AT122567B - Steuervorrichtung für pneumatisch geschaltete Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere von Motorfahrzeugen. - Google Patents

Steuervorrichtung für pneumatisch geschaltete Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere von Motorfahrzeugen.

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AT122567B
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Description


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  StenervorrichtungfürpneumatischgeschalteteGeschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere von Motorfahrzeugen. 
 EMI1.1 
 den   Geschwindigkeitswechselgetrieben   dieser Fahrzeuge stehen die Zahnräder der zur Herstellung der
Geschwindigkeitsstufen benötigten Zahnradübersetzungen in ständigem Eingriff ; in den   Zahnräder-   paaren der einzelnen Geschwindigkeitsstufen ist jedoch   imper nur   das eine Zahnrad auf die zugehörige Welle aufgekeilt, während das andere lose auf seiner Welle sitzt, aber mit dieser mittels Reibungskupplung fest verbunden werden kann. Zu jeder Geschwindigkeitsstufe gehört eine besondere Reibungskupplung.

   Die Schaltung der gewünschten   Geschwindigkeitsstufe gesehieht   in der Weise, dass die Reibungskupplung des entsprechenden   Zahnräderpaares durch   einen zugehörigen, durch Druckluft betätigten Luftzylinder eingeschaltet wird. In der Regel besitzen die Kraftfahrzeuge vier   Geschwindigkeitsstufen. Sie bedürfen     demgemäss vier Druckluftzylinder.   



   Die Inbetriebsetzung der einzelnen Luftzylinder erfolgt durch einen Steuerschieber oder ein Steuerventil. Die Zylinder werden durch das Steuerorgan in der notwendigen Reihenfolge mit den Druekluftleitungen bzw. mit der äusseren Atmosphäre verbunden, u. zw. derart. dass der zugehörige Zylinder zu der momentan   betätigten   Geschwindigkeitsstufe unter Druck gesetzt wird, während die Zylinder der übrigen Stufen entlüftet sind, d. h. dass die   entsprechenden Reibungskupplungen   gelöst sind. 



   Diese Wirkungsweise wird dadurch gesichert, dass zwischen den   SchaltsteIlungen   des Steuerorgans 
 EMI1.2 
 nicht   übergehen kann.   



   Es sind bereits Lösungen bekannt, die diesen Grundsatz verkörpern sollen und die bezüglich ihrer Wirkungsweise in zwei Gruppen geteilt werden können. 



   Die Sehieberventile oder Steuerorgane der ersten Gruppe   entlüften   die Zylinder nur während des Umschaltens, schliessen jedoch mit Ausnahme des zu betätigenden Zylinders die Leitungen der   übrigen   Zylinder gegen die äussere Atmosphäre und den   Druekluftbehälter   ab. Die Steuerorgane der zweiten 
 EMI1.3 
 ab, sondern behalten diese auch weiterhin in entlüftetem Zustande, d. h. sie verbinden diese mit der Atmosphäre.

   Die Steuerorgane dieser letzten Gruppe sind insofern   verlässlichen,   als zuströmende Druckluft bei etwa vorhandenen Undichtigkeiten die ausser Betrieb gesetzten Luftzylinder nicht   beein-   flussen und gegen die   Steuerung   kein Umschalten bewirken kann. wogegen die Möglichkeit dieser Gefahr für die Steuerorgane der ersten Gruppe besteht.

   Mit Rücksicht darauf jedoch. dass bei dieser ersten Gruppe zwischen zwei   Stellungen   auch   Sehieberdrehungen   mit kleineren Winkeln hinreichend sind, werden bei den   gewöhnlichen   Kreisschiebern kleinere Schieberwege, d. h. kleinere Drehungen, benötigt ; im allgemeinen kann man mit dem dritten Teil   einer vollen Drehung, d. h. einem Drehwinkel von 120 ,   auskommen, wogegen zu den   Steuerstellungen   der Ventile der zweiten Gruppe gewöhnlich eine volle Drehung, d. h. ein Drehwinkel von   860 ,   benötigt wird.

   Der Vorteil der Steuerung sowohl hinsichtlich der Bequemlichkeit als auch der betriebssicheren Handhabung ist um so grösser, je kleinere Drehungswinkel nötig sind. 

