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Vorrichtung zum motorischen Antriebe von Haushalt-und Werkzeugmaschinen.
In neuerer Zeit sind von verschiedenen Seiten Küchenmotore herausgebracht worden, bei denen die Welle des Elektromotors vermittels einer daran befindlichen Kupplung mit der Triebwelle gewisser Arbeitsmaschinen gekuppelt werden kann, die zu dem Zwecke auf eine beiderseits der Motorwelle am Motorgestell angebrachte Gabel aufgeschoben werden, auf dieser Gabel also während des elektrischen Betriebes gewissermassen aufgehängt sind.
Das setzt aber voraus, dass erstens der Motor entweder ortsfestmontiert sein oder auf einer schweren Grundplatte ruhen muss, um ein Umkippen zu vermeiden, und zweitens die auf die Gabel aufzuschiebenden Arbeitsmaschinen eigens für diesen Zweck gebaut sein müssen, und dass drittens ihre Welle von ihrem tiefsten Punkte höchstens so weit entfernt sein darf wie die Welle des Motors von seiner Grundfläche, weil sonst ein Aufschieben auf die Gabel unmöglich ist.
Diese Motore müssen also relativ schwer, massiv und dadurch teuer sein und werden beim Export mit hohen Zöllen belastet. Auch muss, wer den Motor verwenden will, auch die eigens dafür gebauten Arbeitsmaschinen neu anschaffen, und seine vorhandenen für Hand-oder Fussbetrieb eingerichteten Maschinen sind für diesen Zweck nicht verwendbar, weil sie weder eine geeignete Aufsteckvorrichtung haben noch wegen ihrer durch die vorhandenen Anschraubvorrichtungen für den Arbeitstisch bedingten Höhe verwendbar sind. Dadurch werden die Kosten der Umstellung einer Hauswirtschaft oder einer kleinenWerkstatt auf elektrischen Betrieb so hoch, dass nur ein verhältnismässig kleiner Kreis von Käufern, die über das nötige Kapital verfügen, sich die Anschaffung leisten kann.
Die Erfindung will diese Nachteile ausschalten und ermöglichen, dass sich jeder bürgerliche Haushalt und jede Kleinwerkstatt die Elektrifizierung der vorhandenen bisher für Hand-oder Fussbetrieb eingerichteten Haushaltungs-und und kleinen Werkzeugmaschinen mit äusserst geringen Kosten leisten kann, indem nur der Motor und eine kleine sehr billige Zusatzeinrichtung beschafft wird, durch deren Aufmontierung die bisher für Hand-und Fussbetrieb eingerichteten Maschinen für elektrischen Antrieb hergerichtet werden.
Die Zeichnungen stellen in Fig. 1 die Vorderplatte in Dreieekform eines Aufsteckmotors von der der Arbeitsmaschine zugekehrten Seite aus dar. Die Fig. 2 zeigt eine Aufsteekplatte, wie sie an der Arbeitsmaschine angebracht werden soll, die entweder mittels der Schrauben 4 an der Stirnseite der Arbeitsmaschine angebracht wird oder unter Zuhilfenahme der Gabeln 5 mittels Bändern und Flügelmuttern an der Stirnwand der Arbeitsmaschine angeklammert wird. Fig. 3 stellt eine, Fig. 4 und 5 eine andere der zur Verwendung vorgeschlagenen Kupplungen dar. Fig. 7 zeigt die schematische Anordnung eines Aufsteekmotors mit einer übersetzten Nebenwelle von der Seite, Fig. 6 einen Schnitt in der Linie JL-B.
Fig. 8 zeigt die Anbringung einer biegsamen Welle an der Arbeitsmaschine, Fig. 9 die Anbringung einer solchen Welle mittels einer gleichartigen Aufsteckvorrichtung an einem Motor. Fig. 10 zeigt die Aufsteckvorrichtung eines Motors, der mit einem Getriebe versehen ist, von dem aus mehrere mit verschiedener Geschwindigkeit laufende Nebenwellen angeordnet sind, Fig. 11 zeigt denselben Motor im Schnitte A-B.
Fig. 12 stellt einen auf einem Arbeitsbock horizontal und vertikal verschiebbaren Aufsteckmotor dar, der mit den auf einem konzentrischen, runden oder parallelen Tisch angeordneten verschiedenen Arbeitsmaschinen durch Umlegen des Schalthebels in Eingriff gebracht werden kann, nachdem Motorwelle und Maschinenwelle in die übereinstimmende horizontale und vertikale Ebene gebracht sind. Fig. 13 zeigt denselben Motor, von oben gesehen, in der Mitte eines kreisförmigen Tisches.
