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Automatisches Wechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Verschieben der Zahnräder eines automatischen Wechselgetriebes auf der Getriebeschubwelle beim automatischen oder beim Handschalten ; die Erfindung liegt in der einfachen und verlässlich arbeitenden Ausbildung, gemäss welcher eine von einem Fliehkraftregler gedrehte Stangenschubwelle alle Gänge aufwärts und abwärts, dem Bedarf entsprechend, nacheinander einschaltet.
Die Erfindung ist in der Fig. 1 in der Seitenansicht dargestellt, die Fig. 2, 3 und 4 zeigen Einzelheiten.
Der Antrieb des Getriebes erfolgt durch'das auf der treibenden Welle 1 festsitzende, Kupplungsklauen tragende Zahnrad 2, das mit dem auf der Übersetzungswelle 48 festsitzenden Zahnrad 5 ständig in Eingriff ist. Auf der Welle 48 sitzen die Zahnräder 5, 6, 7, 10 fest. Auf der getriebenen Welle 8 befinden sich die axial verschiebbaren Zahnräder 4,9 und das die Kupplungsklauen tragende, gleichfalls axial verschiebbare Zahnrad 3.
Für den ersten Gang dienen die Räder 2, 5, 10, 9 ; für den zweiten Gang die Räder 2.
5,7, 4 ; für den dritten Gang die Räder 2, 5,6, 3 ; für den direkten (vierten) Gang werden die Wellen 1 und 8 mittels der Räder 2, 3 gekuppelt.
Das automatische Schalten erfolgt durch einen beliebigen Fliehkraftregler. Im Ausführungbeispiel tragen dessen Gewichte 20 kurze Zahnstangen d, die in Zahnsektoren 8 eingreifen.
Letztere schwingen um Zapfen z, die in zwei an der Welle 8 befestigten Trägern f gelagert sind. Die Sektoren s greifen in eine auf der Welle 8 axial verschiebbare, aber mit der Welle auf Drehung gekuppelte gezahnte Muffe 40 ein, die beim Auseinanderstreben der Gewichte 20 des Reglers nach rechts verschoben wird.
Die Welle 23 trägt einen Zahnsektor 51, der in ein auf der Stangenschubwelle 43 festsitzendes Zahnrad 42 eingreift.
Auf der Welle 43 (Fig. 1) sitzen Scheiben 11 fest, deren jede je eine gabelförmige Schubstange 12 mit einem Mitnehmer 13 in der Längsrichtung auf folgende Weise verschiebt : Jede Scheibe 11 trägt auf der einen Seite einen Zahn 16, auf der andern Seite einen Zahn 17.
Der Zahn 16 greift in die Zahnlücke 18 an der Gabel, der Zahn 17 kommt mit der Zahnlücke 19 zum Eingriff. Die Zähne 16, 17 an den Scheiben 11 und die Zahnlücken 18, 19 an den Gabeln sind derart angeordnet, dass bei Drehung der Welle 43 mit den Scheiben 11 in der Pfeilrichtung (Fig. 1) die Gabeln 12 mittels der Mitnehmer 13 nacheinander die die Geschwindigkeit beschleunigenden Stufen einschalten, wogegen bei der dem Pfeil entgegengesetzten Drehung der Welle 43 nacheinander die die Geschwindigkeit verlangsamenden Stufen eingeschaltet werden.
Es erfolgt somit für den ersten Gang die Einrückung des Zahnrades 9 in das Zahnrad 10, hierauf die Ausrückung des Zahnrades 9 aus dem Zahnrad 10 in die gezeichnete Stellung, dann die Einrückung des Zahnrades 4 in das Zahnrad 7, hierauf die Ausrückung des Zahnrades 4 in die gezeichnete Stellung und so fort. Bei umgekehrter Drehung der Welle 43 erfolgt eine Schaltung im umgekehrten Sinne.
Die Welle 23 trägt einen mit einem Schubriegel 25 versehenen Handhebel 24, der beim automatischen Schalten sämtliche Bewegungen der Welle 23 mitmacht. Die Ausnehmungen für die vier Gänge im Bogen 16 dienen zur nichtautomatischen Einstellung eines bestimmten. z, 3. (les ersten oder des zweiten Ganajes, heispiflswetse für verlangsamte Fahrt bergab,
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Der Anschlag a zwischen den Ausnehmungen für den ersten Gang und dem Leerlauf 0 im Sperrbogen 16 ist höher bemessen und hindert den Hebel 24, sich automatisch auf den Leerlauf einzustellen, welche Bewegung möglich wäre, die jedoch den Nachteil hätte, dass der Hebel 24 bei jedem neuerlichen Anfahren von Hand aus für den ersten Gang eingestellt werden müsste,
so dass das automatische Arbeiten bei dem vielen Halt im Grossstadtverkehr jedesmal unterbrochen würde.
