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Anlasser für Aggregate zur Erzeugung elektrischer Energie.
Die Erfindung bezieht sich auf Aggregate zur Erzeugung elektrischer Energie, bei denen zum Antrieb des Generators eine Brennkraftmaschine mit Kompressionszundung verwendet wird, und insbesondere auf solche Aggregate, die zum Laden von Batterien bzw. Akkumulatoren verwendet werden.
Sie bezweckt, das Anlassen der Antriebsmaschine besonders einfach zu gestalten und weiters auch eine selbsttätige Inbetriebsetzung derselben zu bewirken, sobald die Ladung der Batterie unter einen von vornherein bestimmten Wert sinkt.
Es ist bekannt, die Kompression einer Brennkraftmaschine während des Anlassens zu vermindern und die Organe zur Verminderung derselben (durch Offenhalten der Auspuffventile) elektrisch zu steuern.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird bei einem Aggregat, dessen Stromerzeuger, von einer Sammlerbatterie gespeist, als Andrehmotor dient und dessen Antriebsmaschine mit einer elektrisch gesteuerten Einrichtung ausgestattet ist, durch welche beim Anlassen die Kompression vorerst unter die normale verringert wird, die Kompression, wenn die Maschine die für die Explosionen erforderliche Tourenzahl erreicht hat, durch die elektrisch gesteuerte Einrichtung zwecks Sicherung der Kompressionzündung über die normale erhöht und schliesslich auf die normale herabgesetzt.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine sehematisehe Darstellung einer erfindungsgemäss ausgeführten Anlage für die Ladung einer Batterie, Fig. 2 zeigt die Antriebsmaschine mit der elektrischen Steuerung für die Änderung der Kompression teils in Seitenansicht, teils im lotrechten Schnitt.
Bei der als Ausführungsbeispiel dargestellten Anordnung ist die Wicklung 3 eines elektromagnetisch gesteuerten Schalters 2' (Fig. 1) in den Batterieladestromkreis geschaltet. Dieser Schalter schliesst die Kontakte 5-5, sobald die von der Batterie 6 gedeckt Belastung beispielsweise 10% des Ladungsvermögen des Ladeaggregates erreicht. Die Kontakte des Schalters 2 steuern einen Stromkreis, der die Wicklungen von drei elektromagnetischen Vorrichtungen 7, 8 und 9 enthält, die in Serie an den Batterieklemmen liegen.
Die eine dieser Vorrichtungen, 7, ist ein Schalter, der, wenn er erregt wird, über seine Kontakte den Generator 10 an, die Batterieklemmen anschaltet.
Die zweite dieser Vorrichtungen, 8, die ein Solenoid zur Freigabe des Ventils ist, wirkt mechanisch auf eine Einrichtung ein, durch welche das Auspuffventil 11 (Fig. 2) der Antriebsmaschine 12 offen-
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bares Organ 16 angeordnet, an dessen oberem Ende ein Arm 17 seitlich vorstehend angebracht ist. An der oberen Fläche dieses Armes sitzt ein Fortsatz 18. Eine Stange 19 verbindet den Arm 17 gelenkig mit dem einen Arm 20 eines Winkelhebels, der bei 21 an einen fixen Maschinenteil angelenkt ist. Der andere Arm 22 des Winkelhebels liegt über der elektromagnetischen Vorrichtung 8 und ist so ausgebildet, dass das bewegliche Organ 23 der Vorrichtung 8 mit demselben zusammenwirken kann. Eine Feder 24 sucht den Winkelhebelarm 20 so zu verschwenken, dass der Fortsatz 18 gegen den Stössel 13 gedrückt wird.
Wenn die obere Fläche des Fortsatzes 18 unter der Platte 25 des Stössels 13 angreift, wird das Auspuffventil in der Offenstellung erhalten, so lange, bis der Fortsatz 18 durch die Erregung der Vorrichtung 8 in der nachstehend beschriebenen Weise bewegt wird.
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Die Vorrichtung 8 kann so ausgeführt sein, dass sie eine gewisse Zeit benötigt, um den Fortsatz 18 zurückzuziehen und so das Auspuffventil für seine normale Funktion freizugeben, beispielsweise acht Sekunden. Zu diesem Zwecke kann z. B. ein Bremszylinder 80 od. dgl. mit der Vorrichtung verbunden sein.
