AT228173B - Verfahren zur Herstellung von porösen Massen, vornehmlich zum Zwecke der Speicherung von in Flüssigkeiten gelösten Gasen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von porösen Massen, vornehmlich zum Zwecke der Speicherung von in Flüssigkeiten gelösten Gasen

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AT228173B
AT228173B AT977860A AT977860A AT228173B AT 228173 B AT228173 B AT 228173B AT 977860 A AT977860 A AT 977860A AT 977860 A AT977860 A AT 977860A AT 228173 B AT228173 B AT 228173B
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Elektrochemie Hirschfelde Veb
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    Verfahren zur Herstellung von porösen Massen, vornehmlich zum Zwecke der Speicherung von in Flüssigkeiten gelösten Gasen   
Als poröse Masse fur die Speicherung von in Flüssigkeiten gelösten Gasen (z. B. Dissousgas) wurden bisher verwendet : Bimsstein, Kieselgur, Asbest und Holzkohle bzw. Gemische aus diesen Komponenten. Die sogenannte "Schwedische Masse" besteht z. B. aus einer Mischung von Holzkohlestücken, Kieselgur und Asbest, wobei Zement als Bindemittel dient. Vorgeschlagen wurden weiterhin Schaumton bzw. makroporöse keramische Massen. An eine Füllmasse für den gedachten Zweck sind folgende Anforderungen zu stellen :
1. Die Grundsubstanz soll chemisch indifferent sein, sie darf auch nicht anlösbar oder quellbar sein.
2. Die Porosität soll sehr hoch sein.

   Es ist ein kombiniertes Mikroporen- und Makroporensystem und Zwischenkornhohlräume in der Schüttung anzustreben. 



   3. Die Makroporen sollen möglichst klein sein. 



   4. Die Poren dürfen nicht in sich geschlossen sein. Es darf also keine Blasenstruktur vorliegen, wie es 
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5. Die Speicherfähigkeit für Flüssigkeiten, z. B. für Wasser oder Aceton oder andere Lösungsmittel, muss hoch sein. 



   6. Das spezifische Gewicht der formlosen Grundmasse soll möglichst niedrig sein. 



   7. Die Druck- und Abriebfestigkeit der Masse soll hoch sein bzw. die Grundmasse muss eine ausreichende Härte besitzen, darf aber nicht spröde sein. 



   8. Die Porenstruktur der Grundmasse soll im Gebrauch stabil sein. 



   9. Die Rüttelfestigkeit der Schüttung (= der zerkleinerten Masse) soll hoch sein. 



   Es hat sich herausgestellt, dass die Anforderungen von den bisher üblichen Füllmassen in vielen Punkten nicht oder nur teilweise erfüllt werden. Bimskies besitzt z. B. zu einem erheblichen Teil geschlossene Poren, die für eine Speicherung von Flüssigkeiten nicht wirksam werden. Bei Kieselgur fehlen ebenso wie bei Holzkohle die Makrohohlräume. Bei Asbest liegen lediglich Zwischenkornhohlräume vor. Holzkohle besitzt keinerlei Rüttelfestigkeiten, während sich Asbest und Kieselgur nur sehr schwer verdichten lassen. Für die künstlich hergestellten keramischen Massen liegen die Verhältnisse günstiger. Es wurde 
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 kommenden Massen haben den Nachteil der in erheblichem Masse schwankenden Beschaffenheit, insbesondere bezüglich ihrer Festigkeit, Porosität und Gewicht.

   Die künstlich hergestellten keramischen Massen haben zwar bezüglich ihrer Hohlraumbeschaffenheit gute Eigenschaften, dagegen den Nachteil einer verhältnismässig komplizierten Herstellungsweise, insbesondere eines Trocken- und Brennprozesses. 



  Demgegenüber ist das Herstellungsverfahren von porösen Massen auf der Basis von selbstabbindendem und selbsthärtendem Rohmaterial erheblich einfacher. 



   Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von porösen Massen, vornehmlich zum Zwecke der Speicherung von in Flüssigkeiten gelösten Gasen, welches den oben erwähnten Anforderungen, die an ein solches Verfahren gestellt werden, in bester Weise entspricht. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass als Grundmaterial zerkleinerte Porensteine verwendet werden, die aus Zement bzw. Beton mit Hilfe von gasentwickelnden Treibmitteln, vorzugsweise Dioxodisiloxan hergestellt sind, indem das Verhältnis von Anmachwasser zum Zement, allein oder in der Summe mit Zuschlagstoffen, mehr als   0, 2 :   1 beträgt, und das Treibmittel mit einem Überschuss von mindestens 20% des theoretischen Wertes, vorzugsweise 50 bis   80%,   zugesetzt wird.

   Als theoretischer Wert wird dabei das stöchiometrische Verhältnis derjenigen Menge an Dioxodisiloxan angesehen, welche bei ihrer Umsetzung mit Alkalien soviel 
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 zu entweichen. 



    Vorzugsweise findet der poröse Grundstoff in beliebigen Mengen mit andern voluminösen, jedoch ebenfalls porösen Stoffen, wie z. B. Kieselgur, Kieselsäure od. ähnl. gemischt Verwendung.   

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 sionswellen) wird die poröse Masse bei explosiblen Stoffen vorzugsweise in Gemischen mit Kieselgur, Kieselsäure od. ähnl. voluminösen Stoffen verwendet. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von porösen Massen, vornehmlich zum Zwecke der Speicherung von in Flüssigkeiten gelösten Gasen, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundmaterial zerkleinerte Porensteine verwendet werden, die aus Zement bzw. Beton mit Hilfe von gasentwickelnden Treibmitteln, vorzugsweise Dioxodisiloxan hergestellt sind, indem das Verhältnis von Anmachwasser zum Zement, allein oder in der Summe mit Zuschlagstoffen, mehr als   0, 2 :   1 beträgt, und das Treibmittel mit einem Überschuss von mindestens 20% des theoretischen Wertes, vorzugsweise 50-80%, zugesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der poröse Grundstoff allein oder in be- liebigen Mengen gemischt mit andern voluminösen jedoch ebenfalls porösen Stoffen, wie z. B. Kieselgur, Kieselsäure od. ähnl., Verwendung findet.
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