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 EMI2.1 
 nur während des Umschaltens, sondern auch während der ganzen Dauer ihrer Betriebspause bereits nach einer dem dritten Teil des Kreisumfanges entsprechenden Drehung. Die Erfindung besteht darin, dass der Sehieberspiegel des   zweckmässig   als   Drehsehieber   ausgebildeten Steuerschiebers mit mindestens zwei 
 EMI2.2 
 die nicht in Betrieb gesetzt sind, ständig entlüftet sind. 



   Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 der Längsschnitt des Steuerschiebers, in Fig. 2 die Draufsicht 
 EMI2.3 
 dienen zwei durchgehende Bohrungen 4 und 5 des Kreisschiebers zur   Herstellung   der   Verbindungen   zwischen den Öffnungen der Luftzylinder und dem   Druckluftraum     76. Am Schieberspiegel sind gleich-   falls Bohrungen vorgesehen, welche bei der vorliegenden Lösung mit den Zylindern eines aus vier Luftzylindern bestehenden Systems 6-12 (Fig. 2) bzw. mit der Atmosphäre   1.'3,   13 in Verbindung stehen. 



  Die auf dem   Selhieberspiegel gleitende   untere Fläche des Kreissehiebers. 2 ist mit Kanälen 14 versehen. welche die in den Sehieberspiegel   mündenden   Öffnungen der Luftzylinder mit den ins Freie führenden Öffnungen 13, 13 abwechselnd verbinden. Zur   Erreichung   des Zweckes, dass die   Steuerung   selbst im Falle der vollen und andauernden Entlüftung nur einen Bruchteil der ganzen Umdrehung   henötige.   sind 
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 mit anschliessendem Kanal ; zum Zylinder IV Bohrungen 11, 12. Für Zylinder III ergibt sieh bei der vorliegenden Lösung nur eine, die mit 10 bezeichnete Bohrung, da die sonst notwendigen zwei Bohrungen einander so nahe kommen, dass sie zweckmässig mit einem, in der oberen Ebene des Spiegel liegenden Kanal vereinigt werden können.

   Im Falle einer ändern Lösung können sich für diesen Zylinder auch besondere Bohrungen ergeben bzw. können die Bohrungen eines andern Zylinders zusammenfallen. 



   Eine weitere besondere Eigenschaft der vorliegenden Lösung ist, dass das Einschalten des Zylinders   I   in zwei Stufen vor sich gehen kann : die erste Stufe kann irgendwie, z. B. mittels Nadelventils, gedrosselt 
 EMI2.5 
 vor sieh. 



   Die   Wirkungsweise   der Steuerung kann aus den Fig. 4-13, wo   sämtliche Stellungen einzeln   dargestellt sind. leicht verstanden werden. Die Darstellungsweise ist derartig, dass der Kreissehieber von oben betrachtet und dabei durchsichtig angenommen ist. Die einzelnen Stellungen sind folgende : 
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 einer etwaigen   Luftsteigerung   von dem andern, im Betriebe stehenden Steuerventil beseitigt wird. anderseits die volle Abschliessung wegen Erhaltung des Druckes des   augenblicklich betätigten Zylinders notwendig   ist. 



   Fig. 5. Sämtliche Zylinder sind mit der Aussenluft 13, 13 verbunden, d. h. entlüfet Übergangssteihmg vor Sehalten des Zylinders   I).   
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   Fig. 11. Zylinder   777 wird durch Bohrungen J   und 10 gefüllt, die übrigen Zylinder sind entlüftet.
Fig. 12. Die Füllung des Zylinders III entweicht durch Bohrung 10 ins Freie, die übrigen Zylinder sind gleichfalls entlüftet (Übergangsstellung zwischen Zylindern III und   IV).   



   Fig. 13. Zylinder   IV   wird durch   Bohrungen 4 und 11 gefüllt, sämtliehe Übrigen Zylinder   sind entlüftet. 



   Das wesentliche der vorliegenden Steuervorrichtung besteht also auf Grund der oben beschriebenen Wirkungsweise gegenüber den früheren Konstruktionen darin, dass   zur Herstellung sämtlicher, für   alle Luftzylinder benötigten Stellungen eine relativ kleine Teildrehung, z. B. für vier Zylinder   höchstens   bis   135 ,   des Kreisschiebers bzw. des Handhebels genügt   (vgl.   die Fig. 4-13). Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung ist auch der obenerwähnte Umstand, dass die Wirkung des Zylinders I zwei (eine gedrosselte und eine ungedrosselte) Stufen besitzt, wodurch es   ermöglicht wird,   dass das Einschalten beim Anfahren in Abstufungen ohne Stösse vor sieh gehen und so das Abstehen des Motors nicht erfolgen kann.

