AT123878B - Stimulationsverfahren für die Organismen des Ackerbodens, insbesondere für den Nematoden Heterodera Schachtii. - Google Patents

Stimulationsverfahren für die Organismen des Ackerbodens, insbesondere für den Nematoden Heterodera Schachtii.

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AT123878B
AT123878B AT123878DA AT123878B AT 123878 B AT123878 B AT 123878B AT 123878D A AT123878D A AT 123878DA AT 123878 B AT123878 B AT 123878B
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Austria
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sep
lime
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arable soil
heterodera schachtii
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    StimIationsverfahren fiir   die Organismen des   Ackerbodens, insbesondere für den  
Nematoden Heterodera Schachtii. 
 EMI1.1 
 das Aktivierungsverfahren mit Erfolg anzuwenden. Die Chlorkalk-Aktivierung besitzt nur den einen Nachteil, dass der Boden mit   Chlorverbindungen   zu sehr überschwemmt wird. 



   Nun wurde gefunden, dass der Reizeffekt des Chlorkalkes, besonders an der Grenze der Reizschwelle, 
 EMI1.2 
 geschehen kann, dass man ihm stark alkalische Stoffe, insbesondere Calcium-, Kalium-und Natrium- hydroxyd zusetzt. 



  Durch die   Beimischung von Ätzkalk (Caleiumoxyd   und Caleiumhydroxyd) zu den   handelsüblichen  
Chlorkalken (mit 15 und mehr Prozenten Chlor), die seither allein als Bodendesinfektum Verwendung gefunden haben, oder durch Anwendung von besonders hergestellten Chlorkalken, deren Gehalt an Chlor unterhalb der   handelsüblichen   Normen liegt und die infolgedessen relativ reicher an Ätzkalk sind, wird 
 EMI1.3 
 schaftlicher gestaltet. 



   Man hat Ätzkalk bereits zur Abtötung der Nematoden in Schlammgruben benutzt. Diese Tatsache berührt aber nicht die vorliegende Erfindung, denn im Rahmen dieser wird der Ätzkalk ja nicht zur Tötung der Nematoden verwendet. Zur Nematodentötung kommt der Kalk erst bei sehr grossen Anwendungsmengen in Betracht. Im vorliegenden Falle dient er nur zur Erhöhung der Aktivierungskraft gewisser anderer Stoffe. Wollte man den   Ätzkalk   auf dem Acker zur Abtötung der Nematoden verwenden, so wären dazu mehr als tausend Zentner Kalk pro Morgen erforderlich. Damit wäre aber gleichzeitig der   Pflanzenwuehs   vernichtet. Als Nematodizid für versuchte Felder kommt der Ätzkalk niemals in Betracht. 



   Statt   Ätzkalk   kann man nach der vorliegenden Erfindung auch andere alkalische Stoffe benutzen, z. B.   Kalium-und Natriumhydroxyd.   



   Es ist aber nicht nur der Chlorkalk allein, dessen Aktivierungskraft durch einen Zusatz alkalischer Stoffe erhöht wird. Dasselbe gilt auch für andere leicht Sauerstoff abspaltende Körper, z. B. Wasserstoffsuperoxyd u. dgl. 



   Die   nachstehenden   zwei Versuche mögen den eben charakterisierten Effekt vor Augen   führen.   



   Versuch   1 :   
 EMI1.4 
 
<tb> 
<tb> Zahi <SEP> der <SEP> ausgeschlüpften <SEP> Larven <SEP> nach <SEP> je
<tb> Nr. <SEP> Mittel <SEP> zwei <SEP> Tigen
<tb> (D <SEP> Relzstoffanwendung <SEP> im <SEP> Larvenwasser
<tb> 1. <SEP> Unbehandelt................................] <SEP> 097- <SEP> 782
<tb> 2. <SEP> Wasserstoffsuperoxyd <SEP> 0#01% <SEP> .................. <SEP> 112 <SEP> - <SEP> #1077
<tb> 3. <SEP> Kalihydrat <SEP> 0-005' <SEP> ;

   <SEP> ;,.......................... <SEP> 1095-o <SEP> 860
<tb> 4. <SEP> Wasserstoffsuperoxyd <SEP> 0-01%
<tb> + <SEP> Kalihydrat <SEP> 0#005% <SEP> ....... <SEP> ........ <SEP> 880 <SEP> - <SEP> #2341
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Zahl <SEP> der <SEP> ausgeschlüpfren <SEP> larven <SEP> nach <SEP> je
<tb> Nr. <SEP> Mittel <SEP> zwel <SEP> Tagen
<tb> 0 <SEP> Reizstoffanwendung <SEP> im <SEP> Laivenwasser
<tb> a <SEP> b <SEP> e
<tb> 1. <SEP> Unbehandelt.190- <SEP> 290'45-24 <SEP> 470-139
<tb> 2. <SEP> Chlorkalk <SEP> 16%ig <SEP> 0#0001% <SEP> ....................176-# <SEP> 630 <SEP> 16-cl <SEP> 38 <SEP> 171-9 <SEP> 186
<tb> 3. <SEP> Ätzkalk <SEP> 0#01% <SEP> ..............................203-# <SEP> 228 <SEP> 7-# <SEP> 5 <SEP> 499-# <SEP> 237
<tb> 4.

