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An die Sehirmführung bei Röntgenuntersuchungen sowohl bei stehendem Kranken an der Durch- leuehtungswand als auch bei liegendem Kranken auf dem Untersuchungstisch werden eine Reihe von
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in einem gewissen Bereich des Raumes vor der Durehleuchtungswand oder über dem Untersuchungstisch unter Einstellung in jedem beliebigen Winkel zur Wand- bzw. Tischfläche an jede beliebige Stelle gebracht werden können und, wenn losgelassen, in dieser Lage und Stellung bleiben, so dass kein zeitraubendes Feststellen nötig ist. Die Einstellung des Schirmes unter einem Winkel erfolgt dabei um eine horizontale, zur Ebene der Wand oder des Tisches parallele Achse, die bisweilen auch Mittellinie des Schirmes ist.
Diese Einstellung geschieht aber auch vorteilhaft um eine zur Mittellinie parallele Achse. Die Winkel-
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stand durch Reibung und insbesondere unter Vermeidung von etwaigen Ecken in Führungen erfolgen.
Es sind verschiedene Arten des Gewichtsausgleiches und der Führung von Schirmen bekannt, bei denen diese Eigenschaften angestrebt werden. So ist es zunächst bekannt, bei einer Durehleuelhtungs- wand den Schirm über seiner horizontalen Mittellinie oder an seinem oberen Rand drehbar zu lagern und an Schnüren unter Gewichtsausgleich aufzuhängen, wozu eine einfache Ösenaufhängung genügt ; in diesem Fall bleibt der Schirm bzw. seine Drehachse dauernd nur in einer zur Wand parallelen vertikalen Ebene, die er bei Entfernung aus derselben und Loslassen immer wieder aufsucht.
Es ist ferner bekannt, den Schirm an beiden Seiten der Wand von je einer nach vorn ausladenden, unter Gewichtsausgleich an einer vertikalen Führung verschiebbaren Schere tragen zu lassen, wobei die beiden horizontalen Ränder des Schirmes in ihrer Verlängerung durch Endpunkte von Scherenarmes hindurchgehen. Dies hat den Nachteil, dass der Schirm stets parallel zur Wand bleibt. Will man den Schirm unter beliebigem Winkel gegen die Wand neigen können, so ist eine eigene Lagerungs-und Fest- stellvorrichtung notwendig, welche die Handhabung umständlich macht. Die nur nach vorn ausladende Schere hat ausserdem den Nachteil, dass ein Ausgleich des Momentes des Schirmes gegenüber der Führung fehlt und daher bei Verschieben von Schirm und Schere in vertikaler Richtung leicht Eeken auftritt.
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die Schirmbewegung erschwert.
Es ist auch bekannt, bei Röntgenuntersuehungsgeräten z. B. den Röhrenwagen durch eine bei als Untersuchungstisch verwendetem Gerät in horizontaler Ebene liegende Schere mit Gegengewicht auszugleichen. Bei vertikaler Stellung dieses Gerätes würde nun durch die mit ihrer Ebene parallel zur Durchleuehtungswand liegende Schere zwar das Gewicht des Röhrenwagens oder Schirmes auch ausgeglichen, ein Moment bezüglich der Führung bei verschiedenem Abstand von der Wand, wie ihn der Schirm einnehmen muss, kann aber durch eine solche Scherenlagerung nicht ausgeglichen werden.
Erfindungsgemäss wird nun ein Schirmträger an einer unter beliebigem Winkel umlegbaren : als Untersuchungstisch verwendbaren Durehleuehtungswand so ausgebildet, dass der Schirm und ein das Gewicht des Schirmes ausgleichendes Gegengewicht von einem scherenartigen Träger oder Trägerpaar,
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auf die andere Seite der vertikalen Führung verlängert und mit einem Gegengewicht versehen, so bleibt der Nachteil der unveränderlichen parallelen Lage zur Wand und die Notwendigkeit des Feststellens
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des Schirmes bei Drehung bestehen.
Unterstützt man den Schirm statt mit seinen Rändern in den Endpunkten der Träger in seiner Mittellinie, also in einem Kreuzungspunkt der Scherenträger, so wird er zwar drehbar, aber bei Angriff am Schirm selbst zwecks Vertikalverstellung tritt Ecken ein und ausserdem eine Winkelverstellung des Schirmes, wenn dieser nicht in seiner Lage festgestellt wird.
