AT127449B - Verfahren zum Imprägnieren von Stoffen, Geweben, Gewirken u. dgl. mittels einer Gummilösung od. dgl. - Google Patents
Verfahren zum Imprägnieren von Stoffen, Geweben, Gewirken u. dgl. mittels einer Gummilösung od. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Imprägnieren von Stoffen, Geweben, Gewirken u. dgl. mittels einer Gummilösung od. dgl. Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Imprägnieren von Stoffen, Geweben, Gewirken u. dgl. und bezweckt den Schutz dieser Stoffe gegen die schädlichen Einflüsse der menschlichen Schweissabsonderung. Bislang hat man zum gleichen Zwecke die bekannten Schweissblätter verwendet, die entweder eine Gummi-Isolierschichte trugen oder imprägniert waren und die Kleider gegen die Wirkungen des Schweisses schützen sollten. Dieser Zweck wurde aber durch das bekannte Schweissblatt nur unvollkommen erfüllt, da es infolge seiner geringen Flächenausdehnung nur einen verhältnismässig kleinen, beschränkten Teil des Kleides schützen konnte und daher trotz des Schweissblattes häufig Schweissflecken an den Kleider auftraten. Ein weiterer Nachteil war der, dass bei durchsichtigen Kleidern die Schweissblätter unschön empfunden werden mussten' und auch an Wäschestücken nur schwer oder überhaupt nicht angebracht werden konnten. Diesen Übelständen soll nun vorliegende Erfindung abhelfen. Erfindungsgemäss wird der dem schädlichen Einflusse des Schweisses ausgesetzte Teil der Kleider und Wäschestücke mittels einer Gummilösung od. dgl. imprägniert, so dass der Stoff einerseits gegen die schädigenden Einflüsse unempfindlich wird und doch anderseits äusserlich unverändert bleibt. Seide, Gaze, Musselin, Crêpe-Georgette usw. bleiben durchscheinend und ein Verfärben bzw. Brechen der Gewebe bzw. Gewirke ist sicher vermieden. Des weiteren kann dem Imprägnierungsmittel auch Parfum zugesetzt werden. Das Aufbringen des Imprägnierungsmittels kann verschiedentlich erfolgen. Anbei sind einige Ausführungsbeispiele erläutert : Als Imprägnierungsmittel wird beispielsweise eine der gebräuchlichen Gummisorten, wie etwa Parakautschuk, Plantagenkautschuk, Crêpe u. dgl. oder auch" Vultex", verwendet. Je nach der Beschaffenheit der zu gummierenden Ware wird die Gummilösung entweder mit oder ohne Füllmittel, gefärbt oder ungefärbt auf die Ware aufgebracht. Als Füllmittel bzw. Farbstoff dienen die in der Kautschukindustrie allgemein angewendeten anorganischen oder organischen Stoffe, wie Zn 0, Lithophon, Russ, Kreide, Faktis, Goldschwefel, sowie auch organische Farbstoffe. Gleichzeitig können auch Parfum bzw. Riechstoffe beigemischt werden. Das Mischen des Kautschuks kann mittels der bekannten Mischwalzen oder auch in Gummiknetern vorgenommen werden. (Z. B. mit der Universalknet-und Mischmaschine der Firma Werner & Pfleiderer.) Der so vorbehandelte Kautschuk wird nun, um ihn in eine streichfähige Form zu bringen, in Lösungsmittel eingebracht. Als solche können Benzin, Benzol, Tetrachlorkohlenstoff, Trichlor- äthylen, Tetrachloräthan, Pentachloräthan, Schwefelkohlenstoff u. dgl. verwendet werden. Die Konzentration der Gummilösung richtet sich nach der Dichte des Gewebes und kann demgemäss bis zu 20% gehalten werden. Das gelöste Imprägnierungsmittel kann nun in verschiedener Weise auf die Ware aufgebracht werden, wobei das Material entweder in zugeschnittenem oder bereits genähtem bzw. geklebtem Zustande (fertiges Kleid, fertiges Wäschestück) imprägniert werden kann. <Desc/Clms Page number 2> Nach der Handmethode wird die Ware in einem entsprechenden Rahmen straff gespannt und das Lösungsmittel dann auf die gespannte Ware mittels eines Streichmessers auf die Stoffinnenseite aufgebracht. Diese Handmethode kann man durch Verwendung einer Gummiermaschine mechanisieren. Die Gummilösung kann übrigens auch nach dem Spritzverfahren auf der Ware einseitig aufgebracht werden. Nach dem Trocknen der Ware, d. i. nach Verdampfen des Lösungsmittels zwischen geheizten Walzen od. dgl., können nötigenfalls auch mehrere Schichten aufgetragen werden. Das Auftragen der Gummilösung kann schliesslich noch nach dem Prinzip der OlierCordstreichmaschine erfolgen, bei der die Gummimasse zwischen zwei geheizten Obel'walzen eingezogen, längs des Umfanges der tieferen dieser beiden Walzen transportiert und in teigartigem Zustande einseitig in die Ware gepresst wird, die zwischen der genannten tieferen Walze und einer dritten (Transport-) Walze geführt wird. Zur Erzielung einer besonders glatten Oberfläche kann man schliesslich noch die einseitig bestrichen Ware zwischen den Walzen einer Satiniermaschine durchführen. Die nunmehr gummierte Ware wird hierauf vulkanisiert. Hiebei kann man Heiss-oder Kaltvulkanisation anwenden. Schliesslich könnte man die Ware. auch mit dem bekannten" Vultex" (der Vultex-Ltd., England) einseitig auf der gewöhnlichen Streichmaschine imprägnieren. Bei Passieren des Heiztisches findet in diesem Falle die Bildung des Vulkanisates statt. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Imprägnieren von Stoffen, Geweben, Gewirken u. dgl. mittels einer Gummilösung od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilösung od. dgl. auf die der Schweissabsonderung ausgesetzten Teile eines Kleides, Kleidungsstückes bzw. Wäschestückes aufgebracht wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Imprägnierungsmittel Farbstoffe zugesetzt werden.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet ; dass dem Imprä- gnierungsmittel Parfum oder Riechstoffe zugesetzt werden.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ware in zugeschnittenem und auch genähtem, bzw. geklebtem Zustande erfindungsgemäss behandelt werden kann.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilösung od. dgl. unter Verwendung einer Spritzdüse auf den der Schweissabsonderung ausgesetzten Teilen eines Kleides, Kleidungsstückes bzw. Wäschestückes aufgetragen wird.
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