DE444050C - Verfahren und Vorrichtung zum Einleiten des Giessmetalls in Schleudergussformen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Einleiten des Giessmetalls in Schleudergussformen

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Publication number
DE444050C
DE444050C DEG60710D DEG0060710D DE444050C DE 444050 C DE444050 C DE 444050C DE G60710 D DEG60710 D DE G60710D DE G0060710 D DEG0060710 D DE G0060710D DE 444050 C DE444050 C DE 444050C
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DE
Germany
Prior art keywords
casting
metal
container
introducing
opening
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Expired
Application number
DEG60710D
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Burchartz
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Gelsenkirchener Bergwerks AG
Original Assignee
Gelsenkirchener Bergwerks AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D13/00Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
    • B22D13/10Accessories for centrifugal casting apparatus, e.g. moulds, linings therefor, means for feeding molten metal, cleansing moulds, removing castings
    • B22D13/107Means for feeding molten metal

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Einleiten des Gießmetalls in Schleudergußformen. Zum Einleiten des Gießmetalls unter gleichbleibendem Strahl in Schleudergußformen ist vorgeschlagen worden, das Metall am Boden eines Gefäßes nach unten ausfließen zu lassen und das Gefäß während des Ausfließens ständig so nachzufüllen, daß der Metallspiegel seine Höhenlage beibehält. Die Bodenöffnung ist dabei nicht ohne weiteres zugänglich und muß nach jedem Guß durch einen Stöpsel verschlossen werden, der aber zu Beginn des nächsten Gusses wieder abgehoben werden muß. Dabei lassen sich Veränderungen der Lichtweite der Ausflußöffnung durch gegenseitiges Losreißen und Hängenbleiben der zusammengreifenden Dichtungsteile von Stöpsel und Öffnung nicht vermeiden. Die Öffnungsweite wird also bei jedem Guß verschieden ausfallen, und es läßt sich deshalb ein gleichmäßiger Strahl von bestimmter im voraus einstellbarer Stärke nicht erzielen; vielmehr hängt die jeweilige Ausflußmenge des Metalls davon ab, welche Form Stöpsel und Öffnung nach dem Öffnen bei Beginn des Gießens jeweils annehmen.
  • Nach der Erfindung ist die Ausflußöffnung bequem zugänglich, erfordert keinen besonderen Verschluß und behält daher ihre Weite für eine Reihe von Güssen unverändert bei. Es läßt sich so für eine Reihe von Güssen ohne Schwierigkeiten ein wirklich gleichmäßiger Strahl im voraus einstellen und mit Sicherheit erreichen. Dabei ist die Einrichtung einfacher und billiger und läßt sich bequemer handhaben als die bekannten Einrichtungen.
  • Gemäß der Erfindung wird das Metall durch eine seitliche Öffnung eines Gießbehälters geleitet, und der Abstand des Metallspiegels von der Seitenöffnung wird durch Kippen oder ständiges Nachfüllen des Gießbehälters gleichgehalten. Der Gießbehälter kann dabei fast restlos entleert werden und verhältnismäßig kleine Abmessungen haben. Die seitliche Öffnung des Gießbehälters läßt sich außerdem wegen ihrer bequemen Zugänglichkeit jederzeit in ordnungsgemäßem Zustande halten und erforderlichenfalls in ihrer Lichtweite verändern, indem die Seitenöffnung in auswechselbaren Steckscheiben angebracht wird bder durch einen Schieber sich einstellen läßt.
  • Eine Einrichtung gemäß vorstehendem Verfahren ist als Beispiel in Abb. z schematisch dargestellt. Aus der Krangießpfanne a wird das Metall in den Behälter b gegossen. Dieser ist mit einer in ihrer Größe verstellbaren Ausflußöffnung c versehen. Die Regelung erfolgt durch Verstellen eines Schiebers oder durch eine herausnehmbare Steckscheibe. Behälter und Regelvorrichtung sind aus feuerfester Masse, Gußeisen, Graphit, Sand o. dgl. Der Metallspiegel im Behälter b wird durch Nachfüllen auf stets gleicher Höhe gehalten. Um einen zu hohen Druck zu vermeiden, ist der Behälter mit einem Überlauf d versehen; auch kann es zweckmäßig sein, an seiner Innenwand zwecks leichterer Regelung der Höhe des Metallspiegels eine Markenskala anzubringen. Der Gießvorgang selbst bedarf keiner Erläuterung; aus dem Behälter b fließt das Metall durch die Verteilungsrinne c in die Form f . Für die Fließgeschwindigkeit in der Verteilungsrinne ist neben der Neigung der Rinne von Bedeutung der Höhenunterschied zwischen Ausflußöffnung c und Rinne e. Um diese Fallhöhe regeln zu können, ist der Behälter b heb- und senkbar eingerichtet. Nach erfolgtem Guß wird der Behälter zum Entleeren des Resteisens rückwärts oder seitlich umgekippt. Es empfiehlt sich, zum Auswechseln des Behälters zwecks Reinigung oder Vorbereitung für weitere Güsse mehrere solcher nebeneinander anzubringen.
  • Entsprechend dem angegebenen Verfahren kann man das Metall auch aus der Krangießpfanne unmittelbar in die Verteiler- oder in eine Eingußrinne überführen. Zu diesem Zweck sind die Pfannen gemäß Abb. 2 und 3 ebenfalls mit Ausflußöffnungen unterhalb des Metallspiegels versehen. Die Stetigkeit des Druckes wird dadurch erreicht, daß die Pfanne entsprechend dem Metallabfluß so geneigt oder nachgefüllt wird, daß die über der Ausflußöffnung stehende Flüssigkeitssäule immer annähernd gleich- hoch bleibt.
  • Die vorgeschlagene Einrichtung läßt sich endlich noch dahin ergänzen, daß auch die geneigte Verteilungsrinne mit besonderen Durchflußöffnungen versehen wird. Hierzu werden, wie beispielsweise in Abb.4 dargestellt, im Zuge der Verteilungsrinne e eine oder mehrere Stauwände g angeordnet, die mit Regelöffnungen h versehen sind. Diese Anordnung kann sowohl in Verbindung mit dem Behälter nach Abb. z wie auch unabhängig davon getroffen werden. Es kann dabei zweckmäßig sein; oberhalb der obersten Stauwand und außerhalb der Gußform einen Überlauf i anzubringen.
  • Die Hauptvorteile, die die Erfindung mit sich bringt, bestehen darin, daß die Metallzuführung mengenmäßig genauer als bisher erfolgt, wodurch die Genauigkeit der jeweils gewünschten Rohrwandstärke erhöht wird, daß Verunreinigungen, wie Schlacke und Schaum, nicht in die Form geraten können und daß die Bedienung der vorgeschlagenen Einrichtungen denkbar einfach ist.

