<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkörpern kleiner Abmessungen aus Kolloiden.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Im Bereiche des Giessbandes ist eine Trommel 105 vorgesehen, welche das an den Rändern beschnittene Kolloidband vom Giessband abnimmt und zu Trennorganen 107 führt, welche das Kolloidband in Streifen 35', 35" zerlegen. Die Trennorgane 107 bestehen bei vorliegendem Ausführungsheispiel aus Scheibenmessern 107, die auf einer Welle 108 angeordnet sind, wobei die Messer in Abständen von annähernd der Stärke der ausgegossenen Kolloidsehieht liegen. Die Trommel 70J bildet das Gegendruckorgan beim Teilen des Kolloidbandes in Streifen.
An die Sehneidvorrichtung 107 schliesst sieh in der Laufrichtung der Kolloidstreifen eine Führungseinrichtung an, die bewirkt. dass die Kolloidstreifen abwechselnd nach entgegengesetzten Richtungen geleitet werden, u. zw. derart, dass sie abwechselnd in zwei Reihen f'-/und/'-/'liegen. Diese Führungsmittel bestehen vorliegend aus Walzen 110, 111. Erforderlichenfalls können den Walzen 110, 111 noch Führungsstreifen 112, 113 vorgeschaltet sein. Die Schneidvorrichtung zum Abtrennen der Kolloidkörper von den Kolloidstreifen besteht aus einer mit
EMI2.1
ausgebildet, die auf Führungen 120 verschiebbar sitzen. Die Quermesser 117, 118 werden durch ein Trieb- werk voneinander und gegeneinander bewegt.
Dieses Triebwerk besteht bei vorliegendem Ausführungs- beispiel aus einem Nocken 122, der auf ein Hebelwerk 123, 72 übersetzt und einen Hebel 72J betätigt, der das Messer 118 steuert. Das Messer 118 steht durch ein Hebelwerk 128, 129, 130 mit einem das
Messer 118 bewegenden Hebel 132 in Verbindung derart, dass die Messer 117, 118 gegeneinander und von- einander bewegt werden. Um ein gutes Abtrennen der Kolloidkörper von den Kolloidstreifen 3J'und 3J" zu ermöglichen, wird der Vorschub der Kolloidstreifen während des Abtrennens der Kolloidkörper vorüber- gehend unterbrochen. Zu diesem Zwecke sind vor den Trennorganen 117, 118, Walzen 140, 141. 142. 143 vorgesehen.
Die Walzen 140, 141 erfassen die Kolloidstreifen. 35' der Reihe 1"-1", die Walzen 742. 743 erfassen die Kolloidstreifen 3. 7' der Reihe Die Walze 14. 3 wird durch ein Klinkengesperre 74. J. 746 angetrieben, dessen die Klinke tragender Hebel 147 durch eine Stange 148 mit einem Exzenter 150 ver- bunden ist. Das Exzenter 150 und der Nocken 122 sind bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel auf einer gemeinsamen Welle 152 angeordnet. Die Walzen 143, 142, 141, 140 werden von der Walzen durch in der Zeichnung mit strichpunktierten Linien angedeutete Zahnräder gegenläufig angetrieben.
Wie ersichtlich, wird das Kolloidband in kleine Stücke von annähernd gleichen Hauptabmessungen unterteilt, wobei die so erhaltenen Stücke voneinander getrennt auf ein darunter vorbei bewegtes Förder- band 70 auffallen, so dass sie ohne gegenseitige Berührung in die Troekenräume gelangen.
Die Trockenvorriehtung T weist im dargestellten Beispiel mehrere Trockenräume 160. 161 auf, in welchen übereinander angeordnet mehrere in entgegengesetzter Richtung sich bewegende Transport- organe vorgesehen sind. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel bestehen die Transportorgane aus endlosen Bändern 70, die über Führungswalzen 71 laufen. Die Führungswalzen und damit die Wende- stellen der einzelnen Transportorgane sind versetzt zueinander derart angeordnet, dass die auf die oberste
Tra, nsportvorriehtung zur Auflage kommenden Kolloidstücke durch den Trockenraum in einer Richtung bewegt werden, dann auf die nächst niedrigere Transportvorrichtung fallen, von dieser durch den Trockenraum in entgegengesetzter Richtung bewegt werden und so fort, so dass die Kolloidkörper den Trockenraum 160 in einer Schlangenlinie durchwandern.