Die Einrichtung, mit der die Herrichtung vorhandener Arbeitsmaschinen für den Antrieb mittels Aufsteckmotor gemäss der Erfindung erreicht wird, besteht aus zwei Platten 1 und 10. In der einen Platte 1, deren Draufsicht Fig. 2 zeigt, befinden sich, im Dreieck angeordnet, drei hülsenartige Löcher 2.
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Diese Platte wird an der vorhandenen Arbeitsmaschine nach Abnahme der seitherigen Antriebsvorrichtung, beispielsweise der Kurbel, des Handrades od. dgl., entweder an der Stirnwand mittels mehrerer Schrauben 4 angesehraubt oder, falls die Stirnwand keine Möglichkeit zur Anbringung von Sehraub- löchern bietet, unter Verwendung der Gabeln 5 mittels starker Drähte oder Bänder, die mit Flügelmuttern angezogen werden, an dieser Stirnwand angeklammert. Das Ende der Welle der Arbeitsmaschine muss diesfalls genau in dem Mittelloch 3 der Platte und genau rechtwinkelig zu dieser sitzen, was durch die Stellschrauben 6 erreicht wird.
Die so an der Arbeitsmaschine angebrachte Platte kann dann dauernd an ihr verbleiben ; sollen mehrere Arbeitsmaschinen mittels des Motors betrieben werden, so wird jede der Arbeitsmaschinen dauernd mit einer solchen Platte versehen, die jedoch nicht hindert, dass die Arbeitsmaschine gelegentlich, wenn beispielsweise der Motor gerade anderweitig gebraucht wird, auch mittels der seitherigen Antriebsvorrichtung, der Kurbel, dem Handrad, betrieben werden kann.
Die Welle der Arbeitsmaschine wird entweder durch Aufstecken auf das kantig gestaltete Ende oder durch Aufschrauben mit einem Kupplungsstüek 7 (Fig. 7) versehen, am zweckmässigsten ist die Öffnung des Kupplungsstückes mit der gleichen Öffnung versehen wie das frühere Handrad oder die Kurbel.
Auf diese Platte 1 (Fig. 2 und Fig. 7) wird nun eine zweite Platte 10 (Fig. 1, 7 und 10) mittels dreier Zapfen 12, die den hülsenartigen Löchern 2 entsprechen und in diesen mit Feststellschrauben 14 (Fig. 2 und 7) festgehalten werden, aufgesteckt. Damit diese Feststellschrauben genügend Halt haben, die Platte 1 aber nicht zu schwer wird, sind diese Aufstecköffnungen an der Seite, wo die Feststellschrauben sitzen, entsprechend verstärkt. In der Mitte der Platte 10, hinter der der Motor sitzt, ist ein tunlichst federnd gelagertes Kupplungsstück : das dem an der Arbeitsmaschine befindlichen 7 entspricht, angebracht.
Die zweite Platte 10 bildet also gewissermassen einen den Motor tragenden dreizapfigen Steckkontakt, bei dessen Aufstecken auf die Aufsteckplatte 1 die beiderseitigen Kupplungen ineinander eingreifen. Auf der Rückseite der zweiten Platte 10 ist nun entweder der Motor unmittelbar angebracht (Fig. 7 und 10), u. zw. so, dass entweder seine Kollektorwelle zugleich die Welle des zweiten Kupplungstückes bildet (Fig. 1) oder dass eine oder mehrere entsprechend der zweckmässigen Arbeitsgesehwindigkeit reduzierend übersetzt Nebenwellen diese Funktion versehen (Fig. 7 oder 10), oder es ist die Welle des in der Mitte der Aufsteckplatte 10 angebrachten Kupplungsstückes 16, 17b über diese Platte rückwärts hinaus an eine biegsame Welle gekuppelt (Fig.
8), die ihrerseits entweder mit der Motorwelle fest vereinigt ist oder auf diese in ähnlicher Weise aufgesteckt wird, indem die biegsame Welle mit einer Platte 1, bei der jedoch die Gabeln 5 überflüssig sind, auf die am Motor angebrachte Platte 10 oder deren drei Zapfen aufgesteckt wird.
Es ist auch denkbar, bei künftig hergestellten Arbeitsmaschinen, die für Hand-oder Fussbetrieb bestimmt sind, gleich die Aufstecklöcher für die Verwendung der Maschinen zum Antrieb mittels Aufsteckmotor vorzusehen, so dass sich dann die Anbringung der Aufsteckplatte 1 erübrigt.
Als Kupplung lassen sich alle möglichen, gangbaren Kupplungen verwenden, am sicherste funktioniert jedoch eine Kupplung aus zwei gegeneinander gekehrten, gezahnten Scheiben 16 (Fig. 4 und 5)
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dämpfend, wenn in der Mitte der einen Scheibe 16 ein als Puffer wirkender Knopf 17, etwa aus Fiber, angebracht ist, der in eine pfannenartige Vertiefung 17 a der gegenüberliegenden Scheibe eingreift.
