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Einrichtung zur induktiven elektrischen Erhitzung der Vulkanisationsformen fur Kautschuk oder kautschukartige Stoffe mittels eines magnetischen Wechselfeldes.
Es ist bereits vielfach vorgeschlagen worden, Vulkanisationsformen durch die Wirkung eines magnetischen Weehselfeldes zu erhitzen. Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, die diese Erhitzungsart zur Ausführung der Vulkanisation in Fliessarbeit heranzieht. Es war bereits vorgeschlagen worden, die Vulkanisationsformen zwischen den Polen einer Reihe von durch Wechselstrom erregten Elektromagneten wandern zu lassen, es ergeben sieh aber dabei, falls die Fabrikationsgeschwindigkeit, also die Wandergesehwindigkeit der Formen, den Anforderungen des Grossbetriebes Rechnung tragen will, solche bedeutende Längen für die Elektromagnetreihe, dass die Eisenverluste in den Feldmagneten unzulässige Werte erreichen.
Es müssen auch die Vulkanisationsformen den Polabständen der Magnete angepasst werden, so dass die kostspielige Anlage nur zur Vulkanisation von Waren verwendet werden kann, deren Abmessungen innerhalb eines engbegrenzten Bereiches liegen.
Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass die Einrichtung aus einem an beiden Enden mit Ein-bzw. Austrittsöffnungen für die Vulkanisationsformen versehenen Solenoid besteht, das mit einer in der Achsenrichtung des Solenoids wirkenden Fördervorrichtung für die Vulkanisationsformen ausgerüstet ist.
In der zweckmässigsten Ausführungsform besteht die Fördervorrichtung der Vulkanisationsformen aus einem Förderband, das mit seinem arbeitenden Trumm durch das Solenoid hindurchgeführt wird, während das leerlaufende Trumm des Förderbandes zweckmässig ausserhalb des Solenoids zurückgeführt werden kann.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Einrichtung angegeben. Fig. 1 und 2 zeigen die eine Ausführungsform der Einrichtung in lotrechtem Schnitt bzw. Grundriss. Fig. 3 ist eine schematische Darstellung einer als Solenoid mit hindurehgeführtem Förderband ausgeführten Einrichtung.
Gemäss Fig. 1 ist 1 ein Solenoid. Im Inneren des Solenoids 1 ist eine grössere Anzahl von ringförmigen Vulkanisationsformen 5 aufgestapelt. Die in üblicher Weise aus Eisen und mehrteilig ausgeführten Vulkanisationsformen bestehen aus Eisenguss und sind zweckmässig mit eingelegten Ringen aus Kupfer oder einem andern Metall ausgerüstet, dessen elektrische Leitungsfähigkeit grösser ist als diejenige des Eisens. In die Form 5 wird der zu vulkanisierende Mantel mit einem Druckschlauch eingelegt, in den während der Vulkanisation durch eine Zuleitung in an und für sich bekannter Weise Druckluft oder Druckwasser eingeführt werden kann. Auf einer über dem Gestell liegenden Stange ist ein lamellierter Eisenkern 6 aufgehängt, der die ringförmigen Formen in der Achsenrichtung durchsetzt.
Die unterste Form ruht mittels ihrer Nasen 13 auf einem in der Grundplatte 14 drehbar gelagerten Ring 15, der mit Ausschnitten 16 versehen ist. Auch über dem Formenstapel befindet sich ein dem Ring 15 ähnlicher Ring 15'im Gestell der Vorrichtung drehbar gelagert, auf den die in die Vorrichtung ein- zutragende frisch gefüllte Form 5, mit ihren Nasen 73 aufgelegt wird.
