AT114807B - Verfahren und Brenner zum autogenen Durchlochen und Schneiden. - Google Patents

Verfahren und Brenner zum autogenen Durchlochen und Schneiden.

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AT114807B
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  Verfahren und Brenner zum autogenen Durchlochten und Schneiden. 



   Das autogene Schneiden von Eisen und Stahl von der Kante oder einem vorhandenen Loch aus mit den bekannten Schneidbrennern bereitet im allgemeinen keine Schwierigkeiten. Es ist nur erforderlich, dass die   Vorwärmeflamme   und der Sauerstoffschneidstrahl eine der   Materialstärke   entsprechende   Heiz-bzw. Blaswirkuug   haben. Es ist dem Fachmann aber zur Genüge bekannt, dass beim Anschneiden im vollen Material mit den üblichen, für die Materialstärke an sich richtigen Schneidbrennern in der Regel unliebsame Schwierigkeiten auftreten. 



  Daher ist ein vorheriges Durchlochen erforderlich, und hiebei treten Störungen auf, darin bestehend, dass die umherspritzenden Schlackentropfen und bei   nichtabgestellter V orw rmeflamme   auch viel unverbranntes, nur geschmolzenes Eisen die Öffnung des   Vorwärmemundstückes   schnell verstopfen oder dass Funken in die Öffnung fliegen und dadurch einen Flammenrückschlag herbeiführen. Selbst wenn die   Mundstücköffnung   nur teilweise durch angespritzte Tröpfchen verlegt ist, kann das Weiterschneiden schon unmöglich sein. Gegen das Durchlochen bestand aus den genannten Gründen eine Abneigung und häufig wurde es vorgezogen, die Anschnittlöcher mit der Bohrmaschine oder Lochstanze herzustellen. 



   Die Erfindung beseitigt die genannten Nachteile. Sie besteht darin, dass während des Durchlochens die Mundstücköffnung der Vorwärmeflamme mit oder ohne Abstellung dieser durch Abdecken oder eine geeignete Bewegung dem Bereich der Sprühfunken entzogen wird. 



   Die Zeichnung veranschaulicht drei Ausführungsbeispiele von zur Ausübung dieses Verfahrens geeigneten Brennern, u. zw. Fig. 1 und 2 eine erste, Fig. 3 und 4. eine zweite und Fig. 5 und 6 eine dritte Ausführungsform je in zwei Stellungen. 



   Die Fig. 1 und 2 zeigen Schneidbrenner mit einem an sich bekannten konzentrischen   Sauerstoffschneidmundstück 1   und dieses umschliessenden   Mischgasvorwärmemundstück   2. 



  Für die Zuleitung des Schneidsauerstoffs durch das Rohr 3 dient das Ventil 4, für die Zuleitung des Mischgases durch das Rohr 5 dienen das Sauerstoffventil 6 und das Brenngasventil 7. Nach der genügenden Vorwärmung des Materials 8 an der zu durchlochenden Stelle werden die Ventile 6 und 7 geschlossen und zugleich mit der den Brenner haltenden Hand die Stange 9 mit der daran befindlichen Schutzplatte 10 in die Stellung nach Fig. 1 gedrückt. Erst dann wird das Schneidsauerstoffventil 4 geöffnet. Die ringförmige Offnung des Vorwärmemundstückes 2 ist in der Stellung nach Fig. 1 abgedeckt, d. h. gegen die aufsprühenden Funken geschützt. Durch eine Bohrung 11 in der Platte 10 kann der Sauerstoffstrahl ungehindert hindurchtreten und das Material nach bekanntem Vorgang verbrennen. Die genaue Einstellung des Schiebers 9, 10 geschieht mit Hilfe des Anschlagringes 12.

   Nach dem Durchlochen gibt man die Schieberstange frei, worauf diese unter der Wirkung der Feder 13 selbsttätig in die Stellung nach Fig. 2 zurückkehrt. Werden hierauf die Ventile 6 und 7 wieder geöffnet und alle Handgriffe schnell genug ausgeführt, so kann unmittelbar im Anschluss an das Durchlochen der weitere Schnitt im Material erfolgen. 



   Statt mittels einer Schubstange kann die Platte 10 auch mittels einer drehbaren Stange oder in anderer geeigneter Weise von und nach der Ringöffnung des   Mundstückes.   2 bewegt werden. 

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   In den Fig. 3 und 4 ist ein Schneidbrennerkopf dargestellt, bei dem Schneidmundstück 14 und   Vorwärmemundstück   15 voneinander getrennt angeordnet sind. Die nicht dargestellten rückwärts liegenden Teile sind ebenso ausgeführt wie bei Brennern mit ineinanderliegenden Mundstücken. Auch in der Bedienung beider Brennerformen besteht kein Unterschied. 



