AT117450B - Verfahren zur Behandlung zellulosehaltiger Gewebe. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung zellulosehaltiger Gewebe.

Info

Publication number
AT117450B
AT117450B AT117450DA AT117450B AT 117450 B AT117450 B AT 117450B AT 117450D A AT117450D A AT 117450DA AT 117450 B AT117450 B AT 117450B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
fabric
copper oxide
solution
caustic
impregnated
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Arnold Print Works
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Arnold Print Works filed Critical Arnold Print Works
Application granted granted Critical
Publication of AT117450B publication Critical patent/AT117450B/de

Links

Landscapes

  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Behandlung   zellulosehaltiger   Gewebe. 



   Vorliegende Erfinduug betrifft ein Verfahren zur Behandlung von zellulosehaltigen Geweben, beispielsweise von Baumwollgeweben u. dgl. 



   Es ist eines der Ziele der Erfindung, den physikalischen Charakter zellulosehaltiger Gewebe derart zu verändern, dass diese letzteren, auch wenn sie nicht aus Leinen bestehen, Eigenschaften und ein Aussehen annehmen, die sie Leinen sehr ähnlich machen. Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, auf zellulosehaltigem Gewebe durch ein   Druck- oder älm-   liches Verfahren gewisse neuartige Effekte hervorzurufen, wobei das Aussehen und die Beschaffenheit des Gewebes physikalisch gemäss einem gewünschten Muster oder Zeichnung verändert wird. Ein weiteres Ziel der Erfindung betrifft die Herstellung eines verbesserten, aus Lagen zusammengesetzten Gewebes, bei dem die einzelnen Gewebelagen derart fest aneinanderhaften, dass sich bei der gewöhnlichen Behandlung, wie Waschen, die Lagen voneinander nicht trennen. 



   Die amerik. Patentschrift Nr. 1,661. 879 betrifft das vorherige Imprägnieren zellulosehaltiger Gewebe mittels einer Alkalilösung und das nachherige Behandeln des das Alkali enthaltenden Gewebes mit einer   Kupferoxydammoniaklösung,   wodurch das Aussellen und die physikalische Eigenschaft des zellulosehaltigen Gewebes bleibend verändert und ein der Leinwand ähnlicher Effekt hervorgerufen wird. 



   Eines der Merkmale der vorliegenden Erfindung   betrifft   eine Verbesserung des Verfahrens nach dem obigen Patent und unterscheidet sich von diesem dadurch, dass das mit dem kaustischen Alkali (Ätznatron oder   Ätzkali)   imprägnierte zellulosehaltige Gewebe noch vor der Behandlung mit der Kupferoxydammoniaklösung getrocknet wird. Durch das Trocknen des imprägnierten Gewebes wird die Wirkung der Kupferoxydammoniak- 
 EMI1.1 
 Höchstwirkung zu erzielen, wird in diesem Falle eine kaustische Lösung von mindestens   18'8-21'4  Bé   verwendet, da der getrocknete Stoff viel grössere Mengen der Kupferoxydammoniaklösung aufnimmt und daher eine stärkere kaustische Lösung hiebei erforderlich ist. 



   Das oben erwähnte Patent bezieht sich auch auf ein Druckverfahren, welches das Prinzip der Behandlung des das Alkali enthaltenden Gewebes mit einer Kupferoxydammoniaklösung betrifft, jedoch wird dieses Merkmal in dem erwähnten Patent nicht beansprucht. Das Druckverfahren gemäss der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf das vorherige Imprägnieren des zellulosehaltigen Gewebes mit kaustischem Alkali und dem nachträglichen Behandeln mit einer   Kupferoxydammoniaklösung   mit oder ohne vorherigem Trocknen des die kaustische Lösung enthaltenden Gewebes. Bei dem Druckverfahren gemäss der Erfindung kann auch eine verdickte Paste aus Kupferoxydammoniaklösung verwendet werden, um das Auftragen der Kupferverbindung auf das mit der kaustischen Lösung behandelte Gewebe während des Druckvorganges zu erleichtern. 



