AT128133B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoff. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoff.

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AT128133B
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hollow body
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Arnold Rutishauser
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Arnold Rutishauser
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoff. 



   Bekannt sind Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern, wie Flaschen und andern Gefässen, aus Papierbrei und ähnlichen Stoffen, bei denen der in einer Flüssigkeit suspendierte Faserstoff in eine allseitig geschlossene, durchlässige Form so eingeführt wird, dass er durch eine innerhalb der Form befindliche Röhre in der Nähe des Bodens austritt. Es werden hiebei die Wandungen der Form von unten nach oben mit Faserstoff beschickt. Ein anderes bekanntes Verfahren hat zum Gegenstand die Verwendung eines Vorbehälters über der Form, der zur Erhöhung des Flüssigkeitsdruckes dient und bei dem die Formung von oben nach unten erfolgt. 



  Bei den genannten Verfahren wird der Hohlkörper zuerst geformt und hierauf wird ein gasförmiges Druckmittel in die Form getrieben, um den Hohlkörper fertigzuformen und auszutrocknen. 



   Genannten Verfahren haftet der Nachteil an, dass sie nur anwendbar sind für die Erzeugung verhältnismässig niederer Hohlkörper, und dies, weil die örtliche Lage des in der Höhe unver- änderlichen Faserstoffeintrittes und der mit der Höhe abnehmende statische Druck nur innerhalb enger Grenzen eine homogene Faserstoffablagerung von gleichmässiger Dicke gestattet. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren gestattet, die genannten Nachteile zu vermeiden und Hohlkörper von unbeschränkter Länge dadurch zu erzeugen, dass die Wandbildung, d. h. die Ablagerungszone des Faserstoffes, unabhängig von einem besonderen Einführrohr beeinflussbar ist, indem ein von aussen regelbarer Faserbreispiegel in der Form erzeugt wird. Ein weiteres Merkmal des neuen Verfahrens ist, dass ein gasförmiges Druckmittel zum Fertigmachen und Trocknen der Form gleichzeitig mit der Belagbildung angewendet wird. 



   Eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt, in der Fig. 1 die Einrichtung im senkrechten Schnitt zeigt und den Arbeitsvorgang während des Formens des Hohlkörpers darstellt. Fig. 2 zeigt im senkrechten Schnitt dieselbe Einrichtung nach Vollendung des Formvorganges. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der   Linie 7-. T   durch die auseinanderklappbare Form. 



   Durch eine Leitung al wird in einer Flüssigkeit suspendierter Faserstoff unter Druck einem Gefäss a2 mit Wasserstandsanzeiger a3 zugeführt, ein Absperrventil a4 liegt in der Faserbreileitung a5. 



   Die Leitung bl für ein gasförmiges Druckmittel ist bei   b2     und b3   teleskopisch ausgebildet ; eine Umleitung c2 des gasförmigen Druckmittels   enthält   ein Absperrventil   e1.   



   Die allseitig geschlossene durchlässige Form d kann zum Herausnehmen des Hohlkörpers 
 EMI1.1 
 unten ortsfest gelagerten Kolbentragrohr d3 verbunden. 



   Eine Hebevorrichtung e, z. B. eine Winde, dient zum Verstellen der Form in der Höhe. 



  Scharniere dean den Kanten der Seitenwände ermöglichen ein Auseinanderklappen der Form ; lappenartige Ansätze   dllr zeigen   die Seitenwände, die an Stelle der Scharniere durch einen Verschluss d/" zusammengehalten werden. 



   Beim Herstellen eines   Hohlkörpers   wird wie folgt verfahren : In einer Flüssigkeit wird suspendierter Faserstoff fortlaufend unter Druck in das Gefäss a2 gebracht und gelangt durch Kommunikation in die Form dl. Während des Formvorganges wird in der Form der Flüssig- 
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 dem Kolben d2 gehalten. Diese   Flüssigkeitshöhe JV,   die der Niederschlagszone des Faserstoffes entspricht, kann für einen Hohlkörper von bestimmtem Querschnitt durch. Versuch bestimmt werden. Gleichzeitig mit dem Formvorgang lässt man durch die Leitung bl ein gasförmiges Druckmittel, z. B. Druckluft, Dampf usw., von innen auf den erzeugten Teil des Hohlkörpers wirken.

   Dadurch, dass das Druckmittel auch mit dem Gefäss a2 in Verbindung steht, bleibt der Flüssigkeitsspiegel unverändert in dem Masse, wie entsprechend dem fortschreitenden Heben der Form durch die Leitung al Faserbrei zugeführt wird. Durch Regeln der Hebegeschwindigkeit der Form kann die Dicke und Dichte der sich bildenden Ablagerung, d. h. der Wandung des Hohlkörpers, beeinflusst werden. In der Höchstlage ist der Hohlkörper fertiggebildet.

   Gegen sein oberes Ende zu ist er in zunehmendem Masse getrocknet ; um den Austrocknungsvorgang im unteren Teil rasch zu vollenden, wird die   Flüssigkeitsleistung a5   mittels Ventil a4 abgesperrt und durch Öffnen des Ventils cl   das gasförmige Druckmittel   durch die Leitungen e2 und   d3   in den unteren Teilen der   Form ( eingeführt, vorausgesetzt,   dass der Gasdruck und die Durchlässigkeit des erzeugten Gegenstandes so gross sind, dass das Gas trotz der unmittelbaren 
 EMI2.1 
 Form d1 hinaufreisst. Zum Herausnehmen des Hohlkörpers wird die Form d1 auseinandergeklappt. Darauf wird die Form in die untere Lage gebracht, und der Vorgang beginnt von neuem. Die Länge des herzustellenden Hohlkörpers wird nach Belieben durch Begrenzen des Hebeweges der Form erreicht.

   Zwecks leichteren Herausnehmens des Hohlkörpers kann die Form auch eine von der Senkrechten abweichende Lage erhalten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoff mittels einer durchlässigen Form, in die der in einer Flüssigkeit suspendierte Faserstoff eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Faserbreispiegels in der Form von aussen regelbar ist, um die Höhe der Ablagerungszone des Faserstoffes zu beeinflussen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein gasförmiges Druckmittel über dem Faserbreispiegel gleichzeitig während der Bildung der Hohlkörperwandungen wirkt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Beendung des inneren Belages in der Form das gasförmige Druckmittel auch von unten eintritt.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die allseitig abgeschlossene, durchlässige Form gegenüber ihrem als Kolben ausgebildeten Boden verschiebbar ist, durch den der Faserbrei dem Forminneren durch eine Leitung nach Art kommunizierender Röhren aus einem Behälter zugeführt wird, in dem die Höhe des Faserbreispiegels geregelt wird.
AT128133D 1930-05-30 1931-05-16 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoff. AT128133B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1180616B (de) * 1959-08-25 1964-10-29 Hawley Products Ltd Vorrichtung zum Formen von Gegenstaenden aus Faserstoff

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1180616B (de) * 1959-08-25 1964-10-29 Hawley Products Ltd Vorrichtung zum Formen von Gegenstaenden aus Faserstoff

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