AT125237B - Starre poröse Masse für Behälter zur Aufspeicherung komprimierter Gase, insbesondere Acetylen. - Google Patents

Starre poröse Masse für Behälter zur Aufspeicherung komprimierter Gase, insbesondere Acetylen.

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AT125237B
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porous mass
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Edmund Dr Ing Steil
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Gasaccumulator Svenska Ab
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  Starre poröse Masse für   Behälter zur Aufspeicherung komprimierter Gase, Insbe-   sondere Acetylen. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung der als sogenannte starre Massen in den Verkehr gebrachten porösen Massen für Behälter zur Aufspeicherung komprimierter
Gase, insbesondere von Acetylen. Solche Massen wurden bisher in der Weise hergestellt, dass man vorzugsweise Holzkohle mit einem Zusatz aus Kieselgur und einem geeigneten Zement unter Zusatz   von Wasser breiartig anrührte,   diesen Brei in die Flaschen einfüllte und darin abbinden liess. Hiebei entstand dann ein starrer poröser Körper, welcher die Flasche voll- kommen ausfüllte. 



   Es hat sich nun in der Praxis gezeigt, dass solche Massen innerhalb kurzer Zeit häufig am Kopfe Risse aufwiesen. Die in solche Siahlflaschen mit holzkohlehaltiger poröser Masse eingefüllte   Lösungsflussigkeit,   insbesondere das Aceton. dehnt sich nämlich bei der Aufnahme des zu speichernden Gases, z. B. Acetylen,   um     etwa 4. 0% aus, während   sie bei der Abgabe des gespeicherten Gases wieder auf ihr ursprüngliches   Volumen zurückkehrt. Hiedurch   werden besonders die am Kopfe befindlichen Teile der porösen Masse dauernd mit Aceton bespült. 



   Da nun die Holzkohle, wie Untersuchungen gezeigt haben, bei der Aufnahme von Aceton stark   quillt, während   der bindende Zement in Verbindung mit Kieselgur wenig oder fast gar nicht quillt und relativ spröde ist, so treten durch die wechselnden Pressungen, welche bei der Quellung der Holzkohle entstehen, Lockerungen im Gefüge auf, die zur Rissebildung führen. Diesem Übelstand suchte man durch Beimischung von Asbestfasern zu begegnen, konnte jedoch den erstrebten Zweck nur unvollkommen erreichen. 



   Nach   mühevollen   Versuchen ist es nun gelungen, diesen Übelstand erfindungsgemäss dadurch zu beseitigen, dass ausser dem zur Verfestigung benutzten Zement nur solche Stoffe, wie z. B. Bimsstein, Bimstuff, Trass,   natürliche   oder künstliche Schlacken, verwendet werden, die annähernd das   gleiche Quellungsvermögen und annähernd   den gleichen Wärmeausdehnungs- koeffizienten wie der Zement oder die   Zementmischung   besitzen.

   Vorteilhaft können   Stücke   aus Bimsstein, Bimstuff, Trass u. dgl. in die Behälter eingefüllt und die entstehenden Zwischen- räume durch einen aus Kieselgur   und Bauzement bestehenden Zementbrei ausgefüllt   werden.
Es wurde nämlich gefunden, dass Naturbimsstein, Bimstuff, Trass, ferner auch andere poröse natürliche Schlacken vulkanischer Herkunft und auch künstliche Schlacken, insoweit sie die gleichen Eigenschaften wie   natürliche   Schlacken besitzen, bei der Aufnahme der Lösung- flüssigkeit, z. B. Aceton, keine so starke Quellung wie Holzkohle zeigen, sich vielmehr den aus Kieselgur und Zement bestehenden erhärteten Stoffen ganz ähnlich erweisen.

   Bei einer solchen Masse ist auch der Zusatz von Asbestfasern entbehrlich : sie hat ferner den Vorzug grosser Porosität,   vollkommener Unverbrennbarkeit,   eines guten Aufnahmevermögens und eines geringen spezifischen Gewichtes. Hinzu kommt, dass Bimsstein ein einheitliches Naturprodukt ist, das stets dieselben Eigenschaften besitzt, während Holzkohle je nach ihrer Herkunft in unvorhersehbarer Weise bezüglich Festigkeit, Porosität, spezifischem Gewicht usw. unterschiedlich beschaffen ist. Die nach vorliegender Erfindung hergestellte starre Masse hat also stets die 

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 gleichen Eigenschaften, während die mit Holzkohle hergestellten Massen gerade in den für die Aufspeicherung von Gasen wichtigen Eigenschaften von Fall zu Fall ganz verschiedenartig sind. 



   Diese Vorteile des Naturbimssteins vor der Holzkohle kommen bei den Massen, die bisher schon Bimsstein verwendeten, nicht zur Geltung, da es sich hiebei stets nur um soge-   nannte     lose' Schüttmassen   handelte. 



   Eine besonders gute Masse gemäss der vorliegenden Erfindung erhält man, wenn man Naturbimssteinstücke in   Haselnuss- bis Walnussgrüsse   in die Flaschen einfüllt und darauf die zwischen den einzelnen   Stücken   befindlichen Zwischenräume durch Zementbrei aus Kieselgur und Bauzement ausfüllt. Der benutzte Zement darf selbstverständlich nach dem Abbinden keine freien Oxyde enthalten, die auf das Lösungsmittel einwirken können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Starre poröse Masse für Behälter zur Aufspeicherung komprimierter Gase, insbesondere Acetylen, dadurch gekennzeichnet, dass ausser dem zur Verfestigung benutzten Zement nur solche Stoffe, wie z. B. Bimsstein, Bimstuff, Trass, natürliche oder künstliche Schlacken, darin enthalten sind, die annähernd das gleiche Quellungsvermögen und annähernd den gleichen   Wärmeausdehnungskoeffizienten   wie Zement oder die Zementmischung besitzen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung der Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Stücke aus Bimsstein, Bimstuff, Trass usw. in die Behälter eingefüllt und die entstehenden Zwischenräume durch einen an sich bekannten, aus Kieselgur und Bauzement bestehenden Zementbrei ausgefüllt werden.
AT125237D 1929-05-30 1930-03-08 Starre poröse Masse für Behälter zur Aufspeicherung komprimierter Gase, insbesondere Acetylen. AT125237B (de)

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