AT122936B - Verfahren zum Inbetriebsetzen von Induktionsöfen. - Google Patents

Verfahren zum Inbetriebsetzen von Induktionsöfen.

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AT122936B
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Austria
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furnace
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induction furnaces
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Inventor
Johannes Haerden
Theodor Tillquist
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Johannes Haerden
Theodor Tillquist
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Inbetriebsetzen von Induktionsöfen. 



   In der Schmelzteehnik benutzt man seit langem Öfen, bei welchen durch   Induktionsströme   die Wärme im Material selbst erzeugt wird. Die verwendeten Frequenzen betragen dabei zwischen 5-20. 000 Perioden. 



   Der eisengeschlossene Niederfrequenzofen (mit etwa 5-60 Perioden) hat bekanntlich vor dem eisenlosen Hochfrequenzofen den Vorzug, dass er erheblich geringere Anlage-und Betriebskosten erfordert ; er hat aber anderseits den schweren Nachteil, dass er nicht von selbst in Betrieb gesetzt werden kann. Es   müssen   hiezu besondere Mittel angewendet werden, z. B. das Einlegen eines Metallringes, welcher vorgeschmolzen wird und den   sekundären     Kurzschluss   bildet, der zur Erzeugung der Wärme nötig ist. Aus diesem Grunde ist der   Niederfrequenzofen   trotz seiner Billigkeit in vielen Fällen durch den eisenlosen Hochfrequenzofen   verdrängt worden, welcher Einsätze   in jeglicher Form und Gestalt zu schmelzen gestattet. 



  Dieser Vorteil tritt besonders dann in Erscheinung, wenn ein häufiger Wechsel der Einsatzart und infolgedessen eine volle Entleerung vorgenommen werden muss, weil durch Verbleiben des zum Anheizen benutzten Schmelzringes in der Schmelze unter Umständen eine ungenaue Zusammensetzung des Endproduktes nicht zu vermeiden ist. Man hat nun bereits versucht, während des eigentlichen Dauerbetriebs mit nieder-   frequentem Wechselstrom betriebene Induktionsöfen   bei der Inbetriebsetzung vorerst mit hochfrequentem Wechselstrom zu speisen, durch den ein   Zusammenbacken   des in die Schmelzrinne eingebrachten Schrottes erreicht werden kann. Das Zusammenbacken des Schrottes muss hiebei so weit getrieben werden, bis 
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 dung von Strom niederer Periodenzahl zu gestatten.

   Zur Durchführung dieses bekannten Verfahrens sind jedoch unbedingt frequenzwandelnde Zusatzapparate und überdies am Transformator Anzapfstellen erforderlich, wodurch die Herstellungskosten jedes einzelnen Ofens wesentlich erhöht werden. 



   Gemäss vorliegender Erfindung wird nun das Inbetriebsetzen von Induktionsöfen derart durchgeführt, dass das Schmelzen dieser dazu erforderlichen geringen Menge des Einsatzmaterials in einem beweglichen oder mit dem Hauptofen eine feste Einheit bildenden Hochfrequenzofen vorgenommen wird, wobei im ersteren Falle der Hilfsofen mit mehreren   Niederfrequenz-Induktionsöfen   zusammen arbeiten kann. Ausser dem   eigentlichen Hauptofen,   der mit Niederfrequenz gespeist wird, wird erfindungsgemäss ein mit höherer Frequenz betriebener, nicht eisengeschlossener Hilfsofen verwendet, der das Eisen in normaler Stückform zum   Schmelzen   bringt. Das geschmolzene Gut wird dann in die Sehmelzrinne des Niederfrequenzofens eingegossen und der   eigentliche Schmelzprozess   in diesem durchgeführt. 



   Die Arbeitsweise gemäss vorliegender Erfindung geht   folgendermassen   vor sich :
Zunächst kann der Ofen in gewöhnlicher Weise, etwa durch Einlegen eines (später wieder herausgenommenen) Metallringes, bis zur   Rotwärme   erhitzt werden. Sodann wird das im nicht   eisengesehlossenen   Induktionsofen geschmolzene Metall in solcher Menge in die   Schmelzrinne   gegossen, dass ein geschlossener sekundärer Stromkreis für die Niederfrequenz entsteht. Darauf beginnt die eigentliche Charge ini Niederfrequenzofen. Nach beendigter Schmelze kann nun der Ofen vollständig entleert werden, worauf sich das Verfahren mit einem neuen Einsatz beliebiger Zusammensetzung wiederholen lässt. 



   Ein solcher Vorgang gestattet auch den gleichzeitigen Betrieb von   mehreren Hauptöfen   mit einem einzigen nicht eisengeschlossenen Hilfsofen. Der kleine Hilfsofen kann natürlich bequem transportabel 
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 quenz wird zweckmässig durch Umformen der Niederfrequenz erzeugt, z. B. mit Hilfe von rotierenden Umformern, Lichtbogengeneratoren, Frequenzwandlern oder sonstigen bekannten Einrichtungen. Die Wirtschaftlichkeit eines solchen Verfahrens ist ausserordentlich gut.

   Der mit verhältnismässig geringem Wirkungsgrad arbeitende, nicht eisengeschlossene Induktionsofen braucht nur ganz geringe Leistung zu besitzen und wird natürlich nach Beginn des eigentlichen Schmelzvorganges sofort wieder   abgeschaltet.   Statt den Hilfsofen transportabel zu machen, kann man ihn   natürlich   auch, wenn lediglich eine einzige Einheit vorgesehen ist, mit dem Hauptofen vereinigen. Desgleichen kann der Hauptofen selbst in bekannter Weise als Einphasen-oder aber als Mehrphasenofen ausgebildet werden, um eine bessere Ausnutzung der Netzenergie zu ermöglichen. 



   In der Zeichnung ist ein Beispiel einer Ofenanlage für das erfindungsgemässe Verfahren dargestellt. 



  Es bedeutet 1 die niederfrequente Schmelzrinne, die in bekannter Weise in   Isoliermaterial eingebettet   ist und den Eisenkern 3 sowie die primäre Wieldung 4 umschliesst. Ein nicht eisengeschlossener Induktionsofen 5 mit der Spule 6 hängt über der Schmelzrinne und kann seinen geschmolzenen Inhalt durch die am Boden angebrachte Giessöffnung 7 in die Schmelzrinne 1 einlaufen lassen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Inbetriebsetzen von Induktionsöfen, wobei die zum Inbetriebsetzen von Niederfrequenz-Induktionsöfen notwendige geringe Menge geschmolzenen   Einsatzmaterials   mit Hilfe von Hoehfrequenzströmen erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzen dieser   geringen Menge   des Einsatzmaterials in einem beweglichen oder mit dem Hauptofen eine feste Einheit bildenden Hochfrequenzofen vorgenommen wird, wobei im ersteren Falle der Hilfsofen mit mehreren Niederfrequenz-   Induktionsöfen   zusammen arbeiten kann.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die für den Hilfsofen erforderliche Energie einer oder mehreren Phasen des den oder die Hauptöfen speisenden Netzes über Periodenumformer od. dgl. entnommen wird. EMI2.1
AT122936D 1927-12-14 1928-11-02 Verfahren zum Inbetriebsetzen von Induktionsöfen. AT122936B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1275230B (de) * 1965-06-05 1968-08-14 Aeg Elotherm Gmbh Induktionsrinnenofen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1275230B (de) * 1965-06-05 1968-08-14 Aeg Elotherm Gmbh Induktionsrinnenofen

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