AT150269B - Kippspannwerk für Einbalggasmesser. - Google Patents

Kippspannwerk für Einbalggasmesser.

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AT150269B
AT150269B AT150269DA AT150269B AT 150269 B AT150269 B AT 150269B AT 150269D A AT150269D A AT 150269DA AT 150269 B AT150269 B AT 150269B
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Pintsch Julius Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Bei Einbalggasmessern besteht die Gefahr, dass die Ventile infolge Verschmutzung ihrer Sitze durch Ausscheidungen aus dem zu messenden Gas auf den Sitzen haften bleiben, da die in der Feder oder dem Gewicht des Kippspannwerkes aufgespeicherte Energie nicht ausreicht, um auch bei Vorliegen solcher Umstände die Ventile von ihren Sitzen abzuheben. Diese gespeicherte Energie kann nämlich nicht beliebig gross gemacht werden, sondern muss in den durch den zulässigen Druckverlust des Messers gegebenen Grenzen bleiben. Die Folge des Festhaftens der Ventile auf ihren Sitzen ist, dass der Balg einen grösseren Hub ausführt, bis er an der Messkammerwand anstösst und dort stehen bleibt, wodurch die Gaslieferung unterbrochen wird. 



   Die Erfindung stellt sieh die Aufgabe, diesen Übelstand zu beseitigen, u. zw. wird hiefür der Überhub des Balges ausgenutzt. Dieser wird erfindungsgemäss auf die Ventile übertragen, die dann unter der Wirkung des auf die wirksame   Balgfläche   wirkenden Unterschiedes der Gasdrücke in den beiden Messkammern auch bei erheblichen Widerständen zwangläufig umgeschaltet werden. Der Uberhub des Balges ist bei Messern, bei denen nicht bloss die Hübe gezählt, sondern die   Hublängen   gemessen werden, ohne Einfluss auf die Messung, da durch das   Hubstreckenmesswerk   auch die während des Überhubes durch den Messer gehende Gasmenge angezeigt wird. 



   Der Überhub des Balges wird auf die Ventile zweckmässig in der Weise übertragen, dass der 
 EMI1.2 
 nehmern versehen wird, mit denen er einen Stift auf dem das andere Ende der Feder tragenden und mit den Ventilspindeln verbundenen Hebel erfasst und mitnimmt. Der Abstand der Mitnehmer, die auch durch ein Langloch im Führungshebel gebildet werden können, ist so gross, dass sie im regelmässigen Betrieb, d. h.

   wenn der Ventilhebel nach Freigabe seiner   Abreissgleitfläche   durch die mit dem andern Hebel verbundene   Gleitfläche   umschlägt, den Stift auf dem Ventilhebel nicht berühren, sondern nur 
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 Weise wird erreicht, dass die zwangsläufige Umschaltung durch die Mitnehmer, die naturgemäss einen vergrösserten Druckverlust des Messers zur Folge hat, nur einsetzt, wenn die im Kippwerk gespeicherte Energie nicht ausreicht, um die Ventile auszuschalten. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Spannwerkfeder beim Haftenbleiben über einen Hebelarm auf die Ventile einwirken zu lassen, der grösser ist als der Hebelarm, an dem diese Feder im regelmässigen Betrieb angreift. Damit wird die Sicherheit der Umschaltung in einem durch das Verhältnis der Hebelarme gegebenen Mass vergrössert. Der Vergrösserung des Hebelarmes sind jedoch durch den mit zunehmender Hebellänge geringer werdenden Winkelausschlag des Angriffspunktes dieses Hebels Grenzen gesetzt. Wird dieser Hub zu klein, so werden die Ventilspindeln nur so wenig angehoben, dass die meist aus gespannten Lederscheiben gebildeten Ventilteller nur nachgeben, nicht aber von   den Sitzen losgerissen werden. Durch diese bekannte Massnahme wird also die Sicherheit der Umschaltung   zwar etwas erhöht, eine vollständige Sicherheit wird jedoch nicht erreicht. 



   Bei der erfindungsgemässen Einrichtung wird dagegen zur Erzielung einer sicheren Umschaltung der Ventile auf den mit ihnen verbundenen Hebel beim Festhaften eine zusätzliche Kraft zur Einwirkung gebracht, indem der vom Balg beim Überhub zwangläufig weiter bewegte, die Mitnehmer tragende Hebel mit dem Ventilhebel gekuppelt wird.

