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und das zweite geschlossen. Sind dagegen die Stromkreise dieser Ventile geschlossen, so ist das Ventil 12 geschlossen und das Ventil 13 offen. Die Anordnung ist nun eine solche, dass der Kontakt im Überwachungsmanometer 15 bei A geschlossen wird, wenn in der Zuleitung 11 ein Druck z. B. grösser als 2 Atm. vorhanden ist. Der Kontakt im Abstufungsmanometer 17 wird dagegen bei B erst bei einem höheren Druck von z. B. 2-5 Atm. geschlossen. Der Druck zum Schliessen der Kontakte in den beiden Manometern kann grösser oder kleiner eingestellt werden, aber das Abstufungsmanometer 17 soll den Kontakt erst bei einem 0'2-0'5 Atm. höheren Druck schliessen als das Überwachungsmanometer 15.
Der Kontakt am Geschwindigkeitsmesser 18 ist beim Stillstand geschlossen und wird bei C z. B. bei einer bestimmten Geschwindigkeit von 30 km geöffnet.
Wenn nun eine Vollbremsung bei hoher Geschwindigkeit eingeleitet wird, so erhält der Abstufzylinder 10 den vollen Druck, z. B. 4 Atm. Gleichzeitig werden in den beiden Manometern 15 und 17 die Kontakte geschlossen. Die Geschwindigkeit nimmt infolge der'Bremswirkung ab, und wenn sie auf den Wert z. B. von 30 km/h gesunken ist, so wird der Kontakt im Geschwindigkeitsmesser 18 bei C eingeschaltet, wodurch der Stromkreis über die beiden Ventile 12 und 13 geschlossen wird. Das Ventil 12 schliesst die Luftzufuhr ab, und durch das Ventil 13 wird durch die Auslassöffnung 19 Druckluft aus dem Zylinder ins Freie abgelassen, bis der Druck z. B. auf 2'5 Atm. gesunken ist.
In diesem Augenblick wird der Kontakt im Abstufungsmanometer 17 bei B unterbrochen, mit ihm auch der Stromkreis des Ventils 13, das sich sofort schliesst, so dass der Druck im Zylinder 10 nicht mehr weitersinken kann. Wird die Bremse gelöst, so sinkt zunächst der Druck in der Zuleitung ; fällt er unter 2 Atm., so wird der Kontakt im Überwachungsmanometer 15 geöffnet und dadurch der Stromkreis des Ventils 12 unterbrochen, wodurch sich dieses Ventil öffnet und die Druckluft aus dem Abstufzylinder 10 durch die Leitung 11 austreten kann. Wird bei einer kleinen Geschwindigkeit von z. B. 20 km gebremst, so tritt Druckluft direkt in den Abstufzylinder 10 ein ; ist der Druck auf 2 Atm. gestiegen, so wird der Kontakt des Überwachungsmanometers 15 bei A geschlossen. Da der.
Kontakt im Geschwindigkeitsmesser geschlossen ist, so schliesst sich der Stromkreis des Ventils 12, wodurch die weitere Luftzufuhr in den Abstufzylinder 10 unterbrochen wird, so dass bei der kleinen Geschwindigkeit nur der kleine Druck im Zylinder auftreten kann, wodurch ein Blockieren der Räder vermieden wird.
Die eben beschriebene Vorrichtung kann natürlich auch in Verbindung mit einem Hilfszylinder vorgesehen werden, wodurch drei Bremsstufen entstehen.
Man kann aber auch eine dreistufige Bremsung mit einem Zylinder erhalten, indem man ein oder mehrere Manometer in den Stromkreis eines Auslassventils anschliesst. In Fig. 2 ist eine solche Anordnung für drei Stufen aufgezeichnet.