   Die amerik. Patentschrift   NI'. 1,   661.880 betrifft die Herstellung eines aus Lagen bestehenden Gewebes und das Verfahren gemäss diesem Patent bezieht sich auf das Imprägnieren 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 oder Ätzkali), die nachherige Behandlung des die kaustische Lösung enthaltenden Gewebes mit   Kupferoxydammoniaklösung   und die Vereinigung der auf diese Weise haftend gemachten Lagen. Das verbesserte Verfahren der Herstellung von aus Lagen bestehenden Geweben gemäss der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass das die kaustische Lösung enthaltende Gewebe getrocknet wird vor der Behandlung mit der Kupferoxydammoniaklösung, wodurch ein weitaus besseres Aneinanderhaften der Lagen erreicht wird. 



   Der Vorgang gemäss der vorliegenden Erfindung kann im allgemeinen auf den Prinzipien der beiden oben erwähnten Patente aufgebaut sein und nachstehend werden diejenigen Einzelheiten angeführt, die für die vorliegende Erfindung von besonderer Wichtigkeit sind. 



   Ein typisches Beispiel des Druckverfahrens ist folgendes :
Das zellulosehaltige Gewebe, beispielsweise Baumwollgewebe, wird zuerst mit einer   kaustischen Alkalilösung   (insbesondere Ätznatron oder Ätzkali) imprägniert, u. zw. erfolgt dies entweder durch Klotzen oder Bedrucken, worauf das Gewebe vorzugsweise getrocknet wird. 



  Die Stärke der kaustischen Lösung schwankt   zwischen ungefähr). 0  Be   und der Merzerisationsdichte und darüber, je nach der gewünschten Wirkung. Wird beispielsweise ein sehr haariger, rauher oder grober Stoff mit kaustischer Lösung unter der Merzerisationsdichte imprägniert. hierauf getrocknet und nun mit einer der später beschriebenen Druckpasten bedruckt, so entstehen   kordähnliche   Effekte. Besitzt anderseits die kaustische Lösung die Merzerisationsdichte oder darüber, so wird ein mehr   lederghnlicher   Effekt erzielt. Stark glänzende, dauerhafte Mustereffekte werden erzielt durch Bedrucken eines gewöhnlichen nicht haarigen und nicht groben Gewebes. 
 EMI2.1 
 



   Lösung B. 



   4-5 kg Kupfervitriol,   11-4     l   Wasser. 



   Man   schüttet   die Lösung B langsam in die Lösung A. Der Zusatz von Baumwollflocken und kaustischer Lösung bewirkt ein Verdicken der   Kupferoxydammoniaklösung,   wodurch ein leichteres Bedrucken ermöglicht ist. Die Baumwollflocken werden durch die Wirkung des kaustischen Alkalis und des Kupferoxydammoniaks aufgelöst. 



   Zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung ist eine neuartige Druckvorrichtung nicht notwendig, jedoch findet gemäss einem vorzugsweisen Ausführungsbeispiel die   gebrauch-   liche Ausrüstung zum Klotzen Anwendung, um den Stoff mit der kaustischen Lösung zu imprägnieren, worauf dieser einer Trockenvorrichtung und hienach einer gebräuchlichen Druckvorrichtung zugeführt wird, deren Druckwalzen mit der bereits beschriebenen Paste von Kupferoxydammoniak beschickt werden. 



   Der beschriebene Vorgang soll nur das Prinzip der Imprägnierung des Stoffes und das nachherige Behandeln des imprägnierten Stoffes mit der   Kupferoxydammoniaklösung   erläutern, wobei mindestens eine der erwähnten Behandlungen auf ausgewählte Stellen des Gewebes   beschränkt   ist, um eine Zeichnung oder ein Muster herzustellen. Die Zeichnung oder das Muster kann   selbstverständlich   so gewählt werden, dass der Stoff ein kordähnliches oder anderes   gewünschtes   Aussehen oder aber ein rein   ornamentales   Aussehen erhält. 



