AT146807B - Verfahren zur Erzeugung von Elektrostahl. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Elektrostahl.

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AT146807B
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  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erzeugung von Elektrostahl. 



   Die Erzeugung von Elektrostahl in zwei Arbeitsgängen nach dem sogenannten Duplexverfahren, bei dem der Einsatz in Herdöfen, Konvertern od. dgl. vorgefrischt und der Stahl dann in Elektroöfen fertiggemacht wird, ist, wenn der flüssige Einsatz für den Elektroofen immer rechtzeitig und in richtiger
Menge, Zusammensetzung und Temperatur geliefert werden soll, nur mit Vorfrischöfen vom mehrfachen Inhalt des oder der nachgeschalteten Elektroöfen, also mit grossen Kippöfen, Mischern oder Talbotöfen möglich. Da diese Öfen weiterhin mit grossen   Roheisenmengen   oder mit hochgekohltem Einsatz arbeiten müssen, ergibt sich, selbst wenn dabei keine Schwierigkeiten bezüglich der Entfernung von Kohlenstoff,
Silizium, Phosphor und Schwefel und der Gewinnung einer verkäuflichen Phosphorschlacke eintreten, insgesamt ein teurer und unwirtschaftlicher Betrieb.

   Beim Duplexverfahren mit vorgeschaltetem Windfrischer kann als Einsatz ebenfalls nur Roheisen benutzt werden. Eine einigermassen gute Wirtschaftlich- keit lässt sich nur bei Ausnutzung der vollen Leistungsfähigkeit des Konverters erzielen. Hiezu kommt hier noch, dass ein Zusammenarbeiten von Konverter und Elektroofen ausserordentlich schwer, ja praktisch unmöglich ist. Da nämlich der Konverter in der Stunde ein bis zwei Chargen macht, der Elektroofen aber in zwei bis drei Stunden nur eine Charge, so müssten zur Ausnutzung der vollen Konverterleistung zwei bis sechs   Fertig-bzw. Elektroofen   mit einem Konverter immer in gleichem Takt zusammenarbeiten oder ein grosser Teil der Konverterchargen müsste für andere Zwecke, etwa zur Erzeugung von Stahlguss oder Stahlblöcken verwendet werden, was   beides unzweckmässig   ist. 



   Nach vorstehendem ist es verständlich, dass sich das Duplexverfahren nur dann einigermassen bewährt, wenn ein Einschmelzofen für das Einschmelzen, Verflüssigen und   Vorfrischen   des festen Ein- satzes mit einem Elektroofen gleicher Grösse, Leistung und Schmelzdauer in gleicher Phase zusammen- arbeitet. Ein derartiges Verfahren ist aber dann wiederum nur für grosse   Elektroöfen,   etwa mit   5 -15 t  
Inhalt, angängig, die in 24 Stunden 8-12 Chargen fertigmachen. Für kleinere   Hochfrequenzöfen   mit einem Fassungsraum von 300-2000 kg, die den flüssigen und vorgefrischten Einsatz in 30-60 Minuten fertigmachen, kommt es nicht in Betracht.

   In den   Einschmelz- und Vorfrischöfen   kann man derart klein bemessene Chargen und in solcher Häufigkeit wirtschaftlich unmöglich verteilen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf die Erzeugung von Elektrostahl nach dem Triplexverfahren, wobei der in   Schmelzöfen   oder Konverten vorgefrischte Einsatz einem Sammelraum und aus diesem den elektrischen Fertigöfen zugeführt wird, so dass die   Vorsehmelz-und   Fertigöfen zeit-und mengenmässig unabhängig voneinander arbeiten können, indem der   Zeit- und Mengena1lsgleich   in dem zwischen- geschalteten Sammler stattfindet. Als Sammler werden dabei erfindungsgemäss Durchweichöfen, Tief- öfen, Stossöfen oder Wärmeöfen benutzt, in welchen das aus den   Vorschmelzöfen   entnommene und in
Blöcke gegossene Material auf Temperatur gehalten oder weitererhitzt wird, um einen thermisch vor- bereiteten und metallurgisch ausgesuchten Einsatz für die Elektroöfen bedarfsweise entnehmen zu können. 