   Während der Drosselung gleiten   nämlich   die Lamellen der zu schaltenden Reibungskupplungen teils noch aufeinander, teils bewirken sie aber zufolge ihrer Reibung bereits ein Kuppeln von zunehmender Wirksamkeit. Die   Möglichkeit   des stufenweisen   Sehaltens   ist am Steuerventil gemäss der Erfindung in der Ausbildung dieses letzteren selbst durch eine unmittelbar hiefür dienende Schieberstellung gegeben. 
 EMI3.1 
 auf   Zylinder I zurückzuführen   ist. 



   Zur Herstellung der Drosselung kann irgendein in die zur Drosselstellung gehörige Druckluftleitung des Schiebers irgendwo eingebautes Ventil dienen ; bei der   Ausführung   gemäss der Zeichnung ist zu diesem Zweck das in den Sehieberspiegel eingebaute und mittels Hand auf ständigen Drosselungsgrad   einstellbare Nadelventil17   bestimmt. Die Aufgabe kann natürlich auch so gelöst werden, dass die Einstellungdes Drosselventils nieht fest ist. sondern dass sie während der Schaltdauer der Reibungskupplung, z. B. durch eine vom Handgriff abgeleitete   Zwangsbetätigung   desselben, automatisch verändert werden kann und dass sieh die Wirkung des betreffenden Luftzylinders statt in zwei voneinander trennbaren Stufen in einer einzigen, nach Bedarf kontinuierlich veränderbaren Stufe äussert.

   Es ist jedoch zweckmässig, die   der"zweiten Stufe"des Steuerschiebers entsprechende, nicht   gedrosselte Schieberstellung auch für diesen Fall zu behalten, damit nach   Schluss   des Drosselvorganges die weitere Steuerung oder das Zurückschalten vom Drosselventil unabhängig ausgeführt werden kann. Die den gedrosselten und nicht gedrosselten Stellungen entsprechenden Luftleitungen können unter dem Schieberspiegel hinter dem Drosselventil vereinigt werden. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Steuervorrichtung für   pneumatisch   geschaltete Geschwindigkeitsweehselgetriebe von Motorfahrzeugen, bei denen die nicht in Betrieb gesetzten Druckluftzylinder ständig entlüftet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Sehieberspiegel mit mindestens zwei zur Zuführung der Druckluft nach den Druckluftzylindern dienenden Bohrungen oder Kanälen oder Wegen für jeden Druckluftzylinder ausgerüstet ist.

Claims (1)

  1. 2. Steuerventil nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass am Sehieberspiegel für einen Teil der Druckluftzylinder mindestens zwei zylinderweise in gemeinsame Kanäle mündende Bohrungen vorgesehen sind.
    3. Ausführungsform der Vorrichtung nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die am Schieberspiegel vorgesehenen Zuführungskanäle oder Wege für jeden Druckluftzylinder noch EMI3.2 4. Ausführungsform der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für das Einschalten des Zylinders I in einer gedrosselten und in einer nicht gedrosselten Stufe am Schieberspiegel zwei besondere Bohrungen (6, 7) vorgesehen sind und der Kreissehieber dementsprechend zwei besondere Stellungen besitzt.
    5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der zur ersten gedrosselten Stufe gehörigen Druckluftleitung des Schiebers im Sehieberspiegel oder an anderer Stelle ein auf konstanten Drosselungsgrad einstellbares Ventil (17) angeordnet ist.
    6. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der zur ersten gedrosselten Stufe gehörigen Druckluftleitung des Schiebers ein derartiges Drosselventil angeordnet ist, welches eine stetige Veränderung des Drosselungsgrades während des Schaltens ermöglicht.
AT122567D 1929-10-04 1929-10-04 Steuervorrichtung für pneumatisch geschaltete Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere von Motorfahrzeugen. AT122567B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3223123A (en) * 1963-05-27 1965-12-14 Sun Oil Co Multifunction valve for chromatography
GB2528954A (en) * 2014-08-07 2016-02-10 Clyde Process Ltd Adjustable multi-hole orifice plate in a pneumatic conveying apparatus

Cited By (3)

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GB2528954B (en) * 2014-08-07 2017-05-24 Clyde Process Ltd Adjustable multi-hole orifice plate in a pneumatic conveying apparatus

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