   Bei der Herstellung von aus Lagen bestehenden Geweben gemäss der vorliegenden Erfindung, welches im allgemeinen nach dem oben erwähnten amerik. Patent Nr. 1,661. 880 stattfinden kann, wird das zellulosehaltige Gewebe beispielsweise zuerst mit einer kaustischen Alkalilösung (z. B. Ätznatron von 18-8-21-4  Bé) imprägniert und hierauf getrocknet. Nun wird das die   getrocknete kaustische   Lösung enthaltende Gewebe mit einer Lösung von Kupferoxydammoniak geklotzt, die aus 180   l$g Kupfervitriol,   560   i !   Wasser und   300 l   handelsüblichem Ammoniak besteht.

   Die   Kupferoxydammoniaklösung   wirkt sehr rasch auf das die getrocknete kaustische Lösung enthaltende Gewebe ein und das Eintauchen des Gewebes durch einige Sekunden in die Lösung genügt, um die Eigenschaft des Klebens hervorzurufen. Die Lagen sollten hierauf sofort miteinander mittels Druckwalzen od. dgl. vereinigt werden. Hierauf können die miteinander vereinigten Schichten oder Lagen durch die gebräuchliche Spannmaschine geführt und nunmehr der Behandlung im Sauerbade und dem Waschen unterworfen werden, um den Überschuss an   Reagenzieu   und die niedergeschlagene Kupferverbindung zu entfernen, die bei   der. Behandlung   mit Kupferoxydammonium entstanden ist. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Bei der   gewöhnlichen Behandlung   der Gewebelage, ohne besondere   Rücksicht   auf die   zn   erzielenden Druckeffekte, kann beispielsweise so vorgegangen werden, dass das Gewebe solange durch eine kaustische Lösung, z. B. Ätznatron von   18-8-21'4-  Bé geführt wird,   bis das Material gesättigt ist ; hierauf läuft das Gewebe zwischen Presswalzen, um die   überschüssige   kaustische Lösung zu entfernen, und dann wird es getrocknet.

   Das getrocknete Material kann zusammengerollt und solange als   gewünscht   aufbewahrt werden oder nach erfolgtem Trocknen kann es ohne Unterbrechung für einige Sekunden der Behandlung in der Lösung von Kupferoxydammoniak unterworfen, hierauf durch Quetschwalzen geführt und einem Spannrahmen zugeführt werden, wo das Ammoniak aus der Kupferoxydammoniaklösung verdunstet und das Gewebe eine blaue Färbung annimmt, infolge des bei der Reaktion im Kupferoxydammoniakbad niedergeschlagenen Kupferoxyds. Während oder nach dem Spannen, vorzugsweise nach letzterem, wird der Stoff in verdünnter   Schwefelsäure,   beispielsweise von   4-1  Be   gesäuert, mit viel Wasser gewaschen, getrocknet, gebügelt oder kalandert.

   Dieser   Wasch-und Zurichtungsvorgang   ist selbstverständlich auch anwendbar bei der Erzeugung von aus Lagen bestehenden Geweben und von Druckeffekten. 



   Ein geeignetes Kupferoxydammoniakbad besteht aus 18 kg Kupfervitriol und 261/2 1 handelsüblichem starken   Ammoniakwasser,   welches Bad durch Wasserzusatz auf 95   1   gebracht wird. Beispielsweise 3 bis 5 Sekunden Behandlung bei gewöhnlicher Temperatur im Kupferoxydammoniakbad genügen für irgendeines der angeführten Verfahren. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Behandlung   zellulosehaltiger Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass   das Gewebe mit einer kaustischen Lösung imprägniert wird, hierauf das derart imprägnierte Gewebe getrocknet und endlich das dies getrocknete kaustische Alkali enthaltende Gewebe der oberflächlichen Wirkung einer Kupferoxydammoniaklösung ausgesetzt wird. 