Bei Drehung des Schirmes um eine ausserhalb seiner Mittellinie gelegene Achse ändert sich nun sein Moment bezüglich der Wand, da das Gegengewicht dabei in Ruhe bleibt. Das ist ein Nachteil, weil
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Drehbarkeit des Schirmes um eine horizontale, nicht mit der Mittellinie zusammenfallende Achse unter Momentenausgleich und Vermeidung des Eckens bei Vertikalversehiebung auch bei Angriff am Schirm selbst. Dies wird dadurch erreicht, dass das Gegengewicht in bezug auf die Abstände von der Durchleuehtungswand oder vom Tisch ähnliche Massenverteilung erhält wie der Schirm oder seine Projektion in horizontaler Richtung auf eine zur Wand- bzw.
Tischfläche senkrechte Ebene und dass unabhängig von der horizontalen oder vertikalen Stellung des Gerätes bei jeder örtlichen Stellung und bei jeder Drehung des Schirmes um eine ausserhalb der Mittellinie gelegene Achse ausser dem Momentenausgleich der Gesamtmasse bezüglich der vertikalen bzw. horizontalen Sehirmfuhrung längs des Gerätes auch die
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zum Tisch nur wenig verändert wird, dadurch erreicht werden, dass ausser den Seherenarmen eine Gelenkverbindung vorgesehen ist, welche die jeweils erforderliche Winkelverstellung des Gegengewichtes bei Winkelverstellung des Schirmes in die symmetrische oder symmetrisch ähnliche Lage bewirkt.
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bundenen Teilen besteht und dass das Gegengewicht unter der Wirkung dieser durch ein Gelenk unterteilten Träger bei Winkelverstellung des Schirmes in die symmetrische oder symmetrisch ähnliche Lage gebracht wird. Dadurch wird bei zweckmässig in der Verlängerung der Ränder gestütztem Schirm eine Drehung des Schirmes um den einen horizontalen Rand als Achse, also nicht um die Mittellinie, ermöglicht und dem Gegengewicht stets die symmetrische Drehung erteilt. Da der Schirm von jedem Seherenträger an zwei Punkten gehalten wird, ist eine Verschiebung längs der Vertikalführung ohne Ecken möglich.
Das Gegengewicht, das der Projektion des Schirmes auf eine vertikale, zur Wand senkrechte Ebene entsprechend zweckmässig stab-oder barrenförmig ausgebildet wird, wird um die Rückseite der Wand bzw. die Unterseite des Tisches für die Röhre oder'den Röhrenwagen freizuhalten, in zwei gleichen, von jedem einzelnen Scherenträger getragene Teile ausgebildet. Die Führung erfolgt nun erfindunggemäss so, dass Schirm und Gegengewicht auch bei Drehung des Schirmes stets zu dem als Unterstützungspunkt der ganzen Schirmführung dienenden Kreuzungspunkt der Scherenträger symmetrisch liegen.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 schematisch eine Ausführung, bei der die Übertragung der Schirmdrehung durch eigene Gelenke neben einer Schere erfolgt. Fig. 2 zeigt die Sehirmfuhrung von der Seite und Fig. 3 von vorn gesehen an einer vertikalen Durchleuehtungswand, die jedoch nach Umlegung als Untersuchungstiseh verwendet werden kann, wobei die Schirmfühnmg in derselben Weise wirkt. Fig. 4 zeigt die Schirmführung in grösserem Massstab.
Die schematisehe Fig. 1 zeigt einen Schirm 11 und ein entsprechend ausgebildetes Gegengewicht 16 an den Seheren 17 und 18 ; der Schirm ist mit dem Gegengewicht durch eine Gelenkverbindung 21 verbunden, welche eine solche Drehung des Gegengewichtes bewirkt, dass die Massenverteilung von Schirm und Gegengewicht in bezug auf einen in der Führung liegenden Symmetriemittelpunkt 20 stets sym- metrisch oder, wenn das Gegengewicht schwerer ist als der Schirm und an entsprechend kürzeren Scherenarmen hängt, symmetrisch ähnlich bleibt. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass die Gelenkverbindung bei sehr veränderlichem Abstand des Schirmes von der Wand jedesmal neu eingestellt werden muss, also die dauernde Benutzung der Schirmbeweglichkeit nicht gestattet.