  Zum Abdecken der Öffnung des Vorwärmemundstückes   15 während   des Ausbrennens und nach erfolgter Abstellung der   Vorwärmeflamme     (Fig.   3) dient in diesem Falle eine   undurch-   lochte Schutzplatte   18,   die an einer im Lager 16 drehbaren und verschiebbaren Stange 17 sitzt. Eine Feder 19 drückt die Platte 18 dicht anliegend an das   Mundstück.   Soll nach dem Durchlochen weitergeschnitten werden, so ist nur eine kleine Drehung der Stange 17 am Knopf 20 nötig, um die   Mundstücköffnung   für die   Vorwärmeflamme wieder   freizugeben. Es ergibt sich dann die Einstellung nach Fig. 4. 



   Das Vorwärmemündstück bei Brennern dieser Bauart kann auch zum Schutz der Mundstücköffnung gegen Sprühfunken selber in seiner Lage verändert werden, wie in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist. Der Drucksauerstoff strömt bei geöffnetem Ventil   21 durch   das Rohr 22 
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 und 26 durch das Rohr 27 und ein über das Rohr 27   gas dicht   geführtes   Winkelstück 28   zum   Vorwärmemundstück   29. In'der Stellung des   Vorwärmemundstückes   29 zum Schneidmundstück 24 nach Fig. 5 findet entweder das Anwärmen des Materials vor dem Durchlochen oder das normale fortschreitende Schneiden mit Vorwärmung und Brennen statt.

   Das Winkelstück 28 ist nun auf dem Rohr 27 drehbar und verschiebbar gelagert und kann mit dem eingeschraubten Mundstück 29 mit Hilfe der Stange 30 während des Durchlochens seitlich geschwenkt oder von der Brennstelle zurückgezogen oder gleichzeitig geschwenkt und fortgezogen werden, wie in Fig. 6 dargestellt. In dieser Stellung ist die Öffnung des Mund-   stückes   29 von der Brennstelle abgewandt und kann daher nicht von den Sprühfunken getroffen werden. Es ist nicht erforderlich, die   Vorwärmeflamme   während des Durchlochens, also in der abgeschwenkten Stellung des Mundstückes, abzustellen. Das Weiterschneiden nach dem Durchlochen kann also erfolgen, wenn das   Mundstück   29 durch den einfachen Handgriff des Wiedereinschwenkens die Stellung nach Fig. 5 erhalten hat.

   Ein mit einer entsprechenden Ansatzbohrung am Winkelstück 23 in Eingriff zu bringender Zapfen 31 mit Anschlagbund dient zur Führung und genauen Haltung   des wiedervorgeschobenen Winkelstückes 28   in der richtigen Endstellung. Erforderlichenfalls kann auch eine Haltevorrichtung des   Winkelstückes   28 in der Stellung nach Fig. 6 vorgesehen werden, beispielsweise in Form einer Klinke zwischen Ventilgehäuse und Stange 30. Der drehbare und verschiebbare Teil. des Brenners braucht sich 
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 den ganzen Vorwärmeteil des Brenners mit Ventilen und Gasmischkammer drehbar und verschiebbar einzurichten, indem eine geeignete bewegliche Verbindung, beispielsweise mittels Gummischlauches, zwischen den starren und beweglichen Teilen vorgesehen wird. 



   Die beschriebenen und dargestellten Brenner können sowohl als handgeführte sowie auch als Maschinenbreuner ausgeführt werden. Bei letzteren ist es natürlich nötig, die Bauform des Brenners den jeweiligen ganz-oder halbautomatischen Maschinen anzupassen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum autogenen Durchlochen und Schneiden, wobei das Durchlochen nach Vorwärmung nur mittels des Sauerstoffstrahles, das Schneiden mittels   Vorwärmnamme   und Sauerstoffstrahl geschieht, dadurch gekennzeichnet, dass das   Brennermundstück der Vorwärm-   flamme während des Durchlochens abgedeckt oder aus dem Bereich der Sprühfunken herausbewegt wird.

Claims (1)

  1. 2. Brenner zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit zum Schneidmundstück konzentrischem Vorwärmemundstück, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Vorwärme- mundstückes unter Freilassung der Öffnung des Schneidmundstückes durch eine bewegbar am Brenner angebrachte, gelochte Platte abdeckbar ist.
    3. Brenner zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit von dem Schneidmundstück getrenntem Vorwärmemundstück, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Vor- wärmemundstückes durch eine bewegbar am Brenner befestigte Platte abdeckbar ist.
    4. Brenner zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem von dem Schneidmundstück getrennten Vorwärmemundstück, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Vorwärmemundstückes aus dem Bereich der durch das Schneidmundstück erzeugten Sprüh- funken heraus beweglich ist.
    5. Brenner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorwärmemundstück von einem Winkelstück getragen wird, das auf seinem Zuleitungsrohr oder zusammen miL diesem dreh-und verschiebbar gelagert und in seiner Gebrauchslage verriegelbar ist.
AT114807D 1927-06-29 1928-05-08 Verfahren und Brenner zum autogenen Durchlochen und Schneiden. AT114807B (de)

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