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Vorrichtung zum Betriebe von Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Betriebe von Brennkraftmaschinen mit zwischen der Gemischdrossel
des Vergasers und dem Motor angeordneten Frischlufteinlaßgliedern, die sich erst
öffnen, nachdem die Gemischdrossel in die Schlußstellung übergegangen ist, und sich
schließen, bevor die Gemischdrossel in die Offenstellung übergeht. Insbesondere
bildet die Erfindung eine Weiterbildung einer derartigen Einrichtung, wie sie ,im.
Patent 630 550 unter Schutz gestellt ist.' Gemäß diesem Hauptpatent ist in
die Betätigungsvorrichtung für die Drosselklappe ein in Verbindung mit den Frischlufteinlaßgliedern
stehender Steuerungsmechanismus eingebaut, und ,der Arbeitsweg der Betätigungsvorrichtung
ist in den bekannten Arbeitsweg für die Drosselklappe und einen Arbeitsweg für den
Steuerungsmechanismus unterteilt, wobei der Schaltvorgang für den Steuerungsmechanismus
dem öffnungs- und Schließvorgang der Drosselklappe vor- bzw. nacheilt. Der Steuerungsmechanismus
für die Frischlufteinlaßgheder ,ist gemäß dem Hauptpatent als eine elektrische Schaltvorrichtung
ausgebildet, die über Stromkreise an die die Frischhifteinlaßglieder bedienenden
Elektromagnete angeschloissen ist und bei Bedienung der Betätigungsvorrichtung für
die Drossielklappe wechselweise umgeschaltet werden kann.
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Die Weiterbildung betrifft nun eine zusätzlich selbsttätig wirkende
Schaltvorrichtung für die Frischlufteinlaßglieder. Die Vorrichtung nach dem Hauptpatent
oder die Weiterbildung gemäß der vorliegenden Erfindung arbeitet derart, daß, sobald
die Gemischdrossel in die Schlußstellung übergegangen ist, die Frischlufteinlaßglieder
sich öffnen. Damit wird kein Brennstoff nachgesaugt, sondern @es tritt nur Luft
nach dem Motor. Der Motor kommt dabei langsam zum Stillstehen, denn er erhält ja
keine Antriebsmittel mehr. Damit der Motor nun auf den Straßen, insbesondere auf
den Straßen in der Stadt, nicht stehenbleibt, sobald die notwendige gewünschte niedrige
Tourenzahl erreicht ist und man mit wenig Brennstoff und -wenig Luft weiterfahren
will, wird die Vorrichtung gemäß der Weiterbildung eingeschaltet,wenn man nicht
wieder sofort die Drosselklappe bedienen will. Beim Fahren in der Stadt kann dies
leicht übersehen werden. Deswegen ist @es wichtig, daß die selbsttätig wirkende
zusätzliche Schaltvorrichtung gemäß der Erfindung vorgesehen wird, welche, wenn
die niedrige Tourenzahl herreicht ist, mit welcher der Motor nunmehr ordnungsgemäß
-weiterfahren
kann, die Frischlufteinlaßglieder schließt, und zwar
schon bevor die Gemischdrossel wied, r durch die Betätigung des Gashebels b°di.
wird.
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Die zusätzlich selbsttätig wirkende Sc vorrichtung für die Frischlufteinlaßgli;:
schließt die Frischlufteinlaßgl:eder zwec Weiterlaufens des Motors, sobald die Motordrehzahl
eine bestimmte untere Grenze erreicht hat. Die Erfindung kann dann derart noch weitergebildet
werden, daß der an der Maschine vorhandene automatische Schalter der Lichtmaschine
zugleich als die zusätzliche Schalteinrichtung für die Frischlufc:einlaßglieder
ausgebildet ist.
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Es ist nicht unbedingt notwendig, daß die zusätzlich selbstwirkende
Schaltvorrichtung für die Frischlufteinlaßglieder auf elektrischem Wege wirkt, sie
kann auch in anderer Weise ausgebaut sein und damit zur Wirkung kommen. Die Ausbildung
als elektrische Schaltvorrichtung ist nur besonders vorteilhaft.
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Der Erfindungsgedanke, der noch andere konkrete Ausführungsmöglichkeiten
zuläßt, ist in der anliegenden Zeichnung gekennzeichnet, und zwar zeigen: die Fig.
i bis 4 verschiedene schematische Darstellungen der Einrichtung.
