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Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum autogenen Schneiden von Löchern.
Das Wesen der Erfindung beruht darauf, die für den Schneidvorgang erforderliche Bedienung der Ventile derart voneinander abhängig zu machen, dass einerseits die Aufeinanderfolge der
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wenig zeitraubend ist. Um dies zu erreichen, sind die für den Schneidprozess notwendigen
Ventile serienweise geschaltet und werden durch eine mit Nocken beaufschlagte Schaltwalze betätigt. Nach dieser Anordnung können auch noch weitere, nicht für den Schneidprozess als solchen, wohl aber für die gesamte Anordnung notwendige Vorrichtungen betätigt werden.
Ein weiterer wesentlicher Unlerschied der vorliegenden Vorrichtung gegenüber ändern für das Schneiden von Löchern bestimmten Vorrichtungen besteht darin. dass dieselbe nicht mittels irgendwelcher Befestigungsorgane an den Werkstücken befestigt wird, sondern mit einer
Platte versehen ist, die mittels d. es zur Verfügung stehenden Sauerstoffes evakuiert wird. Die Evakuierung wird zunächst in an sich bekannter Weise durch irgendein Druckmittel und einen geeigneten Injektor erzeugt. Dann wird der auf diese Weise evakuierte Raum durch plötzliche Vergrösserung seines Volumens noch mehr evakuiert.
Hiedurch wird. nämlich ermög- licht, die Maschine auch zum Lochschneiden auf ebenen Werkstücken, wie beispielsweise
Schiffswandungen od. dgl., zu verwenden. Auch die Betätigung der für das Evakuieren not- wendigen Ventile kann bequem von der Schaltwalze aus geschehen, ohne dass ein Fehlgriff bei der Betätigung entstehen könnte.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht, u. zw. zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig.. 2 einen Grundriss, Fig. 3 einen Querschnitt durch die
Grundplatte, Fig. 4 das Zahnsegment mit Hebel.
Die Vorrichtung besteht aus einem Ständer (t, der ein Auf-und Abstellen der Brenner b und c in an sich bekannter Weise gestattet. b ist der Brenner zum Vorwärmen und Durch- schlagen und c der Brenner zum Schneiden. Die Brenner bund c sind an einem Pantographen d befestigt. Sie führen dieselbe Bewegung wie der von der Hand betätigte Bolzen e in dem jeweiligen Übersetzungsverhältnis aus. An dem Bolzen (, ist eine verstellbare Kurbel ei, die mit einer Massteilung versehen ist, angebracht.
Sobald die Kurbel auf einen bestimmten Radius eingestellt ist und um den Drehpunkt e2 bewegt wird, führen die Brenner bund c dieselbe Kreisbewegung aus, u. zw. werden entsprechend dem Radius e2 his e und dem Übersetzungsverhältnis des Pantographen kreisrunde Löcher geschnitten.
Wird nun der Hebel ei. der mit einer Masseinteilung versehen ist. verkürzt, so wird dadurch der Bolzen e zum Drehpunkte e2 verschoben, die Gelenkhebel des Pantographen auseinandergedrückt-also das Stück e bis ri kleiner-und dadurch der auszuschneidende Lochradius verkleinert.
Soll der Apparat auf ein auszuschneidendes Loch eingestellt werden und der Mittelpunkt ist angekörnt, so legt man die ganze Vorrichtung in der Weise an, dass die heruntergeklappte Zentriervorrichtung f in den angekörnten Mittelpunkt f1 des zu schneidenden Loches liegt. Es steht jetzt gemäss Fig. 2 und 4 der Durchschlagbrenner b auf Lochmitte. Beim Herüberstellen
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Lochmitte gestellt, aber nur, wenn das Zahnradsegment 9 mit der abgeflachten Seite an der Zahnung des Segmentes h bewegt wird.
Die ganze Vorrichtung ist so ausgerichtet, dass, wenn die Zentriervorrichtung auf Lochmitte eingestellt ist, auch immer die Brenner durch den Radius a-b einen Bogen durch Lochmitte schlagen. aber nur, wenn das Zahnradsegment.'/ mit der abgeflachten Seite an dem Segment A läuft. Das Zahnradsegment ti sitzt fest an dein Bolzen e2 und dem Kurbelhebel ei und dreht sich in dem schwenkbaren Hebel. der in ri gedreht wird. Wird nun der Führungsbolzen ? um den Punkt e2 gedreht, so machen die Brenner b und c dieselbe Bewegung, in diesem Falle eine kreisförmige, mit.
Damit nun nicht von Lochmitte aus bis zur Peripherie des zu schneidenden Loches geschnitten zu werden braucht, kann durch Verschieben des Zahnradsegmentes 9 der Durchschlagbrenner b so eingestellt werden, dass er ein Stück von der Peripherie nach dem Mittelpunkt hin anfängt durch-
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Schablone umfahren werden. so dass entsprechend die Brenner b und c dieselbe Bewegung ausführen und anstatt runde Löcher auch andere Ausnehmungen geschnitten werden können.
Es war bereits erwähnt, dass das Wesen der Erfindung zur Hauptsache in der Schaltung der für den Schneidprozess wie auch für die Betätigung der gesamten Vorrichtung notwendigen Organe liegt.
Die Zeichnung zeigt, wie die Säule ss mit den Brennern bund c auf der Platte montiert ist, welche an ihrem unteren Rand einen Gummiring'i1 aufweist. Die Platte i ist hohl ausgeführt und trägt im Innern eine Membrane 13.
