AT126755B - Gießverfahren für Magnesium und Magnesiumlegierungen. - Google Patents

Gießverfahren für Magnesium und Magnesiumlegierungen.

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  Giessverfahren für Magnesium und Magnesiumlegierungen. 



   Es ist bekannt, dass Metalle wie Magnesium und dessen Legierungen in geschmolzenem Zustand sich ständig, wenn auch meist nur in sehr dünner Schicht, mit einer aus nicht näher definierbaren, chemischen und physikalischen Vorgängen resultierenden Haut überziehen, die im folgenden der Kürze halber als Oxydhaut bezeichnet wird. Obwohl diese Haut auf der Oberfläche des Metalls oft kaum sichtbar ist, ist sie doch nichtdestoweniger für die Erzeugung von Formguss von Bedeutung, sofern die erhaltenen Gussstücke auf Festigkeit beansprucht werden, weil jedes Teilchen einer solchen Oxydhaut den Zusammenhang des Metallgefüges unterbricht.

   Die bei Magnesiumlegierungen auf dem geschmolzenen Metall ziemlich rasch entstehende Oxydhaut kann nun beim Giessen zu Störungen führen, so lange keine Vorsichtsmassregeln dagegen getroffen werden, dass die ständig abwandernde und sich erneuernde Oxydhaut von der Oberfläche des Metalls in die Form mit hineingerissen wird. Eine weitere Störung kann dadurch erfolgen, dass bei der Verwendung von Flussmitteln oder Schlackendecken Teilchen dieser Stoffe, welche an der Oberflächenhaut haften, mit in die Form gerissen werden können. 



   Es wurde nun beobachtet, dass sich beim Ausgiessen des Metalls aus dem Tiegel im Zusammenhang mit der auf dem Metall befindlichen Oxydhaut alsbald eine schlauchartige Haut um den Metallstrahl bildet, die einerseits an der Tiegelschnauze hängt, anderseits aber unten kontinuierlich in die Haut übergeht, welche das den Giesstümpel erfüllende Metall bedeckt, so dass der Schlauch sozusagen auf dieses sich aufstützt. 



   Die Einlaufgeschwindigkeit des Metalls in die Form wird nun dadurch geregelt, dass bei niedrigem und   möglichst   gleichbleibendem Höhenunterschied zwischen Tiegelschnauze und Eingusstümpel der Tiegel um die Tiegelschnauze als Drehachse stärker oder schwächer geneigt wird. Die sonst zur Regelung der Laufgeschwindigkeit des Metalls üblichen Änderungen im Höhenunterschied zwischen   Tiegelschnauze   und Giesstümpel müssen dagegen unterbleiben, da sonst der Schlauch zerstört wird und Teile desselben mit in die Form wandern. Ist durch diese Massnahme das Wandern der Oxydhaut aus dem Tiegel bzw. auf dem Metallstrahl während des Giessens verhindert, so bleiben auch etwa auf der Oxydhaut befindliche Fremdstoffe wie Sehlackenteile vor der Beförderung in den Metallstrahl und in die Giessform bewahrt.

   Ist die Form vollgegossen, so wird durch Entfernung des Tiegels der Schlauch abgerissen, der nun auf den Eingusstümpel auffällt und für das Formstück unschädlich ist. 



   In der beifolgenden Zeichnung sind die Verhältnisse schematisch dargestellt. Der um seine Auslaufschnauze beim Giessen zu neigende Tiegel ist in den für die Herstellung eines bestimmten Gussstückes in Frage kommenden Anfangs- und Endstellungen 1 und l'dargestellt. 2 ist die Sandform mit dem Gussstück 3 und mit dem mit Metall gefüllten   Eingusstümpel5,   auf den die übertrieben stark schraffiert gezeichnete Oxydhaut   4   sich aufstützt, die an der Tiegelschnauze hängend den Metallstrahl umgibt und sich bis auf die   Metalloberfläche   im Tiegel erstreckt. 



   Die Stabilität des Schlauches kann günstig beeinflusst werden durch Zufügen von Stoffen zu der die Metalloberfläche umgehenden Atmosphäre, welche die Bildung der Haut fördern, beispielsweise durch Einstäuben von Schwefelpulver. 



   Unter Zugrundelegung dieses Arbeitsverfahrens wird Zahl und Form der Anschnitte für die Giessform berechnet ; es wird dabei häufig erforderlich sein, bei grösseren Gussstücken aus mehreren kleinen Tiegeln anstatt aus einem grossen Tiegel zu giessen, wenn bei Anwendung des letzteren die vorliegenden Bedingungen zur   Erhaltung   des   Oxydschlauelhes nicht cingehalten werdpn können.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Giessverfahren für Magnesium und Magnesiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass man die auf dem Strahl des aus dem Tiegel ausfliessenden Metalls sich bildende, schlauchartige Oxydhaut sich auf der Oberfläche des den Eingusstümpel erfüllenden Metalls aufstützen lässt und die Ausfluss- geschwindigkeit des Metalls aus dem Tiegel durch Kippen des letzteren, annähernd um die Tiegelschnauze als Drehachse, so regelt, dass die von der Metalloberfläche im Tiegel bis zum Eingusstümpel reichende Haut nicht mitwandert. EMI2.1
AT126755D 1928-08-01 1928-08-01 Gießverfahren für Magnesium und Magnesiumlegierungen. AT126755B (de)

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