DE1244331B - Verfahren zur Herstellung einer festen Masse in Azetylengasbehaeltern fuer die Speicherung von Azetylengas - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer festen Masse in Azetylengasbehaeltern fuer die Speicherung von AzetylengasInfo
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- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
- C04B28/18—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing mixtures of the silica-lime type
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L3/00—Gaseous fuels; Natural gas; Synthetic natural gas obtained by processes not covered by subclass C10G, C10K; Liquefied petroleum gas
- C10L3/02—Compositions containing acetylene
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
ClOh
Deutsche Kl.: 26 b-44/20
Nummer: 1244 331
Aktenzeichen: S 72203IV c/26 b
Anmeldetag: 25. Januar 1961
Auslegetag: 13. Juli 1967
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer festen Masse in Azetylengasbehältern für
die Speicherung von Azetylengas, die aus Calciumsilikat besteht, das aus einem wäßrigen Gemisch
aus Kalk oder einem Überschuß an Kalk oder einem Überschuß an Kalk enthaltenden Stoff und Kieselsäure
oder einen Überschuß an Kieselsäure enthaltenden Stoffen aufgebaut ist. Die Porosität in der aufgebauten
festen Masse wird durch einen Überschuß an Wasser erhalten.
Der Erfindung liegt die Feststellung zugrunde, daß während der Erhärtung einer solchen Masse und der
dabei stattfindenden Bindung zwischen Kalk und Kieselsäure eine Anzahl Phasen durchlaufen werden,
bei denen die Masse zeitweise Neigung hat, sich mit Bezug auf ihr Volumen zusammenzuziehen und zeitweise
ein größeres Volumen einzunehmen. Es wurde dabei auch beobachtet, daß die Masse während der
verschiedenen Phasen immerfort plastisch ist, so daß eine nachfolgende Phase, bei der das Volumen der
Masse sich vergrößert, eine Volumenverminderung kompensiert, welche während einer oder mehreren
vorhergehenden Phasen stattgefunden hat.
Es wurde hierbei festgestellt, daß während der letzten Phasen, bei denen die Masse schon eine ziemlieh
große Festigkeit erreicht hat, eine Zusammenziehung der Masse stattfinden kann. Falls eine solche
Volumenverminderung erfolgt, entsteht ein Spalt zwischen dem Massekörper und dem diesen umgehenden
Behälter, der zunächst nur gering und unschädlich sein kann. Bei der gegebenen rauhen Handhabung solcher
Behälter, insbesondere beim Transport und den dabei erfolgenden Stößen wird der lose im Behälter liegende
Massekörper an die Wandung des Behälters gestoßen. Da der Massekörper bei der angestrebten großen
Porosität nur eine geringe Festigkeit besitzt, ist es dann nicht zu vermeiden, daß Teilchen des Massekörpers
insbesondere von der äußeren Seite abgerieben werden oder abbröckeln und auf den Boden
des Behälters gelangen. Der Zwischenraum zwischen dem Massekörper und der Behälterwand wird dabei
größer und erreicht schließlich Abmessungen, bei denen die Gefahr einer Azetylengasexplosion besteht.
Es ist bekannt, der Ausgangsmasse einen Stoff zuzusetzen, der während der Härtung der Masse ein
Gas entwickelt und dadurch eine innere Ausdehnungskraft erzeugt, welche die unerwünschte
Schrumpfung verhindert. Es ist unter anderem ebenfalls bekannt, Aluminium, Zink oder Magnesium in
feinzerteilter Form zuzusetzen, mit dem Ziel, unter Bildung von Wasserstoff und Kalk-Metall-Zusatz
z. B. Calciumaluminat mit Kalk zu reagieren.
Verfahren zur Herstellung einer festen Masse in
Azetylengasbehältern für die Speicherung von
Azetylengas
Azetylengasbehältern für die Speicherung von
Azetylengas
Anmelder:
AGA Aktiebolag, Lidingö (Schweden)
Vertreter:
Dr. F. Trettin, Patentanwältin,
Frankfurt/M., Krögerstr. 5
Als Erfinder benannt:
Sten Mogensen, Djursholm;
Bengt Gunnar Nilsson, Lidingö (Schweden)
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 23. Mai 1960 (5054)
Die sich dabei bildenden Wasserstoffbläschen sind in vielen Fällen ausreichend zur Verhinderung einer
Schrumpfung der Masse während des Härtevorganges. Je nach der Zusammensetzung der Masse kann
es vorkommen, daß der vorgesehene Metallzusatz den angestrebten Zweck nicht erreicht. Ebenso ist es
denkbar, daß der Zusatz eines solchen Metalls aus irgendwelchen Gründen unerwünscht ist.