   Den Durchweich-, Tief-,   Stoss-oder Wärmeöfen   werden aus den   Vorfrischern   od. dgl. zweckmässig
Blöcke einheitlicher Form, Grösse und Gewichte geliefert, u. zw. Blöcke, die für alle Elektroöfen passen. 



   Man kann dabei mehrere kleine Blöcke oder aber auch für jeden Ofen nur einen einzigen Block vom Ein- satzgewicht abgiessen. Die Blöcke können auf drehbaren   Giesstischen   oder in gekühlten und auch un- gekühlten Dauerformen abgegossen werden und, damit sie besser zu strippen und zu befördern sind, mit eingegossenen Ösen, Einschnürungen oder Vorsprüngen versehen sein. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beim Puffern der   Leistung von Vorfrischern und Fertigöfen durch   Abgiessen des Vormaterials in Blöcken, die in Durchweich-, Tief-oder Rollöfen warmgehalten werden, hat man die   Möglichkeit,   das Material vor dem Einsetzen in den Elektroofen genau zu analysieren und auszuwählen. Dazu ver- bleibt bei dem bekannten Duplexverfahren mit vielen kleinen Vorschmelzchargen und flüssigem Einsatz keine Zeit. 



   Ohne erheblichen Mehraufwand kann, wenn zwischen Vorfrischern und Fertigöfen Tieföfen oder
Rollöfen vorhanden sind, das Blockmaterial auch ganz unabhängig von den Elektroöfen erzeugt, zunächst in kaltem Zustand in einem Zwischenlager geputzt, analysiert, klassiert und beliebig lange gelagert oder auch laufend oder zwischendurch in eigenen Stahlwerken erzeugt oder von fremden Stahlwerken bezogen werden. 



   Die Verwendung hohler Blöcke vermindert die Streuung und den Stromverbrauch und verbessert die Leistung und Haltbarkeit des Ofens ; sie beschleunigt auch die Erhitzung und Schmelzung der in der Höhlung aufgegebenen Zuschläge. Letztere werden auf diese Art nicht nur von unten, sondern auch von oben und durch die Wände beheizt. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von Elektrostahl nach dem Triplexverfahren, wobei der in Schmelz- öfen oder Konvertern vorgefrischte Einsatz einem Sammelraum und aus diesem den elektrischen Fertig- öfen zugeführt wird, so dass die   Vorschmelz-und   Fertigöfen zeit-und mengenmässig unabhängig von- einander arbeiten können, indem der Zeit-und Mengenausgleieh in dem zwischengeschalteten Sammler stattfindet, dadurch gekennzeichnet, dass als Sammler Durchweichöfen,   Tieföfen, Stossöfen   oder Wärme- öfen verwendet werden, in welchen das aus den Vorschmelzöfen entnommene und in Blöcke gegossene
Material auf Temperatur gehalten oder weitererhitzt wird, um einen thermisch vorbereiteten und metallur-   gisch   ausgesuchten Einsatz für die Elektroöfen bedarfsweise entnehmen zu können.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammler mit Blöcken von ein- heitlicher Form, Grösse und Gewichte beschickt wird, die vor dem Einsatz in den Elektroofen gegebenenfalls noch zerschnitten oder sonstwie zerteilt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Vorschmelzöfen Blöcke im Gewicht einer Elektroofeneharge abgegossen werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Vorschmelzöfen oder Kon- vertern hohle Blöcke oder Blöcke mit Höhlungen, Aufsätzen und Ansätzen zur Aufnahme von Einsatzstoffen, wie Kalk od. dgl., abgegossen und die eingebrachten Einsatzstoffe mit den Blöcken zusammen vorerhitzt und in die Elektroofen eingesetzt werden.
AT146807D 1934-07-03 1934-07-25 Verfahren zur Erzeugung von Elektrostahl. AT146807B (de)

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