DE80810C - - Google Patents

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DE80810C
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gelatin
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
    • F26B17/02Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by belts carrying the materials; with movement performed by belts propelling the materials over stationary surfaces
    • F26B17/023Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by belts carrying the materials; with movement performed by belts propelling the materials over stationary surfaces the material being a slurry or paste, which adheres to a moving belt-like endless conveyor for drying thereon, from which it may be removed in dried state, e.g. by scrapers, brushes or vibration

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

,j
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
HEINRICH ALLENBACH in ST. PETERSBURG.
warmer, flüssiger Gelatine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Juli 1894 ab.
Seit dem Beginn der Gelatinefabrikation ist das Verfahren zum Trocknen derselben wenig verändert worden. Die flüssige Gelatine wird unmittelbar in Holz- oder Metallkasten gegossen, um darin zu erstarren, wird dann auf maschinellem Wege in mehr oder weniger dünne Tafeln geschnitten und als solche auf Netze gelegt, welche in Trockenkammern gebracht werden.
Diese Mafsnahmen beanspruchen viel Zeit und Handarbeit und sind im Sommer überhaupt schwierig vorzunehmen, weil bei Gewitter oder warmem Wetter die Gelatine schwer erstarrt und leicht in Fäulnifs übergeht, bevor sie zur völligen Trockenheit gelangt.
Ein in letzter Zeit verbessertes Verfahren hilft wohl einen Theil dieser Schwierigkeiten beseitigen und besteht darin, die flüssige Gelatine auf einem endlosen Band von Wachstuch durch Zufuhr von kalter Luft erstarren zu lassen und sie dann auf Netze zu bringen. Obwohl dieses Verfahren verschiedene Vortheile hat, beansprucht es doch immer eine sehr grofse Anzahl von Netzen, sowie grofse Trockenräume, in welche die Netze gebracht werden müssen. Auch bleibt noch die nicht unbedeutende Arbeit übrig, die trockenen Gelatinetafeln von den Netzen abzunehmen. ·
Das neue Verfahren weicht von den genannten wesentlich ab. Anstatt die warme Flüssigkeit durch kalte Luft zum Erstarren zu bringen und alsdann die erstarrte Masse auf Netze zu legen, wird im Gegentheil die Gelatine sofort rasch durch Wärme eingedampft, um eine trockene Platte herzustellen, welche auf mechanischem Wege abgenommen wird. Dieses Verfahren hat den grofsen Vortheil, die grofse Zahl Netze, sowie die grofsen Trockenräume und die Arbeit des Abnehmens des getrockneten Gelatineblattes zu vermeiden.
Zu diesem Zweck wird die warme flüssige Gelatine aus einem mit Schwimmer P versehenen Behälter O durch Rohre N auf ein endloses Metallband A geleitet, welches auf zwei Dampftrommeln C C' gespannt ist. Das geeignetste Metall wäre wohl Kupferblech, weil es ein sehr guter Wärmeleiter ist; allein es besitzt wenig Dauerhaftigkeit und reifst schnell. Deshalb wird ein Stahlband von '/., mm Dicke genommen, dessen Oberfläche vernickelt ist. Anstatt das Band vernickeln zu lassen, kann man es einfach verzinnen oder lackiren lassen.
In der Längsrichtung des Metallbandes sind schmale Riemen B aus Leder oder Gummi aufgenietet, welche den Zweck haben, kleine Kanäle zu bilden, in welchen die Gelatine sich in beliebiger Dicke fortbewegt.
Die inneren Ränder der Lederriemen können mit Bernsteinlack überzogen sein und erhalten dadurch eine Härte und Elasticität, wie das Metall selbst. Die Längsrinnen auf dem Band können natürlich auch noch in anderer Weise hergestellt sein. Ebenso ist es selbstverständlich, dafs zwei oder mehrere Metallba'nder auf die Dampftrommel aufgelegt werden können.
Zwischen den zwei grofsen Dampftrommeln, deren Abstand nach der Schnelligkeit, mit