   Diese zusätzliche Kraft ist gleich dem Produkt aus der gesamten wirksamen Balgfläche und dem zu beiden Seiten des Balges herrschenden Druckunterschied, multipliziert mit dem Übersetzungsverhältnis der Übertragungshebel zwischen dem Balg 

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 und den Ventilspindeln ; da der   Druc1. tmterschied   im Grenzfall bis auf den vollen   Zuleitungsdruck   steigen kann, ist diese Kraft auch im Verhältnis zu der bei starker Verschmutzung der Ventilsitze zum Abheben der Ventilteller erforderlichen Kraft so gross, dass ein Umschalten der Ventile unter allen   Umständen   gesichert ist. 



   Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäss der Einrichtung. 



  Fig. 1 ist eine Vorderansicht des Spannwerkes unmittelbar vor dem Umschlagen, Fig. 2 ein Schnitt längs der   Linie 4-B   in Fig. 1. 



   Der um die Achse 6 drehbare Hebel 1 ist mit der Ventilspindel 3 in üblicher Weise mittels einer Blattfeder 2 verbunden, und er trägt am   Arm l eine Abreissgleitfläelie 5.   Die damit zusammenarbeitende und den Zeitpunkt der Ventilumschaltung bestimmende Gleitfläche 8 ist auf der Achse 9 befestigt, der mittels des Hebels 10 vom hin-und hergehenden Balg   1.   eine Sehwingbewegung erteilt wird. Mit einem auf der Achse 9 befestigten Arm 11 ist ein bei   4   gelagerter Hebel   12   mittels eines Teiles 13 verbunden. Die freien Enden der Hebel 1 und 12 sind durch eine Zugfeder 14 verbunden, die bei der Bewegung des Hebels 12 gespannt wird und, sobald die   Gleitfläche   8 die Gleitfläche 5 freigibt, das Versehwenken des Hebels 1 und damit die Umsehaltung der Ventile bewirkt. 



   Der Hebel 12 trägt zwei Arme 16 und 17, deren umgebogene Enden einen Stift 18 auf dem Hebel 1 erfassen können. Die Länge der Arme 16 und   1"1   ist zweckmässig einstellbar, z. B. durch stärkeres oder schwächeres Abbiegen ihrer Enden. Die Abstände der umgebogenen Enden werden so gewählt, dass sie den Stift 18 während des regelmässigen Balghubes nicht berühren. 



   Die   Wirkungsweise   der Einrichtung im regelmässigen Betrieb, d. h. wenn die während des Balghubes in der Feder 14 aufgespeicherte Energie ausreicht, um den Hebel 1 umzuschalten, sobald seine Gleitfläche 5 von der Gleitfläche 8 freigegeben wird, ist dieselbe wie die von bekannten Kippspannwerken dieser Art. Bleiben jedoch die Ventile auf ihren Sitzen haften, so setzt, da der Weg des Gases durch den Messer unverändert bleibt, der Balg   15   seinen Weg in der bisherigen Richtung fort, d. h. zu dem regelmässigen Hub H tritt   der Überhub H.

   Während dieses Überhubes   wird die   Balgbewegung über   
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 den Stift 18, den Hebel 1 und über die Feder 2 auf die Ventilspindel. 3 übertragen, so dass die Ventile mit einer Kraft, die gleich dem Produkte aus der wirksamen   Balgfläche   und dem Unterschied der Drücke zu beiden Seiten des Balges, multipliziert mit dem Übersetzungsverhältnis   der Übertragungs-   
 EMI2.2 
 genügt bereits ein kurzes Anheben der Ventile, worauf die gespannte Feder 14 den restlichen Hub der Ventile herbeiführt, die dann plötzlich umgeschaltet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kippspannwerk für Einbalggasmesser, dadurch gekennzeichnet, dass bei Festhaften der Ventile auf ihren Sitzen der Überhub des Balges auf die Ventile übertragen wird.

Claims (1)

  1. 2. Kippspannwerk nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Balg (1-5) angetriebene, das eine Ende der Speicherfeder (14) tragende Hebel (12) mit Mitnehmern (16, 17) versehen ist, mit denen er einen Stift (18) auf dem das andere Ende der Feder (14) tragenden und mit der Ventilspindel (3) verbundenen Hebel (1) erfasst und mitnimmt.
    3. Kippspannwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Mitnehmer (16, 17) am Hebel (12) so gross ist, dass sie, wenn die Gleitfläche (. 5) des Ventilhebels (1) von der EMI2.3
    4. Kippspannwerk nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die : Mitnehmer (16, 17) durch ein Langloch im Hebel (12) gebildet werden.
    5. Kippspannwerk nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Mitnehmer (16, 17) einstellbar ist.
AT150269D 1935-08-22 1936-07-13 Kippspannwerk für Einbalggasmesser. AT150269B (de)

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DE150269X 1935-08-22

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