Um die unterste Form 5 aus dem Wirkungsbereich des Solenoids herauszutragen und die frisch gefüllte Form in das Solenoid einzubringen, wird die unter dem Formenstapel befindliche Hubplatte 17 mittels eines hydraulischen Hubkolbens etwas angehoben, worauf die dadurch entlasteten Ringe 15 und 15'mittels der Griffe 18 so weit verdreht
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bzw. 16'hindurehtretend, unter den Ringen 15 und 15'zu lie2 ; en kommen. Es werden jetzt die Ringe 15, 15'wieder in ihre ursprüngliche Stellung zurückgedreht, wonach die Platte 17 so weit gesenkt wird, dass die unterste Form in den Raum 19 tritt, aus dem sie seitlich entfernt werden kann.
Während der oben besehriebenen Vorgänge ist der Eisenkern 6 je nach Bedarf aus der Bahn der ein-bzw. auszutragenden Formen zu entfernen. Die Regelung der Erhitzung kann entweder durch Änderung der Klemmen- spannung des Solenoids 1 oder durch Ein-und Ausschalten von Solenoidwindungen bewirkt werden.
Gemäss Fig. 3 ist das Solenoid 1 waagrecht-angeordnet, und es ist ein um die Rollen 21 herumgeführtes und stellenweise durch Rollen 28 unterstütztes Förderband 22 mit seinem oberen Trumm durch den Hohlraum des Solenoids 1 hindurchgezogen, während der untere Trumm des Förderbandes ausserhalb des Solenoids zurückläuft. Die zu erhitzenden Formen 5 werden am linken Ende des Solenoids auf das in der Richtung des Pfeiles 24 angetriebene Förderband aufgelegt. Die Formen durchwandern auf dem Förderband das Solenoid in seiner Achsenrichtung, währenddem sie durch die induzierten Wirbelströme erhitzt werden und nach Austritt aus dem rechten Ende des Solenoids vom Förderband abgenommen werden können.
Die Formen 5 bestehen entweder vollständig aus Eisen oder aus einem nicht magnetisierbaren Metall, auf das Eisenplatten aufgesetzt sind, die mit kupfernen Kurzschlusswindungen ausgerüstet sein können. Die Formen sind in an und für sich bekannter Weise mittels Scharniere zum Öffnen und mittels irgendwelcher an und für sich bekannter Verschlüsse zum Verschliessen eingerichtet.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, können die Windungen des Solenoids derart ungleichmässig verteilt sein, dass am Eintrittsende des Solenoids auf die Längeneinheit eine grössere Anzahl von Windungen entfällt als an den weiteren Teilen, um die zur Erhitzung der Formen auf die Vulkanisationstemperatur erforderlichen Wärmemengen zu erzeugen. Sind die Formen bereits auf die erforderliche Temperatur erhitzt worden, so sind bloss die zum Ausgleich der Wärmeverluste erforderlichen Wärmemengen zu erzeugen. Um die zur Ausführung der Vulkanisation erforderliche günstige Zeittemperaturkurve zu erhalten, kann man, wie aus der Zeichnung ersichtlich, das Solenoid mit einer Anzahl von Stromzuleitungen 12 ausrüsten, so dass die einzelnen Abschnitte des Solenoids mit verschiedenen Spannungen gespeist werden können.
Die Formen können zwecks Regelung der Erhitzung auch mit einer zusätzliche ; !, von einer äusseren Stromquelle gespeisten elektrischen Heizung ausgerüstet und zwecks Wärmeersparl1is mit einer wärme- isolierenden Verkleidung versehen sein. Unter Kautschuk werden beliebige kautschukartige Stoffe verstanden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur induktiven elektrischen Erhitzung der Vulkanisationsformen für Kautschuk oder kautschukartige Stoffe mittels eines magnetischen Wechselfeldes, dadurch gekennzeichnet, dass ein an beiden Enden mit Ein-bzw. Austrittsöffnungen für die Vulkanisationsformen versehenes Solenoid mit einer in der Achsenrichtung des Solenoids wirkenden Fördervorrichtung für die Vulkanisationsformen ausgerüstet ist.