welcher man trocknen will, berechnet ist, befinden sich von 40 zu 40 cm Entfernung kleinere, gleichfalls mit Dampf geheizte Cylinder C", auf welchen sich das Metallband fortbewegt. Diese kleinen Cylinder haben den Zweck, dem Metallband eine regelmäfsige beständige Wärme zum Abdampfen der Flüssigkeit zuzuführen und das Metallband in einer genau horizontalen Lage zu erhalten. Sie drehen sich mit einer dem Gang des Bandes entsprechenden Schnelligkeit, um dessen Reibung und folglich dessen Abnutzung zu vermeiden. Eine GaIl'sehe Gelenkkette E ist zu diesem Zweck über den einen Flantsch der Dampfcylinder C" als Antriebskette gelegt (Fig. 3)·
Durch einen Exhaustor G' wird ein heifser Luftstrom zugeführt, welcher durch Windflügel G auf die Oberfläche der flüssigen Gelatine geleitet wird und somit die in der Gelatine sich befindende Flüssigkeit wegsaugt. Da auf diese Weise die warme Luft durch die beständige Berührung mit der flüssigen Gelatine eine grofse Menge Wasser aufsaugt, ist nur eine verhältnifsmäfsig kurze Zeit nothwendig, um die auf dem Metallband befindliche Gelatine zu trocknen. Es ist zu empfehlen, den Ventilator von solcher Gröfse zu nehmen, dafs die saugende Oeffnung gröfser ist als die OefF-nung der Einströmung der Luft; es bildet sich dann eine Art Vacuum in dem Kanal, welcher die Ausdünstung des Wassers beschleunigt.
Die bei der Trommel C auf das endlose Band A aufgegebene warme, flüssige Gelatine ist, wenn sie über die andere Trommel C geführt wird, schon so viel getrocknet und fest geworden, dafs sie auf dem Band genügend festhaftet, um auf dem unteren Lauf des Bandes nach der ersten Trommel C zurückgeführt werden zu können, ohne dafs sie von dem Band abfällt.
Durch die Scheidewand Q sind Ober- und Unterlauf des Bandes von einander getrennt und wird die durch den Ventilator G' zugeführte heifse Luft bereits etwas abgekühlt in den Kanal unterhalb der Scheidewand Q. gelangen. Es wird dieses auch beabsichtigt, weil bereits angetrocknete Gelatinetafeln spröde werden, wenn sie weiter bei zu hoher Temperatur getrocknet werden.
Das getrocknete Gelatineblatt wird durch einen mittelst Feder L gegen das Metallband A ' gedrückten Schaber K von dem Metallband abgenommen und durch zwei Walzen if einem Messer J zugeführt, welches das Blatt in beliebig breite Tafeln zerlegt (Fig. 1).
Eine fortwährend umlaufende Bürste £ reinigt beständig das Metallband, um diesem eine blanke Oberfläche zu erhalten und so das zu starke Ankleben der Gelatine zu vermeiden.
Die Beheizung der Trommeln C C C" kann durch Dampf, welcher mittelst Rohrleitung FM in ihre Hohlräume eingeführt wird, oder durch andere Mittel geschehen. Das Condenswasser findet durch die Rohrleitung F" Ableitung.
Das vorbeschriebene Verfahren und die dargestellte Einrichtung lassen sich auch zum Eindampfen und Trocknen von anderen Flüssigkeiten als Gelatine benutzen.
Man hat wohl schon Versuche gemacht, die Gelatine unmittelbar auf Dampftrommeln zu trocknen. Zu diesem Zweck liefs man die Dampftrommel in einem Gelatinebad sich drehen, in der Erwartung, dafs die anklebende Gelatine sich in einer Umdrehung trocknen würde. Da aber die Umdrehung sehr langsam sein mufste, um das Trocknen herbeizuführen, blieb überhaupt hur eine ganz geringe Menge Gelatine auf der Trommel haften und mufste man auf diese Art Trocknung verzichten.
Durch das neue Verfahren dagegen hat man den Vortheil einer sehr grofsen Trockenfläche, und die Fortbewegung des Metallbandes läfst sich ganz genau nach der zum Austrocknen notwendigen Zeit regeln.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Eindampfen, Festmachen und Trocknen von Flüssigkeiten, namentlich warmer flüssiger Gelatine, dadurch gekennzeichnet, dafs die Flüssigkeit auf dem oberen Lauf eines endlosen, über beheizte Walzen (C C C "J laufenden Metallbandes (AJ, das mit einem oder mehreren Führungskanälen für die aufgebrachte Flüssigkeit versehen sein kann, durch Zuführung warmer Luft eingedampft und auf dem unteren Lauf, der in einer besonderen, durch die Scheidewand Q abgetrennten Trockenkammer angeordnet ist, fest und trocken gemacht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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