Der Platte 10 mit den Zapfen wird zweckmässig die Form eines Drei- (Fig. 3), Vier- (Fig. 7 oder 10) oder Vielecks gegeben, dessen Ecken jeweils noch mit etwas vorspringenden Füsschen 22 versehen sind, die zweckmässigerweise rechtwinkelig umgebogen werden, falls der Motor an der Platte befestigt ist und auf seiner Unterlage beispielsweise dem Arbeitsblock (Fig. 12) angeschraubt werden soll. Es ist in diesem Falle zweckmässig, den Motor zwischen zwei Platten gleicher Forn und Grösse zu montieren, deren Verbindung seitlich des Motors und parallel zu seiner Welle entweder die über die Platte 10 nach hinten verlängerten Zapfen oder besondere Verbindungsstäbe bilden können, die unter Umständen gleichzeitig als Traggerüst etwaiger Übersetzungsgetriebe dienen können.
Es wird für viele Zwecke genügen, wenn-je nach der Arbeitsgeschwindigkeit des Motors-ent- weder die Motorwelle oder eine mit reduzierter Geschwindigkeit laufende Nebenwelle mit der Kupplung versehen wird. Soll jedoch der Motor für die verschiedensten Verwendungszwecke benutzt werden, bei denen ganz verschiedene Arbeitsgeschwindigkeiten erforderlich sind, so wird die Einrichtung dahin erweitert, dass auf der entsprechend vergrösserten Aufsteekplatte 10 noch weitere gleiche Steckzapfengruppen angebracht werden, die mit den ersterwähnten Steckzapfen wiederum gleichseitige dreiseitige Prismen 18 bilden.
In der Mitte dieser Zapfenprismen wird nun je eine Kupplung auf eine jeweils anders übersetzte Nebenwelle eingebaut, die je nach Wahl durch Aufstecken des entsprechenden Zapfendreieckes auf die Arbeitsmaschine oder Kupplung des entsprechenden Zapfendreieckes mit der Aufsteek- platte der biegsamen Welle beliebig zum Antriebe der Arbeitsmaschine verwendet werden können. Es wird immer nur eine Welle gekuppelt, die übrigen Wellen laufen leer, was zwar einen gewissen geringfügigen Kraftverlust nach sich zieht, die Einrichtung aber billiger gestaltet, als wenn ein Umschaltgetriebe eingebaut werden würde. Der gleiche Zweck kann natürlich auch erreicht werden, wenn Haupt-und Nebenwelle mittels Riemen, Ketten oder Schnüren und entsprechenden. Stufenseheiben verbunden sind.
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Der mit der Aufsteckplatte versehene Motor 32 kann auch auf einem Arbeitsbock oder Tisch (Fig. 12), u. zw. auf einem schlittenartigen oder schwalbenschwanzartigen Untergestell, so montiert sein, dass er sich sowohl in der Längsrichtung seiner Welle entweder mittels eines Schalthebels oder eines Zahn-oder Schneckengetriebes in der Richtung gegen die anzutreibenden Arbeitsmaschinen verschieben lässt, welche auf einem zum Arbeitsbock konzentrischen oder parallelen verschiebbaren oder drehbaren Arbeitstisch 3 montiert sind, wie auch durch eine entsprechende Verstelleinrichtung 33 höher oder tiefer derart einstellen lässt, dass die an ihm angebrachte Aufsteekplatte 10 je nach Wahl mit einer beliebigen Arbeitsmaschine 25-29 auf dem parallelen oder konzentrischen Arbeitstisch 31 oder deren Aufsteckplatte 1 in Eingriff gebracht werden kann,
sobald die Einrichtung für die Längsverschiebung des Motors betätigt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum motorischen Antrieb von Haushalt-und Arbeitsmaschinen, gekennzeichnet durch zwei Platten (1 und 10), von denen die eine an der zu betreibenden Arbeitsmaschine (23) befestigt ist oder angebracht wird und mit mindestens drei Aufsteckhülsen (2) mit Feststellschrauben (14) versehen ist, während die andere Platte (10) mindestens drei in die Hülsen (2) passende Zapfen (12) hat, wobei in jeder Platte je ein Kupplungsstück drehbar gelagert ist, von denen das eine (7) mit der Triebwelle der Arbeitsmaschine verbunden wird, während das andere unmittelbar oder durch eine biegsame Welle mit der Triebwelle des Motors (11)
oder mit einer mit dieser übersetzt gekuppelten Welle lösbar verbunden ist.