AT124260B - Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Fasern, Massen und Schichten, insbesondere zum Bleichen und Färben. - Google Patents

Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Fasern, Massen und Schichten, insbesondere zum Bleichen und Färben.

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AT124260B
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  Verfahren zur   Oberflächenbebandlnng   von Fasern, Massen und Schichten, insbesondere zum Bleichen und   Färben.   



   Es ist bekannt, dass die Behandlung von Fellen und Pelzen zum Zwecke der Bleichung oder   Färbung   der Haare besondere Schwierigkeiten bereitet, weil derlei   Giiter   durch wässerige Lösungen von Bleichmitteln (wie z. B.   Wasserstoffsuperoxydlosungen),   oder von Farbstoffen fast unvermeidlich geschädigt werden, wobei vor allem das Leder durch die Einwirkung der Flüssigkeiten stark in Mitleidenschaft gezogen wird. 



   Die vorliegende Erfindung setzt sieh das Ziel, die bisher   übliche     Nassbehandlung   dureh eine
Behandlung zu ersetzen, die in gewissem Sinne als Trockenbehandlung bezeichnet werden kann, indem stetig ausserordentlich geringe Mengen der   Behandlungsflussigkeit   an die Oberfläche des zu behandelnden
Gutes herangebracht werden, die augenblicklich aufgenommen und verbraucht sind, so dass ein Überschuss an Flüssigkeit, der eine schädigende Wirkung ausüben konnte, niemals vorhanden ist. 



   Gemäss der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass das Gut mit festen Adsorptionsmitteln in Berührung gebracht wird, die mit den   Behandlungsflüssigkeiten   beladen sind. 



   Um beispielsweise Pelze mit   alkalischen Wasserstoffsuperoxydlösungen zu bleichen, tränkt   man irgendein indifferentes Adsorptionsmittel, wie Kieselsäuregel, Kieselgur oder kalzinierte anorganische Salze in Pulverform mit so viel Lösung, dass sich die Masse gerade noch trocken anfühlt. Hierauf werden die Pelze in die mit der Behandlungsflüssigkeit beladenen Adsorptionsmittel eingebettet oder mit dieser bestreut oder in   Schüttelapparaten   oder rotierenden Trommeln zusammengebracht. Kieselsäuregel kann für diesen Zweck mit maximal etwa   50%   seines Gewichtes an   Wasserstoffsuperoxydlosungen   getränkt werden.

   Adsorbentien dieser Art werden durch   Regenerierung in bekannter   Art fur eine   häufige   Wiederverwendung brauchbar gemacht. 
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 benutzt werden, z. B. chlorhaltige oder Chlor abgebende Flüssigkeiten, Sehwefeldioxyd enthaltende oder solche abgebende Bäder usw. 



   Die Erfindung ist auch nicht auf die Bleichung beschränkt. Vielmehr können auch andere Oberflächenbehandlungen, insbesondere Färbeprozesse, in der beschriebenen Weise ausgeführt werden. 



  So kann man Adsorptionsmittel mit einer Farbstofflösung oder mit einem Entwicklungsmittel für Farben, mit denen das betreffende Gut vorher behandelt wurde, tränken und auf das Gut in der angegebenen Weise einwirken lassen. 



   Bei der Behandlung von Pelzen-sowohl beim Bleichen als auch   Färben-ist   es möglich, je nach der   Korngrösse   des Trägerstoffes eine verschiedene Tiefenwirkung hervorzubringen. 



   Neben Pelzen, Fellen und Leder können in der angegebenen Art auch andere Fasern, Massen, Schichten, insbesondere auch Textilien, behandelt werden. Bei der Färbung   von grossen zusammen-   hängenden Oberflächen lassen sieh mit dem neuen Verfahren auch sehr eigenartige Effekte   durch eine   unterbrochene Anfärbung erzielen. 
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 bereitete Bad wird nun in   1#5 kg Silicagel eingetragen und   mit diesem gründlichst vermischt. 



   Das zu bleichende Pelzmaterial wird mit dieser festen und praktisch trockenen   Mischung in eine   Trommel gebracht und unter Rotieren behandelt. Die Bleiche geht bei gewöhnlicher Temperatur in kurzer Zeit vor sieh. 
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 werden mit dieser   Bleichmischung   bestreut und bleiben mit ihr einige Tage in Berührung. Es wird eine sehr gute Bleichwirkung unter vollkommener Schonung des Materials erzielt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 flüssigkeit beladen sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger Sägespäne verwendet werden, wobei das Adsorbens vorzugsweise wiederholt benutzt und zwischendurch getrocknet wird. EMI2.5 die Adsorptionsmittel vor ihrer Tränkung mit Wasserstoffsuperoxydlösung od. dgl. Sauerstoff abgebenden Lösungen mit an sich bekannten Stabilisiernngsmitteln, z. B. mit Natriumpyrophosphatlösung, behandelt werden.
AT124260D 1930-03-01 1930-03-01 Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Fasern, Massen und Schichten, insbesondere zum Bleichen und Färben. AT124260B (de)

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