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Sehlaucharmatur für Luftpumpe und Kompressoren.
Als Handstück ausgebildete, mit einem Manometer, einem Stecknippel und einem Absperrhahn versehene Schlaucharmaturen für Luftpumpen sind an sich z. B. durch die österr. Patentschrift Nr. 118824 bekannt. Diese Schlaucharmaturen sind mit zwei Luftleitungen versehen, von denen die eine durch einen Absperrhahn einschaltbare Leitung die Pumpe mit dem Stecknippel verbindet, die andere durch ein selbsttätig wirkendes Ventil während des Aufpumpens abgesperrte Leitung vom Steeknippel zum Manometer führt.
Es ist daher bei derartigen Schlauchermaturen für Luftpumpe nicht möglich, ohne weitere Be- tätigung eines Ventiles od. dgl. die z. B. in einem Luftreifen eingepumpt Druckluft während des Pumpvorganges zu prüfen. Ausserdem hatten diese Schlaucharmaturen noch den Nachteil, dass sie entweder gar keinen Auslassweg zur Freigabe der überschüssigen Druckluft besitzen oder zu diesem Zweck wieder mit einem vom Absperrventil vollkommen unabhängigen Auslassventil ausgestattet sind, das die Handhabung des Gerätes nicht nur verkompliziert, sondern auch in der Herstellung verteuert.
Eine solche Schlaucharmatur erfordert naturgemäss beim Aufpumpen eines Luftreifens, besonders aber beim Ausgleich der Druckluft mittels des Manometers und des Auslassventils mehrere Umstellungen zu gleicher Zeit an zwei Ventilen bei ständiger Druckkontrolle.
Der Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, die einzelnen Leitungskanäle der Schlaucharmatur mittels eines einzigen entsprechend ausgebildeten Schalthahnes derart miteinander zu verbinden, dass bei verschiedener Einstellung des letzteren der Steeknippel, das Manometer, der Auslauf und die Druckluftpumpe paarweise oder zu dritt miteinander verbindbar sind. Dadurch ist es möglich, mit einem einzigen Handgriff am Schalthahn den Pumpvorgang unter gleichzeitiger Kontrolle des Manometers zu regeln.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass sowohl die Stellung des Schalthahnes zum Aufpumpen als auch seine Stellung zum Auslassen der Druckluft durch zwei am Handstück angebrachte, mit einem Stift des Hahnkükens zusammenwirkende Anschläge begrenzt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Steeknippel drehbar und auswechselbar an die eine Leitung der Schlaucharmatur angesetzt, so dass der Stecknippel einerseits an die verschiedensten Arten von Ventilen und die verschiedensten Radtypen (Vollscheiben, Drehscheiben sowie Doppelräder) leicht angepasst werden kann, anderseits die Schlaueharmatur unabhängig von der Lage des Rades stets in einer zu seiner Bedienung zweckmässigsten Lage gehalten werden kann. Zu dem zuletzt erwähnten Zweck ist auch die Schlauch armatur mit einer Handhabe ausgestattet, welche den beiden, die Leitungen führenden Armen als Versteifung dient.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 eine als Handstück ausgebildete Schlaucharmatur im teilweisen Längsschnitt und in Draufsicht in der Gebrauchslage. Die Fig. 3,4 und 5 zeigen drei Schaltstellungen des Schalthahnes.
Die Schlaucharmatur besteht im wesentlichen aus einem Hahngehäuse 1, an das zwei zueinander im rechten Winkel versetzte, zwei Leitungen bildende Arme 2,3 mit zentralen, im Hahngehäuse mündende Bohrungen angesetzt sind. Gegenüber dem Arm 2 ist das Hahngehäuse 1 mit einem kurzen Stutzen 4 ausgestattet, in dessen Bohrung ein Schlauchnippel 5 für die Zuleitung der Pumpe (nicht gezeichnet) eingesetzt ist. Während der Arm 3 ein an seinem Leitungskanal angeschlossenes Manometer 6 trägt, ist am Arm 2 der Stecknippel 7 drehbar und leicht auswechselbar angebracht. Gegenüber dem Arm 3
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ist im Hahngehäuse 1 noeh eine radiale Bohrung 8 vorgesehen, welche zum Auslassen der Druckluft dient.
Die Arme 2 und 3 der Stutzen 4 und der Auslass 8 bilden miteinander zwei sich kreuzende Leitungen, in deren Kreuzungspunkt ein Schalthahn 9 im Hahngehäuse 1 eingesetzt ist. Dieser Schaltarm 9 ist mit einer radialen Bohrung 10 und einer in diese mündenden Umfangsnut 11 versehen, welche beide je nach der Stellung des Schalthahnes die Leitungen paarweise oder zu dritt miteinander verbinden. So kann z. B. zum Prüfen oder Entleeren der Druckluft eines Luftreifens der Stecknippel 7 mit dem Manometer 6 oder dem Auslass 8 allein oder mit beiden zugleich verbunden werden, während in der Füllstellung des Schalthahnes 9 der Stecknippel 7 unter gleichzeitiger Einschaltung des Manometers 6 an die Pumpe anschaltbar ist.
Um alle die möglichen Einstellungen des Schalthahnes zu markieren, kann beispielsweise ein mit Kerben versehener Skalenring am Hahngehäuse 1 angebracht sein, in dessen Kerben eine am Schalthahn befestigte Feder eingreift und letzteren fixiert (nicht gezeichnet).
Es kann aber auch der mit einem Handhebel12 betätigbare Schalthahn 9, wie in dem dargestellten Ausführungsbeispiel gezeigt ist, mit einem Stift 13 versehen sein, der mit zwei Anschlägen 14, 15 des Hahngehäuses 1 in seinen beiden Endlagen zusammenwirkt, von denen die eine Lage der Füllstellung (Fig. 3), die andere der Auslassstellung (Fig. 2 und 5) entspricht. Zwischen den beiden Endlagen ist nur eine einzige Einstellung (Fig. 4} erforderlich, bei der der Stecknippel 7 bloss mit dem Manometer 6 zwecks Messung der Druckluft im Luftreifen od. dgl. verbunden ist.
Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Schalthahnes wird das Messen, Aufpumpen und Ablassen der Druckluft durch Verstellen eines einzigen Handhebels schon in drei verschiedene Stellungen ermöglicht, wobei auch das Aufpumpen und Ablassen der Druckluft stets am Manometer beobachtet werden kann.
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des Manometers 6 günstigen Lage mit einer Hand gehalten werden kann.
Die Ssshlatieharmatur kann selbstverständlich nicht nur an eine Luftpumpe, sondern auch an einen Kompressor direkt angeschlossen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Als Handstüek ausgebildete Schlaucharmatur für Luftpumpen und Kompressoren mit zwei sich kreuzenden, den Stecknippel,, die Druckluftpumpe, das Manometer und den Auslass miteinander verbindenden Leitungen, dadurch gekennzeichnete dass im Kreuzungspunkt der Leitungen (2, 3) ein mit einer radialeI\ Bohrung (10) und einer in diese mündenden halbkreisförmigen Umfangsnut (11) versehener Sehalthahn (9). eingebaut ist, mittels dem der Steckuippel (7), das Manometer (6), die Dmck- luftleitung (5) und der Auslauf (8) paarweise oder zu dritt miteinander verbindbar sind.