AT127360B - Verfahren zur Herstellung eines wolleähnlichen Materials aus Jute. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines wolleähnlichen Materials aus Jute.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines wolleähnlichen Materials aus Jute. Die Jute kommt aus Indien, nachdem sie dort nach einem landesüblichen unzulänglichen Verfahren gerottet oder mazeriert worden ist. In diesem Zustande ist sie noch stark holzig und muss, um weiter verarbeitet werden zu können, einer durchgreifenden mechanischen Bearbeitung mittels kostspieliger Maschinen unterworfen werden, wobei sie aber doch nur eine bloss für Seile, grobe Gewebe od. dgl. brauchbare Faser liefert. Es ist nun gefunden worden, dass man aus dieser bereits gerotteten Jute eine feine, weiche, glänzende, wolleähnliche Faser gewinnen kann, indem man sie gemäss der Erfindung einer Behandlung mit bestimmten Mikroorganismen unterwirft. Erfindungsgemäss wird, wie folgt, vorgegangen. Man nimmt bei der Mazeration von Flachs und Hanf, gewöhnlich im Sommer, die wässerige Flüssigkeit, in der die Gärung dieser Faserstoffe bereits weit fortgeschritten ist. Diese Flüssigkeit ist mit den bekannten Mikroben oder Bakterien beladen, welche in einem geeigneten Mittel die an den Fasern haftenden Pektosen und Lignine heftig angreifen. Man erhält ein Behandlungsbad durch Erwärmen von Wasser auf etwa 25-30 C, in das man eine lebenskräftige Kultur der oberwähnten Bakterien aussät. Dem Bad setzt man 0'5 g käufliches Kaliumphosphat oder eines Nährstoffes ähnlicher Art per Liter zu. Es werden dann die Bündel von Jute in das Bad getaucht, welches auf einer Temperatur von 30 bis 35 C erhalten wird. Nach einiger Zeit steigen Gasblasen aus dem Bad auf, was anzeigt, dass die Mazeration beginnt und dass die Bakterien die pektösen und lignösen Stoffe angreifen, welche noch an den Jutefasern haften. Diese Mazeration muss sorgfältig überwacht werden, damit sie nicht zu weit getrieben werde, weil sonst die Jutefasern Schaden leiden. Die Dauer dieser Mazeration beträgt 48 Stunden bis vier oder selbst fünf Tage, je nach der Beschaffenheit der Jute, und wenn der Prozess hinreichend lange fortgesetzt worden ist, lässt man das Bad in einen besonderen Behälter ab, der zur Aussaat für ein anderes Bad dient, da diese Flüssigkeit sehr reich an Bakterien ist, doch kann die Verwendung eines bereits benutzten Bades zu Zwecken der Aussaat nicht unbegrenzt fortgesetzt werden. Damit ist die erfindungsgemässe Behandlung der Jute beendigt, welche vor allem die Zerstörung der pektösen und lignösen Bestandteile der Ausgangsfaser bezweckt. Die so erhaltene Faser wird hierauf in der gebräuchlichen Weise getrocknet, bis sie bloss etwa 30% Wasser enthält ; dann durch eine Brechmaschine oder Kratze gehen gelassen, sodann merzerisiert, gebleicht und durch emulgierbare Öle geschmeidig oder schmiegsam gemacht, worauf sie schliesslich getrocknet wird. Die so erhaltene Jutefaser ist biegsam, weich, weiss, hat einen schönen Glanz und das Aussehen wie nach Fertigbearbeitung, wodurch sie der Wolle ähnlich wird. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines wolleähnlichen Materials aus Jute, dadurch gekennzeichnet, dass das in der üblichen Weise gerottete Material zweckmässig bei einer Temperatur von 30 bis 35 C mit einer Flüssigkeit, welche die bei der Gärung von Hanf oder Flachs oder beiden sich entwickelnden Bakterien, gegebenenfalls mit Zusatz von Nährsalzen, wie Kaliumphosphat, enthält, unter genauer Kontrolle des Endpunktes so lange behandelt wird, bis nach weiterer Nachbehandlung ein in Schmiegsamkeit, Weichheit und Glanz wolleähnliches Material entsteht. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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1929
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