Die Verhältnisse können sehr unterschiedlich sein und hängen von der Ausnutzung des in den Behälter
eingeführten Azetons ab, dessen große Löslichkeit für Azetylengas ausgenutzt werden soll, um die Aufnahme
von Azetylengas in dem Behälter möglichst zu vergrößern.
Dazu soll die Azetonmenge möglichst gleichförmig in der Masse verteilt sein. Die Masse muß daher
äußerst aufnahmefähig für Azeton sein. Wenn die Aufnahmefähigkeit durch Verdunstung des Wasserüberschusses
gebildet wird, kann sie als gut bezeichnet werden, da die Poren unter sich wie labyrintähnliches
Netzwerk zusammenhängen und die Poren äußerst fein sind. Falls aber die Porosität dadurch
erzeugt wird, daß auf chemischem Wege während der Härtung der Masse Wasserstoff gebildet wird,
liegt eine gewisse Neigung vor, daß die Wasserstoffbläschen in einer Haut mit hoher Oberflächenfestigkeit
eingeschlossen sind. Dann haben einige, manchmal sogar der größere Teil dieser Blasen keine kapil-
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lare Verbindung mit dem übrigen Azeton aufnehmenden Netzwerk in der Masse.
Die Erfindung löst die Aufgabe, größere, gasaufnehmende
Blasen, in denen während der Härtung ein innerer Überdruck entsteht, zu erzeugen, ohne daß
dabei die Blasen im Verhältnis zu dem übrigen Netzwerk in der Masse abgetrennt werden unter gleichzeitiger
Bildung eines ausreichenden Überdruckes, der die Bildung eines Zwischenraumes zwischen
Masse und Behälterwand verhindert.
Erfindungsgemäß werden dem Ausgangsmaterial vor dem Brand der thermisch ausdehnbare Kunststoff
Polystyrol in Form von Körnchen oder kleinen Teilchen zugesetzt. Dieser Kunststoff hat die Eigenschaft,
daß er unter Einwirkung von Wärme sein Volumen vielfach vergrößert und gleichzeitig schaumstoffartigen
Charakter annimmt, um danach bei der Abkühlung der Masse sein früheres Volumen wieder
einzunehmen.
Versuche haben gezeigt, daß etwa 10 % Polystyrol, bezogen auf die festen Bestandteile der Masse, vorteilhaft
ist, doch wurden auch sehr gute Ergebnisse mit kleineren oder größeren Mengen Polystyrol erzielt.
Ausdehnbares Polystyrol ist leicht löslich in Azeton. Das hat zur Folge, daß der fertige Behälter
mit seiner eingefüllten Masse nach dem Brennen und der dabei erfolgenden Entfernung des überschüssigen
Wassers und nach der Füllung mit Azeton, der Kunststoff durch Azeton gelöst wird. Die durch den
Kunststoff während der Ausdehnung erzeugten Hohlräume bleiben dabei erhalten.
Der Umstand, daß das Azeton eine gegebene Menge Kunststoff aufgenommen hat, beeinflußt, wie
Versuche gezeigt haben, nicht das Lösungsvermögen von Azeton für Azetylen.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung einer festen Masse in Azetylengasbehältern für die Speicherung
von Azetylengas, die aus Calciumsilikat besteht, das aus einem wäßrigen Gemisch aus Kalk
oder einem Überschuß an Kalk enthaltenden Stoff und Kieselsäure oder einem Überschuß an
Kieselsäure enthaltenden Stoff aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem
thermisch ausdehnbaren, zur Schaumbildung fähigen Kunststoff Polystyrol in Form von Körnchen
oder kleinen Teilchen versetztes Ausgangsmaterial in an sich bekannter Weise gebrannt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit etwa 10 Gewichtsprozent
Polystyrol versetzte Ausgangsmaterial gebrannt wird.
709 610/84 7.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
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| SE505460 | 1960-05-23 |
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| DES72203A Pending DE1244331B (de) | 1960-05-23 | 1961-01-25 | Verfahren zur Herstellung einer festen Masse in Azetylengasbehaeltern fuer die Speicherung von Azetylengas |
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Also Published As
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