In Serie mit dem Generatorstromkreis liegt eine Serienfeldwicklung 26 und eine elektromagnetische Vorrichtung 27, die im nachstehenden als Kompressionssolenoid"bezeichnet ist. Der Anker 28 dieses Kompressionssolenoids ist an das durch die beiden Lenker 29, 30 gebildete Knie und der Lenker 30 an den Schaft eines Ventils 31 angelenkt. Dieses Ventil wird, wie in Fig. 2 dargestellt, durch eine Feder 34, die am Lenker 29 angreift und das Knie durchzubiegen sucht, in einer Stellung erhalten, bei welcher die beiden Kompressionskammern 32 und 33 der Antriebsmaschine kommunizieren.
Wenn die Wicklung 35 des Kompressionssolenoids Strom erhält, streckt sich das Knie 29, 30 und das Ventil 31 wird an den die Kammern 32,33 verbindenden Kanal 36 angedrückt, die äussere Kammer 32 daher abgesperrt.
Durch diese Anordnung wird, wenn der Generator an die Batterie angeschlossen ist und als Motor arbeitet, der Kompressionsraum der Antriebsmaschine beträchtlich verkleinert, gleichzeitig aber das Auspuffventil offen gehalten, so dass die Brennkraftmaschine leicht in Gang gebracht werden kann. Sobald der als Motor arbeitende Generator die Brennkraftmaschine mit einer Tourenzahl treibt, bei welcher die Explosionen beginnen können, gibt das Solenoid 8 das Auspuffventil frei, worauf der normale Kompressionsgrad überschritten und die Zündung gesichert wird. Die Brennkraftmaschine beginnt nun den Generator zu treiben.
Die dritte der obenerwähnten, elektromagnetischen Vorrichtungen, 9, ist eine Zeitverzögerungs- einrichtung. Sie kann beispielsweise mit einem Puffertopf 37 (Ölpuffer od. dgl. ) ausgestattet sein, durch welchen bewirkt wird, dass nach ihrer Erregung noch ein Zeitraum von beispielsweise 40 Sekunden verstreicht, bis die Vorrichtung selbst wirkt. Sie schliesst dann die Kontakte 38, wodurch die Serienfeldwicklung 26 und das Kompressionssolenoid 27 kurzgeschlossen werden.
Wenn die Wicklung 35 des Kompressionssolenoids 27 nicht mehr erregt ist, kann sich das Knie 29 -30 aus der gestreckten Einstellung wieder durchbiegen, wobei die Kompression in der inneren Kompressionskammer 33 mithilft, das Ventil 31, durch welches der Kompressionsraum verkleinert wurde, zurückzutreiben, so dass nunmehr der Kompressionsraum beide Kammern 32,33 umfasst, also die normale Grösse erhält. Unter diesen Verhältnissen arbeitet die Brennkraftmaschine normal und treibt den Generator.
Wie ersichtlich, ist durch die Gesamteinrichtung das selbsttätige Anlaufen des Ladeaggregates, sobald die Batteriebelastung auf einen bestimmten Wert sinkt, gesichert, selbst wenn die Betriebsbedingungen ungünstige sind, z. B. bei kaltem Wetter. Zu bemerken ist noch, dass die tatsächliche Anlaufzeit nur etwa 20-30 Sekunden beträgt, wenngleich die oberwähnte Zeitverzögerungseinrichtung 9 für eine etwas längere Verzögerung eingestellt sein mag, was aber nur eine Sicherung bedeutet für den Fall, dass die Zündung nicht sofort einsetzt und weiters auch den Zweck hat, der Maschine Zeit zur Einstellung auf die richtige Arbeitsweise zu lassen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anlage zur Erzeugung elektrischer Energien, in welcher die Antriebsmaschine eine Brennkraftmaschine mit Kompressionszündung ist und bei welcher der Stromerzeuger, von einer Sammlerbatterie gespeist, als Andrehmotor dient, wobei die Antriebsmasehine mit einer elektrisch gesteuerten Einrichtung ausgestattet ist, durch welche beim Anlassen die Kompression vorerst unter die normale verringert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompression, wenn die Maschine die für die Explosionen erforderliche Tourenzahl erreicht hat, durch die elektrisch gesteuerte Einrichtung zwecks Sicherung der Kompressionszündung über die normale erhöht und schliesslich auf die normale herabgesetzt wird.