Claims (4)

  1. PATLNTANsPRÜcHE: z. Verfahren zum Einleiten des Gießmetalls in Schleudergußformen unter gleichbleibendem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall durch eine seitliche Öffnung eines Gießbehälters geleitet und der Abstand des Metallspiegels von der Seitenöffnung durch Kippen oderständiges Nachfüllen des Gießbehälters gleichgehalten wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtweite der Seitenöffnung durch Schieber oder auswechselbare Steckscheiben verstellbar ist.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der Gießbehälter (b) mit einem Überlauf (d) und mit einer Markenskala versehen ist.
  4. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, gekennzeichnet durch eine geneigte Verteilungsrinne (e) für das Gießmetall, die mit einer oder mehreren Stauwänden (g) und in diesen angebrachten Strahlregelungsöffnungen (h) versehen ist.
DEG60710D 1924-02-15 1924-02-16 Verfahren und Vorrichtung zum Einleiten des Giessmetalls in Schleudergussformen Expired DE444050C (de)

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LU1648442X 1924-11-11

Publications (1)

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DE444050C true DE444050C (de) 1927-05-28

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DE (1) DE444050C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740394C (de) * 1941-04-13 1943-10-20 Hoeveler & Dieckhaus Metallhue Rohrartige Giessrinne zum Beschicken von Schleudergussformen
DE976965C (de) * 1945-12-20 1964-10-01 Ct De Rech S De Pont A Mousson Vorrichtung zum Kippen einer Giesspfanne

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740394C (de) * 1941-04-13 1943-10-20 Hoeveler & Dieckhaus Metallhue Rohrartige Giessrinne zum Beschicken von Schleudergussformen
DE976965C (de) * 1945-12-20 1964-10-01 Ct De Rech S De Pont A Mousson Vorrichtung zum Kippen einer Giesspfanne

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