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Die Leitungen 35, 36 und 38 führen nach dem Steuerungsmechanismus,
welcher die Lufteinlaßglieder betätigt und in dem Hauptpatent näher beschrieben
ist. An die Leitungen 36 und 38 sind die Kontakte 41 und 42 angeschlossen, wobei
der Kontakt 4i an einer Feder 43 sitzt. Die Feder wird durch einen Druckstift 44
aus Isoliermaterial beeinflußt. Dieser Stift sitzt an dem Anker 45, der unter der
Wirkung einer Feder 46 steht und bei 47 drehbar gelagert ist. Der Anker 45 trägt
Kontakte 48, 49, wobei der Kontakt 49 mit dem Gegenkontakt 5 i an der Schließleitung
35 zusammenarbeitet. Der Kontakt 48, der mit dem Kontakt 5o zusammenarbeitet, ist
über die Leitung 52, die ein; Plusleitung darstellt, an die Lichtmaschine 53 angeschlossen.
Die Minusleitung 54 von der Lichtmaschine führt zur Masse 4o. 55 ist die Batterie
mit der Plusleitung 33 und der zur Masse führenden Minusleitung 56. 57 und 58 sind
noch notwendige Verbindungsleitungen und 59 eine Stromspule, während ein Elektromagnet
61 mit einer Spannungsspule 6o versehen ist. Die eben aufgeführten einzelnen Teile
sind im wesentlichen bei der Einrichtung nach den Fig. i und 2 wiedergegeben. Die
Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende: Solange der Motor die genügende Tourenzahl
hat, arbeitet die Lichtmaschine und schickt einen starken Strom durch die Leitung
52 über den Kontakt 5o, den Kontakt 48, die Leitung 45, die Leitung 33 über die
Batterie zur Masse. Die Batterie wird aufgeladen. Der Anker 45 ist angezogen, und
damit drückt der Druckstift 44 die Kontakte i. 42 aufeinander.
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Wenn jetzt die Tourenzahl des Motors inolge der eingetretenen Frischluft
zu weit herabsinkt, dann läßt die Spannung der Lichtmaschine 53 nach. Es ist nur
noch die niedrigere Batteriespannung 55 vorhanden. Diese ist nicht mehr ausreichend,
um den Anker 45 anzuziehen. Dieser wird freigegeben (Fig. 2). Damit werden die Kontakte
41,42 voneinander getrennt und die öffnungsleitung 36 und 38 unterbrochen. Gleichzeitig
treten die Kontakte 49, 51 aufeinander. Damit wird die Leitung 35 über die
Leitung 57 geerdet. Der Stromkreis geht nun, ohne daß das Fußpedal bedient worden
ist, von der Masse 40, Leitung 57, Kontakte 49, 5 i über die Schließleitung 35,
die Leitung 34, die Kontakte 22, 21, die Leitung 33 zurück zur Batterie. Damit werden
die Lufteinlaßventile geschlossen. Dieser Schließvorgang erfolgt also jetzt in einer
Stellung, in der das Gaspedal noch nicht betätigt worden ist. Wenn dieses zum Zwecke
des Gasgebens nunmehr betätigt wird, so ändert sich an der Stellung der Teile nichts.
Mit dem Gasgeben steigert sich die Tourenzahl der Lichtmaschine und damit deren
Stromspannung, so daß nunmehr die Kontakte 41, 42 wieder aufeinandertreten. Die
Öffnungsleitung 36, 38 ist geschlossen. Sie hat aber keine Verbindung mit der Masse.
Vielmehr tritt diese Verbindung erst dann ein, wenn das Gaspedal freigegeben wird,
wie es in dem Hauptpatent gezeigt ist.
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Die eben beschriebene Bedienungsvorrichtung, die in die Anlage mit
eingeschaltet ist und die die Ventile zwecks Weiterlaufens des Motors schließt,
sobald die Tourenzahl des Motors unter eine bestimmte Grenze fällt, ist nach dem
soeben Gesagten durch den an der Maschine vorhandenen automatischen Schalter der
Lichtmaschine gebildet. Es kann aber auch ein besonderer Schalter Verwendung finden,
wie er in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist. Es ist dann an Stelle des Elektromagnets
61 ein besonderer Elektromagnet 62 vorgesehen, dessen Stromspule von der Leitung
52 gebildet wird, die von der Lichtmaschine zur Masse 40 führt. Im übrigen. sind
sämtliche Teile genau so wie bei der Einrichtung gemäß den Fig. i -und 2. Die Stellung
der Teile gemäß Fig.3 entspricht der Stellung gemäß Fig. i und die Stellung der
Teile gemäß Fig.4 der Stellung gemäß Fig. 2. Wenn die Spannung der Lichtmaschine
genügend groß ist, so wird der Anker 45 von dem Elektromagnet 62 angezogen. Sinkt
die Spannung unter ein bestimmtes Maß, dann wird der Anker 45 freigegeben,
die
Kontakte 49, 5 i treten zusammen. Die Schließleitung 45 wird über die Leitung 56
mit der Erde 40 verbunden. Die Wirkungsweise der in Fig.3 und 4 beschriebenen Einrichtung
ist im übrigen die gleiche wie bei der Einrichtung gemäß Fig. i und z.