Auf der Welle 23 sitzt ausserhalb des Getriebekastens der Bogen 50 (Fig. 1 und 3)
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den Kupplungshebel 54 während des Umschaltens entkuppelt.
An der äusseren Wand des Getriebekastens ist ein Behälter 36 für eine Flüssigkeit mit den Kammern 26, 21 angeordnet. In der Kammer 21 befindet sich der Kolben 28, der von einem der am Bogen 50 befindlichen Anschläge 29 zu Beginn jeder Schaltung entgegen der Feder 32 herabgedrückt wird, wodurch die Flüssigkeit aus der Kammer 27 durch die Düse 33 in den Behälter 26 gelangt. Durch vorliegende Anordnung wird eine kurze Verlangsamung in der axialen Verschiebung der Zahnräder 3,4 oder 9 vermittelt, während welcher die gegeneinander federnd abgestützten Scheiben R, S eine synchrone Umlaufgeschwindigkeit jenes Zahnradpaares, das in Eingriff gelangen soll, vorbereiten.
Die der Fliehkraft des Reglers entgegenwirkende Zugfeder 31 ist einerseits an vom Gashebel 40 betätigtem Hebel 30, anderseits an einem Arm 34, der auf der Welle 23 festsitzt, befestigt. Bei Anordnung einer Druckfeder 31 (Fig. 4) wirkt der Gashebel 40 auf einen zweiarmigen Hebel und dessen Feder auf ein beliebiges mit der Welle 23 mitbewegtes Mittel.
Für den Leerlauf wird der Riegel 25 hinaufgedrückt, der Hebel 24 in die Leerlaufstellung gebracht und hierauf der Riegel 25 niedergedrückt.
Für das kurze Halt im Grossstadtverkehr genügt es, den Kupplungshebel und die Fussbremse niederzudrücken, worauf sich beim Halten der erste Gang einstellt, für die Weiterfahrt genügt es, beide Fusshebel freizugeben, worauf sich der Reihe nach der 11., JIf. und IV. Gang einstellt.
Der Rücklauf erfolgt auf ähnliche Weise, wie bei den gewöhnlichen gegenwärtig üblichen Zahnradgetrieben.
Die Wirkungsweise des Getriebes ist folgend : Für das Inbetriebsetzen des Getriebes wird die Welle 23 mittels des Handhebels 24 derart eingestellt, dass das Röllchen des Hebels 52 in die Rast I gelangt, welche Lage der Einstellung des ersten Ganges entspricht, wobei das Rad 9 mit dem Rad 10 in Eingriff gelangt. Bis zur Abstellung des Motors erfolgen nun alle Schaltvorgänge automatisch.
Sobald die Fliehkraft im Regler jenen Grad erreicht, der die Schaltung des zweiten Ganges bewirken kann, erfolgt die Entkupplung der Motorwelle mittels des Hebels 52, hierauf mittels des Zahnes 17 die Verschiebung des Mitnehmers 13 mit dem Rad 9 in die gezeichnete Stellung nach rechts. Hierauf erfolgt mittels einer der Nasen 16 die Verschiebung einer der Stangen 12, u. zw. der mit dem Zahnrad 4, gegen links. Diese Verschiebung erhält zu Beginn mittels des Anschlages 29 (Fig. 3) und des Kolbens 28 eine Verlangsamung, damit die Scheiben R, S Zeit gewinnen, für ihre Zahnräder 4, 7 eine annähernd gleiche Umlaufsgeschwindigkeit vorzubereiten, worauf der Schub des Rades 4 in das Rad 7 erfolgt. Hiebei springt das Röllchen des Hebels 52 in die Rast 11 des Bogens 50 für den zweiten Gang.
Auf ähnliche Weise erfolgt die automatische Schaltung des dritten und des vierten Ganges.
Wenn die Muffe 40 infolge höherer Belastung der Welle 8 durch die Gewichte des Fliehkraftreglers gegen links verschoben wird, dreht sich die Welle 43 mit den Scheiben 11 in der dem Pfeil entgegengesetzten Richtung, und es kann der Reihe nach die Einschaltung der verschiedenen die Geschwindigkeit verlangsamenden Übersetzungsstufen erfolgen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Automatisches Wechselgetriebe mit einem auf der treibenden Welle festsitzenden, Kupplungsklauen tragenden Zahnrad, das mit einem auf der Übersetzungswelle festsitzenden Zahnrad ständig in Eingriff ist, und mit auf der getriebenen Welle axial verschiebbaren durch einen Fliehkraftregler betätigten Zahnrädern, die mit Zahnrädern der Übersetzungswelle in Eingriff gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verschieben der Zahnräder (3, 4, 9) gabelförmige Schubstangen (12) mit Mitnehmern (13) dienen, die ihren Antrieb von vom Fliehkraftregler angetriebenen Scheiben (11) mit Zähnen (16, 17) erhalten, die in Zahnlücken (18, 19) der Schieber (12) eingreifen.