Dieser Nachteil ist bei der in Fig. 2,3 und 4 dargestellten Ausführung, bei der die Gelenkführung in die scherenartigen Träger selbst verlegt ist, vermieden.
Die Durchleuchtungswand 1 (Fig. 2 und 3) steht auf dem Fussteil 2 und ist durch einen Zahnsektor 3 und ein Ritzel 4 um eine Achse 5 zwecks Umlegung in horizontale Lage verschwenkbar. Die Röhre befindet sich in einem verschiebbaren Röhrenwagen 6 auf der Rückseite der Durehleuchtungs-
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Gegengewicht 16 bzw. 16'vom halben Gewicht des Schirmes.
Die Seherenträgerarme sind verschieden ausgebildet, der Arm 12 bzw. 12'ist ein gewöhnlicher Arm, der andere Arm zerfällt durch Gelenke 22, 25 bzw. 22', 25'in drei Teile 18, 13, 19 (18', ', 19') ; dadurch wird der Schirm um die Verbindung der Auflagepunkte in den andern Scherenträgerarmen 12 bzw. 12', also um eine horizontale Achse, drehbar und ist nicht an die parallele Lage zur Wand bzw. zum Tisch gebunden wie bei andern Fiihrungen.
Bei einer Drehung des Schirmes bilden die Teile 13, 18 und 13', 19'vermöge der Gelenke 25, 22 je einen Winkel, u. zw. derart, dass ein an Stelle der Gegengewichte befestigt gedachter gleicher Schirm bezüglich des Scherenschnittpunktes 20 bzw. 20'zum Schirm selbst stets symmetrische Stellungen einnimmt und dessen Gewicht sowie sein Moment in bezug auf den Scherenschnittpunkt 20 bzw. 20'bei jeder Lage und Winkelstellung des Schirmes vollkommen ausgeglichen ist. Die als Symmetriemittelpunkte dienenden Scherenschnittpunkte 20 bzw. 20'sind beiderseits an einer Fiihrung verschiebbar unter gesondertem Ausgleich des Vertikalzuges des Schirmes samt Scheren und Gegengewichte.
Wird nun diese Vertikalverschiebung unter Angriff am Schirm vorgenommen, so erfolgt diese ohne Ecken in der Führung und infolgedessen ohne dass derartige Kräfte bzw. Momente auftreten, welche dahin wirken, dem Schirm eine nicht beabsichtigte Winkeldrehung zu erteilen. Wird der Schirm freigelassen, so bleibt er in jeder
Stellung vermöge des ausgleichenden Gegengewichtes, ohne dass ein Feststellen nötig wäre, ruhig stehen.
Statt die Gegengewichte symmetrisch anzuordnen, können dieselben auch in symmetrisch ähnlicher Lage angeordnet werden, wenn ihr Gewicht entsprechend den geänderten Hebelarmen so gewählt wird, dass das gleiche Moment entsteht. Die Fig. 4 zeigt die Anordnung der Scherenarme und Gelenke in grösserem Massstab als Fig. 2.
Die Scherenarme 12 und 13 sind im Punkte 20 ohne Gelenk, Gelenke sind angebracht in den Punkten 14, 15, 22, 23, 24 und 25. Bei vertikal oder richtiger parallel zur Wand stehendem Schirm ist die Ausführung am vorteilhaftesten so, dass sich die Arme 12 und 13 decken und der Teil 18 mit dem Ende des Armes 12 ein gleiehschenkeliges Dreieck bildet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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verwendbaren Durehleuchtungswand, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm und ein ausgleichendes Gegengewicht von einem scherenartig ausgebildeten Träger bzw. einem Trägerpaar, deren Ebene senkrecht auf der Achse der Umlegung des Gerätes steht, getragen wird, wobei gleichzeitig der Vertikalzug des Schirmes, des scherenartigen Trägers und des Gegengewichtes in bekannter Weise durch ein Gegengewicht mittels Seilzug ausgeglichen ist.