Die Anordnung sämtlicher Organe ist hier ähnlich wie in Fig. 1, nur ist der Geschwindigkeitsmesser 18 mit zwei Kontakten 23 und 24 versehen, von welchen der erste bei C z. B. bei 30 km, der zweite bei D erst bei 60 km Geschwindigkeit geöffnet wird. (Es ist natürlich in Wirklichkeit nur ein Geschwindigkeitsmesser 18 vorhanden, und auf der Zeichnung wurde er nur der Deutlichkeit halber doppelt gezeichnet. ) Dieser Kontakt 24 ist ebenfalls im Stromkreis des Elektroventils 12 eingeschlossen.
Ferner ist an die Zuleitung zum Abstufungsmanometer 17, bei 21 ein zweites Abstufungsmanometer 22 angeschlossen, dessen Kontakt bei E z. B. bei einem Druck von 3'5 Atm. geschlossen wird. Der Stromkreis des Manometers 22 geht über den Kontakt 24 und ist an denjenigen des Manometers 17 angeschlossen. Somit wirkt es auf das Elektroventil 13. Der volle Druck im Bremszylinder ist in diesem Fall z. B. auf 5 Atm. festgesetzt.
Bei Einleitung einer Vollbremsung erhält der Zylinder 10 zuerst Druckluft von 5 Atm. Ist die Geschwindigkeit auf 60 km gesunken, so schliesst der Kontakt 24 des Geschwindigkeitsmessers 18 bei D den Stromkreis des Ventils 13 sowie den Stromkreis des Ventils 12. Dieses letztere schliesst die Luftzufuhr ab, und die Druckluft im Bremszylinder 10 kann durch die Auslassöffnung 19 des Ventils 13 entweichen, bis der Druck auf 3'5 Atm. gesunken ist. In diesem Augenblick wird der Stromkreis des Ventils 13 bei E unterbrochen, wodurch dieses Ventil den Luftaustritt abschliesst, und im Zylinder bleibt der Druck von 3'5 Atm. bestehen.
Ist die Geschwindigkeit auf 30 km/h gesunken, so schliesst der zweite Kontakt im Geschwindigkeitsmesser 18 bei C den Stromkreis des Ventils 13, das wiederum Druckluft aus dem Zylinder 10 entweichen lässt, bis der Druck auf 2'5 Atm. gesunken ist, bei welchem Druck das Ventil infolge der Unterbrechung des Stromkreises bei B wieder geschlossen wird. Wenn die Bremse gelöst wird, so entweicht zuerst die Luft aus der Leitung 11, bis das Uberwachungsmanometer j ! J bei A den Stromkreis des Elektroventils 12 unterbricht, so dass die Luft aus dem Zylinder 10 durch die Leitung 11 austreten kann.
Man kann auch die mehrstufige Bremsung in den Hilfszylinder verlegen. Eine solche Anordnung zeigt z. B. Fig. 3.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist an die mit dem Steuerventil verbundene Leitung 11 bei 27 der Bremszylinder 10 angeschlossen. Diese Leitung 11 führt über die Elektroventile 12, 26 zum Hilfszylinder 25. An die Leitung 11 ist vor dem Ventil 12 bei 14 ein Überwachungsmanometer M angeschlossen, welches einen elektrischen Kontakt betätigt, der bei. A z. B. bei einem Druck von 2 Atm. geschlossen wird.
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Zwischen Ventil 26 und Hilfszylinder 25 ist ferner auf der Leitung 11 ein Elektroventil 13 mit Auslassöffnung 19 vorgesehen. Bei 16 ist ein Abstufungsmanometer 17 angeschlossen, welches ebenfalls einen elektrischen Kontakt betätigt, der sich bei B z. B. bei 2'5 Atm. Druck schliesst.
An einem Geschwindigkeitsmesser 18 sind zwei elektrische Kontakte 23 und 24 vorgesehen, von denen der erste bei C z. B. bei einer Geschwindigkeit von 30 km und darunter geöffnet und der zweite bei D z. B. bei einer Geschwindigkeit von 60 km und darunter geschlossen wird.
Der Stromkreis des Elektroventils 12 geht von der Beleuchtungsbatterie 20 über die Kontakte des Manometers 15 und 24 des Geschwindigkeitsmessers 18. Wenn dieser Stromkreis geschlossen ist, sperrt das Elektroventil 12 die Luftzufuhr zum Hilfszylinder 25 ab.
