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Schwungradmagnetinduktor.
Die Erfindung bezieht sich auf Schwungradmagnetzünder mit einem ringförmigen Magnetsystem, dessen Pole am Umfang gleiche Abstände haben, und einem Anker, der ein Vieleck bildet, wobei jede Ecke als Polschuh ausgebildet ist und zwischen je zwei Polschuhen eine Zünd- oder Lichtwicklllng sitzt. Bei einer bekannten Ausführung dieser Art ist die Polteilung des Ankers und des Magnets dieselbe. Um mit einer solchen Anordnung z. B. eine Zweifunkenzündung und ausserdem noch Lichtstrom zu erhalten, sind mindestens drei Wicklungen nötig. Da aber bei dieser Anordnung zwischen je zwei Magnetpolen nur eine einzige Ankerspule liegt, sind vier Magnetpole nötig, d. h. die Länge der wirksamen Magnetstäbe wird bei gleichem Durchmesser des Magnetstabs halb so gross, als bei einer Anordnung für eine Zweifunkenzündung allein.
Durch die Erfindung wird es möglich, z. B. bei Zweifunkenzündung ohne Verkürzung der Länge der Magnete auch noch Lichtstrom zu erhalten, u. zw. dadurch, dass die Polteilung des Ankers halb so gross als die des Magnets gemacht wird.
Die Erfindung wird in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung veranschaulicht.
Das Magnetsystem besteht aus zwei halbringförmigen Magneten a und b, welche mit gleichen Polen aneinanderliegen. An den Stossstellen sind Polschuhe c und d an den Magneten befestigt. Innerhalb des so gebildeten Magnetrings ist ein Anker mit geschlossenem magnetischen
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Motor angetrieben wird. Ein Ende der Sekundärspulen ist mit dem am Unterbrecher liegenden Ende der Primärwicklung und das andere Ende'mit den Zündkerzen m verbunden. Bei den Lichtspulen h ist ebenfalls ein Ende an den Ankerkörper gelegt und das andere Ende ist über einen Gleichrichter n mit einer Batterie o verbunden, deren eines Ende an Masse gelegt ist.
Der Magnetzünder arbeitet in folgender Weise. In der gezeichneten Stellung fliesst der Magnetfluss von dem Polschuh c als Nordpol zu gleichen Teilen über den Ankerpolschuh ei
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Magnets. Nach einer Drehung um 900 fliesst der Magnetfluss zu gleichen Teilen durch die Kerne s./3 und durch die Kerne f ; . Der Fluss hat also in den Kernen fi und 3 seine Richtung gewechselt, in den Kernen f2 und f4 dagegen beibehalten. Nach einer weiteren
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Kernen 1 und 3 aber beibehalten. Während einer vollen Umdrehung des Magnets wechselt also der Fluss in jeder Spule zweimal seine Richtung, d. h. man erhält bei jeder Umdrehung von den beiden Zündspulen je zwei Zündfunken. Der Lichtstrom der Spulen h wechselt während jeder Umdrehung zweimal seine Richtung.
Eine weitere Verwendung der Anordnung ist dadurch möglich, dass alle vier Schenkel des Ankers mit Zündspulen bewickelt werden. Damit erhält man eine Vierfunkenzündung, bei welcher die beiden Spulen auf den Kernen fi und 3 gleichzeitig zweimal bei jeder Umdrehung des Magnets Funken erzeugen und die beiden. Spulen auf den Kernen f2 und f4 ebenfalls
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gleichzeitig, aber jeweils in der Zeit zwischen den Zündungen des ersten Spulenpaares Zündstrom liefern.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Länge der Magnete nicht entsprechend der Verkleinerung der Ankerpolteilung verkürzt und daher auch die Kraft der Magnete nicht verringert wird.
Selbstverständlich können auch noch andere Anordnungen von Wicklungen getroffen werden. So kann man z. B. auch eine reine Lichtmaschine erhalten, indem man alle Ankerschenkel mit Lichtspulen bewickelt. Für die Kommutierung des Stromes einer solchen Lichtmaschine ist es von Vorteil, dass der Strom in jeder Spule nur zweimal während einer Umdrehung seine Richtung wechselt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schwungradmagnetindl1ktor mit ringförmigem Magnetsystem, dessen Pole am Umfang gleiche Abstände voneinander haben und dessen Anker ein an den Ecken zweckmässig mit Polschuhen versehenes geschlossenes Vieleck bildet, wobei zwischen je zwei Polschuhen eine Wicklung sitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Polzahl des Ankers ein Mehrfaches der Magnetpolzahl ist.