   <SEP> ,, <SEP> 0#001% <SEP> ..............................303-# <SEP> 160 <SEP> 15-# <SEP> 3 <SEP> 236-# <SEP> 123
<tb> 5. <SEP> Kalihydrat <SEP> 0#005%..............................414-# <SEP> 341 <SEP> 23-# <SEP> 23 <SEP> 357-# <SEP> 171
<tb> 6. <SEP> ,, <SEP> 0#001%.................... <SEP> 14-# <SEP> 30 <SEP> 47-# <SEP> 7 <SEP> 279-# <SEP> 141
<tb> 7. <SEP> Chlorkalk <SEP> 0#0001% <SEP> + <SEP> Ätzkalk <SEP> 0#01% <SEP> (1 <SEP> :

   <SEP> 100) <SEP> .. <SEP> 61-# <SEP> 622 <SEP> 137-# <SEP> 59 <SEP> 156-# <SEP> 561
<tb> 8. <SEP> Chlorkalk <SEP> 0#0001%+Ätzkalk <SEP> 0#001% <SEP> (10:100).212-# <SEP> 2609 <SEP> 8-# <SEP> 83 <SEP> 176-# <SEP> 1069
<tb> 9. <SEP> Chlorkalk <SEP> 0#0001%+Kalihydrat <SEP> 0#005% <SEP> .......197-# <SEP> 1150 <SEP> 740-# <SEP> 205 <SEP> 307-# <SEP> 567
<tb> 10. <SEP> Chlorkalk <SEP> 0#0001% <SEP> + <SEP> Kalihydrat <SEP> 0#001% <SEP> ....... <SEP> 73-# <SEP> 919 <SEP> 15-# <SEP> 52 <SEP> 455-# <SEP> 601
<tb> 
 
In dem Komplex der leicht Sauerstoff abgebenden Körper sind hier auch   Stoffgemisehe einbegriffen,   die bei Gegenwart von Wasser Sauerstoff entstehen lassen, z. B. Bariumsuperoxyd +   FerricyankaHum     u. dgl.   



   Der Effekt der sauerstoffabspaltenden Stoffe in Mischung mit alkalischen Körpern wird öfters durch Beigabe von andern Hematodenreizstoffen, z. B. Eisenhydroxyd u. dgl. noch sicherer gestaltet. 



   Man kann die alkalischen Stoffe auch getrennt von den   sauerstoffabspaltenden   auf den Acker bringen, was aber, wenn auch innerhalb des vorliegenden Erfindungsgedankens liegend, meist weniger wirkungsvoll und auch weniger wirtschaftlich ist. 



   Die im vorstehenden charakterisierten   Präparate   und Mischungen können zu den verschiedensten Zwecken der Organismenstimulation des Ackerbodens als auch zur Erhöhung des Pflanzenwuchses, Aktivierung der Dauersporangien von Synchytrium endobioticum, zur   Saatgutbeize,   Saatrillenbehandlung u. dgl. m. verwendet werden. Den Saatgutbeizen setzt man zwecksmässig noch andere Fungizide hinzu. 



   Man kann allen obigen Präparaten und Mischungen auch noch Füllstoffe der verschiedensten Art, z. B. Sand, Kaolin u. dgl., beifügen. 



   Beispiele : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 1. <SEP> Chlorkalk <SEP> (21% <SEP> Ch <SEP> ....................50 <SEP> kg
<tb> Ätzkalk <SEP> ..............................50 <SEP> kg
<tb> 2. <SEP> Chlorkalk <SEP> mit <SEP> einem <SEP> gehalt <SEP> von <SEP> 10% <SEP> Cl.
<tb> 



  3. <SEP> Chlorkalk <SEP> (21% <SEP> Cl) <SEP> ........................95 <SEP> kg
<tb> Kaliumhydrat <SEP> ............................ <SEP> 5 <SEP> kg
<tb> 
 
Anwendung :   8'1     auf l Morgen.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stimulationsverfahren für die Organismen des Ackerbodens, insbesondere für den Nematoden Heterodera Schachtii, zwecks Durchführung des Aktivierungsverfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass sauerstoffabspaltende Stoffe verwendet werden, deren vorhandene relative   Alkalität erhöht wird durch   Zusatz alkaliseher Stoffe   bzw.,   dass nicht alkalisch reagierende, sauerstoffabspaltende Körper verwendet werden, denen alkalische Stoffe zugesetzt worden sind mit oder ohne Beigabe   anderer Nematodenreiz-   stoffe, Fungizide und Füllstoffe. 
 EMI2.4 


Claims (1)

  1. ist, z. B. durch Beimisehen alkalischer Stoffe.
    3. Ausführungsform nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Chlorkalk mit geringerem als dem handelsüblichen Chlorgehalt, also unter 15%, mit oder ohne Beimischung alkalis eher Stoffe.
    4. Ausführungsform nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die alkalischen Stoffe und die sauerstoffabspaltenden, insbesondere der Chlorkalk, getrennt dem Acker zugeführt werden.
AT123878D 1930-04-23 1930-04-23 Stimulationsverfahren für die Organismen des Ackerbodens, insbesondere für den Nematoden Heterodera Schachtii. AT123878B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073797B (de) * 1960-01-21 Wackcr-Chemie G.m.b.H., München Unkrautbekämpfungsmittel und Kalkdüngemittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1073797B (de) * 1960-01-21 Wackcr-Chemie G.m.b.H., München Unkrautbekämpfungsmittel und Kalkdüngemittel

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