Der Stromkreis des Ventils 26 geht von der Batterie 20 über die Kontakte des Manometers 15 und 23 des Geschwindigkeitsmessers 18. Ist er geöffnet, so sperrt das Ventil 26 die Luftzufuhr zum Hilfszylinder 25 ab und verbindet diesen letztern gleichzeitig mit der Aussenluft.
Ist der Stromkreis geschlossen, so verbindet das Ventil 26 den Hilfszylinder mit der Druckluftleitung und schliesst die Verbindung mit der Aussenluft ab.
Der Stromkreis des Ventils 13 geht von der Batterie über den Kontakt 24 des Geschwindigkeitsmessers 18 und die Kontakte der Manometer 17 und 15. Ist er geschlossen, so verbindet das Ventil 13 den Hilfszylinder 25 mit der Auslassöffung 19.
Bei Einleitung einer Vollbremsung bei grosser Geschwindigkeit erhält zuerst der Zylinder 10 den vollen Druck von z. B. 5 Atm. Der Stromkreis des Ventils 26 wird geschlossen, und es kann auch Druckluft von 5 Atm. in den Hilfszylinder eintreten.
Wenn infolge der Bremswirkung die Geschwindigkeit auf beispielsweise 60 krn gesunken ist, so schliesst in diesem Augenblick der Kontakt 24 bei D die Stromkreise der Ventile 12 und 13, so dass gleichzeitig die Luftzufuhr bei 12 versperrt und der Hilfszylinder 25 bei 13 mit der Auslassöffnung 19 verbunden wird, bis der Druck z. B. auf 2'5 Atm. gesunken ist. Es wird dann am Kontakt des Abstufungmanometers 17 bei B der Stromkreis des Ventils 13 unterbrochen, so dass die Auslassöffnung 19 wieder geschlossen wird. Der Druck von 2'5 Atm. bleibt bestehen, bis infolge der Bremsung die Geschwindigkeit z.
B. auf 30 km gesunken ist ; in diesem Moment öffnet der Kontakt 23 des Geschwindigkeitsmessers 18 den Stromkreis des Ventils 26, wodurch der Hilfszylinder 25 durch Umsteuerung des Ventils 26 mit der Aussenluft verbunden ist.
Von diesem Augenblick an erfolgt die weitere Bremsung wieder nur durch den Bremszylinder 10.
Es versteht sich von selbst, dass die Abstufung der Bremswirkung auch mit mehr als drei Stufen in ähnlicher Weise ausgeführt werden könnte.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Erhöhung der Bremswirkung von Druckluftbremsen bei hohen Geschwindigkeiten und mehrstufiger Regelung der Zufuhr von Druckluft zu dem Bremszylinder (Abstufzylinder) bzw. dessen Entleerung in Abhängigkeit von dem in ihm vorhandenen Druck und von der Fahrgeschwindigkeit durch elektrisch gesteuerte Ventile unter Zuhilfenahme einer von der Bewegung des Fahrzeuges unabhängigen Stromquelle, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Druckluftquelle und dem Abstufzylinder wenigstens ein elektrisch betätigtes Absperrventil (12) und wenigstens ein Auslassventil (13) eingebaut sowie ein Überwachungsmanometer (15) an die Druckzuleitung (14) und ein oder mehrere Abstufungsmanometer (z.
B. 17 und 22) an die Druckleitung (16) zwischen Bremszylinder und Auslassventil (13) angeschlossen sind, wobei die Stromkreise der Ventile (12, 13) durch Kontakte an den Manometern und am Geschwindigkeitsmesser derartig gesteuert werden, dass das Absperrventil geschlossen wird, wenn die Kontakte des Überwachungsmanometers und des Geschwindigkeitsmessers geschlossen sind, während das Auslassventil geöffnet wird, wenn die Kontakte eines Abstufungsmanometers, des Überwaehungsmanometers und des Geschwindigkeitsmessers geschlossen sind.