   2. Verfahren zum Bedrucken zellulosehaltiger Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe mit einer kaustischen Lösung imprägniert und das imprägnierte Gewebe getrocknet wird und hierauf das die kaustische Verbindung enthaltende Gewebe der Einwirkung einer Kupferoxydammoniaklösung unterworfen wird, wobei die Einwirkung von zumindest einer der   erwähnten   Behandlungen auf ausgewählte Stellen der   Gewebeoberfläche   beschränkt wird, um ein Muster oder eine Zeichnung hervorzurufen.

Claims (1)

  1. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe mit einer kaustischen Lösung imprägniert, hierauf das derart imprägnierte Gewebe getrocknet wird und das die kaustische Verbindung enthaltende Gewebe mit einer Kupferoxydammoniakpaste bedruckt wird, welche aufgelöste Zellulose enthält.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gewebeschichten mit kaustischer Lösung imprägniert und in diesem Zustande getrocknet werden und hierauf diese Gewebeschichten der oberflächlichen Einwirkung von Kupferoxydammoniaklüsung ausgesetzt und während des Verlaufes der Einwirkung des Kupferoxydamrnoniaks auf das imprägnierte Gewebe miteinander vereinigt werden.
AT117450D 1926-12-09 1927-09-15 Verfahren zur Behandlung zellulosehaltiger Gewebe. AT117450B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US117450XA 1926-12-09 1926-12-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT117450B true AT117450B (de) 1930-04-25

Family

ID=21751797

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT117450D AT117450B (de) 1926-12-09 1927-09-15 Verfahren zur Behandlung zellulosehaltiger Gewebe.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT117450B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3882379T2 (de) Transferdruckverfahren eines motivs von einem feuchten textilband sowie motivträgerband zur verwendung in diesem verfahren.
DE476595C (de) Verfahren zum Veredeln vegetabilischer Textilfaserstoffe
DE534056C (de) Verfahren zur Herstellung von Leinenersatzstoffen
DE749049C (de) Verfahren zur Herstellung von waschbestaendigen Appretureffekten auf Textilstoffen aus Cellulosehydratfasern
AT117450B (de) Verfahren zur Behandlung zellulosehaltiger Gewebe.
DE701449C (de) Verfahren zum Veredeln vegetabilischer Textilfaserstoffe
DE939683C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren, mechanisch erzeugten Appretureffekten auf Cellulosematerial bzw. Seide
DE498884C (de) Verfahren zum Veredeln von vegetabilischen Textilfaserstoffen
DE528492C (de) Verfahren zur Erzeugung besonderer Effekte auf Baumwollgeweben
DE441526C (de) Textilveredelungsverfahren
AT136377B (de) Veredlungsverfahren für vegetabilische Textilien.
DE902003C (de) Verfahren zur Veredelung von umgefaellter Cellulose
DE455035C (de) Verfahren zur Herstellung von Fransen fuer Posamentierwaren und andere Verzierungen
AT145189B (de) Verfahren zur Behandlung von Textilgeweben.
AT105040B (de) Verfahren zum Veredeln vegetabilischer Textilfaserstoffe.
AT98165B (de) Verfahren zum Merzerisieren von Geweben.
DE431751C (de) Verfahren zur Veredelung von Baumwollgeweben
AT100695B (de) Verfahren zur Behandlung von hydratisierter Zellulose.
AT125496B (de) Verfahren zum Veredeln von vegetabilischen Textilfaserstoffen.
AT111243B (de) Verfahren, aus Zellulosefasern bestehende Gewebe miteinander zu verbinden.
AT223577B (de) Verfahren zur Erzielung waschbeständiger Naßknitterresistenz und von wash-and-wear-Effekten auf Geweben aus regenerierter Cellulose
AT122454B (de) Verfahren zur Veredlung künstlicher Zellulosefäden.
DE969011C (de) Verfahren zum Knitterfestausruesten von cellulosehaltigem Textilgut
DE413818C (de) Verfahren zur Erzeugung von seideaehnlichem Glanz auf aus Pflanzenfasern hergestellten Garnen
AT97913B (de) Verfahren zum Imprägnieren von pflanzlichen, tierischen und mineralischen Faserstoffen, Garnen und Geweben.