Hiebei sind in den Troekenräumen 760 Trennwände 762 vorgesehen, welche das bei 163 zuströmende Trockenmittel im Gegenstrom zur Wandervorrichtung der
Gallertkörper leiten. Das Trockenmittel wird bei 165 abgeleitet. Um ein Durcheinandermisc-hen der Kolloidkörper zu verhindern, kann der Antrieb der obersten Transportvorrichtung ein derartiger sein. dass während des Auffallens der Kolloidkörper auf die Transportvorrichtung diese vortibergehend stillsteht, so dass die Kolloidkörper, die in Abständen voneinander von den Kolloidstreifen abgetrennt werden. auch in Abständen voneinander die erste Phase der Trocknung durchwandern.
Am Ende der untersten Transportvorriehtung des Raumes 160 ist eine Vorrichtung 170 zur Aufnahme und Überleitung der Kolloidkörper in den Trockenraum 161 vorgesehen. Die VÏrriehtung 170 ist derart ausgebildet, dass sie ein Überleiten der Kolloidkörper vom Trockenraum 160 in den Trockenraum 161 gewährleistet, dagegen keinen Temperaturaustausch zwischen den Räumen 161 und 160 estattet. Auf diese Weise ist es möglich, in dem Trockenraum 767 grössere Temperaturen anzuwenden, nachdem die in diesem Raume zur Trocknung kommenden Kolloidkörper bereits einer Vortrocknung unterworfen wurden und daher einen höheren Schmelzpunkt besitzen. Der Zutritt des Trockenmittels in den Troekenraum 161 erfolgt durch Öffnungen 172, z. B.
Schlitze, die unterhalb der wirksamen Fläche der Transportbänder in den Troekenraum 161 ausmünden. 174 sind Unterteilungswände, welche ein Zirkulieren des Troekenmittels im Gegenstrom zu der Transportrichtuns : der Kolloidkörper gewähr- leisten. Das Trockenmittel wird bei 176 aus dem Trockenraum 161 abgeleitet.
Um eine gute Ausnutzung der Troekenräume 160, 161 zu gewährleisten, ferner, da auch mit fortschreitender Trocknung der Schmelzpunkt der Formkörper steigt sowie die auf denselben sich bildende Aussenhaut eine Diffusion des Wassers nach aussen erschwert, ist es vorteilhaft, den einzelnen Transportvorrichtungen verschiedene Durehlaufgeschwindigkeiten zu erteilen, u. zw. zweckmässig derart, dass die Fördergeschwindigkeit der Formkörper mit fortschreitender Temperatur eine verminderte wird.
Es können auch Transportbänder verwendet werden, welche unter andauernder Vollführung einer Relativbewegung durch einen oder mehrere Troekenräume hindurch geführt werden, wobei die Relativ-
<Desc/Clms Page number 3>
bewegung zweckmässig dadurch hervorgerufen wird, dass die Transportbänder mit seitlichen Fortsätzen 93 über aus Zahnstangen ? (Fig. 5) bestehenden Führungen bewegt werden. Durch diese Einrichtung werden die auf den Transportbändern lagernden Kleinformen in eine stetige hüpfende Bewegung versetzt, so dass der Luftstrom an allen Flächen gut vorbeiströmen kann und der Trocknungsvorgang wesentlich unterstützt und abgekürzt wird.
Eine andere Anordnung (Fig. 6), die den gleichen Zweck erfüllt, besteht darin, dass ein oder mehrere Transportbänder stufenförmig unter Bildung von Schleifen in den Trockenraum geführt werden und dass an den Kehr-bzw. Wendestellen der Transportbänder in der Fallinie der Kolloidkörper Vorrichtungen 85 vorgesehen sind, die gegebenenfalls aneinanderhaftende Kolloidkörper wieder voneinander trennen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern kleiner Abmessungen aus Kolloiden, insbesondere Leim oder Gelatine, bei welchem das Kolloid nach Ausbreitung auf einem Förderband od. dgl. zuerst der Breite und dann der Länge nach geteilt und schliesslich getrocknet wird, wobei die zunächst erhaltenen Streifen durch Ablenkung abwechselnd in zwei oder mehreren Reihen räumlich getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen unmittelbar nach ihrer Ablenkung in zueinander parallelen lotrechten Ebenen weiterbewegt werden, so dass die bei der weiteren Unterteilung der Streifen erhaltenen Formkörper in voneinander räumlich getrennter Lage sämtlich auf eine einzige, die Körper in den oder die Troekenräume überführende Fördervorrichtung auffallen können.