Der Hohlraum, der beim Aufsetzen der Vorrichtung auf das Werkstück durch den Rand
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til und schliesslich mit einer Leitung i5 und einem Injector ira in Verbindung. Dieser Injektor steht seinerseits mit einem Sauerstoffventil k in Verbindung. Die Ventile als solche sind in zwei Reihen geschaltet, u. zw. steht die eine Reihe k1. k2, k3 mit der Sauerstoffleitung k1
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Auf der Gegenseite war bereits das Ventil i4. das kein Gasventil ist. als Luftdurehgang- :- ventil an dem Injektor i angeschlossen. Es muss das Ventil i7 als Gaszuführungsventil für die Vorwärmedüse dienen. Es können naturgemäss auch noch andere für bestimmte Zwecke vorgesehene Ventile vorhanden sein. So ist beispielsweise beim Ausführungsbeispiel das Ventil i8 dafür gedacht. heim Lüften einen Gasstrom über eine Leitung k3 in die Zentriervorrichtung zu senden. aus deren Spitze der Gasstrom ausströmt. Durch Anlegen der Zentriervorrichtung an einen schwachen Glühdraht kann diese Gasflamme entzündet und dann zum Zünden Verwendung finden. Es kann auch eine geeignete Induktionszündung vorgesehen sein.
Weiterhin kann durch die Schaltwalze l ein Organ beeinflusst werden, welches den Rundschnitt steuert, indem beispielsweise ein Uhrwerk mechanisch ein-oder ausschaltet oder
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Es sei noch bemerkt. dass die Membrane i3 nach erfolgtem Evakuieren des unter ihr befindlichen Raumes durch einen Hebel n, der umsteckbar an einer Achse n1 befestigt ist. angehoben wird, wodurch der Raum noch mehr evakuiert wird, so dass der Apparat unbedingt fest am Werkstück haftet. Die Saugplatte i ist zweckmässig auswechselbar mit dem Apparat zu verbinden. um je nach dem zu lochenden Werkstück einen ovalen, runden, eckigen. planen oder gewölbten Fuss usw. zu verwenden.
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Loches gedrückt wird.
Die Zentriervorrichtung 'wird in die Lage l heruntergeklappt und in das gekörnte lochai eingesetzt. Danach wird die Grundplatte i auf das Werkstück aufgesetzt und die Schaltwalze 1 um ein Stück gedreht. Dabei öffnen sich die zuständigen Nocken, beim Ausführungsbeispiel das Ventil k und das Ventil i4. Dadurch trilt der Sauerstoff unter Druck aus dem Venlil k
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über einen Injektor i6 und eine noch zu behandelnde Leitung o ins Freie. Der Sauerstoff reisst über die Leitung p das ebenfalls geöffnete Ventil und die Leitung aus der Platte i die Luft heraus. Eine Leitung i2, welche mit einem Evakuiermeter r verbunden ist, wird dabei ebenfalls evakuiert.
Man kann den Grad der Evakuierung ablesen. Durch Weiterdrehen der Walze werden die Ventile kund i. 1 geschlossen. Sodann wird mittels Hebels n die Membrane i3 angehoben, wodurch der Innenraum der Platte i noch mehr evakuiert wird und die
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Ventils und speist den Durchschlagbrenner b mit Sauerstoff'und die eingestellte Stelle wird durchschlagen. Danach wird durch Betätigen des Zahnsegmentes g der Brenner c über die Durchschlagstelle des zu schneidenden Loches geschwenkt, worauf dann der Schnitt zur Peripherie durch Schwenken und darauf der Rundschnitt durch Drehen der Kurbel e erfolgt.
Ist das Loch ausgeschnitten, so wird die Walze wieder weitergedreht, worauf auch die letzten Ventile geschlossen und dadurch beide Brenner bund c frei von Sauerstoff bzw.
Gas werden.
Bei einer letzten Drehung der Schaltwalze wird das Ventil i, 1 noch einmal gelüftet und dadurch der Innenraum der Platte i mit der Aussenluft in Verbindung gebracht. Demgemäss wird die Vorrichtung wieder von dem Werkstück frei und kann mit der Zentriervorrichtung/ auf den Körner des nächsten zu schneidenden Loches eingestellt werden. Da nun die Brenner durch das zuvor geschnittene Loch warm geworden sind, kann der zur Evakuierung der Grundplatte verwendete Sauerstoff einer Leitung o zugeführt werden, die in der Nähe der Brenner endet und diese während des Festsaugens der Vorrichtung am Werkstück kühlen.
Die ganze Vorrichtung ist zur bequemen Handhabung mit einem oder mehreren Handgriffen versehen, die beliebig angeordnet sein können.
Die Wirkungsweise der Ventile ist kurz folgende : Nachdem die Luft aus der Saug'platte/' herausgesaugt ist und das Entlüftungsventil t wieder geschlossen ist. erhält der Durchschlagbrenner Gas und Sauerstoff zum Vorwärmen und darauf Sauerstoff zum Durchschlagen, während die beiden ersteren Ventile sich schliessen. Nach erfolgtem Schwenken erhält der Schneid-
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Nur das Entlüftungsventil/. t wird wieder geöffnet und die Platte ist frei. Der Durchschlag- brenner ist mit nur einer Düse versehen und lässt einerseits eine gasarme Mischung zum schnellen Vorwärmen und anderseits unmittelbar darauf den Sauerstoff zum Durchschlagen durch.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum autogenen Schneiden von Löchern, dadurch gekennzeichnet, dass neben den für die Speisung des Durchschlag- und Schneidbrenners (b und c) notwendigen Ventilen noch weitere Ventile vorgesehen sind. die das Befestigen und Loslösen der Vorrichtung am bzw. vom Werkstück und das Zünden des Brenners (b) in richtiger Aufeinanderfolge ermöglichen.