln 1 bereitet worden ist, strömt unter eigenem Gefälle durch die gemeinsame Leitung 2 einer Pumpe 3 zu, welche die rohe Spinnlösung durch die gemeinsame Druckleitung 5 zu den Filterpressen 6 fördert. Um die Filtration unter einem gleichbleibenden Druck vorzunehmen, wird in bekannter Weise diejenige Menge, die von der Pumpe 3 bei dem angewendeten Druck mehr gefördert wird, als die Filterpressen durchlassen, durch die Rücklaufleitung 4 auf die Saugseite der Pumpe   zurückgeleitet.   



   Aus der gemeinsamen Leitung 7, in welcher die filtrierte Spinnlösung gesammelt wird, gelangt die Lösung durch ein im Kreis drehbares Schwenkrohr 9, das bei 10 angetrieben wird, auf den trichterförmigen Rand des unter Luftleere stehenden Puffergefässes 8 und fliesst in dünner Schicht auf diesem herunter, um sich in dem zylindrischen Teil   11 und   in dem röhrenförmigen Fortsatz 13 zu sammeln. 



   Um den jeweiligen Stand der Spinnlösung beobachten zu können, ist in die Wand des zylindrischen 
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 das Innere des Kessels durch eine   Aussenbeleuchtung   erhellt werden. Auf dem Deckel des Puffergefässes ist ein Stutzen 20 angebracht, durch den die Luftleere hergestellt wird. 



   An den senkrechten Teil 13 des Puffergefässes   schliesst   sich ein schräg geneigter, fast waagrecht angeordneter Teil 14 an, der mit einem   Rührwerk     15   versehen ist. Hier wird die Spinnlösung nochmals einer langsamen, aber andauernden Durchmischung unterzogen. Vom tiefsten Punkt des Teiles 14 aus ergiesst sich die Spinnlösung mit Gefälle in die Förderpumpe   16,   die im Zusammenarbeiten mit der neben- 

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 geschlossenen Rücklaufleitung 17 samt Druckregler die Spinnlösung unter gleichbleibendem Druck in die Leitung 18 fördert, welche zu den Spinnmaschinen führt. 



   Es empfiehlt sich, den ganzen   Pufferkessel   mit seinen sämtlichen Teilen 11, 13   und 14,   gegebenenfalls auch die Förderpumpen 3 und   16,   mit einem Mantelraum 19 zu versehen, mittels dessen der Inhalt des Pufferkessels auf einem gleichbleibenden Wärmegrad gehalten werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzielung einer hohen   Gleichmässigkeit   von   Spinnlösungen,   die in bekannter Weise unter vollständiger Vermeidung von Pressgas hergestellt worden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den einzelnen Lösekesseln kommende rohe Spinnlösung in ununterbrochenem Arbeitsgang durch eine gemeinsame, mit Rücklaufleitung versehene Pumpe zu den an eine gemeinsame Verteilerleitung angeschlossenen Filterpressen   gedrückt   wird, worauf die Filtrate fortlaufend aus sämtlichen gleichzeitig arbeitenden Filterpressen in einer gemeinsamen Leitung gesammelt und einem der Entgasung, weiteren Vermischung der einzelnen Chargen und Durchrührung der Spinnlösung dienenden einzigen grossen Puffergefäss zugeführt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entgasung erfolgt, während die Spinnlösung über einen trichterförmigen Aufsatz des Pufferkessels, auf welchem die Spinnlösung durch ein kreisendes Rohr verteilt wird, langsam herunterfliesst.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der in bekannter Weise durch Evakuierung erfolgenden Entgasung die Standhöhe der Spinnflüssigkeit in dem Puffergefäss so hoch gehalten wird, dass die Wirkung der Luftleere auf die Durchgangsstellen (Stopfbüchsen) der Wellen für das Rührwerk und die Pumpe am unteren Ende des Puffergefässes durch den hydrostatischen Druck der Spinnflüssigkeit aufgehoben wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Kühlvorrichtung (19) am Pufferkessel (8) und durch eine Schabvorrichtung zum Freihalten der inneren Rieselflächen des Puffergefässes von Resten der Spinnlösung. EMI3.1
AT129724D 1929-03-27 1930-03-04 Verfahren zur Erzielung einer hohen Gleichmäßigkeit von Spinnlösungen. AT129724B (de)

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